Die Qual der Roehrenwahl

Verstärker selbst bauen

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VinylSavor
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Die Qual der Roehrenwahl

Beitrag von VinylSavor »

Hallo,

Es kommt immer wieder die Frage auf, wie Roehre X im Vergleich zu Roehre Y klingt. Da die Schaltungsumgebung (Treiberstufe, Netzteil, Ausgangsuebertrager, etc) einen wesentlichen Einfluss auf das Klangresultat haben, ist das pauschal nicht so einfach und eindeutig zu beantworten. Im Rahmen des 6CB5A Konzepts wurden deshalb ja bereits diverse Endstufen gebaut, mit 45, 2A3, 801A und 300B als Endroehre, bei denen die Umgebung weitgehend gleich war. Im Detail gab es dann aber doch ein paar Unterschiede und es ist ne Menge Aufwand viele amps zu einem shootout zu schleppen.

Deshalb habe ich jetzt einen amp konzipiert, den man per Schalter auf verschiedene Roehren konfigurieren kann. Es koennen dabei natuerlich nur Roehren zum Einsatz kommen, die mit dem gleichen Ausgangsuebertrager zurecht kommen. Heiz- und Anodenspannung sind relativ einfach per Schalter einstellbar zu machen. Durch schaltbare Kathodenwiderstaende kann man auch jeweils geeignete Arbeitspunkte einstellen.

Als Ausgangsuebertrager kommt der bewaehrte Tango X20S zum Einsatz, der Primaerimpedanzen von 2,5 , 3,5 und 5k Ohm bietet. Damit koennen folgende Roehren betrieben werden:

300B
2A3
45
71A

Ueber einen Sockeladapter UX4-UX5 koennte man auch noch die 46 fahren

Zwischenuebertrager wird der Tango NC20 der ebenfalls mit Roehren mit unterschiedlichen Innenwiderstaenden zurecht kommt. Deshalb wird die Treiberstufe ebenfalls konfigurierbar gemacht und folgende Roehren werden verwendbar sein:

801A
10Y
26
71A
UX112
UX201A

Das ermoeglicht vor allem Kombinationen von Treiber und Endroehren, die man wohl nie eigens aufbauen wuerde, da sie zu abgefahren sind, wie z.B. eine 45 Endroehre mit 801A als Treiberroehre. Insgesamt sind 30 Kombinationsmoeglichkeiten drin, also 30 amps in einem :wink:

Um das Konzept der Konfigurierbarkeit zu testen, baue ich sowas erstmal mit einer Line-Vorstufe auf, in der dann 801A, 10Y, 26, 71A, UX112 und UX201A betrieben werden koennen.

So wird die aussehen:

[IMG:150:120]http://img163.imageshack.us/img163/5668 ... ne1.th.jpg[/img]

Gruss

Thomas
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mb-de
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Beitrag von mb-de »

Hallo Thomas,

das ist ein interessantes Projekt.

Wenn das Teil fertig ist, wuerde ich es mir gerne mal fuer eine gewisse Zeit ausleihen, zusammen mit einigen repraesentativen Roehren Deiner Wahl.

Ich wuerde dann einen Satz Messungen machen, die Klirr-, Intermodulations- und Erholverhalten im Zeit-, Frequenz- und Pegelbereich an verschiedenen Lasten charakterisieren - um eben einen umfassenden Satz Messdaten zu haben, die man dann z. B. anhand eines Hoervergleiches auf dem ETF (oder in einem anderen Umfeld) praesentieren koennte...

Was haelst Du von der Idee?

Beste Gruesse

Micha
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo Micha,

das koennen wir gerne tun, waere interessant das Ganze mess- und hoertechnisch zu analysieren. Da bei dieser Geschichte das gesamte Schaltungsumfeld identisch bleibt sind die Unterschiede nur noch durch die Roehren selbst bedingt.

Im Juli findet eine Veranstaltung in Wien statt, auf der ich den amp vorfuehren werde. Das waere eventuell schon eine Moeglichkeit. Ich kann Deine Kontaktdaten an die Veranstalter weitergeben, damit Du eine Einladung bekommst.

Gruss

Thomas
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Beitrag von mb-de »

Hallo Thomas,

das koennte eine Moeglichkeit sein.

Verfolge es mal weiter - vielen Dank!!!

Gruesse

Micha
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo!

Diese Geschichte ist etwas ins Hintertreffen geraten, da andere Themen Vorrang hatten. Aber jetzt habe ich mal die Linestufe fertig. 801A und 12A bereits getestet. Momentan spielt sie mit ca 80 Jahre alten UX201. Unglaublich was diese uralten und wunderschoenen Roehren fuer einen Sound machen! Morgen mach ich mal ein paar Fotos.

Gruss

Thomas
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Beitrag von ADausF »

Wow! :OK:

...der steht aber nidd immer im Freien.... gelle
Wenn doch... wo?

:mrgreen:
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