Biamping

Verstärker selbst bauen

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Vinni
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Biamping

Beitrag von Vinni »

Vielleicht ist es ein wenig falsch hier, aber ich weiß nicht so recht wo ich die Frage hinstellen soll:

Ich denke darüber nach meine BlueNote von der jetzigen komplett passiven Ansteuerung zu befreien und wie folgt umzubauen:

Tieftöner aktiv über

Hypex Modul + Ground Sound DSP
oder
Hifiakademie PowerAMP + deren DSP

Mittelton/Hochton weiterhin über passive Weiche und über einen Röhrenverstärker oder aber einen anderen Verstärker in Class D.

Soweit so gut der Plan.
Jetzt komme ich aber zu der Frage, wie es dann mit der Verstärkung aussieht. Die Endstufen werden alle aus der Vorstufe mit der selben Spannung versorgt, aber wie pegelt man die Endstufen auf einander über den gesamten Lautstärkebereich ein, denn diese Arbeiten ja mit unterschiedlichen Leistungen/Stromverstärkungen.
Habe ich irgendwo einen Denkfehler und es gibt das Problem gar nicht, das die Zweige dann mit unterschiedlicher Leistung und somit Lautstärke gefahren werden?

Grüße
Vincent
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo Vinnie,

Du musst natürlich sicherstellen, dass Tieftöner und Mittelhochton nach wie vor den gleichen Schalldruck liefern. Bei Verwendung unterschiedlicher Endstufen werden diese höchst wahrscheinlich unterschiedliche Verstärkungen haben. Einfachste Möglichkeit ist ein separater Pegelregler pro Endstufe, oder zumindest an einem Zweig. Das DSP Modul, das Du ansprichst hat sicher auch die Möglichkeit der Pegelregelung.

Höchst wahrscheinlich ist in der Passivweiche im Mittehochtonzweig bereits ein Widerstandsteiler vorhanden, der den Mittelhochton an den Tiefton anpasst. Meisst haben Mittel- und Hochtöner höhere Wirkungsgrade als der Teifton, das muss ausgeglichen werden.

Falls solch ein Spannungsteiler vorhanden, kannst Du den eventuell rausnehmen und so unnötiges Verbrennen von Leistung vermeiden und in dem Zweig mit kleineren Endstufen arbeiten. Hier ist dann genaue Kenntnis der Weiche und der Wirkungsgrade notwendig.

Idealerweise erflogt die Einpegelung mittels geeignetem Messequipment. Aber mit den Verstärkusngfaktoren und Wirkungsgradangaben, kann man die Endstufen schonmal rechnerisch einpegeln und dann entweder nach Gusto oder Raumakustik nachjustieren, oder mittels Messungen perfektionieren.

Gruss

Thomas
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Vinni
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Beitrag von Vinni »

Okay - also das mit dem Einpegeln bei einer Referenz war/ist mir klar, auch wie das mit einer passiven bzw. mit einer aktiven Weiche geht. Was mir gerade aber nicht in den Kopf geht ist folgendes:
Ich habe eine 5W und eine 400W Endstufe

Beide Endstufen sind ansprechend den Tönern bei z.B. 2,83V auf 90dB/W/m eingestellt.
Was passiert nun wenn ich an der Vorstufe weiter die Verstärkung aufdrehe - dann müssten doch beide Endstufen weiter ausgesteuert werden und sagen wir die 5W gibt jetzt 3W ab (durch ihre Steigungskennlinie der Verstärkung), aber die 400W gibt dann doch schon 200 oder mehr ab, oder nicht?
Irgendwie hängt es da bei mir :|

Oder vermesse ich die Verstärkung über zwei Punkte und nutze dann nur die Verstärkerung der kleinen Endstufe effektiv - bremse also die Verstärkung der großen über die Weiche auf das Niveau der Kleinen runter? (Das mehr der größeren könnte man dann ja in die Tieftonwiedergabe pumpen um die untere Grenzfrequenz abzusenken)
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hi!
Vinni hat geschrieben:Beide Endstufen sind ansprechend den Tönern bei z.B. 2,83V auf 90dB/W/m eingestellt.
Mir ist nicht ganz klar, was Du damit meinst. Wenn die Endstufen auf gleiche Verstärkung ausgelegt sind, also z.B. 1V am Eingang ergeben 10V am Ausgang, dann...
Vinni hat geschrieben:Was passiert nun wenn ich an der Vorstufe weiter die Verstärkung aufdrehe -
... geben beide Endstufen in dem Fall die gleiche Leistung ab, vorausgesetzt, beide sehen auch die gleiche Impedanz am Ausgang. Aber: Die leistungsstärkere Endstufe kann weiter ausgesteuert werden. D.h. mit Signalpegeln am Eingang, die die kleine bereits ins Clipping bringt, fährt die stärkere noch problemlos weiter.

Normalerweise hast Du im Tiefton höhere Amplituden als im Mittelhochton, so dass eine leistungsstärkere Endstufe im Bass durchaus Sinn macht. Ob das Verhältnis 400W zu 5W allerdings noch Sinn macht, ist eine andere Frage. Hier gilt es die Endstufen den Wirkungsgraden entsprechend passend zu dimensionieren und einzupegeln.

Gruss

Thomas
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