Neues Projekt für 2011?
Moderatoren: Moderatorenteam, mb-de, frido_
- VinylSavor
- Alter Hase

- Beiträge: 1717
- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 21:43
- Kontaktdaten:
Hallo,
also Vorschläge sind nach wie vor willkommen und wie Frank sagt natürlich auch Verstärkung! Nur weil ich kein Interesse an einer bestimmten Röhre habe, heisst das ja nicht dass kein Projekt damit möglich wird.
Ich schlage mal folgende Voraussetzungen vor, die ein geeignetes Projekt haben sollte.
1. Originalität des Konzepts
Ausgetretene Pfade nachtrampeln wäre ja langweilig. Projekte die bereits zu Hauf im Internet vorgestellt wurden braucht man hier nicht wiederkäuen.
2. Gute Beschaffbarkeit der Bauteile
Alles was es für das Projekt braucht sollte gut verfügbar sein zu humanen Preisen. Insbesondere dürfen keine exotischen Bauteile Verwendung finden, also z.B. Übertrager die es nur aus einer Quelle gibt, oder die speziell angefertigt werden müssten.
3. Relativ einfach nachzuvollziehen
Die Schaltung sollte auch von weniger erfahrenen Lötern nachbaubar sein. Insbesondere sollten keine komplizierten Abgleicharbeiten notwendig sein.
4. Skalierbarkeit
Also z.B. verschiedene Qualitätsstufen. Je nach Geschmack und Geldbeutel kann jeder selbst entscheiden wo er welche Bauteilequalität einsetzt.
Eventuell auch ein Grundkonzept das nach und nach hochgerüstet werden kann (z.B. zunächst RC Kopplung, dann später Trafokopplung)
Alles weitere kann sich dann aus der Diskussion ergeben.
Was wird gebaut? Endstufe stereo/mono, Hochpegelstufe, Phonoteil, etc...
Auch der Kostenrahmen kann dann mittels Umfrage festgelegt werden
Gruß
Thomas
also Vorschläge sind nach wie vor willkommen und wie Frank sagt natürlich auch Verstärkung! Nur weil ich kein Interesse an einer bestimmten Röhre habe, heisst das ja nicht dass kein Projekt damit möglich wird.
Ich schlage mal folgende Voraussetzungen vor, die ein geeignetes Projekt haben sollte.
1. Originalität des Konzepts
Ausgetretene Pfade nachtrampeln wäre ja langweilig. Projekte die bereits zu Hauf im Internet vorgestellt wurden braucht man hier nicht wiederkäuen.
2. Gute Beschaffbarkeit der Bauteile
Alles was es für das Projekt braucht sollte gut verfügbar sein zu humanen Preisen. Insbesondere dürfen keine exotischen Bauteile Verwendung finden, also z.B. Übertrager die es nur aus einer Quelle gibt, oder die speziell angefertigt werden müssten.
3. Relativ einfach nachzuvollziehen
Die Schaltung sollte auch von weniger erfahrenen Lötern nachbaubar sein. Insbesondere sollten keine komplizierten Abgleicharbeiten notwendig sein.
4. Skalierbarkeit
Also z.B. verschiedene Qualitätsstufen. Je nach Geschmack und Geldbeutel kann jeder selbst entscheiden wo er welche Bauteilequalität einsetzt.
Eventuell auch ein Grundkonzept das nach und nach hochgerüstet werden kann (z.B. zunächst RC Kopplung, dann später Trafokopplung)
Alles weitere kann sich dann aus der Diskussion ergeben.
Was wird gebaut? Endstufe stereo/mono, Hochpegelstufe, Phonoteil, etc...
Auch der Kostenrahmen kann dann mittels Umfrage festgelegt werden
Gruß
Thomas
829B als Triode ?Nur weil ich kein Interesse an einer bestimmten Röhre habe, heisst das ja nicht dass kein Projekt damit möglich wird.
Ob sich das klanglich mit dieser Röhre lohnt vermag ich nicht zu sagen.
Die Röhren sind wohl noch gut zu kriegen - Übertrager auch keine Problem.
Und irgendwie sieht sie Ge*l aus
gruß
michael
michael
- VinylSavor
- Alter Hase

- Beiträge: 1717
- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 21:43
- Kontaktdaten:
Hallo!
Allerdings wäre zunächst zu klären, was es denn werden soll, Endstufe, Linestufe, Phonostufe...
Eine stand alone Phonostufe hatten wir noch nicht. Für sowas hätte ich sogar eventuell schon eine interessante Röhre gefunden: Die 6GK5 eine 7-Pin Pico Röhre.
Mit sowas könnte man eine 2-stufige Phono bauen. Wahlweise RC-gekoppelt, oder LC gekoppelt, mit zusammengesetzter RIAA zwischen den Stufen. Wäre sogar später auf trafogekoppelt mit LCR RIAA umrüstbar...
Gruß
Thomas
Hast Du weitere Infos zu dem Teil? Geeignet für PP oder SE? Linearität als Triode? Ich habe keine Triodenkennlinien davon gefunden.jungle hat geschrieben:829B als Triode ?Nur weil ich kein Interesse an einer bestimmten Röhre habe, heisst das ja nicht dass kein Projekt damit möglich wird.
Allerdings wäre zunächst zu klären, was es denn werden soll, Endstufe, Linestufe, Phonostufe...
Eine stand alone Phonostufe hatten wir noch nicht. Für sowas hätte ich sogar eventuell schon eine interessante Röhre gefunden: Die 6GK5 eine 7-Pin Pico Röhre.
Mit sowas könnte man eine 2-stufige Phono bauen. Wahlweise RC-gekoppelt, oder LC gekoppelt, mit zusammengesetzter RIAA zwischen den Stufen. Wäre sogar später auf trafogekoppelt mit LCR RIAA umrüstbar...
Gruß
Thomas
Kommerziell, soweit mir bekannt, hat Spark und Audio Romy eine PP Schaltung gebaut.Hast Du weitere Infos zu dem Teil?
Das Audio Romy Teil wurde hier im Forum schon "zerpflückt"
Aus der der DIY Scene wäre hier Pete Millett zu nennen.
http://www.pmillett.com/829b_amplifier.htm
Triodenkennlinien
http://www.gehirnreaktor.de/dump/829_Triode.pdf
Ich würde zu einer Endstrufe tendieren.Allerdings wäre zunächst zu klären, was es denn werden soll, Endstufe, Linestufe, Phonostufe...
gruß
michael
michael
hallo zusammen
ich komme dann einfach mal wieder mit meinem (ziemlich sicher nicht mehrheitsfähigen
) wunsch:
(mono)endstufe mit mind. 150 watt pro kanal und ausgängen für 6 und 1 ohm
vielleicht mit der röhre (oder 2
) die jogi bei seinem grossen projekt eingesetzt hat (GU-81M) oder einer ähnlichen, evtl. noch besser dafür geeigneten röhre
oder
einen hochwertigen vollverstärker mit ca. 2x60 watt
oder
eine hochwertige linevorstufe
ich wünsche euch allen einen guten rutsch in ein erfolgreiches und v.a. gesundes neues jahr
ich komme dann einfach mal wieder mit meinem (ziemlich sicher nicht mehrheitsfähigen
(mono)endstufe mit mind. 150 watt pro kanal und ausgängen für 6 und 1 ohm
vielleicht mit der röhre (oder 2
oder
einen hochwertigen vollverstärker mit ca. 2x60 watt
oder
eine hochwertige linevorstufe
ich wünsche euch allen einen guten rutsch in ein erfolgreiches und v.a. gesundes neues jahr
gruss christoph
- VinylSavor
- Alter Hase

- Beiträge: 1717
- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 21:43
- Kontaktdaten:
Hallo!
Gruß
Thomas
Die Kennlinien sind allerdings recht krumm. Ergäbe also ziemlich hohe Verzerrungen, wenn man ohne Gegenkopplung arbeitet. Pete Millet bestätigt das ja auch. Leistung < 5W...jungle hat geschrieben: Triodenkennlinien
http://www.gehirnreaktor.de/dump/829_Triode.pdf
Gruß
Thomas
- Arkadi
- Stammgast

- Beiträge: 295
- Registriert: Do 3. Jul 2008, 20:09
- Wohnort: 01877 Demitz-Thumitz
- Kontaktdaten:
Hallo Michael,829B als Triode ?
Ob sich das klanglich mit dieser Röhre lohnt vermag ich nicht zu sagen.
Die Röhren sind wohl noch gut zu kriegen - Übertrager auch keine Problem.
Und irgendwie sieht sie Ge*l aus
Die ist gut und hat ein russ. Equivalentstyp - GU29, alledings als Pentode im Gegentakt klingt sie recht gut und paar gute Schaltungen dafür gibt es auch.
Die Ausgangsübertrager dafür mache ich auch im Program, aber nur auf Bestellung in zwei Preisklassen: 152 Euro auf UI75b und 182 Euro/St auf UI90b/6kg Kern. Man kann sie auch unter Umstenden im Triodenschaltung nutzen.
Grüße,
Arkadi
----------------------------
Gewerblicher Teilnehmer
Retro Sound Audio Laboratory
Output & Interstage Transformers
Tubes & Hybrid Amplifiers
www.tubesoundelectronics.de
Arkadi
----------------------------
Gewerblicher Teilnehmer
Retro Sound Audio Laboratory
Output & Interstage Transformers
Tubes & Hybrid Amplifiers
www.tubesoundelectronics.de
Hallo Thomas,
Deine Anforderungen sind so widersprüchlich, dass kaum eine Antwort möglich ist:
Nun, das trifft eigentlich auf jeden Aufbau zu (von ganz trivial bis hoch komplex...)
Gruß Andreas
PS. Ich nehme Deine Anregung für einen Vorverstärker auf und schlage aus Ausgangspunkt folgende Grundvoraussetzungen vor: Verstärkung min. 26 dB, Pegelsteller, Ein- und Ausgänge übertragersymmetriert, Eingangswiderstand über 10 kOhm, Ausgangswiderstand um die 50 Ohm
Deine Anforderungen sind so widersprüchlich, dass kaum eine Antwort möglich ist:
Solche Verstärker baut man dann, wenn man eigentlich keinen neuen Verstärker mehr braucht...VinylSavor hat geschrieben: 1. Originalität des Konzepts
Ausgetretene Pfade nachtrampeln wäre ja langweilig. ...
Damit sind schon alle Röhrentypen ausgeschlossen, die nicht mehr aus laufender Produktion stammen. Wer wird wohl Geld in Übertrager und andere Bauteile investieren, wenn gerade bei dem "Verbrauchsmaterial" Ersatzbeschaffung erschwert ist?VinylSavor hat geschrieben: 2. Gute Beschaffbarkeit der Bauteile
Alles was es für das Projekt braucht sollte gut verfügbar sein zu humanen Preisen. ...
Das kann nur eine simple Schaltung werden..., solche findet man in der Literatur seit den 50er Jahren ausreichend (auch originelle Schaltungen)VinylSavor hat geschrieben: 3. Relativ einfach nachzuvollziehen
Die Schaltung sollte auch von weniger erfahrenen Lötern nachbaubar sein. ...
VinylSavor hat geschrieben:4. Skalierbarkeit
Also z.B. verschiedene Qualitätsstufen. ...
Nun, das trifft eigentlich auf jeden Aufbau zu (von ganz trivial bis hoch komplex...)
Gruß Andreas
PS. Ich nehme Deine Anregung für einen Vorverstärker auf und schlage aus Ausgangspunkt folgende Grundvoraussetzungen vor: Verstärkung min. 26 dB, Pegelsteller, Ein- und Ausgänge übertragersymmetriert, Eingangswiderstand über 10 kOhm, Ausgangswiderstand um die 50 Ohm
- VinylSavor
- Alter Hase

- Beiträge: 1717
- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 21:43
- Kontaktdaten:
Hallo Andreas
Aber wie gesagt, ich wollte einfach nur wieder ein Forenprojekt anregen und mal nachfragen ob es Interesse für sowas gibt. Wie sich das dann gestaltet kann sich ja aus der Diskussion ergeben. Das Projekt muss dann ja nicht von mir vorangetrieben werden, wie bei der 6CB5A Endstufe. Das kann ja gerne jemand anders übernehmen. Vielleicht mag ja jemand eine Umfrage starten, die zunächst klärt, woran denn am meisten Interesse besteht.
Viele Grüße
Thomas
Ich habe nur ein paar Vorschläge in die Runde geworfen, aber so widersprüchlich finde ich das nichtAndreasS hat geschrieben:Deine Anforderungen sind so widersprüchlich, dass kaum eine Antwort möglich ist:
Sehe ich nicht so. Bereits der erste Verstärker, den ich in meinem Leben gebaut habe, war nicht irgend was nachgebaut. Originalität kann ja alles mögliche bedeuten, wie z.B. auch ungewöhnliche Röhren, die niemand sonst im Audiobereich verwendet. Oder z.B. mal eine andere Art die RIAA zu entzerren. Wenn jeder in der DIY Szene immer so gedacht hätte gebe es heute die Vielzahl an Röhrenkonzepten nicht. Sondern nur Vorstufen mit ECC82, ECC83, ECC85 und Gegentakt-Endstufen mit EL34, EL38, KT88, etc.AndreasS hat geschrieben:Solche Verstärker baut man dann, wenn man eigentlich keinen neuen Verstärker mehr braucht...VinylSavor hat geschrieben: 1. Originalität des Konzepts
Ausgetretene Pfade nachtrampeln wäre ja langweilig. ...![]()
Dem muss ich heftigst widersprechen. Die Versorgungslage an NOS Röhren ist hervorragend, wenn man nicht gerade auf mainstream Röhren geht. Und da gibt es noch sehr viele Typen, die kein Mensch verwendet. Z.B. Trioden mit Dioden in einem Kolben. Man legt die Dioden lahm und hat eine hervorragend geeignete Röhre. Oder bei den Compactron Röhren gibt es auch noch viel interessantes. Da ist die Versorgungslage auch in 20 Jahren noch gut. Die Lager vieler Röhrenhändler sind voll mit solchen Röhren. Ausserdem sind solche Röhren meist so billig, dass man sich einen Lebensvorrat besorgen kann ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.AndreasS hat geschrieben:Damit sind schon alle Röhrentypen ausgeschlossen, die nicht mehr aus laufender Produktion stammen. Wer wird wohl Geld in Übertrager und andere Bauteile investieren, wenn gerade bei dem "Verbrauchsmaterial" Ersatzbeschaffung erschwert ist?:VinylSavor hat geschrieben: 2. Gute Beschaffbarkeit der Bauteile
Alles was es für das Projekt braucht sollte gut verfügbar sein zu humanen Preisen. ...
Wenn es ein Forenprojekt werden soll, macht eine komplexe Schaltung wenig Sinn. Wieso soll man da nur in die Literatur schauen? Verstehe ich nicht. Ist doch kein Problem je nach Anforderung und gewähltem Röhrentyp eine neue Schaltung zu berechnen. Sonst kann man das ja auch lassen und jedem sagen schaut halt in die alten Bücher und baut was nach.AndreasS hat geschrieben:Das kann nur eine simple Schaltung werden..., solche findet man in der Literatur seit den 50er Jahren ausreichend (auch originelle Schaltungen):VinylSavor hat geschrieben: 3. Relativ einfach nachzuvollziehen
Die Schaltung sollte auch von weniger erfahrenen Lötern nachbaubar sein. ...
Nein eben nicht. Die 6CB5A Endstufe war z.B. so ausgelegt, dass die Schaltung zunächst mit RC-Kopplung aufgebaut werden konnte. Bei Verwendung der gleichen Röhren kann diese z.B. auf LC oder Trafokopplung hochgerüstet werden. Das verstehe ich unter Skalierbarkeit, nicht einfach verschiedene Qualitätsstufen der Bauteile, das ist immer gegeben.AndreasS hat geschrieben:VinylSavor hat geschrieben:4. Skalierbarkeit
Also z.B. verschiedene Qualitätsstufen. ...
Nun, das trifft eigentlich auf jeden Aufbau zu (von ganz trivial bis hoch komplex...):
Aber wie gesagt, ich wollte einfach nur wieder ein Forenprojekt anregen und mal nachfragen ob es Interesse für sowas gibt. Wie sich das dann gestaltet kann sich ja aus der Diskussion ergeben. Das Projekt muss dann ja nicht von mir vorangetrieben werden, wie bei der 6CB5A Endstufe. Das kann ja gerne jemand anders übernehmen. Vielleicht mag ja jemand eine Umfrage starten, die zunächst klärt, woran denn am meisten Interesse besteht.
Viele Grüße
Thomas
Guten Morgen,
im ersten Post vom Oktalpre zitiert Thomas die Sound Practises 4
Hier befindet sich zwischen Vor- und Endstufenröhre kein Koppelkondensator/Übertrager sondern nur eine pure Drahtverbindung.
Einen Verstärker ohne Kopplungsbauteil zwischen den Stufen habe ich vorher noch nie gesehen.
Vom Konzept und Aufwand wäre das sicher interessant, es müssen ja nicht die o.g. Röhren sein....
Viele Grüße
Martin
im ersten Post vom Oktalpre zitiert Thomas die Sound Practises 4
Hier hat JC Morrison auch einen kleinen Triodenverstärker mit der direkt geheizten 2A3 und der in der Vorstufe 6SL7 vorgestellt.Die Roehrenauswahl ist vom Siren Song Preamp inspiriert, der von JC Morrison in Sound Practices 3 und 4 vorgestellt wurde.
Hier befindet sich zwischen Vor- und Endstufenröhre kein Koppelkondensator/Übertrager sondern nur eine pure Drahtverbindung.
Einen Verstärker ohne Kopplungsbauteil zwischen den Stufen habe ich vorher noch nie gesehen.
Vom Konzept und Aufwand wäre das sicher interessant, es müssen ja nicht die o.g. Röhren sein....
Viele Grüße
Martin
- Analog_Tom
- Spezialist

- Beiträge: 4656
- Registriert: Sa 14. Mai 2005, 22:38
- Wohnort: Eifel
- VinylSavor
- Alter Hase

- Beiträge: 1717
- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 21:43
- Kontaktdaten:
Hallo Martin,
DC gekoppelte Treiberstufen sind relativ weit verbreitet und gehen auf ein Konzept von Loftin-White aus den 20er Jahren zurück. Zur Zeit kommt Loftin-White wieder verstärkt in Mode, besonders auf englischsprachigen Foren.
Da Du bereits aus dem Thread zur Oktalvorstufe zitierst. Wenn Du die allerersten Schaltungen anschaust, dann waren da die 2te und 3te Stufe auch DC gekoppelt. Um später eine Vorstufe mit Lineeingängen daraus zu machen habe ich auf RC-Kopplung umgestellt.
DC-Kopplung wäre sicher interessant, das könnte man ja als Teil des Konzepts vorsehen. Nur Vorsicht: Was nach einem komplett eingesparten Bauteil aussieht, hat natürlich auch irgendwo Nachteile, man kriegst halt nichts umsonst. 'There is no free lunch' wie man so schön sagt, auch wenn Jeremy Epstein mal ein DC gekoppeltes Konzept 'free lunch' genannt hat. Zu beachten bei solch einem Konzept: Die Gittervorspannung der Endröhre hängt von der Treiberröhre ab. Wenn am Treiber was schief geht, kann die Endröre positive Gitterspannungen bekommen und unter Umständen beschädigt werden. Die Endröhre hat meist einen relativ hochohmigen Kathodenwiderstand. Meist wird dann gedacht dass es dann nur einen kleinen Bypasskondensator braucht. Dem ist aber nicht so, es wird eine relativ hohe Kapazität benötigt, die auch eine hohe Spannunsgfestigkeit benötigt.
JC Morrison ist ja auch auf desem Trip und hat auf dem ETF DC gekoppelte Schaltungen vorgestellt.
Gruß
Thomas
DC gekoppelte Treiberstufen sind relativ weit verbreitet und gehen auf ein Konzept von Loftin-White aus den 20er Jahren zurück. Zur Zeit kommt Loftin-White wieder verstärkt in Mode, besonders auf englischsprachigen Foren.
Da Du bereits aus dem Thread zur Oktalvorstufe zitierst. Wenn Du die allerersten Schaltungen anschaust, dann waren da die 2te und 3te Stufe auch DC gekoppelt. Um später eine Vorstufe mit Lineeingängen daraus zu machen habe ich auf RC-Kopplung umgestellt.
DC-Kopplung wäre sicher interessant, das könnte man ja als Teil des Konzepts vorsehen. Nur Vorsicht: Was nach einem komplett eingesparten Bauteil aussieht, hat natürlich auch irgendwo Nachteile, man kriegst halt nichts umsonst. 'There is no free lunch' wie man so schön sagt, auch wenn Jeremy Epstein mal ein DC gekoppeltes Konzept 'free lunch' genannt hat. Zu beachten bei solch einem Konzept: Die Gittervorspannung der Endröhre hängt von der Treiberröhre ab. Wenn am Treiber was schief geht, kann die Endröre positive Gitterspannungen bekommen und unter Umständen beschädigt werden. Die Endröhre hat meist einen relativ hochohmigen Kathodenwiderstand. Meist wird dann gedacht dass es dann nur einen kleinen Bypasskondensator braucht. Dem ist aber nicht so, es wird eine relativ hohe Kapazität benötigt, die auch eine hohe Spannunsgfestigkeit benötigt.
JC Morrison ist ja auch auf desem Trip und hat auf dem ETF DC gekoppelte Schaltungen vorgestellt.
Gruß
Thomas
Hallo Thomas,
Wo ist die Neuerung, wenn man z.B. anstelle der 12AX7 die Vorgänger 6F5, 6SF5 oder gar die 75, 2A6 oder 6B6 (mit auf Kathode geschalteten Dioden...; nebenbei, man könnte diese Dioden sinnvoller zur Bias-Erzeugung nutzen) verwendet?
Jede Röhre hat eine Entwicklung hinter sich und wurde auf bestimmte Eigenschaften hin entworfen: geringes Rauschen, Mikrofoniearmut und wenig Heizungsbrumm bei Eingangsröhren, hohe Aussteuerbarkeit bei Ausgangsröhren. Du kennst diese Parameter und wie man sie aus den Röhrendaten herauslesen kann.
In der Literatur (Vergangenheit) findet man natürlich auch "originelle" Lösungen mit dem Versprechen des Autors, daß damit alle vorherigen Probleme nun endgültig gelöst seien (das ist wohl in jedem Fachgebiet gleich). Die Praxis hat aber nur einer begrenzten Anzahl von Lösungen das Überleben ermöglicht. Diese sollte man nicht mit "mainstreem" abwerten, man holt sonst alle Mißerfolge nach.
Gruß Andreas
Mein erster (und folgende) Verstärker war auch nicht nachgebaut...., und es wird sich beispielsweise niemand einen ST-70 kaufen, um sich aus den Teilen einen neuen Verstärker zu bauen.VinylSavor hat geschrieben: Bereits der erste Verstärker, den ich in meinem Leben gebaut habe, war nicht irgend was nachgebaut. ...Sondern nur Vorstufen mit ECC82, ECC83,...
Wo ist die Neuerung, wenn man z.B. anstelle der 12AX7 die Vorgänger 6F5, 6SF5 oder gar die 75, 2A6 oder 6B6 (mit auf Kathode geschalteten Dioden...; nebenbei, man könnte diese Dioden sinnvoller zur Bias-Erzeugung nutzen) verwendet?
Jede Röhre hat eine Entwicklung hinter sich und wurde auf bestimmte Eigenschaften hin entworfen: geringes Rauschen, Mikrofoniearmut und wenig Heizungsbrumm bei Eingangsröhren, hohe Aussteuerbarkeit bei Ausgangsröhren. Du kennst diese Parameter und wie man sie aus den Röhrendaten herauslesen kann.
VinylSavor hat geschrieben: ... Wieso soll man da nur in die Literatur schauen? Verstehe ich nicht.
In der Literatur (Vergangenheit) findet man natürlich auch "originelle" Lösungen mit dem Versprechen des Autors, daß damit alle vorherigen Probleme nun endgültig gelöst seien (das ist wohl in jedem Fachgebiet gleich). Die Praxis hat aber nur einer begrenzten Anzahl von Lösungen das Überleben ermöglicht. Diese sollte man nicht mit "mainstreem" abwerten, man holt sonst alle Mißerfolge nach.
Bei der Planung sollte man sich schon über die Form der Kopplung im Klaren sein - damit wird der Aussteuerbereich des Verstärkers bestimmt (und die Eigenschaften sollten vor Baubeginn in einer Art Pflichtenheft feststehen).VinylSavor hat geschrieben:...dass die Schaltung zunächst mit RC-Kopplung aufgebaut werden konnte. Bei Verwendung der gleichen Röhren kann diese z.B. auf LC oder Trafokopplung hochgerüstet werden. Das verstehe ich unter Skalierbarkeit, nicht einfach verschiedene Qualitätsstufen der Bauteile, das ist immer gegeben.
Gruß Andreas
- Analog_Tom
- Spezialist

- Beiträge: 4656
- Registriert: Sa 14. Mai 2005, 22:38
- Wohnort: Eifel
Moin liebe User,
und ich meine hiermit dann insbesondere die gewerblichen User unter Euch.
Ich denke es täte dem Forum gut, wenn sich hier nicht nur ein gewerblicher einbringen würde, dass ist auf die Dauer eine einseitige Sache.
Vielleicht hat ja ein anderer gewerblicher Lust einmal die Federführung bei einem neuen Projekt zu übernehmen und damit auch eine andere technische Herangehensweise mitzubringen.
Ich weiß zwar, dass das Phono-Mopped nicht speziell für das RuH konzipiert war, aber ein Großteil des Erfolgs hängt sicherlich mit diesem Forum zusammen. Ich denke das die Reputation von Reinhard aufgrund der erfolgreichen Umsetzung des Mopeds, nun sagen wir es einmal so, zumindest keinen Schaden genommen hat.
Ähnliche Sporen könnte sich auch ein anderer gewerblicher Teilnehmer verdienen, egal wer das ist.
Ich persönlich fänd für meinen Teil ein Projekt unter Arkadis Federführung als sehr interessant, mich würde z.B. eine single endet Endstufe mit der 2A3 interessieren...
Aber das ist jetzt nur so ein persönlicher Gedanke.
Es würde mich jedoch freuen, wenn die anderen gewerblichen Teilnehmer, egal ob Arkadi oder sonstwer, hier nicht nur zuschauen sondern auch sich einbringen würden.
Das würde das Forum in meinen Augen vielfältiger und interessanter machen und der hier im Moment herrschenden Monokultur entgegen wirken.
Viele Grüße
Tom
PS. Vielleicht sollte man per Umfrage auch vorab klären, was denn auf den Wunschzetteln der User ganz oben steht und demzufolge die größte Akzeptanz und damit auch Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung hätte.
Der sogenannte Forenamp hat, wenn ich mich da nicht täusche, ja nur sehr bescheidenen Anklang gefunden, zumindest, wenn ich das mit der Resonanz auf das Phono-Mopped von Reinhard vergleiche.
und ich meine hiermit dann insbesondere die gewerblichen User unter Euch.
Ich denke es täte dem Forum gut, wenn sich hier nicht nur ein gewerblicher einbringen würde, dass ist auf die Dauer eine einseitige Sache.
Vielleicht hat ja ein anderer gewerblicher Lust einmal die Federführung bei einem neuen Projekt zu übernehmen und damit auch eine andere technische Herangehensweise mitzubringen.
Ich weiß zwar, dass das Phono-Mopped nicht speziell für das RuH konzipiert war, aber ein Großteil des Erfolgs hängt sicherlich mit diesem Forum zusammen. Ich denke das die Reputation von Reinhard aufgrund der erfolgreichen Umsetzung des Mopeds, nun sagen wir es einmal so, zumindest keinen Schaden genommen hat.
Ähnliche Sporen könnte sich auch ein anderer gewerblicher Teilnehmer verdienen, egal wer das ist.
Ich persönlich fänd für meinen Teil ein Projekt unter Arkadis Federführung als sehr interessant, mich würde z.B. eine single endet Endstufe mit der 2A3 interessieren...
Aber das ist jetzt nur so ein persönlicher Gedanke.
Es würde mich jedoch freuen, wenn die anderen gewerblichen Teilnehmer, egal ob Arkadi oder sonstwer, hier nicht nur zuschauen sondern auch sich einbringen würden.
Das würde das Forum in meinen Augen vielfältiger und interessanter machen und der hier im Moment herrschenden Monokultur entgegen wirken.
Viele Grüße
Tom
PS. Vielleicht sollte man per Umfrage auch vorab klären, was denn auf den Wunschzetteln der User ganz oben steht und demzufolge die größte Akzeptanz und damit auch Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung hätte.
Der sogenannte Forenamp hat, wenn ich mich da nicht täusche, ja nur sehr bescheidenen Anklang gefunden, zumindest, wenn ich das mit der Resonanz auf das Phono-Mopped von Reinhard vergleiche.
- VinylSavor
- Alter Hase

- Beiträge: 1717
- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 21:43
- Kontaktdaten:
Hallo Andreas,
Aber genau solche Diskussionen sind ja fruchtbar!
Gruß
Thomas
Man kann z.B. auf andere Klassen Röhren gehen, wie z.B. 6GK5 die ähnlich hohe Verstärkung aber wesentlich höhere Steilheit hat und somit Konzepte realisieren, die mit der 12AX7 nicht möglich sind. Aber wie gesagt waren ja nur Gedanken die ich in den Raum gestellt habe. Ob die Anklang finden steht auf einem anderen Blatt.AndreasS hat geschrieben:Wo ist die Neuerung, wenn man z.B. anstelle der 12AX7 die Vorgänger 6F5, 6SF5 oder gar die 75, 2A6 oder 6B6 (mit auf Kathode geschalteten Dioden...;
Man kann ein Konzept auch gleich so auslegen, dass die Treiberstufe genügend headroom hat um eine Umstellung von RC auf trafogekoppelt zu ermöglichen. Der Unterschied in der maximal erzielbaren Ausgangsspannung zwischen RC und 1:1 trafogekoppelt macht vielleicht 3dB oder etwas mehr aus. Bei genügend headroom ist also durchaus beides abdeckbar.AndreasS hat geschrieben:Bei der Planung sollte man sich schon über die Form der Kopplung im Klaren sein - damit wird der Aussteuerbereich des Verstärkers bestimmt (und die Eigenschaften sollten vor Baubeginn in einer Art Pflichtenheft feststehen).
Aber genau solche Diskussionen sind ja fruchtbar!
Gruß
Thomas
Hallo Thomas,
danke für die Erklärung.
Ich habe mir den ersten Schaltplan des Oktalpre nochmal angesehen, stimmt, ist mir gar nicht aufgefallen.
Ist den die DC-Kopplung klanglich besser, oder 'zerstöre' ich mir den potentiellen Klanggewinn durch die hohe Kathodenvorspannung und dem damit verbundenen Aufwand?
Gruß
Martin
danke für die Erklärung.
Ich habe mir den ersten Schaltplan des Oktalpre nochmal angesehen, stimmt, ist mir gar nicht aufgefallen.
Ist den die DC-Kopplung klanglich besser, oder 'zerstöre' ich mir den potentiellen Klanggewinn durch die hohe Kathodenvorspannung und dem damit verbundenen Aufwand?
Gruß
Martin
- Analog_Tom
- Spezialist

- Beiträge: 4656
- Registriert: Sa 14. Mai 2005, 22:38
- Wohnort: Eifel
Hallo Marty,
das bin ich auch, seitdem ich die 12E1 verbaut und die 6CB5A rausgeschmissen habe.
Trotzdem würde mich Arkadis Herangehensweise reitzen, aber das ist nur ein privater Gedankenganz.
Nur jetzt einfach die zweite "Vorstufe zum Forenamp" zu bauen bin ich nicht sicher ob das den Nerv trifft und ohne den zu treffen wird das Projekt nicht mehr Erfolg haben als die 6CB5A...
Ich könnte mir auch z.B. mal vorstellen, dass man das Projekt einer symetrischen Vorstufe aufgreift, auch das war vor einiger Zeit einmal angedacht.
Aber wie ich bereits sagte, ich würde zuerst einmal per Umfrage klären was die User des Forums wünschen, damit das Projekt auch vom Forum getragen wird.
Liebe Grüße
Tom
das bin ich auch, seitdem ich die 12E1 verbaut und die 6CB5A rausgeschmissen habe.
Trotzdem würde mich Arkadis Herangehensweise reitzen, aber das ist nur ein privater Gedankenganz.
Nur jetzt einfach die zweite "Vorstufe zum Forenamp" zu bauen bin ich nicht sicher ob das den Nerv trifft und ohne den zu treffen wird das Projekt nicht mehr Erfolg haben als die 6CB5A...
Ich könnte mir auch z.B. mal vorstellen, dass man das Projekt einer symetrischen Vorstufe aufgreift, auch das war vor einiger Zeit einmal angedacht.
Aber wie ich bereits sagte, ich würde zuerst einmal per Umfrage klären was die User des Forums wünschen, damit das Projekt auch vom Forum getragen wird.
Liebe Grüße
Tom
- VinylSavor
- Alter Hase

- Beiträge: 1717
- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 21:43
- Kontaktdaten:
Hallo Martin,
Eine DC-gekoppelte Endstufe hätte schon was für sich. Eventuell gleich einen Vollverstärker. Eine Eingangsstufe, die einen Lautstärkesteller ansteuert, gefolgt von DC-gekoppelter Treiner- und Endstufe. Ausgangsröhre dann wahlweise direkt geheizt (45, 2A3, 300B, 801A...) oder auch was indirekt geheiztes. Aus dem Konzept mit der 6CB5A sind ja auch etliche direkt geheizte Endstufen entsanden. Gleiche Treiberstufe aber mit 45, 2A3 oder 801A als Endröhren.
Gruß
Thomas
DC-Kopplung hat was für sich. Der eingesparte Koppelkondensator bringt schon einen Klanggewinn. In der Ausgangsstufe kann man ja wieder mit ultrapath Kondensator arbeiten und so die Einflüsse der Kathodenbeschaltung minimieren.marty hat geschrieben:Ist den die DC-Kopplung klanglich besser, oder 'zerstöre' ich mir den potentiellen Klanggewinn durch die hohe Kathodenvorspannung und dem damit verbundenen Aufwand?
Eine DC-gekoppelte Endstufe hätte schon was für sich. Eventuell gleich einen Vollverstärker. Eine Eingangsstufe, die einen Lautstärkesteller ansteuert, gefolgt von DC-gekoppelter Treiner- und Endstufe. Ausgangsröhre dann wahlweise direkt geheizt (45, 2A3, 300B, 801A...) oder auch was indirekt geheiztes. Aus dem Konzept mit der 6CB5A sind ja auch etliche direkt geheizte Endstufen entsanden. Gleiche Treiberstufe aber mit 45, 2A3 oder 801A als Endröhren.
Gruß
Thomas
Hallo Thomas,
ich finde es schön das du weiter deine Ideen hier zur Verfügung stellst.
Ich habe den Eindruck bei den von dir veröffentlichen Projekten für jeden etwas dabei sein müsste.
Was vielleicht noch interessant wäre ist eine I/U Schaltung um unsere DACs damit auszurüsten.
Herzliche Grüße und einen guten Rutsch
Jens
ich finde es schön das du weiter deine Ideen hier zur Verfügung stellst.
Ich habe den Eindruck bei den von dir veröffentlichen Projekten für jeden etwas dabei sein müsste.
Was vielleicht noch interessant wäre ist eine I/U Schaltung um unsere DACs damit auszurüsten.
Herzliche Grüße und einen guten Rutsch
Jens