Zum besseren Verständnis hier Michas Beitrag:
Es hatte schon einen guten Grund, weshalb die EL12 schon in der 1960er Röhrendatentabelle von RFT mit einem Kreuzchen für "nicht mehr für Neuentwicklungen zu verwenden" kennzeichnete.mb-de hat geschrieben:Hallo Juergen!
Schoen beschrieben ...jogi hat geschrieben:Da kann man mal zu recht behaupten: Fertig ist die Laube!![]()
... die dann klanglich den 1200W-PMPO-Verstaerkern an PC-Lautsprechern Konkurrenz machenjogi hat geschrieben: Micha, sei nicht immer so streng, oder willst du lieber den ganzen Tag korrekt aufgebaute (naja) China 6sl7 KT88 Amps bewundern...- NEIN, das will ich mit Sicherheit nicht.
Und genau deswegen kritisiere ich - schliesslich ist Potential vorhanden:
Die Kombination EF12-EL12 gibt in der richtigen Umgebung klanglich sehr gute Resultate (und misst sich dazu auch noch gut)... man betreibt beide als Pentode, und legt dann eine kurze Gegenkopplungsschleife von der Anode der EL12 an die Katode der EF12, analog zu einem Zweig des V69 (oder eines seiner Konsorten), spendiert dem Ganzen dann ein gutes Netzteil und einen hochwertigen 3,5K-Ausgangsuebertrager (z. B. Tango FC30-3,5S, Tamura F7002, Lundahl LL1623, etc... auch die im hiesigen Kunstwerk gezeigten Exemplare sollte eine Option sein ) - Betriebsspanung fuer beide Roehren ca. 260V, Ra der EF12 220 kOhm, Rk der EF12 1,6 kOhm unueberbrueckt , Gegenkopplung 150 kOhm in Serie mit 1 uF zwischen Anode der EL12 und Katode der EF12, Koppelkondensator zwischen EF12 und EL12 100 nF, Gitterableitwiderstand der EL12 470 kOhm, Katodenwiderstand der EL12 91 Ohm ueberbrueckt mit 470..1000 uF, Gitterableitwiderstand der EF12 100 kOhm - Gridstopper nicht vergessen (die EL12 ist ein steiles Biest) - dann sollte man ehrliche 5W bei deutlich unter 1% Klirr, sehr schoener spektraler Verteilung der Harmonischen und einen Daempfungsfaktor von ca. fuenf bekommen - und vielen teuren Triodeneintaktern zeigen koennen, wo es langgeht...
Auf dem letzten ETF hatte Andreas S. seinen sehr schoen gebauten EF12-EL12 Pentoden-Eintakter dabei - der klanglich sehr ordentlich war - allerdings qua Ausgangsuebertragern noch Verbesserungspotential hatte (leider) - aber auch so ist das schon ein Verstaerker mit eine grossen 'ich will ihn haben'-Faktor:
Hier ist ein Bild, das Raymond Koonce davon gemacht hat:
[img:543:768]http://www.timebanditaudio.com/ETF08/we ... s/3954.jpg[/img]
Ich finde, dass dies' Kunstwerk' in ein ordentliches Gehaeuse gehoert, und mit den Teilen (ausser dem Gleichrichteradapter) ordenlich aufgebaut werden sollte - dann hat der Eigentuemer sicher einen guten kleinen Verstaerker - im jetzigen Aufbau ist das Ding ziemlich scheusslich - und das Gegenteil von wertigjogi hat geschrieben: Dann doch lieber ein verstärkendes Schrebergartenhäuschen mit Stahlröhren und der doch sehr schönen EL12; 7500$ ist allerdings ein Wort...Und der Gleichrichteradapter...räusper...von Beuys inspiriert?..
jogi hat geschrieben: Angesichts der anständigen Trafos kann ich mir schon vorstellen, dass das Ganze sich gut anhört
Die Chance besteht durchaus - zumindest haben Roehren und Uebertrager das Potential dazu.
Gruss
Micha
=->
Ich halte es für bedenklich, Röhren aus ausgelaufener Produktion für Neubauten zu verkaufender Geräte zu benutzen.
Zum Aufbau an sich: schon blöd, wenn man nur einen Holzbohrer besitzt und das dann zur Philosophie erklären muß... ich hätte noch ein Vintage Aluchassis mit einem fetten Netztrafo drauf, war ein 100W-Verstärkereigenbau. Ähnlich lieblos gemacht, aber mehr drin. Wer es haben will, ernsthafte Angebote ab 15000€ bitte per PN...
MfG
DB



