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Yaquin MC-10L Röhrenupdate brauche Hilfe???

Verfasst: So 7. Feb 2010, 18:47
von derStier25
Hallo alle zusammen
Ich bin neu hier im Forum und stolzer besitzer eines Yaquin MC-10L und wollte gern wissen welche Röhren ich als ersatz für die Chinaböller nehmen kann ? Originalbestückung sind 4 mal EL34-B und 4 Stück 6N1 6H1n ich habe schon gutes über Elektro Harmonics Röhren gehört welche nehm ich als Ersatz für die Originalen ,was kostet mich der Spass und woher kann ich sie am bessten beziehen :?:

Bedanke mich für jede Antwort

Verfasst: So 7. Feb 2010, 21:18
von robeertm
Hallo und Herzlich Willkommen im Forum,

den MC10-L hatte ich auch mal, ich habe die orig Chinaröhren gegen EL34 von ElectroHarmonix ausgetauscht. Du kannst eigentlich alle EL34 Röhren benutzen. Wichtig ist nach dem Austausch den Ruhestrom einstellen, das man bei dem Gerät, wenn es eine 2008er Version ist ja leicht von Oben erledigen kann.

Hierzu benötigst du ein Multimeter und stellst mit dem mitgelieferten Schraubendreher ca. 0.35 V ein, so wie es ober aufgedruckt ist.

Als vorstufenröhren hatte ich zwei ECC85 eingebaut und zwar die zwei in der Mitte, die Äußeren hatte ich gegen E88CC getauscht, aber vorsicht, diese werden dann außerhalb ihrer Spezifikation betrieben ! Für einen Anfänger vieleicht nicht zu empfehlen. Ansonsten sollten die 6SN7 funktionieren, aber da gibts hier im Forum Erfahrenere die dir da genauer Auskunft geben können.

Bezugsquellen gibts viele z.B. hxxp://www.tubeampdoctor.com und viele mehr.

Ich hatte den MC10-L ca. ein Jahr und nie Probleme, er lief sehr stabiel und der Ruhestrom musste nie nachgeregelt werden.

Für einen kompletten neuen Satz Röhren musst du ca. nochmal 100-120 Euro einplanen.


Gruß Robert

Verfasst: So 7. Feb 2010, 21:20
von robeertm
Achso, dieser "Fred" ist in der falschen Kategorie, aber das sollten die Admin´s hinbekommen ;-)


:beer

Verfasst: So 7. Feb 2010, 21:54
von wolly
Hallo erst einmal :D

Willkommen bei :ruh

Habe den technisch fast gleichen Chinakracher seit gut 3 Jahren und bin immer noch von ihm überzeugt :OK:

Welche EL 34 am Besten sind, ist, wie immer, eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels :mrgreen: Hier eine Vorgeschmack:
http://www.roehren-und-hoeren.de/phpBB/ ... highlight=

Ich persönlich habe mir aus AMIland eine Satz Mullardnachbauten besorgt und bin mehr als zufrieden. Klare Höhen, deutliche Mitten und ein ordentliches Bassfundament lassen nichts vermissen :mh: Die Kosten sind Dank günstigen Dollar immer noch überschaubar und das trotz der Transportkosten.

Ich habe meine hier bezogen:

http://cgi.ebay.de/Matched-Quad-4-tubes ... 518b99531a

Bei der Vorstufenauswahl bleiben Dir, nach meinem Wissensstand, nur die russischen 6N1P oder die NOS ECC 80 zum direkten Wechsel. Diese Röhrentypen haben auch einen Novalsockel und auch die selbe PINbelegung.

Besser wäre meiner Meinung nach dies:

http://www.roehren-und-hoeren.de/phpBB/ ... highlight=

Die Löterrei ist jedoch nicht jedermanns Sache, aber es lohnt sich und ist eigentlich recht simpel :OK:

Der YAQIN gewinnt klanglich um einiges und die Eingangsempfindlichkeit steigt :OK: Als ich den YAQIN bekommen hatte, hörte ich überwiegend bei einer Laustärkeneinstellung von etwa 10/11 Uhr. Seit der Modifikation steht der Lautstärkeregler meistens zwischen 8 und 9Uhr. Daran sieht man schon wie gut die ECC 40 mit der Schaltung vom YAQIN harmonieren

:OK:

So nun hab ich Dich genug zugetextet :D

Gruss

Wolfgang :beer

Verfasst: So 7. Feb 2010, 22:27
von wolly
robeertm hat geschrieben: Ansonsten sollten die 6SN7 funktionieren


Gruß Robert
Sorry Robert, aber die 6SN7 ist definitiv nicht in der Vorstufe des YAQIN MC 10 L zu verwenden, obwohl es absolut Klasse Röhren sind. Der YAQIN hat in der Vorstufe einen Novalsockel und die 6SN7 eine Oktalsockel K8A. Die 6SN7 passt, vom Sockel her, eher in in die Endstufe (die EL 34 hat den selben Sockel) als in der Vorstufe. Was aber nicht zu empfehlen ist, außer man will wirklich einen CHINABÖLLER im wahrsten Sinne des Wortes in der Wohnung haben :mrgreen:

Ich nehme an Du verwechselst diese Diskussion mit einer anderen, in der der YAQIN Röhren CDP besprochen wird. Dieser hat tatsächlich die 6SN7 drin.

Die ECC 85/88 haben bei mir ohne entsprechende Anpassung übrigens einen fürchterlichen Klirr verursacht. Meiner Meinung nach passen sie von den Parametern her nur bedingt in den YAQIN. Wenn die Kombi aber bei Dir gut hinge haut hat freut mich das :OK: :OK:

Nichts für ungut

Wolly :beer

Verfasst: Mo 8. Feb 2010, 06:58
von robeertm
Sorry,

das mit der 6SN7 habe ich verwechselt :roll: ! Ich hatte verschiedene Kombinationen versucht (nur ECC85/E88CC usw.) aber so viele Möglichkeiten gibt es bei diesem Verstärker nicht. Die Kombination wie ich sie hatte klangen für mich recht ordentlich, vieleicht wegen dem Klirr ? :mh:

GdR

Verfasst: Mo 8. Feb 2010, 14:53
von audiosix
Hallo,

warum soll man Experiemente mit nicht berechenbarem Ausgang machen.
Die 6N1 ist doch in guter Qualität erhältlich.

Reinhard

Verfasst: Mo 8. Feb 2010, 17:21
von AndreasS
wolly hat geschrieben: ...nach meinem Wissensstand, nur die russischen 6N1P oder die NOS ECC 80 zum direkten Wechsel....
Hallo Wolfgang,

eine ECC80 gibt es nicht, nicht mal als NOS :D

Gruß Andreas

Verfasst: Mi 10. Feb 2010, 17:55
von wolly
Jupp Andreas :oops:

kleiner Tippfehler E 80 CC!!! :cry:


Gruss

Wolfgang :beer

Verfasst: Mi 10. Feb 2010, 18:01
von wolly
audiosix hat geschrieben:Hallo,

warum soll man Experiemente mit nicht berechenbarem Ausgang machen.
Die 6N1 ist doch in guter Qualität erhältlich.

Reinhard

WEIL ES SPASS MACHT
:OK: :king: :mrgreen: :mrgreen:

Gruss

Wolfgang :beer

Verfasst: Mi 10. Feb 2010, 20:11
von mb-de
Hallo Wolfgang!
wolly hat geschrieben: :oops:

kleiner Tippfehler E 80 CC!!! :cry:
Noch ein OOOPS :shock: :

Die E80CC passt sicher nicht in eine Position, in der normalerweise die 6N1P steckt - die Stiftbelegung ist ein wenig anders...

Zum Vergleich:

6N1P

[img:191:180]http://tdsl.duncanamps.com/basing/9aj.gif[/img]

E80CC

[img:168:168]http://tdsl.duncanamps.com/basing/9a.gif[/img]

Zudem weichen die Daten hinreichend deutlich ab, um auch beim Aendern der Fassungsbeschaltung (Heizung/Schirm) suboptimales Verhalten erwarten zu koennen....

Gruesse

Micha
===

Verfasst: Do 11. Feb 2010, 08:19
von DB
Hallo Micha,

das ist doch wurscht, hauptsache es macht Spaß! :mrgreen:

MfG
DB

Verfasst: Fr 19. Feb 2010, 20:42
von wolly
: hail : hail

Das kommt davon wenn man nur sein Halbwissen weiter gibt :uurgh.gif
In Jogis´s Röhrenbude und im Radiomuseum hatte ich irgendwo gelesen dass die E80 CC technisch der ECC 40 nahe kommt, lediglich mit Noval und nicht mit Rimlock. Die Pinbelegung habe ich mir nie angesehen.

Gut das ich nie eine E80 CC zwischen die Finger bekommen habe :konfus

Ich bleib besser bei meinen ECC 40 :mrgreen:

Gruss

Wolfgang :beer

Verfasst: Fr 19. Feb 2010, 23:10
von mb-de
Hallo Wolfgang,

auch bei Jogi und beim Radiomuseum ist man nicht davor gefeit, unreflektierte Desinformation zu verbreiten.

Mit Muehe laesst sich eine gewisse Grundaehnlichkeit zwischen der ECC40 und der E80CC herbeireden - einer naeheren Ueberpruefung haelt das aber leider nicht stand.

Beide haben einen Ruhearbeitspunkt, bei dem bei 250V an der Anode und -5,5..5,6V am Gitter 6 mA Ruhestrom fliessen.

Dank unterschiedlicher Steilheit und unterschiedlichen Durchgriffs weichen die Arbeitspunkte bei anderen Spannungen deutlich ab - auch das Klirrspektrum sieht dank unterschiedlicher Kurven deutlich anders aus... zudem ist die die ECC40 trotz kleinerer Anoden laut Spezifikation hoeher belastbar und haelt ein groesseres Ufk aus - da hat mancher E80CC-Nutzer schon Ueberraschungen erlebt (ich auch :idn:...).

Gruesse

Micha
===
(PS: Ich mag beide Roehren - und habe beide im Fundus - sie ermoeglichen klirrarme und auch sonst gut funktionierende long-tailed pair-Phasenumkehrstufen...)

Verfasst: Sa 20. Feb 2010, 20:17
von AndreasS
mb-de hat geschrieben:...st die die ECC40 trotz kleinerer Anoden laut Spezifikation hoeher belastbar und haelt ein groesseres Ufk aus - da hat mancher E80CC-Nutzer schon Ueberraschungen erlebt (ich auch :idn:...).
Hallo Micha,

bevor die ECC40 auch noch eine teure Rarität wird... - das Datenblatt erlaubt der ECC40 eine Anodenverlustleistung von 1 Watt, der E80CC dagegen 1,5 Watt. Die Ufk sollte bei der ECC40 100 Volt nicht überschreiten (lt Philips 150 Volt), bei der E80CC sind 120 Volt zugelassen (nun gut, hier sollte man Disziplin beweisen und Null Volt anstreben). Der Maximalstrom der ECC40 ist auf 10 mA begrenzt, der der E80CC auf 12 mA.

Dabei sollte man immer noch an das übliche Derating der Grenzdaten bei Langlebensdauerröhren denken.

Herzliche Grüße
Andreas

Verfasst: So 21. Feb 2010, 14:43
von wolly
Hallo Andreas und Micha :D

nichtsdestotrotz passen die ECC 40, mit entsprechendem Adapter, hervorragend in den YAQIN MC 10 L :OK:

Optisch, wie auch klanglich sind die VALVO´s für mich immer noch ein wahrer Leckerbissen und schubsen die Original 6N1 direkt in den (Sonder)Müll :mrgreen:

Seit bald 3 Jahren betreibe ich die ECC 40 nunmehr im YAQIN täglich etwa 4-5 Stunden (bin chronischer Musikjunkie), ohne das irgendwelche Interferenzen oder gar Schäden aufgetreten sind :OK:
Der Klang ist detailreicher, plastischer und löst sich erheblich besser von den Boxen als es mit den 6N1 möglich ist. Der Lautstärkeregler steht mit den 6N1 bei ca. 10 Uhr, mit den ECC 40 zwischen 8 und 9 Uhr, bei gleicher Lautstärke.
Ich denke dass ist auch ein Zeichen dafür dass die ECC 40 hervorragend mit der Schaltung harmonieren. :mh:

Gruss

Wolfgang :beer

Verfasst: So 21. Feb 2010, 16:36
von AndreasS
Hallo Wolfgang,

ich stimme Dir zu, daß man mit der ECC40 gute Vorverstärkerstufen bauen kann..., die Grenzdaten sind eigentlich nur interessant bei der Verwendung als Ausgangsröhre eines Vorverstärkers.

Gruß Andreas

Verfasst: Mo 22. Feb 2010, 14:19
von mb-de
Hallo Andreas!
AndreasS hat geschrieben: bevor die ECC40 auch noch eine teure Rarität wird... - das Datenblatt erlaubt der ECC40 eine Anodenverlustleistung von 1 Watt, der E80CC dagegen 1,5 Watt. Die Ufk sollte bei der ECC40 100 Volt nicht überschreiten (lt Philips 150 Volt), bei der E80CC sind 120 Volt zugelassen (nun gut, hier sollte man Disziplin beweisen und Null Volt anstreben). Der Maximalstrom der ECC40 ist auf 10 mA begrenzt, der der E80CC auf 12 mA.
Philips hat zu der ECC40 ein Applikationsblatt (datiert Februar 1954) herausgegeben, fuer Industrieanwendungen.

Darin wird bei Anwendungen, die auf 5000 h Lebensdauer und normale Zuverlaessigkeit (0,25% per 1000 h Ausfallrate) ausgelegt ist, ein Ufk+ von 200V und ein Ufk- von 150V zugelassen, jeweils Effektivwert aus Gleich- und Wechselanteilen, ebenso eine Anodenverlustleistung von 2W je System, und Ik 15 mA - Uf war dabei auf +/- 5 % zu tolerieren, und nur Parallelheizung zulaessig, Rg maximal 0,25 MOhm, Rfk maximal 0,1 MOhm, Kolbentemperatur maximal 150 Grad C, an den Stiften maximal 120 Grad C - alles jeweils absolute Maximalwerte.

Diese Werte wurden in den Anwendungen der niederlaendischen und belgischen Bahnen auch ausgeschoepft. Ratheiser hat sie auch in einem der "Das Elektron"-Elektroniktaschenbuecher in dieser Form veroeffentlicht.

Die normalen Grenzwerte fuer lange Lebensdauer von mehr als 10000 h sind im normalen Philips-Datenblatt (datiert 10. Oktober 1953) wie folgt angegeben: Ufk+max=175V, Ufk-max=100V, Qa=1,5W, Ik=10mA, Rg maximal 1 MOhm, Rfk maximal 0,15 MOhm, Kolbentemperatur an jedem Ort maximal 120 Grad C.

Fuer die E80CC existieren nur Angaben fuer lange Lebensdauer von mehr als 10000 h, Ufk+max=120V, Ufk-max=120V (Philips)/100V (Tungsram), Rfkmax=0,1 MOhm, Rgmax=1 MOhm, Kolbentemperatur an jedem Ort maximal 170 Grad C, Ik=12mA, Qa=2W(ein System ausgesteuert)/1,5W(beide Systeme ausgesteuert) - maximale Heizspannungstoleranz +/- 5%. Bei Philips gab es dann noch den Stempel "Beim Einsatz in Anwendungen, bei denen die Zuverlaessigkeit kritisch ist, sollte Ufk 80 Veff nicht ueberschreiten"... Leider sagt mir die Erfahrung, dass man sich daran halten muss - das verhindert Prasselgeraeusche in long-tailed pairs.

Gruss

Micha
===
PS: Bei der ECC40 sitzt noch jemand auf ca. 100000 Stueck aus Behoerdenbestaenden - Tungsram-Fertigung. Davon kommen immer wieder grosse Chargen auf den Markt - ich sehe sie noch nicht knapp werden :wink:...

Verfasst: Mo 22. Feb 2010, 21:41
von AndreasS
Hallo Micha,

das angeführte Datenblatt kannte ich nicht, ich habe einfach in das rumliegende Vademecum geschaut.

Da wir gerade beim Thema Röhrengrenzdaten sind:

ich beabsichtige in der Ausgangsstufe eines Vorverstärkers die EF800 einzusetzen (wegen des Heizstromes..., der ist durch den Trafo begrenzt); Anodenspannung 300 Volt (bei 8 mA Anodenstrom, also im Limit der Anodenverlustleistung); Bias ca. 4 Volt ist nötig und damit ergeben sich am Schirmgitter 250 Volt.
Nun überschreite ich mit Ua die Datenblattgrenzwerte um 50 Volt..., jedoch nicht die Grenzwerte der EF80 (was ja die kommerzielle Version dieser Röhre ist).

Kann man damit ruhig leben oder sollte man die Schaltung auf Einhaltung der Grenzwerte umrechnen?

Herzliche Grüße
Andreas

Verfasst: Di 23. Feb 2010, 13:12
von mb-de
Hallo Andreas,

ganz sicher bin ich hier nicht.

Ein paar Gedanken dazu:

(1) Telefunken EF800 in meinem Besitz unterscheiden sich visuell nur durch die vergoldeden Stifte von Telefunken EF80 aus derselben Zeit. Ich habe allerdings noch keine davon geoeffnet, um die Groesse der Anode zu vergleichen...

(2) Daher liegt der Gedanke nahe, dass die Datenblattdaten der EF800 ein derating der EF80-Daten darstellen, um die Zuverlaessigkeit ueber 10000 h zu halten (Ausfallrate, nicht mittlere Lebensdauer)...

(3) Das Schirmgitter ist qua moderater Ueberspannung immer kritischer als die Anode. Am Schirmgitter haelst Du die 250 V - also sehe ich kein entscheidendes Problem mit der Spannung.

(4) Das Datenblatt der EF800 sagt Qamax=1,7W, das der EF80 Qamax=2,5W... Du faehrst das Ganze mit ca. 2,4W. Gefuehlsmaessig sollte das keine Probleme machen... (siehe (1)).

Vielleicht solltest Du einfach eine EF800 eine Woche lang bei 2,5 W und dem vorgesehen Arbeitspunkt "durchkochen" und die Daten davor und danach vergleichen... so etwas mache ich gerne, wenn ich wissen moechte, ob eine Roehre an einem Arbeitspunkt an der oberen Grenze stabil ist...

Gruesse

Micha
===