Hallo Hans Jürgen.
röhre hat geschrieben:
In Zukunft muß auch das Kugelwellenhorn weg, das bündelt wie eine Taschenlampe und in meiner geringen höhrendfernung 3,5m ist bei geringen Kopfbewegungen sofort ein anderer Klangeindruck höhrbar.
Das "kleine" Jabo KH-50/53/55 bündelt im krassen Gegensatz zum KH-72 allerdings recht wenig. Selbst unter 30 Grad fällt der Frequenzgang recht wenig (und dann sehr gleichmässig) ab. Das KH-50/53/55 ist allerdings rechnerisch gar kein richtiges "Kugelwellenhorn" weil die Länge für den Mündungsquerschnitt viel zu kurz ist. Herr Jagusch wird aber ganz sicher wissen warum er die Hornkontur so gemacht hat. Beim großen KH-72 passt es aber, dass KH-72 ist aber auch elend lang. Mir gefällt das kleine Horn bei mir in meinen relativ kleinen Hörraum zweifellos besser als das Riesenhorn, auch weil das große Horn eine leicht tröttigen Klangeinfärbung hat die dem kleinen Horn völlig fehlt. Das große Horn braucht jedenfalls min. 3-4 m Mindesthörabstand. Vielleicht solltest Du einmal anstatt des Stereolabhornes das kleine Jabohorn probieren.
Zur Trennung im Stimmbereich.
Ich trenne auch lieber so tief wie möglich, dann aber mit ausreichender Flankensteilheit. Wenn der MT-Treiber des BMS-4590 nämlich "huben" muss dann kommt es zu unüberhörbaren Unreinheiten infolge von Intermodulationsverzerrungen die man mit einer normalen Klirrfaktormessung (K2, K3) auch nicht erfassen kann.
Im Audiodiskussionsform schrieb ich damals dazu....
Saarmichel hat geschrieben:.......Die wichtigste und klanglich gravierende Verbessung lässt sich aber nicht am Frequenzgang oder Klirrspektrum oder sonst wo ablesen.Irgendwie klang der Mitteltonbereich seltsam verfärbt wenn man sich den MHT-Bereich alleine anhört.Klanglich am ehesten mit zitterig zu umschreiben.Außerdem verwandelte sich bei sehr gehobener Lautstärke alles in ein undefinierbares Gezische.Zuerst dachte ich das meine "Ohren" dicht machen würden weil es auch ein unangenehmer Druck auf den Ohren erzeugte.Was mir aber am Weichenschaltbild nicht gefiel war der doch sehr große Kondensator von 47uf der den MT nach unten hin abtrennte.Bei einem Re von 12 Ohm + die 12 Ohm des Vorwiderstandes schien der mir doch arg groß geraten zu sein.Ein versuchsweise verkleinern auf 22uf (also 6db) zeigt das da das Problem lag.Der Frequenzgang fiel selbst jetzt erst bei 300Hz ab.Allerdings fehlte es mir jetzt klanglich ein wenig an Wärme........
.......Als ich dann diesen Filterzweig als 12db ausführte hat es dann wieder gepasst,die Wärme und das Runde im Klang war wieder da.Mehr noch es klang auf einmal richtig sauber, das zittern war vollständig verschwunden und alle Töne waren ganz klar von einander abgegrenzt.Selbst bei enormer Lautstärke war jetzt kein in einander laufen einzelner Klangstrukturen mehr hörbar.Vorher hörte sich wie schon geschrieben ab einer gewissen Lautstärke alles gleich (zischen) an.Die Ursache war dasden Treiber durch den zu großen Kondensator Leistung zugeführt wurde den er nicht in Schalldruck umsetzen konnte.Durch den fehlenden Strahlungswiderstand des Hornes war die Membran unter der Grenzfrequenz des Hornes nicht mehr belastet was die Membranauslenkung nur unnötig in die Höhe trieb.Sehr starke Intermodulationsverzerrungen waren die Folge.Messtechnisch konnte ich das nicht nachvollziehen, allerdings durch/mit ein klein wenig "Menschenverstand" ist das leicht verständlich.
Lange Rede-kurzer Sinn.Der BMS klang auf einmal wie ausgewechselt.Einfach um Welten besser.......
Gruß.
Michael
Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.