Löten für Anfänger

Verstärker selbst bauen

Moderator: Moderatorenteam

Antworten
Benutzeravatar
Horny
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 111
Registriert: Di 8. Mai 2007, 21:13
Wohnort: Wuppertal

Löten für Anfänger

Beitrag von Horny »

Hallo Ihr Experten ;-),

demnächst gehe ich ein Wagnis ein und werde selbst einen Röhrenendstufen-Bausatz (Bottlehead Paramount 2A3) zusammen"basteln". Damit es nicht :cry: , sondern :bumping: wird, poste ich hier bestimmt noch einmal..., um Problemen aus dem Weg zu gehen.

Habe vor, zuerst noch ein wenig das Löten zu üben, da ich bisher nur kleinste Lötarbeiten erledigt habe. Hierzu eine Frage: M.E. ist es besser (insbesondere als Anfänger), mit "normalen" Lötzinn zu arbeiten. Habe auch schon mal eine Lötstation für die kommenden Aufgaben besorgt. Aber: Welche Temperatur wählt man am besten?

Vielen Dank schon mal!! Werde über den Fortgang berichten...

Happy hearing

Carsten
Benutzeravatar
Bender
Honourable Member of RuH-Society
Honourable Member of RuH-Society
Beiträge: 2493
Registriert: Do 27. Apr 2006, 11:49
Wohnort: Siegen

Beitrag von Bender »

Hallo Carsten,

das mit der Temperatur ist nicht so einfach - wenn ich das jetzt hier schreibe, fliegen gleich auch schon die Steine da es verschiedene Ansichten zu löten gibt.

Generell kann man sagen je kleiner die Lötstelle, um so geringe die benötigte Wärmezufuhr, das bezieht sich jetzt nicht auf das Bauteil was man einlötet sondern auf die Lötstelle an sich. Ein Beispiel: Möchtest du ein kleines Bauteil (Anschlussdraht) mit einem kleinen Lötauge verlöten, benötigst du weniger Leistung als wenn du ein kleines Bauteil auf eine Breite Massebahn löten möchtest. Ist das Bauteil, oder besser gesagt der Verbindungsdraht zum Bauteil, sehr gross, benötigt man auch eher viel Leistung.

Beim Löten ist darauf zu achten, das die wärmeempfindlichen Bauteile nicht zu heiss werden. Generell sollte man die Wärme vor dem eigentlichen Bauteil ableiten, was leichter gesagt ist als getan und manchmal den Einsatz von Spezialwerkzeug nötig macht. Denoch kann man einiges zum Schutz der Bauteile machen, reinigt man z.B die Anschlüsse der Bauteile und verzinnt sie anschliessend, dann lassen sich die Bauteile schneller verlöten da sie schneller eine Verbinding mit dem Lötzinn eingehen (schnell verlötet = wenig Wärme zugeführt).

Wichtig ist auch zu schauen, wo man grade lötet. Wenn du auf Leiterbahnen lötest wo sehr empindliche Bauteile schon drauf gelötet sind, solltest du wenn möglich die Wärme vor den empfindlichen Bauteilen ableiten.

Mit welcher Temperatur man letzt endlich lötet ist das Steine-werf-Thema: Ich löte sehr heiß - zum einen mache ich bei hoher Temperatur schönere Lötstellen (bessere Kontaktstellen) und zum anderen benötige ich weniger Zeit pro Lötstelle, erwärme das Bauteil also nicht so lange (klar, mit hoher Temperatur).

Hier im Forum gibt es einen Thread wo die Arbeitsschritte eines Profis am Beispiel des Audiosix PhonoPres gezeigt werden.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.

Gruss /// Ole
RuH e.V. Mitglied

I've got a secret, I've been hiding under my skin
My heart is human, my blood is boiling
My brain IBM
Benutzeravatar
GlowingTube
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 1827
Registriert: Mo 25. Dez 2006, 19:54
Wohnort: Heidekreis

Beitrag von GlowingTube »

Moin zusammen,

ich löte seit meiner Schulzeit und habe (hoffentlich) in den letzten knapp 40 Jahren, und nicht nur im privaten Bereich, etwas Erfahrung sammeln können.

Also, ich habe privat nie eine Lötstation benötigt oder vermisst. Ich habe mir Anfang der Siebziger den Weller Lötkolben mit der "thermomagnetischen" Regelung zugelegt. Damals kostete er ungefähr 70DM. Heute gibt es den immer noch für rund 70EUR oder so. Einmal hatte ich wohl das Heizelement wechseln müssen und das war's auch. Das Ding ist einfach zu empfehlen!

Damit man für möglichst viele Lötsituationen gewappnet ist, sollte man sich aber ein paar verschiedene Spitzen zuelegen. Die kosten wohl jeweils 7 EUR oder so. Man sollte mindestens eine feine, eine mittlere und eine sehr dicke Spitze haben. Viel mehr habe ich nicht und das langt imho auch.

Das Wichtigste beim Löten ist, das man nicht vorher schon versucht das Zinn heißzumachen und es dann an die zu lötende Stelle bringt. Das Flußmittel wäre dann schon verbraucht und es gibt dann die typisch häßlichen Löt-Bratversuche. Ebenso wichtig ist die ausreichende Wärmezufuhr, wenn es gilt, dickere Metallteile (dicke Litzen etc.) sauber zu verlöten. Hier mit einer mittleren oder gar feinen Spitzen zu arbeiten, wäre so zimelich das schlechteste, was man machen kann. Die Hitze fließt in die zu lötenden Teile hinein. Nicht nur, das man davon heiße Finger bekommen würde; es kann auch Halbleiter schädigen, wenn sie zu lange mit Hitze beaufschlagt werden.

Die Temperaturregelung habe ich übrigens auch nie vermisst. Die Quasi-Regelung des Weller WTCP-Kolbens reicht allemal.

Vielleicht hilft's ein wenig?

LG
Rainer
Benutzeravatar
frido_
Honourable Member of RuH-Society
Honourable Member of RuH-Society
Beiträge: 2642
Registriert: Mi 11. Okt 2006, 22:00
Wohnort: 57223 Kreuztal

Beitrag von frido_ »

Hallo Carsten

Schließe mich dem an.

- Regelung ist nicht unbedingt nötig.
- Lötkolben sollte schon einiges wärmer sein als der Schmelzpunkt des Lots....sinkt nämlich während des Lötens ab.
- je nachdem was du lötest keins oder ein oder beide Dinger vorher verzinnen.
- Je kälter der Kolben desto mehr Zeit hat die Wärme in das Bauteil einzudringen...is nich gutt
- zu kurz ist auch nicht gutt. Mußt halt beobachten wenn sich beide Teile schön vereinigen.
- wenn es beim erstenmal nicht klappt vielleicht warten bis sich es wieder abgekühlt hat.
- "normaler" Lötzinn wird silbrig glänzend...ist es matt hats gewackelt...nich gutt.
- Spitze ab zu mal säubern vom Zunder....auf einem Schwämmchen mit Wasser abstreifen oder mit einem Papiertuch abputzen.
Kommt natürlich bei richtig eingestellter Temperatur nicht so oft vor.
- wenn die Lötstellenteile verschieden groß sind...kannst du den Kolben etwas mehr an das größere Teil halten. Damit sie zur gleichen Zeit gar sind.

Theorie ist das eine.....einfach mal üben und du wirst einiges bestimmt selber bemerken.

Gruß Frido
Wir haben unsere Besitztümer multipliziert, aber unsere Werte reduziert
LUA Sinfonietta // LUA Appassionato // LUA Con Espressione // DIY-Dreher ("Frido´s Finest") // MØRCH UP-4 // Shelter 901 // Le Pacific
Benutzeravatar
Horny
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 111
Registriert: Di 8. Mai 2007, 21:13
Wohnort: Wuppertal

Beitrag von Horny »

Nabend allerseits,

vielen Dank für die Tipps - jetzt kann die Praxis kommen....

Schöne Grüße ausm Tal

Carsten
Benutzeravatar
Alter Bastler
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 123
Registriert: So 14. Jan 2007, 12:31
Wohnort: Nähe FFM

Beitrag von Alter Bastler »

Moin,
Die Temperaturregelung habe ich übrigens auch nie vermisst. Die Quasi-Regelung des Weller WTCP-Kolbens reicht allemal
Diese "Quasi-Regelung" funktioniert besser als so manche elektronische Reglung.
Selbst habe ich die Weller Magnetostat Lötstation, seit ca. 25 Jahren, funzt immer noch bestens.
Im Grunde gibt es beim Löten im Vergleich zum WTCP-Kolben keinen Unterschied, die Station ist aber praktischer.
Man hat immer einen Platz für den Lötkolben, ein Silikonschwämmchen ist auch immer parat und man kann zur Not auch mal an einer eingeschalteten "Kiste" rumlöten, da der Magnetostat potentialfrei ist.

Gruß
Manfred
Ein bischen besser geht immer.
Kalle
nicht mehr Neu
nicht mehr Neu
Beiträge: 635
Registriert: Mo 28. Aug 2006, 22:30

Beitrag von Kalle »

Hallo Carsten,

ich habe eine einfache digitale no name Lötstation von "C". Die funzt ... auch in der Temperaturregelung... mit 350°C fast immer prima.
Feinere ICs löte ich mit 300°. Lautsprecherkabel und ähnliches mit dickem Kolben mit 450°.
Datt isses.

Jrooß Kalle
Auf welchem Konzert wart ihr zuletzt?
Benutzeravatar
Tubes
Moderator
Moderator
Beiträge: 6369
Registriert: Mo 7. Mär 2005, 17:17
Kontaktdaten:

Beitrag von Tubes »

Moin!

Eine weitere Hilfe gibt es hier.
Grüße
Heiner

____________________________
AFTERBURNER
Benutzeravatar
frido_
Honourable Member of RuH-Society
Honourable Member of RuH-Society
Beiträge: 2642
Registriert: Mi 11. Okt 2006, 22:00
Wohnort: 57223 Kreuztal

Beitrag von frido_ »

Tach

...oder wenn Änderungen anstehen.

Gruß Frido
Wir haben unsere Besitztümer multipliziert, aber unsere Werte reduziert
LUA Sinfonietta // LUA Appassionato // LUA Con Espressione // DIY-Dreher ("Frido´s Finest") // MØRCH UP-4 // Shelter 901 // Le Pacific
Benutzeravatar
Horny
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 111
Registriert: Di 8. Mai 2007, 21:13
Wohnort: Wuppertal

Beitrag von Horny »

Nabend zusammen,

herzlichen Dank für die vielen Tipps hier. Mein Bausatz ist (endlich!) am Wochenende angekommen und die ersten Lötarbeiten sind erledigt. M.E. hats nach einer Phase der Übung recht ordentlich funktioniert und 2 "Bretter" sind schon bestückt und gelötet. Bisher macht das erste DIY-Projekt großen Spaß (die ersten Herausforderungen kommen aber noch...) Werde demnächst mal ausführlicher mit Bildern berichten, wie es so ist, als absoluter Laie und blutiger Anfänger - aber with a little help from my friends - selbst etwas zu produzieren.

Gruß

Carsten
Benutzeravatar
Horny
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 111
Registriert: Di 8. Mai 2007, 21:13
Wohnort: Wuppertal

Beitrag von Horny »

Hallo zusammen,

hatte schon ein schlechtes Gewissen... aber jetzt kommen endlich die ersten Bilder. Vor allem aber mal wollte ich für diejenigen (wenigen) unter uns berichten, die wie ich technische Laien sind und vielleicht auch Hemmungen haben, etwas selbst (na ja, sagen wir lieber mal mit Unterstützung) zusammenzubauen.

Wie schon gesagt hatte ich mir einen Bottlehead-Bausatz bestellt. Nachteil: ziemliche Lieferzeit... oder positiv gesagt halt Vorfreude. Die Aufbauanleitung per CD ist recht übersichtlich und verständlich gehalten, (bis jetzt) keine Probleme. Nachdem das Holzgehäuse schon am ersten Abend zusammengeleimt und am nächsten Morgen eingeölt hatte, war als nächstes die Basisplatte dran: Sie ist aus ziemlich schmucklosem Alu hergestellt. Da Politurversuche nicht zum gewünschten Ergebnis führten, habe ich sie angestrichen und "gesandet", das erste Ergebnis könnt ihr unten sehen.

Als nächstes habe ich dann die Abdeckungen der Trafos bearbeitet, die ersten Platinen mit Bauteilen bestückt und gelötet. Leider stellte sich dann heraus, dass der Bausatz nicht ganz vollständig ist, sodass an einigen Stellen zur Zeit Baustopp herrscht. Zur Belohnung habe ich zumindest fürs Auge eine Endstufe schon mal fertiggestellt.

Beim nächsten Mal dann mehr!

Carsten

[IMG:150:116]http://img513.imageshack.us/img513/9393/kistesh2.th.jpg[/img]

[IMG:101:165]http://img131.imageshack.us/img131/5946 ... hf8.th.jpg[/img]

[IMG:150:116]http://img503.imageshack.us/img503/6342 ... ed4.th.jpg[/img]

[IMG:150:116]http://img181.imageshack.us/img181/8272 ... jn6.th.jpg[/img]
Benutzeravatar
frido_
Honourable Member of RuH-Society
Honourable Member of RuH-Society
Beiträge: 2642
Registriert: Mi 11. Okt 2006, 22:00
Wohnort: 57223 Kreuztal

Beitrag von frido_ »

Nabend Carsten
Horny hat geschrieben:ziemliche Lieferzeit... oder positiv gesagt halt Vorfreude
:OK: ..... :OK:

Gesandet.....Tolle Idee. Da gibts ja einiges was man da verwenden kann.

Gruß Frido
PS.: Viel Spaß und Intuition weiterhin.
Wir haben unsere Besitztümer multipliziert, aber unsere Werte reduziert
LUA Sinfonietta // LUA Appassionato // LUA Con Espressione // DIY-Dreher ("Frido´s Finest") // MØRCH UP-4 // Shelter 901 // Le Pacific
Benutzeravatar
Horny
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 111
Registriert: Di 8. Mai 2007, 21:13
Wohnort: Wuppertal

Beitrag von Horny »

Hallo zusammen,

zwischenzeitlich ist es schon ordentlich vorangegangen. Nachdem die fehlenden Teile eingetroffen sind, habe ich weiter drauflosgebastelt und -gelötet. Vor lauter Vergnügen habe ich "vergessen" Fotos zu schießen und hier mal was reinzustellen... inzwischen sind schon beide Kisten fertig! Die Bilder zeigen leider nur noch die letzten Schritte der Fertigstellung. Alles in allem kann ich bisher berichten, dass der Zusammenbau für den Anfänger an manchen Stellen zwar etwas friemelig, aber trotzdem zu bewerkstelligen war. Demnächst kommt der "technische" Teil, auf den ich schon gespannt bin. Erst dann wird sich nämlich zeigen, ob ich - wo auch immer - einen dicken Bock geschossen habe. So oder so ist die Freude über die bisherige Entwicklung und den "Erfolg" groß und es gilt, das erst einmal zu feiern :drink:

Sobald es weitergeht und vor allem die Röhren das erste Mal Töne von sich geben (hoffentlich), meld ich mich wieder.

Würde mich übrigens über Erfahrungen anderer Bastelneulinge über den Zusammenbau einer Vorstufe freuen (der nächste logische Schritt). Kann man als Laie z.B. auch die Linestage von Reinhard so problemlos bauen??

Servus

Carsten



[IMG:150:116]http://img251.imageshack.us/img251/3762/teil1lk0.th.jpg[/img]

[IMG:150:116]http://img257.imageshack.us/img257/574/teil2ih2.th.jpg[/img]

[IMG:150:116]http://img404.imageshack.us/img404/5788/teilar6.th.jpg[/img][/img]
Benutzeravatar
TB-Dani
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 400
Registriert: So 5. Feb 2006, 14:57
Wohnort: Neuss

Beitrag von TB-Dani »

Hi Horny,

echt Klasse :OK: , gefällt mir!
Was kostet dieser Bausatz?

Schöne Grüße
Dani
Veraltete Plattenspielerkonstrukte, teils verbastelt
Gebrauchte Tonabnehmer, meistens MM-Schrott
Uralter, nicht den heutigen Möglichkeiten entsprechender CD-Plärrer
Dumpf klingende, rauschende, brummende, große, hässliche Tonbandgeräte
Grade mal fürs Auto ausreichende Cassettentechnik
Hässliche Röhren- und japanische Transistorverstärker
Riesiger, unvergoldeter, unionisierter, nichtentstresster Kabelverhau
Gelsenkirchenerbaroqueske, miesklingende, riesege Brüllwürfel
Ganz viel antiquierte nichtdesignte Studiotechnik und schlechte Musik.
Benutzeravatar
Horny
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 111
Registriert: Di 8. Mai 2007, 21:13
Wohnort: Wuppertal

Beitrag von Horny »

Nabend Dani,

der Spaß hat 1.409,- USD incl. Versand gekostet. Dazu kommt noch der Zoll. Soweit ich weiß, wurden aber kurz nach meinem Kauf leider die Preise angehoben. Kannst aber sicherheitshalber mal bei www.bottlehead.com nachsehen oder ggf. dort die Eileen anmailen, falls Du Interesse hast. Du solltest aber auf jeden Fall sagen, dass Du eine 230V-Version benötigst (die sind normalerweise nicht im Programm). Würde mich freuen, einen Mitstreiter bzw. -hörer zu haben :beer

Servus

Carsten
Benutzeravatar
I.Q
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 245
Registriert: Mi 12. Apr 2006, 12:20

Beitrag von I.Q »

Hallo

Eine preisliche Alternative wäre hier zu finden http://www.ampdesign.de/SE25.htm
Herr Bubeck steht jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Preislich jedenfalls unschlagbar :OK: .
Gruss Frank
Benutzeravatar
TB-Dani
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 400
Registriert: So 5. Feb 2006, 14:57
Wohnort: Neuss

Beitrag von TB-Dani »

Hi Carsten,

die Paramount 300B interessiert mich schonmal sehr. Schaun´ ma mal, eine Röhrenendstufe muss auf jeden Fall mal her :)

Schöne Grüße
Dani
Veraltete Plattenspielerkonstrukte, teils verbastelt
Gebrauchte Tonabnehmer, meistens MM-Schrott
Uralter, nicht den heutigen Möglichkeiten entsprechender CD-Plärrer
Dumpf klingende, rauschende, brummende, große, hässliche Tonbandgeräte
Grade mal fürs Auto ausreichende Cassettentechnik
Hässliche Röhren- und japanische Transistorverstärker
Riesiger, unvergoldeter, unionisierter, nichtentstresster Kabelverhau
Gelsenkirchenerbaroqueske, miesklingende, riesege Brüllwürfel
Ganz viel antiquierte nichtdesignte Studiotechnik und schlechte Musik.
Benutzeravatar
Horny
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 111
Registriert: Di 8. Mai 2007, 21:13
Wohnort: Wuppertal

Endlich vollwertiges RuH-Mitglied :-)

Beitrag von Horny »

Hallo zusammen,

wie schon vor recht langer Zeit versprochen, mein Bericht, denn seit 3 Tagen ists vollbracht. Hierbei haben sowohl Gimondi (aus der Ferne) und Carawu (aus der Nähe) mitgewirkt. Vielen Dank noch mal an Euch!

Die Sache hat sich verzögert, weil ich einen (wirklich saublöden) Fehler gemacht habe und ein Plate Choke beschädigt war. Nachdem dieser letzte Woche diesmal heil angekommen ist, konnte es endlich losgehen. Tja, was soll ich sagen: richtig gut, genau das, was ich gesucht habe. :weed: Da gibts vieles, wovon man schreiben könnte, zusamenfassend kann man sagen, dass die Musik schlicht viel besser und einfacher nachzuvollziehen ist und man mehr "dabei" ist. Erstaunlich, was 2 Watt schaffen können. Und das Schönste ist, dass es erst der Anfang ist: noch nicht eingespielt, bessere (andere) Röhren gibts sicher auch, der geneigte Hai-Ender würde das Gesicht beim Anblick der Netzkabel verziehen, (noch) keine richtige Vorstufe und und und....

Alles in Allem kann ich jetzt jedem Neuling den Bau eines solchen Kits wirklich ans Herz legen; zumindest wenn er auf eine gewisse Unterstützung zählen kann (schade, dass ich nicht viel früher auf die Idee gekommen bin). Darüber hinaus ist der Preis m.E. auch recht attraktiv, zumal der Stolz über das Werk ja unbezahlbar ist. Ach ja: die Leute von Bottlehead sind auch schwer in Ordnung, sie waren nämlich sehr freundlich und hilfsbereit, man fühlt sich gut aufgehoben. Glaube nicht, dass man bei einem China-Import darauf bauen kann, oder?

Jetzt noch ein paar Bildchen von den Monos (hoffentlich klappts diesmal...)

[img]http:150:116]http://img248.imageshack.us/img248/3199 ... lu8.th.jpg[/img]
[IMG:150:116]http://img519.imageshack.us/img519/8882 ... qx2.th.jpg[/img]
Und jetzt noch die gesamte Anlage

[IMG:150:116]http://img443.imageshack.us/img443/8476 ... hp8.th.jpg[/img]

Bis denne - im Wohnzimmer wartet gerade Peter Gabriel

Carsten
Gimondi
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 233
Registriert: Mi 19. Apr 2006, 01:26
Wohnort: Muttenz - Guadalcanal

Beitrag von Gimondi »

Kompliment! Sieht gut aus. :OK:
Viel Spass

Felix
Billige Chinakracher kann ich mir nicht Leisten, dafür bin ich nicht reich genug!
Benutzeravatar
carawu
nicht mehr Neu
nicht mehr Neu
Beiträge: 810
Registriert: Di 18. Jul 2006, 15:04
Wohnort: Kein AAA-Mitglied

Beitrag von carawu »

Und hier mal von innen:

[img:640:488]http://aycu02.webshots.com/image/37121/ ... 431_rs.jpg[/img]

LG Carsten
Antworten

Zurück zu „DIY-Verstärker“