Moin !
Leider haben sich jetzt techn. Probleme eingestellt, die allerdings teilweise bereits vor dem modding vorhanden waren.
Von Beginn an beim Anschalten ein leichtes hochfrequentes Spratzeln aus den Tönern, das sich dann jedoch schnell gelegt hat.
Gestern - noch im passiven Bi-Amping Betrieb - dann plötzlich während der Musikwiedergabe ein Rauschen und Spratzeln aus dem rechten Kanal auch bei runtergedrehter Lautstärke ...
Heute vormittag dann Ausfall meines Yarland 300B-SE, so daß ich den 845SE jetzt als Endstufe allein betreibe:
beim Anschalten wieder das leichte Spratzeln und aus dem rechten Kanal ein relativ starkes Rauschen, daß nach ca. 30 sec verschwindet.
Zwischendurch innerhalb der ersten 15 min gelegentlich ein kurzes hochfrequentes Spratzeln. Während der Musikwiedergabe alles ok, keine Nebengeräusche mehr. Er scheint sich also in diesem Aufbau techn. wohler zu fühlen. Dann beim Ausschalten jedoch ein deutliches Knacksen aus beiden Tönern.
Habe jetzt folgenden Plan:
1. Will die schwarze Kunststoff-Folie am Ein/Aus-Schalter aufreißen und auf jede Seite des Schalters jeweils einen Entstör-Kondensator einlöten.
Wüsst nur gerne, welche Kapazität da genommen wird ... (hab' hier 1uF Entstör-Kondis rumliegen, sollte gehen, denke ich)
2. Das Spratzeln könnte durch sog. "Spikes" hervorgerufen werden:
... Ihr kennt die Spikes als das vertraute "brrrzzzzz" im Ton, wenn eine Signalleitung den Dioden zu nahe liegt oder auch mal Massesünden begangen wurden.
In der Schaltung gehen die Spikes in beide Richtungen, was meint, dass nicht nur der gleichgerichtete Strom damit kontaminiert ist, sondern rückwärts wieder in den Trafo rein, wo sie dann auch auf der Heiz- oder Biaswicklung erscheinen.
Kondensatoren (1nF-10nF) parallel zu jeder Diode unterdrücken die Spikes, ein Widerstand parallel zu jeder Diode sorgt für eine Gleichmäßige Spannungsaufteilung, da Dioden ziemlich hohe Toleranzen haben.
Die Kondensatoren über den Dioden sollten die Spikes "wegfressen", die entstehen, weil herkömmliche Dioden beim Wechsel der Stromrichtung nicht schnell genug "dicht" machen ...
Ich hab' insgesamt 6 kleinenere Dioden entdeckt und die sollen jeweils parallel einen 1.6 nF Styroflex bekommen ...
Werde nach der Maßnahme morgen weiter berichten ...
P.S.: Übrigens hat der "Single-Betrieb" - mit Röhrenvorstufe (MC-7R) - klanglich durchaus Vorteile. Die 845SE klingt phantastisch und das gesamte klangliche Geschehen wirkt etwas einheitlicher. Räumlichkeit und "Live"-Charakter sind jedoch ein klein wenig auf der Strecke geblieben, aber durchaus verschmerzbar.
Trotzdem vielleicht später mal
aktives Bi-Amping mit Röhrenendstufen ...
Frohe Ostern ! [img:19:25]
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Viele Grüße,
vintage