Gridstopper und HF Drossel

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jogi
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Gridstopper und HF Drossel

Beitrag von jogi »

Hallo zusa,mmen,

hatte mal wieder etwas Zeit zum Löten, und zum Ausprobieren.
Es hat mich immer schon gejuckt, den Gridstopper an den C3o meiner 300B Endstufen mal rauszuschmeissen, und mal zu hören, wie es so klingt. Ich neige dazu, Dinge nicht unbedingt zu glauben, ich musss das ausprobieren...
Um es kurz zu machen: :td:
Ganz klar sind Härten auszumachen, und der Bass ist zwar gewaltig, aber auch überpräsent, kurz, das Klangbild gerät aus den Fugen. Stimmt also mit den Oszillationen, und jetzt weiss ich auch, wie sich sowas anhören kann.
Dann wieder 1K Kohlemasse-R reingebraten, und die Musik kam wieder zurück. Allerdings jetzt im Vergleich wie durch einen Wollvorhang hindurch, ganz schön kuschelig, aber auch der Dynamik, Klarheit und Räumlichkeit beraubt.
Tja, wat nu :idn:
Dann habe ich mich an einige 120µH HF Drosseln in Widerstandsform erinnert, die in der Kiste schlummerten, und die zusammen mit 470R PRP an den Grid gepinnt.
Und das Ergebnis hat mich äusserst positiv überrascht! Tolle Farben, keinerlei Härten, Dynamik ist auch da, und alles wirkt irgendwie sauberer und stressfreier.

Wieso vermeidet man denn Induktivität im Stopper, weshalb es Kohle sein muss, und sie aber in Form dieser HF Drossel absolut segensreich ist?
Inspiriert hat mich übrigens Alex mit seinem D3a Phonoamp, wo er allerdings kleine Ferritperlen direkt an den Pin gebracht hat.

liebe Grüsse,

Jürgen
DB
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Beitrag von DB »

Hallo,

es muß kein Kohlemassewiderstand sein. Wichtig ist nur, daß die Schwingungen aufhören (was man übrigens nicht lediglich per Hörtest verifizieren sollte).
Der Schwingschutzwiderstand bildet mit der dynamischen Eingangskapazität einen Tiefpaß. Ob man einen Tiefpaß als LC- oder RC-Glied ausführt, ist unerheblich.


MfG
DB
jogi
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Beitrag von jogi »

Aha, wieder was gelernt. Allerorten liest man, Gridstopper=Kohlemasse; da bin ich froh, dass das so nicht stimmt. Da bleibt die Hälfte drin hängen sozusagen.
Also hab ich jetzt einen RLC Tiefpass gebastelt...
Klar kann man das nicht nur per Gehör gestalten, aber was bleibt einem übrig, wenn man keinen Oszi hat, weil man auch gar nicht damit umgehen könnte, wenn man einen hätte...
Ist aber schonmal beruhigend, jetzt nicht völligen Unsinn gemacht zu haben.

lG,

Jürgen
DB
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Beitrag von DB »

Kohlemassewiderstände sind so ziemlich das Schlechteste was man sich wünschen kann (gewollte Störstellen, genauso funktionieren sie). Induktionsfreie Widerstände braucht man üblicherweise nur in der HF-Technik.

MfG
DB
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