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Verfasst: So 2. Jan 2011, 14:23
von Analog_Tom
Moin,
um mal einen konstruktiven Vorschlag zu machen:
Was spricht dagegen zwei oder drei Forenprojekte zu machen.
Beim derzeitigen Stand der Abstimmung wäre es möglich, dass sich einer der Endstufe widmet, der könnte natürlich auch den Vollverstärker machen.
oder eben ein zweiter, was ich persönlich bevorzugen würde.
Dann hat zu meiner Freude die symmetrische Vorstufe in der Gunst der User auch etwas aufgeholt...

Verfasst: So 2. Jan 2011, 14:31
von VinylSavor
Hallo Andreas,
AndreasS hat geschrieben:VinylSavor hat geschrieben:...Sonst müsste man sich im Rahmen eines solchen Projektes gleich der gesamten Signalkette annehmen
Hallo Thomas,
darüber muß man sich schon Gedanken bei der Planung machen.
Wie willst Du das denn bitte tun? In der Praxis gibt es in Verwendung Quellgeräte mit Ausgangsimpedanzen von wenigen Ohm bis 10kOhm und sogar mehr. Auch die Verstärkungen der Phonostufen am Markt sind sehr unterschiedlich. Ich halte es für sinnvoller hier das Ganze so aufzustellen, dass es möglichst universell verwendbar ist und nicht nur mit Quellen die bestimmte Anforderungen erfüllen.
AndreasS hat geschrieben:Kathodenfolger im Eingang..., o.k., aber dann geht es nicht ohne Koppel-C
Ich habe nicht von einem Katodenfolger gesprochen. Ich verwende Kathodenfolger nicht. Ich hätte eine Eingangsröhre mit relativ geringem Innenwiderstand vorgesehen, die auch mit genügend headroom fährt, so dass auch sehr laute Quellen weit von der Übersteuerungsgrenze entfernt sind. Ob diese dann RC, LC oder trafogekoppelt wird kann man immer noch entscheiden.
Ein solches Gerät sollte in sich geschlossen und stimmig sein. Eingangsseitig aber universell. Das ist aber nur meine Meinung. Viele Wege führen nach Rom
AndreasS hat geschrieben:Eine Eingangsstufe mit Verstärkung ist dann sinnvoll, wenn
- der Rauschpegel der Quelle unterhalb des Rauschpegels des Endverstärkers und
Zustimmung und meiner Meinung nach auch leicht umzusetzen.
AndreasS hat geschrieben:- der Maximalpegel der Quelle unterhalb der Aussteuerungsgrenze des Endverstärkers ist.
Wieder meine volle Zustimmung, dies erachte ich sogar als besonders wichtig. Ich setze hier 6dB headroom als Minimum an. D.h. die Aussteuerungsgrenze des Eingangs liegt bei der doppelten Spannung die eine Quelle maximal haben kann. Bei meinen eigenen Geräten strebe ich eher 12dB und mehr an.
Gruss
Thomas
Verfasst: So 2. Jan 2011, 15:41
von AndreasS
Hallo Thomas,
ein Kathodenfolger als Eingangsstufe ist in meinen Augen kein Fehler: eine hohe Eingangsimpedanz, geringe Eingangskapazität und minimale Verzerrungen (durch fast 100% Gegenkopplung)..., und wenn man ihn nicht mit viel Kapazität belastet, kommt er auch nie in den Gitterstrombereich. Der Aussteuerbereich ist mit Sicherheit größer als der Engangsspannungsbereich des nachfolgenden Gitters (selbst wenn man großzügig 15 dB Dämpfung für den Pegelsteller dahinter ansetzt). Er wäre dann eine Ergänzung, wenn "leistungsarme" Quellen angeschlossen werden sollten - für potentere Quellen ließe sich ja immer noch ein "Bypass legen".
Mit 6 dB Headroom bist Du unzureichend bedient: manche Aufnahmen haben zwischen der VU-Anzeige (in etwa RMS oder Lautheit) und der PPM-Anzeige 18 dB Differenz (das ist nicht die mittels Optimod komprimierte Unterhaltungsmusik).
Edit: sorry, ich habe gerade nochmal Deine Antwort gelesen: da Du vom Maximalpegel (PPM) ausgehst, sind 6 dB eigentlich nicht nötig
Gruß Andreas
Verfasst: So 2. Jan 2011, 15:50
von VinylSavor
Hallo!
AndreasS hat geschrieben:ein Kathodenfolger als Eingangsstufe ist in meinen Augen kein Fehler
Nein, Fehler sicher nicht. Schliesslich befinden sich viele Kathodenfolger im Einsatz und tun ihren dienst. Mir sagen sie insbesondere klanglich nicht zu. Gerade wenn man sie am Ausgang auch belasted z.B. mit einem relativ niederohmigen Poti. Aber wie so vieles Geschmackssache...
AndreasS hat geschrieben:Edit: sorry, ich habe gerade nochmal Deine Antwort gelesen: da Du vom Maximalpegel (PPM) ausgehst, sind 6 dB eigentlich nicht nötig
Technisch vielleicht nicht nötig. Funktionieren tut's auch wenn ich alles gerade ausreichend auslege. Mir geht es darum, dass die Eingangsstufe auch bei Vollaussteuerung nur minimal zum Verzerrungsspektrum des Verstärkers beiträgt. Wenn die Endstufe clippt, soll das zuerst in der Endröhre passieren, bevor die anderen Stufen verzerren. Die Eingangs- bzw. Treiberröhre bleibt so weit vom nichtlinearen Bereich, wo sich die Kennlineien anfangen zu stauchen, entfernt.
Gruß
Thomas
Verfasst: So 2. Jan 2011, 15:52
von VinylSavor
Hallo!
albino07 hat geschrieben:VinylSavor hat geschrieben: Eventuell ein Vollverstärker komplett mit integrierter Phonosektion....
Ja, das fände ich schon interessant. Und mit SET in der Ausgangsstufe.
Mit Ansätzen aus diesem thread:
http://www.roehren-und-hoeren.de/phpBB/ ... php?t=8072
Wäre so was auch platzmässig gut in einen Vollverstärker integrierbar. Eine Lösung mit z.B. je einer Compactron Röhre pro Kanal für den Phonozweig. Das wäre auch sinnvollerweise auf einer Platine umsetzbar.
Das könnte man auch weiterspinnen und Module für DACs vorsehen, SPDIF Wandler, USB-Wandler…
Also ein richtiges Baukastenkonzept, das jeder je nach Bedarf und Geldbeutel erweitern oder umrüsten kann. Wenn man sich auf gewisse Schnittstellen einigt, könnten sich verschiedene Leute den diversen Modulen widmen oder immer wieder neue Module für den Foren-Vollverstärker vorstellen.
Gruß
Thomas