Golden Dragon 845 vs Shuguang/Sino 845

Hier gehst um das, was die Tube-Amps usw. ausmacht

Moderator: Moderatorenteam

Benutzeravatar
hero68
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 179
Registriert: Sa 4. Mär 2006, 18:38
Wohnort: bonn

Golden Dragon 845 vs Shuguang/Sino 845

Beitrag von hero68 »

Hallo Zusammen,

gibt es zwischen den og. Röhren Unterschiede?? Kann ich die Sino 845 einfach durch Golden Dragon 845 ersetzen, ohne Einstellungen am Amp vorzunehmen?

Hat jemand die Golden Dragon und kann etwas zum Klang sagen? Ich selbst benutze zur Zeit die Shuguang 845 Standard Röhre, würde aber gerne zeitnah einen Ersatz kaufen.

Besten Dank für Infos,

Hendrik
Hedlund
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 254
Registriert: Mo 10. Apr 2006, 18:47

Beitrag von Hedlund »

Hallo Hendrik,

die Röhren sind gegeneinander austauschbar. Will sogar behaupten , baugleich.
Natürlich muß, wie bei jedem Tausch der Ruhestrom neu eingestellt werden.
Nach mehreren Versuchen mit 845 B bin ich immer wieder zu den normalen Shunguang zurück gekommen. Klanglich ok,mit weniger Zicken. So ist MEINE Erfahrung.

Na....? Heute abend in Köln bei Vienna?
Grüße
Andreas
Benutzeravatar
hero68
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 179
Registriert: Sa 4. Mär 2006, 18:38
Wohnort: bonn

Beitrag von hero68 »

Hallo Andreas,

na klar, heute abend bei Vienna im Pfandhaus. Wird bestimmt wieder toll, der Konzertsaal ist ja ganz anders als im ZAKK, da ist man einfach noch näher dran.

Beste Grüsse,

Hendrik
Hedlund
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 254
Registriert: Mo 10. Apr 2006, 18:47

Beitrag von Hedlund »

Hi,

bin auch schon sehr gespannt. Vielleicht sieht man sich.

Grüße
Andreas
Benutzeravatar
hero68
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 179
Registriert: Sa 4. Mär 2006, 18:38
Wohnort: bonn

Beitrag von hero68 »

Ich halte im Saal mal einen Zettel mit 845 hoch, vielleicht siehst Du mich....

Dann bis später,

Hendrik
Benutzeravatar
hero68
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 179
Registriert: Sa 4. Mär 2006, 18:38
Wohnort: bonn

Beitrag von hero68 »

Hallo Andreas,

offensichtlich waren meine Signale im Konzertsaal zu dezent, ich saß im Bauch des Hufeisens links vom Abgang. Wie hat es Dir gestern gefallen? Vom Klangerlebnis sicher eine Klasse besser als im ZAKK.

Nochmal zu den 845B - kannst Du genauer beschreiben, welche Macken die bei Dir hatten? Waren die 845B unabhängig davon klanglich anders/besser ?

Beste Grüsse,

Hendrik
Benutzeravatar
vintage64
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 2438
Registriert: Mo 22. Nov 2004, 18:26
Wohnort: Niederrhein

Beitrag von vintage64 »

Moin,

würde mich auch sehr interessieren. Wollte mir eigentlich demnächst ein Pärchen 845 B besorgen ... :shock:

Viele Grüße,
vintage
Bewährte Rundfunk-Tugenden, neu definiert durch 100-jähriges Kupfer und die Ehrlichkeit einer Magnepan
rs_av_solutions
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 123
Registriert: Fr 2. Mär 2007, 15:24
Wohnort: Bad Schönborn

Beitrag von rs_av_solutions »

Moin die Herrn,

Golden Dragon und Shuguang 845 sind baugleich.Es gibt keine Unterschiede.
normale 845er zu 845B von Shuguang sind auf supertnt die Unterschiede gut beschrieben.

Habe allerdings die 845C in meinen Monos verbaut.Spielten etwas direkter als die B und normale Version.Alles in allem allerdings besser in gute Pre Tuben investieren da der Unterschied der 845er eher marginal ist.

Gruss

Rainer
Jedes Land braucht seine Helden. Der König ist tot! Lang lebe der König!



GEWERBLICH
Benutzeravatar
vintage64
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 2438
Registriert: Mo 22. Nov 2004, 18:26
Wohnort: Niederrhein

Beitrag von vintage64 »

Moin Rainer,

danke für den Hinweis ! Ich glaube, das Geld kann ich mir sparen ... :wink: :OK:
Hab' aber gleich noch eine sich daraus ergebende Frage: wie ist eigentlich die durchschnittliche Lebensdauer der 845 tuben ?

Gruß,
Henning
Bewährte Rundfunk-Tugenden, neu definiert durch 100-jähriges Kupfer und die Ehrlichkeit einer Magnepan
Saarmichel
gelöscht
Beiträge: 893
Registriert: Di 18. Apr 2006, 12:09

Beitrag von Saarmichel »

vintage64 hat geschrieben: Ich glaube, das Geld kann ich mir sparen ... :wink: :OK:

Hab' aber gleich noch eine sich daraus ergebende Frage: wie ist eigentlich die durchschnittliche Lebensdauer der 845 tuben ?
Hallo Henning.

Zu Aussage 1.

Kannst Du Dir in der Tat sparen. Habe meine 845B gerade verliehen weil ein Bekannter sich diese Röhren in seinen ASL-Monoblöcken vorher einmal anhören wollte bevor er sich evtl. ein Paar 845B kauft.Und da die 845B bei mir sowieso nur unnütz herum stehen bot ich ihm an meine 845B doch mal in seinem Amp auszuprobieren. Wie ich war+ist er auch der Meinung das die Standart 845 klanglich die bodenständigere Röhre ist. Sie klingt einfach satter und weniger nervös. Hängt evtl. mit dem eher filigraneren Aufbau der 845B zusammen. Bei der 845B ist die Anode nur an den 2 Stegen aufgehangen ( Amperex-Design ), während die Standart 845 ja die 4 Stäbe und die obere Glimmerscheibe als "Anoden-Halter" hat. Außerdem ist die Standart 845 auch wesendlich belastbarer. Wenn die Standart 845 bei 80mA /1078V =86 Watt Anodenverlustleistung nach dem Abschalten gerade mal dunkelrot glüht dann bekommt die 845B schon im Betrieb sichtbar rote Bäckchen, nach dem ausschalten in Dunkelheit ist das dann schon Orange. So leuchtet die Standart 845 noch nicht einmal bei 95mA / 1078V = 102 Watt Anodenverlustleistung.

Das Datenblatt 845 ( Amperex-Design ) weißt die 845 auch nur mit max. 75 Watt Anodenverlustleistung aus.

Während das Datenblatt 845 ( RCA-Design ) , also die Standart 845 100Watt max. Anodenverlustleistung hat.

Zu Frage 2.

Hab's gerade gestern noch irgendwo gelesen.

Betriebsdauer >30.000 Stunden, also viel länger als Oxid-Kathoden.
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.
Benutzeravatar
vintage64
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 2438
Registriert: Mo 22. Nov 2004, 18:26
Wohnort: Niederrhein

Beitrag von vintage64 »

Vielen Dank Michael ! [img:61:20]http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/k020.gif[/img]

Viele Grüße,
Henning
Bewährte Rundfunk-Tugenden, neu definiert durch 100-jähriges Kupfer und die Ehrlichkeit einer Magnepan
Benutzeravatar
Erzkanzler
Graue Eminenz
Beiträge: 9902
Registriert: Do 14. Okt 2004, 15:40
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von Erzkanzler »

Hallo Michael,
Saarmichel hat geschrieben: Außerdem ist die Standart 845 auch wesendlich belastbarer. Wenn die Standart 845 bei 80mA /1078V =86 Watt Anodenverlustleistung nach dem Abschalten gerade mal dunkelrot glüht dann bekommt die 845B schon im Betrieb sichtbar rote Bäckchen, nach dem ausschalten in Dunkelheit ist das dann schon Orange. So leuchtet die Standart 845 noch nicht einmal bei 95mA / 1078V = 102 Watt Anodenverlustleistung.


die 845B benötigt eine wesentlich höhere negative Vorspannung bei einem Ruhestrom von 80mA als die normale 845er. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe flossen bei -150V/1050V anstelle 85mA deren 125mA.

Grüße
Martin
If music be the food of love, play on. (William Shakespeare)
Benutzeravatar
Erzkanzler
Graue Eminenz
Beiträge: 9902
Registriert: Do 14. Okt 2004, 15:40
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von Erzkanzler »

Was im Klartext heisst:

bei einem Verstärker mit Autobias/Kathodenbias funktioniert das nicht mit umstöpseln. Das Teil MUSS Fixed Bias haben.

Grüße
Martin
If music be the food of love, play on. (William Shakespeare)
Benutzeravatar
vintage64
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 2438
Registriert: Mo 22. Nov 2004, 18:26
Wohnort: Niederrhein

Beitrag von vintage64 »

Thanx Martin ! [img:19:19]http://www.cosgan.de/images/smilie/figuren/a075.gif[/img]

Stimmt. Ich erinnere mich jetzt, daß Du diesen Hinweis bereits bei der Besprechung des FV-66S gegeben hattest.
Nach dem oben mitgeteilten scheint das allerdings auch kein großer Verlust zu sein ! :mrgreen:

Viele Grüße,
Henning
Bewährte Rundfunk-Tugenden, neu definiert durch 100-jähriges Kupfer und die Ehrlichkeit einer Magnepan
Saarmichel
gelöscht
Beiträge: 893
Registriert: Di 18. Apr 2006, 12:09

Beitrag von Saarmichel »

Erzkanzler hat geschrieben:Was im Klartext heisst:

bei einem Verstärker mit Autobias/Kathodenbias funktioniert das nicht mit umstöpseln. Das Teil MUSS Fixed Bias haben.

Grüße
Martin
Hallo Martin,

da hast Du vollkommen recht, evtl. raucht Hennings SE danach auch ab :lips:

Tatsache ist das die Bandbreite der Serien-Streuung bei den gematchten 845B wie bei der 845C ziemlich groß ist.Laut beiliegendem Datenblatt ( 845C ) oder Aufkleber an Sockel ( 845B ) bei 1250 V / Bias - xxx V von 75mA bis 105 mA. Die genaue Höhe von UG1 ( neg. Gittervorspannung ) weiß ich allerdings nicht mehr genau. Wie so ein Datenblatt aussieht kann man bei der Neuvorstellung 845C auf Jogis Röhrenbude ansehen.

Da ich damals meine 845C und 845B bei TAD direkt im Ladenlokal in Worms abgeholt habe hatte ich die Auswahl."Gewählt" hatte ich natürlich das Paar Röhren ( sofern es mir optisch gefiel :mrgreen: ) das den geringsten Strom zog.

Henning, wenn Dein Yarland bisher noch nicht im Betrieb abgeraucht ist dann lass diese Röhren lieber drin.Bei der Exemplarstreung der 845er ist die Gefahr bei Autobias wirklich zu groß das Du auch Deinen Anodenspannungstrafo überlastest.

Wie heiß wird denn bei Deinem Amp die linke Trafohaube nach ein paar Stunden Betrieb ????.

Die Trafos beim RD und Yarland dürften wohl die gleichen sein, darauf deutet jedenfalls die Typ-Bezeichnung FV-66S auf meinen durchgebrannten Trafo hin.

[IMG:150:128]http://img510.imageshack.us/img510/1954/trafokf9.th.jpg[/img]
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.
Benutzeravatar
vintage64
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 2438
Registriert: Mo 22. Nov 2004, 18:26
Wohnort: Niederrhein

Beitrag von vintage64 »

Moin Michael,

die linke Trafo-Haube wird ziemlich heiß.
Wie ja überhaupt das gesamte Gerät viel Wärme abstrahlt. Sind halt Biester, diese 845er Trioden. :wink:

Dein Trafo war aber doch abgeraucht, weil in der Hektik des Umstöpselns die LS fehlerhaft angeschlossen wurden, wenn ich mich recht entsinne ...

Ich muß sagen, mein FV-66S läuft jetzt überaus stabil. So gut wie keine Nebengeräusche. Auch beim Hochfahren und Ausmachen keinerlei Zicken ! :mrgreen:

Ich werde mir in den nächsten Jahren einige SINO 845 Standard als Reserve zulegen, denke ich (vielleicht von BILLINGTON GOLD).
Für mich ist mit dieser Triode in SE-Schaltung "Endstation". Bin angekommen ! [img:20:20]http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/s055.gif[/img]

Viele Grüße,
Henning
Bewährte Rundfunk-Tugenden, neu definiert durch 100-jähriges Kupfer und die Ehrlichkeit einer Magnepan
Saarmichel
gelöscht
Beiträge: 893
Registriert: Di 18. Apr 2006, 12:09

Beitrag von Saarmichel »

vintage64 hat geschrieben: Dein Trafo war aber doch abgeraucht, weil in der Hektik des Umstöpselns die LS fehlerhaft angeschlossen wurden, wenn ich mich recht entsinne ...
Nö, siehe hier . Auch ein befreundeter Radio+Ferntechniker, mit Ing.-Diplom hat mir bestättigt das der Falschanschluss im Grunde nicht zum durchbrennen des Trafos hätte führen dürfen. Ich habe es ja immer schon befürchtet, hatte ja immer wieder darauf hingewiesen das die Trafos viel zu heiß werden. Jan Wüsten bei dem ich ein Angebot für die beiden Trafos eingeholt habe hat mir auch noch gesagt das der Einbau ohne jede Belüftungsmassnahme nach VDE-Vorschrift schlicht und ergreifend sogar verboten wäre. Auch müsste eigentlich jeder Trafo ( Anodenspannungs und Heiztrafo ) seperat mit einer Fein-Sicherung abgesichert werden was auch nicht der Fall ist.Ebensowenig ist scheinbar keine Thermosicherung innerhalb der Trafos verbaut die schlimmers verhindert.

Henning, ich will Dich jetzt nicht beunruhigen, aber ich befürchte das auch Dein Amp irgendwann mal abrauchen wird.Lasse den Amp deshalb niemals ohne Aufsicht laufen.Auch solltest Du evtl. Belüftungslöcher in der Trafohaube anbringen.
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.
Benutzeravatar
vintage64
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 2438
Registriert: Mo 22. Nov 2004, 18:26
Wohnort: Niederrhein

Beitrag von vintage64 »

Moin Michael,

hört sich nicht sonderlich gut an ! [img:15:15]http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/n020.gif[/img]

Mmhh, was mich vor allem beunruhigt ist die Aufschrift auf dem abgerauchten Trafo: "230V".
Mein Händler hatte mir nämlich versichert, daß die Auslieferung meines amps sich um ca. 1 Monat verzögert habe, da man erstmal spezielle 230V-Trafos
für die besonderen Anforderungen der 845 habe beschaffen müssen.
Standardmäßig würde ab Werk mit der 211 ausgeliefert, da der amp mit dieser Triode ruhiger laufe und elektrisch stabiler (!) sei ...

Vielen Dank für den Hinweis. Als "Belüftungsmaßnahme" bringe ich erstmal spezielle Kupferkühler
an den linken Trafos an, um die Wärme besser abzuleiten : hier

Viele Grüße,
Henning

P.S.: Wenn ich den Lautstärkeknopf (kurz) auf etwa 13 - 14 Uhr drehe, bekomme ich übrigens auch
ein wenig vertrauenserweckendes Brummen aus den Trafos, welches imho eindeutig auf Überlastung schließen läßt. [img:17:35]http://www.cosgan.de/images/smilie/teufel/n010.gif[/img]
Bewährte Rundfunk-Tugenden, neu definiert durch 100-jähriges Kupfer und die Ehrlichkeit einer Magnepan
Saarmichel
gelöscht
Beiträge: 893
Registriert: Di 18. Apr 2006, 12:09

Beitrag von Saarmichel »

Hallo Henning,

ich schreib Dir die Antwort bei Deinem Yarland FV-66S Thread da das hier mit der eigentlichen Frage von hero68 nix mehr zu tun hat.
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.
Benutzeravatar
vintage64
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 2438
Registriert: Mo 22. Nov 2004, 18:26
Wohnort: Niederrhein

Beitrag von vintage64 »

Moin,

ich hab' mal ne Frage, die wieder mehr zum thread-Thema paßt:

Wo gibt's eigentlich die neuen "Standard" 845 von Shuguang aber mit Kupfersockel zu erstehen ??
Konnte bislang keinen Anbieter finden. Alles 845B. :roll:

Viele Grüße,
vintage
Bewährte Rundfunk-Tugenden, neu definiert durch 100-jähriges Kupfer und die Ehrlichkeit einer Magnepan
Antworten

Zurück zu „Röhren“