Verstärkerschaden durch defekte Röhre?

Verstärker selbst bauen

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dragon
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Verstärkerschaden durch defekte Röhre?

Beitrag von dragon »

Hallo,
bei einem meiner Dared Röhrenmonos hat sich eine 6L6 verabschiedet und in diesem Thread wurde ich darauf hingewiesen dass die Endstufe auch Schaden genommen haben könnte. :cry:

Mir hat das keine Ruhe gelassen, deswegen habe ich das Teil jetzt mal aufgeschraubt (ja, mit entladen und messen :wink: ) und die Widerstände geprüft. Folgende laufen nicht mehr konform:
470kohm hat nur 78kohm,
10kohm hat nur 280ohm.
Beide liegen aber eher an den Treiberröhren(?).

Hier ein Foto (Übeltäter sind eingerahmt):
[img=http://img688.imageshack.us/img688/720/wid1.th.jpg]

Da ich mich eher als Laie bezeichnen würde, hier meine Fragen:
Besteht dringender Handlungsbedarf und (falls das überhaupt auf dem Foto zu erkennen ist) wofür sind die besagten Widerstände zuständig?

Und um es gleich noch etwas spannender zu machen, welche Verbesserungsvorschläge würden die Profis allgemein für die Schaltung vorschlagen?

Vielen Dank und Gruß,
Jürgen
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marty
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Beitrag von marty »

Hallo Jürgen,

die Widerstände lassen sich nur 'schlecht' im eingebauten Zustand messen.

Schlecht heißt, dass eventuell andere leitende Verbindungen parallel zu den Widerständen liegen, die Dir dann das Messergebnis entsprechend verfälschen. Um eine echte Aussage zu den Werten zu erhalten müsstest Du an dem zu messenden Widerstand zumindest einen Kontakt ablöten/abschneiden um eventuell parallelen Verbindungen zu eleminieren.

Achtung, die sog. Elektrolytkondensatoren (auf Deinem Bild die beiden schwarzen Zylinder vor den Endröhren) können auch im abgesteckten Zustand noch Spannung führen. Ich habe beispielsweise ein Gerät an dem nach 2 Tagen !!! (ohne Stromanschluss) an den Elkos noch 180 V :!: Spannung anliegt. Daher müssen die Elkos vor inneren Arbeiten unbedingt entladen werden.

Gruß
Martin
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GlowingTube
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Beitrag von GlowingTube »

Hallo Jürgen,

Bauteile (R und C) einseitig abnehmen zum Messen oder Du machst A/B-Vergleiche mit dem heilen Mono.

Gruß
Rainer
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mb-de
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Beitrag von mb-de »

Der A/B-Vergleich ist eine sinnvolle Idee.

Ausserdem sei angeraten, das Messinstrument ueber Pruefklemmen anzuschliessen, und ihm ein wenig Zeit zum Stabilisieren der Messwerte zu geben. Beim Anschliessen sollte man die Polaritaet benachbarter Elkos beachten und denselben Zeit zum Aufladen auf die Pruefspannung des Ohmmeters zu geben...

Beste Gruesse

Micha
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dragon
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Beitrag von dragon »

Juhu Entwarnung, beim zweiten Mono zeigen die Kandidaten genau die gleichen Werte an! :bumping:

Danke für die netten Tips, ich merke dass bei mir noch einiges an Hintergrundwissen fehlt. Elektronik war bis jetzt auch nicht so mein Metier. Ich packe die Sachen aber gerne selber an und schon die kurze Zeit hier im Forum hat mich einiges gelehrt. :OK:
die Widerstände lassen sich nur 'schlecht' im eingebauten Zustand messen.
Wusste ich z. B. nicht, hat aber bis auf die beiden erwähnten hingehauen.
Achtung, die sog. Elektrolytkondensatoren (auf Deinem Bild die beiden schwarzen Zylinder vor den Endröhren) können auch im abgesteckten Zustand noch Spannung führen.
Über dieses Thema habe ich mich unter anderem hier im Forum bis jetzt wohl am meisten informiert, gehöre da eher zur vorsichtigen Sorte 8)
oder Du machst A/B-Vergleiche mit dem heilen Mono.
JA, eben diesen Geistesblitz hatte ich gestern auch noch :think: Und in der Tat hats gerade funktioniert, schön!
Jetzt wird alles wieder zusammengeschraubt und entspannt ne Scheibe aufgelegt...

Achso, gibts eigentlich noch Verbesserungsvorschläge für die Schaltung? Hier fallen öfters solche Schlagworte wie Ölpapierkondensatoren etc.

Bastelfreudig,
Jürgen
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