Hilfe – Mein Röhrenphono brummt

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marty
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Hilfe – Mein Röhrenphono brummt

Beitrag von marty »

Hallo,

ich habe einen DIY-Phono-Pre nachgebaut.

Schaltplan unter hxxp://www.triodedick.com/projecten.html

hier unter „phonodude“.


Mein Problem:

Wenn die Endstufe (Sonic T-Amp) angeschlossen ist und kein Cinch-Kabel zum Plattenspieler eingesteckt ist, habe ich kein Brummen. :P

Sobald ich ein gut geschirmtes Cinchkabel einstecke, habe ich schon leichten Brumm, schließe ich dann den Plattenspieler an ist das Brummen schon sehr stark. :cry

Ziehe ich nur ein Cinchkabel am Plattenspieler ab, dann brummt es so stark dass ich Angst um meine Lautsprecher haben muss. :cry:
Ob das Massekabel des Plattenspielers angeschlossen ist oder nicht, ist hierbei völlig egal.


Die Endstufe hat keinen Erdungsanschluss (Akkubetrieb). Es ändert sich jedoch auch nichts wenn ich über eine Vorstufe mit Erdungsanschluss „gehe“.

Die Masseverbindungen (auch Cinchbuchsen ohne direkten Gehäusekontakt) im Phono-Pre sind konsequent sternförmig zur Netzkabelerde, zugleich Gehäuseerdungspunkt, ausgeführt.

Auch wenn ich die Masseverbindungen des eigentlichen Phonoteils von der Netzkabelerde (und somit auch Gehäusemasse) löse, zeigt sich keine Veränderung.

Nachdem ohne Eingangssignalkabel absolute Ruhe (na gut, ein leichtes Rauschen ist bei hoher Lautstärke schon hörbar) schließe ich die Spannungsversorgung als Übeltäter zunächst aus.



Vielleicht habt „ihr“ ja einen Tipp, ich bin momentan ratlos. :idn:


Gruß
Martin
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo!

Was ist denn plattenspielerseitig montiert ? MC, MM ? step up-Uebertrager ?

Du schreibst, es brummt schon, wenn Du nur Cinch-Kabel an den Eingang anschliesst (das andere Ende offen)? Brummt es nur, wenn Du die Stecker anfasst ?

Koennte sein, dass in der Phonostufe was schwingt. Die Roehren sind zwar nicht sonderlich steil, und sollten daher nicht zum Schwingen neigen, aber probier mal am Gitter einen 1k gridstopper, wie an allen anderen Gittern auch. Ist zwar uebertrieben, aber wenn da eh schon gridstopper an allen Roehren sind, dann auch an die Eingangsroehre, dann ists konsistent.

Probier das mal, dann schauen wir weiter. Hochfrequentes Schwingen kann sich als Brumm bemerkbar machen.

Gruss

Thomas
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marty
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Beitrag von marty »

Hallo Thomas,

Der eine Plattenspieler hat ein MM System, der andere ein MC mit Lundahl Step-Up. Kein Unterschied, brummt genauso.

Edit: Ja, wenn ein Cinch-Kabel am Plattenspieler ist und das andere offen, muss man echt Angst haben dass die Bassmembram zerstört wird. :shock:

Das mit den Gridstoppern probiere ich mal und meld mich dann wieder....

Gruß
Martin :beer
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marty
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Beitrag von marty »

Hallo Thomas,

Die Gridstopper sind eingelötet, jetzt ist alles schon viel besser.

:OK: Ein Kanal ist jetzt ruhig, wenn alleine angeschlossen.

:OK: Beide Cinchkabel alleine ohne Plattenspieler kein Brumm.

Beide Kanäle zusammen brummen.

Zieh ich das Kabel vom Plattenspieler, Kanal der nicht brummt, steigert sich das Brummen vielfach in der Lautstärke, (BRRRRRRR).

Zieh ich das Kabel vom "Brummkanal" ab, ist sofort Ruhe.

Röhren habe ich pro Forma mal links und rechtsseitig gestauscht, ebenso wie das Kabel und den Plattenspieleranschluss.

Fazit: Der Fehler ist nur noch in einem Kanal.


Gruß
Martin
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo!

Kannst Du mal ein Foto vom Aufbau machen ? Der Aufbau scheint sehr zum Schwingen zu neigen, was bei den verwendeten Roehren eigentlich nicht sein sollte (oder hast Du andere eingesetzt?)

Wenn ich richtig verstanden habe ist das Netzteil im gleichen Gehauese. Eventuell brummt jetzt der Kanal, der naeher am Netztrafo sitzt ?

Gruss

Thomas
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GlowingTube
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Beitrag von GlowingTube »

Marty,

ist der Schirm (Masse) auf beiden Seiten der Cinchkabel auf Masse gelegt? Klemme mal auf einer Seite den Schirm ab; es könnte eine Masse-Schleife sein.

Ich würde vorschlagen:

- auf der Quellenseite beide Schirme (also beide Strippen) auf Masse beziehen

und..

- auf der Preamp-Seite nur einseitig den Schirm auf Masse legen.

oder sogar eine separate Massestrippe zu ziehen.

Vielleicht hilfts's?

LG
Rainer
Manchmal ist man der Hund, manchmal der Baum!
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marty
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Beitrag von marty »

Hallo

@ Thomas

Hier ein Bild, rechts oben und unten sind die Eingangsröhren:
oben ein Kanal, unten der Andere. Der obere Kanal ist der "Böse". Die Platine in der Mitte ist die Stromversorgung, die kleinen Platinen oben und unten das Riaa Netzwerk, die blauen Elkos zur Glättung der Heizspannung.

>>http://space.arcor.de/martin.koll/

@ Rainer

Das hatte ich mir auch überlegt und ausprobiert, auch wenn ich nur mit der "heissen Seite" an den Amp gehe habe ich den Brumm, einen Verdrahtungsfehler dürfte ich nicht haben. Meine einzige Erklärung könnte eine Cinch-Buchse sein, die ja eigentlich gegen die Gehäusemasse isoliert ist und hier vielleicht beim zuschrauben einen Massekontakt "bekommen" hat.

Edit: Aber dafür ist der Brumm eigentlich zu laut :idn:
Klingt eher nach Kurzschluß :shock:

Gruß

Martin
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo!

Wie ist jetzt eigentlich der Stand bzgl Brumm, wenn die Cinch-Eingaenge nirgends angeschlossen, bzw kurzgeschlossen sind ?

Mit der Sternmasse hast Du etwas uebertrieben. Es ist besser lokale Sternpunkte pro Stufe zu machen und die dann entweder zum Sternpunkt oder mit einer Masseschiene verbinden (siehe auch im Thread zu meiner Phonostufe).

Du hast so zwar alles zu einem Punkt gefuehrt, dafuer aber endlos lange Masseverbindungen, die wer weiss was einfangen koennen. Ich schateze mal, dass daher die Schwingneigung kommt.

Gruss

Thomas
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marty
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Beitrag von marty »

Hallo Thomas,

Frage von Thomas:
Wie ist jetzt eigentlich der Stand bzgl Brumm, wenn die Cinch-Eingaenge nirgends angeschlossen, bzw kurzgeschlossen sind ?

Kein Brumm mehr, seit den Gridstoppern.

Nur der obere Kanal mit den kürzeren Masseleitungen brummt, aber auch nur wenn er im Plattenspieler steckt, steckt der untere Kanal im Plattenspieler ist alles OK.
Stecken beide drin ist der Brumm leiser aber nicht zum Musikhören ist das nicht geeignet :cry

Ja, mit den Masseleitungen habe ich es übertrieben, bis gestern abend waren diese noch "harmloser", aber da hatte ich schon die Probleme, in der Hoffnung den Fehler selber zu finden, bevor ich mich ans Forum wende.

Gruß
Martin
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo!

Hat Die Heizung einen Bezug zu Masse ?

Ich wuerde die Gleichrichterplatine zwischen den beiden Kanaelen umsetzen und statt dessen in der Mitte eine Masseschiene verlegen (dicker Kupferdraht). An den dann die einzelnen Stufen anschliessen.

Sind die Massen der beiden Kanaele im Plattenspieler verbunden ? Im Plattenspieler mit Schutzerde verbunden ? Sollte beides nicht der Fall sein um Masseschleifen zu verhindern.

Wie ist das mit dem MC-Uebertrager ?

Das sollte so verkabelt sein:

Kanalgetrennt heiss und kalt vom Abtaster zur Uebertragerprimaerseite. Tonarmmasse an Uebertragergehauese. Sekundaer heiss und kalt auf die Cinchbuchsen. Kalt kanalweise getrennt lassen und nicht mit Masse verbinden. Uebertragergehaeuse an Vorstufenmasse mit separatem Kabel. So gibts keine Schleifen und die Signalmassen werden erst im Pre verbunden.

Gruss

Thomas
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marty
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Beitrag von marty »

Hallo Thomas,

die Heizung habe ich zwar nicht "hochgelegt" aber auf Masse symmetriert.

Im Plattenspieler habe ich keine Schutzerde, die Cinchbuchsen sind sauber von der Masse getrennt.

Bei MC, auch hier kommt keine Masse doppelt aus den Lundahls "raus".

Ich starre die ganze Zeit auf die Platine, in meinen Augen hat ja nur ein Kanal die "Macke", Widerstände stimmen, Belegung stimmt, Cinchbuchsen sind nicht über das Einschraubloch mit der Masse verbunden.

Ich hatte mal bei den Lundahls und dem Phono-Mopped ein ähnliches Problem, da war es tatsächlich die Masseschleife bei den Lundahls, die existiert jetzt nicht mehr.

Der Brumm auf dem einen Kanal ist so laut und vibrierend, nicht zu vergleichen mit dem Brumm den ich bisher aus Masseschleifen kenne.

Das einzige was mir noch aufgefallen ist, der Pre "spielt" die Bässe fast doppelt so laut, wie eine normale Phonostufe, obwohl die passive Entzerrung von der Berechnung her stimmt.

Einzig der 100 Ohm Widerstand (grün) auf dem Schaltplan, dürfte eigentlich nicht vorhanden sein?

Gruß
Martin
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo!
marty hat geschrieben:die Heizung habe ich zwar nicht "hochgelegt" aber auf Masse symmetriert.
Solltest Du unbedingt machen, da Du sonst die Ufk der Roehren ueberschreitest. Das tut denen nicht gut.
marty hat geschrieben:Im Plattenspieler habe ich keine Schutzerde, die Cinchbuchsen sind sauber von der Masse getrennt.
Sind die Massen auch zwischen den Kanaelen getrennt ?
marty hat geschrieben:Bei MC, auch hier kommt keine Masse doppelt aus den Lundahls "raus".
Richtig waers, wenn Du 3 Massen jeweils zwischen Plattenspieler und Uebertrager und zwischen Uebertrager und Pre hast:
Masse links, Masse rechts und Tonarm bzw. Uebertragergehaeusemasse.
marty hat geschrieben:Der Brumm auf dem einen Kanal ist so laut und vibrierend, nicht zu vergleichen mit dem Brumm den ich bisher aus Masseschleifen kenne.
Hast Du mal mit dem Oszilloskop nachgemessen, wo der Brumm entsteht ?
marty hat geschrieben:Das einzige was mir noch aufgefallen ist, der Pre "spielt" die Bässe fast doppelt so laut, wie eine normale Phonostufe, obwohl die passive Entzerrung von der Berechnung her stimmt.
Hast Du mal nachgemessen, wie der Frequenzgang zur RIAA verlaeuft?
marty hat geschrieben:Einzig der 100 Ohm Widerstand (grün) auf dem Schaltplan, dürfte eigentlich nicht vorhanden sein?.
Das ist die 4te Zeitkonstante bei 50kHz.

Gruss

Thomas
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marty
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Beitrag von marty »

Guten Morgen,

danke für Deine Unterstüztung, manchmal kommt man einfach alleine nicht weiter. :OK:

Der Plattenspieler (MM) ist so verdrahtet wie im Original, tatsächlich stimmt hier tatsächlich etwas nicht, da nur eine Ausgangsbuchse für das Brummen verantwortlich ist.

Die Verdrahtung der Lundahl Step-Ups werde ich mir diesbezüglich auch nochmal anschauen, man weiß ja nie.

Diese Prüfung hätte ich sonst nie durchgeführt, da beide Player am Phono-Mopped und am Linn ohne Brumm arbeiten, was ja nichts heißen muss, kann ja durchaus sein dass mein "Bastel"- Pre empfindlicher ist.

Mit dem Oszilloskop habe ich noch nicht gemessen. Erstmal die Plattenspieler definitiv prüfen.

Frequenzgang habe ich auch noch nicht geprüft, das Brummen zu beseitigen war meine Prämisse.

Die vorhandenen Bauteile (R29, R31, C8, C6) sind bei den sich ergebenen Zeitkonstanten so, dass sie den RIAA Vorgaben, bei passiver Entzerrung voll entsprechen.

Den Einfluß von R30 (100 Ohm grün) kann ich nicht nachvollziehen.

Aktueller Stand:
Beide Kanäle spielen für sich genommen brummfrei, es muss tatsächlich mit den Plattenspielern (Masse) etwas im Argen sein.

Also ran an die Plattenspieler, ich melde mich wieder heute abend....

Danke nochmal und
Gruß

Martin
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marty
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Beitrag von marty »

Juchuuu es funktioniert :mrgreen:

Nach Thomas seinem Tipp habe ich mir mal die Verdrahtung der Lundahl MC Step-Up Trafos nochmal angeschaut.

Tatsächlich "schlau" wie ich war hatte ich die Masseverbindung mit der Signalverbindung (schwarz) gebrückt.

Dies habe ich rückgängig gemacht, einseitig geschirmte Cinch-Kabel angeschlossen..... und was soll ich sagen:


Der Brumm ist fast völlig weg, der "aufgedickte" Bass ist ganz weg... endlich ein Erfolgserlebnis.

:bumping: :bumping: :bumping:

Die Boxen haben einen Wirkungsgrad von 91 dB, bei Zimmerlautstärke ist das Brummen nach ca. 1 m Abstand nicht mehr hörbar.
Das ist zwar noch nicht ganz optimal, aber die Masseverbindung im Pre ist ja auch noch nicht optimiert.

Was für eine schwere Geburt. : hail

Gruß
Martin
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo Martin!

Gratuliere zum erfolgreichen Aufbau ! :OK:

Mit dem Netztrafo im gleichen Gehaeuese wirst Du den Restbrumm eventuell nicht los. Es lohnt sich trotzdem die Massefuehrungen noch zu optimieren, wie besprochen.

Noch zu dem 100 Ohm in der RIAA, der bewirkt, dass der Abfall von 6dB/Octave in der RIAA ab 50kHz aufhoert und der Pre ab dann linear laeuft. Hintergrund ist, dass das beim Schneiden auch so gemacht wird, da der Schneidekopfverstaerker die Hoehen noch oben raus nicht endlos weiter anheben kann. Die Eckfrequenz ist im RIAA-Standard aber nicht definiert, so dass die 50kHz nur eine grobe Naeherung ist. Ueber den Sinn, das im Phonopreamp nachzubilden, kann man streiten. Schaden tuts jedenfalls nicht.


Gruss

Thomas
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