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Verfasst: So 17. Jun 2007, 18:48
von Gast
Hallo Mario,
Mario hat geschrieben: Ich habe so viele Bruchlandungen mit Röhren erlebt, die nicht genug Leistung hatten. (Becker The Pusher mie je 2 EL 34 Push Pull, Radford 45?, beides an der TB 140, Mc Intosh MC 275 an einer Martin Logan, Ayon Sunrise, 300 B Monos von Reiner Röder, VAC 30/30, Audio Note P4, alles an meiner Bella Luna). Das hat nicht wirklich Spaß gemacht. Wenn ich jetzt nicht zufällig and die großen EAR´s gekommen wäre, würde hier auch wieder eine Transe als Endstufe stehen. Ein Verstärker sollte die Box betreiben. Das ist das Wichtigste und es schadet auch nichts, wenn man noch ein paar Watt in der Rückhand hat.
ich gebe Dir jetzt absichtlich eine ketzerische Antwort ...

... für die schlechte bis mangelhafte Beratungsleistung Deines Händlers können weder verschiedene Röhren- noch Lautsprecherkonzepte geradestehen.

Deine ehemaligen Martin Logan Elektrostaten vergehen fast vor Stromhunger, das kann fast keine Röhre richtig bedienen - also klarer Fall von falscher Paarung ...

... ebenso wie krampfhaft eine T+A und hier ist es imho vollkommen egal, ob wir nun von einer TB140 oder TB160 sprechen, mit einer Röhre betreiben zu wollen. Das wird immer nur ein fauler weil klanglich nie zueinander passender Kompromiss bleiben. So eine T+A ist für tschirp, zwitscher, knirps und maximal noch audiophiles pling und plong gedacht ...

... gleiches gilt imho für Röhrenmonster, die über die Kombination von 1001 Röhren in PP-Schaltung dann eine angebliche gigantische Ausgangsleistung erzielen sollen. Aladin sagt es werde Nacht ... und die Sicherung flog ... Musik kam keine ... die Marketingabteilung lacht sich den Ast, der Kunde hat wenigstens Geld verbrannt .... ansonsten Schade.

Übrigens meinst Du mit der Bella Luna doch sicherlich die von Duevel ...

... weshalb diese bei einem Wirkungsrad von 92 dB und einer Impedanz von 6 Ohm sowie ihrer konstruktiv festgelegten unteren Grenzfrequenz von 40 Hz nicht mit einer handelsüblichen Röhre betreibbar sein soll, entzieht sich ehrlich meinem Verständnis...

... der Hochtontreiber der Duevel ist z.B. ganz bestimmt nicht röhrenfeindlich ... und einem derart überschaubarem Basstreiber bis einschließlich 40 Hz bei ca. -6db irgendeine Kontrolle anzuerziehen reichen imho 30 - 50 Röhrenwatt bereits wirklich aus ...

... wenn Du natürlich diese immense Leistung benötigst um unterhalb von 40 Hz die Kontrolle zu erziehlen, dann werden Dir auch 20000 Röhrenwatt nicht weiter helfen und wir sind wieder bei der Beratungsleistung Deines Händlers ... 8) 8)

Das Stichwart heißt Dämpfungsfaktor die ein Lautsprecherchassis benötigt ... und je mehr Dämpfung eine LS verlangt, desto ungeeigneter ist er nunmal für eine Röhre ...

.. und was den meisten Setups mit modernen LS und Röhren fehlt ist die Impedanzlinearisierung vor der Weiche ...

Verfasst: So 17. Jun 2007, 20:12
von Mario
be.audiophil hat geschrieben:
Deine ehemaligen Martin Logan Elektrostaten vergehen fast vor Stromhunger, das kann fast keine Röhre richtig bedienen - also klarer Fall von falscher Paarung ...
Erstens sind Kombinationen von ML Lautsprecher mit Röhren nicht ungewöhnlich und zweitens war meine damalige kleine ML relativ Verstärkerfreundlich. Das eine Röhre ML Kombi sehr wohl funktioniert habe ich bisher schon zweimal erleben dürfen. Eine Sequel II an einer 100 Watt Röhre und eine CLS an einer Conrad Johnson mit 80 Watt.
... ebenso wie krampfhaft eine T+A und hier ist es imho vollkommen egal, ob wir nun von einer TB140 oder TB160 sprechen, mit einer Röhre betreiben zu wollen. Das wird immer nur ein fauler weil klanglich nie zueinander passender Kompromiss bleiben. So eine T+A ist für tschirp, zwitscher, knirps und maximal noch audiophiles pling und plong gedacht ...
Das ist ja das was ich sage. An eine TB 140, 160 gehört eine dicke Transe mit sehr hohem Dämpfungsfaktor. Die Braucht die eiserne Faust. Die TB ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss aber sie als nur geeignet für tschirp, zwitscher, knirps und pling plang zu bezeichnen ist doch schon sehr anmaßend und dreißt. Ich habe mit meiner TB 140 fünf Jahre lang zufrieden Musik gehört, ohne das etws genervt hat. Für mich wieder mal das typiche bla bla eines missionars wie es sie in diesem Hobby hunderte gibt....
... gleiches gilt imho für Röhren monster, die über die Kombination von 1001 Röhren in PP-Schaltung dann eine angebliche gigantische Ausgangsleistung erzielen sollen. Aladin sagt es werde Nacht ... und die Sicherung flog ... Musik kam keine ... die Marketingabteilung lacht sich den Ast, der Kunde hat wenigstens Geld verbrannt .... ansonsten Schade.

Das nenne ich mal Schwachsinn hoch 10! Hast du mal die Suverenität, Gelassenheit, Ruhe und Kraft einer starken Röhre gehört? Wohl eher nicht.
Übrigens meinst Du mit der Bella Luna doch sicherlich die von Duevel ...
... weshalb diese bei einem Wirkungsrad von 92 dB und einer Impedanz von 6 Ohm sowie ihrer konstruktiv festgelegten unteren Grenzfrequenz von 40 Hz nicht mit einer handelsüblichen Röhre betreibbar sein soll, entzieht sich ehrlich meinem Verständnis...
Tja mit dem Verständnis scheint es nicht weit her zu sein. Ich hab die Teile 2 Jahre besessen und an die 10 Verstärker daran ausprobiert. Einzig die EAR 509 und die Graaf GM 100 waren in der Lage sie richtig zu betreiben.
Das Stichwart heißt Dämpfungsfaktor die ein Lautsprecherchassis benötigt ... und je mehr Dämpfung eine LS verlangt, desto ungeeigneter ist er nunmal für eine Röhre ...
Auch das sagte ich. Deshalb gehört an die TB 160 eben eine Transe.

Gruß

Mario

Verfasst: So 17. Jun 2007, 22:53
von Gast
Hallo Mario,
Mario hat geschrieben: Hast du mal die Suverenität, Gelassenheit, Ruhe und Kraft einer starken Röhre gehört? Wohl eher nicht.
och, ich habe schon viele Verstärker besessen und auch heute noch so einge meiner alten Schätzchen in der Sammlung ...

... in den Achtzigern war ich auch einer dieser Basskontrolle-Fetischisten und hatte nacheinander z.B. die damals sagenhafte Hitachi Vor- End-Kombi, dann eine Dynaco Stereo 400 und eine Ampzilla in meiner Kette ...

... und irgendwann habe ich dann Gott sei Dank begriffen, daß alles was ich auch tat, alles was ich in meiner Kette versuchte zu optimieren mit den damaligen Stromschluckern (zuerst Heco, dann Infinity und Dynaudio und zuletzt ein Visaton-Selbstbau) nicht in die gewünschte Richtung ging und daß ich mich mit jedem weiteren Schritt weiter von dem mir bekanntem und nachweislich sehr guten klanglichen Ergebnis einer kleinen CORAL CX-5 (92 dB Wirkungsgrad) wegbewegte.

Dann hatte ich kurz hintereinander die Gelegenheit eine CORAL CX-77 sowie eine X-15 und eine VOTT A5 mit jeweils im Vergleich zur Dynaco Stereo 400 oder Ampzilla deutlich kleineren CLASS-A Endstufen hören zu können und es war um mich geschehen ...

... nein, seither weiß ich, daß Kontrolle im Bass vielmehr eine Frage des Setups und der Kombination aus passender Endstufe und LS-Chassis nebst Weiche ist und im falschen Setup weder mit Leistung noch mit mehr Leistung erreicht werden kann.

Alle hinterher gehörten Setups mit übertrieben leistungsstarken Röhren- und/ oder Transistorendstufen können mich leider seither klanglich nie wirklich begeistern ... und diese einem Zylinderkopf nachempfundene EAR z.B. habe ich bereits mehrfach hören müssen.

Im Gegenteil, pumpt man seine LS mit Leistung zu, verhält sich der LS nachher wie ein Preisboxer mit zu vielen Muskeln, der sich nicht mehr richtig bewegen mag. Meine Welt ist das also seit langem nicht mehr ...

... seither höre ich nur noch mit Verstärkern mit einer Leistung von unter 50 Watt je Kanal und LS - übrigens auch mit Mehrwegerichen - mit einem Wirklungsgrad, der über 94 dB liegt und bin zufrieden.

Vielleicht liegt das aber auch daran, daß ich in meinem Hörraum schon lange nicht mehr das Gefühl haben muß, ich würde meinen Kopf auf einem Metallica-Konzert in die Hornmundöffnung des Basses reinstecken und ich muß meinen Nachbarn auch schon lange nicht mehr beweisen, daß ich lauter, weiter, tiefer und besser kann.

Somit kann ich mit den knapp 6 Röhrenwatt aus 300B in nicht konventionellem Aufbau nicht nur sehr gut leben, sondern mehr als zufrieden Musik hören.

Und zum von Dir angerissenen Thema Missionar.

Nein, bin ich garantiert nicht. Mir kann es nämlich vollkommen egal sein, wie viele Verstärker und LS Du in Deinen Hörraum schleppst und z.B. wegen Nichtgefallen weiterreichst. Ebenso kann es mir auch vollkommen Schnuppe sein, ob Du Deinem Händler mehr Glauben schenken magst, als einem gut gemeinten Rat eines Dir persönlich auch noch unbekannten Forenusers ...

... Höreindrücke werden immer subjektiver Natur bleiben, Hörgewohnheiten und persönliche Präferenzen ebenso ...

... insofern werden wir bei diesem Thema wahrscheinlich auch nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen ... bis auf unsere Aussage bzgl. der zweifelhaften Sinnhaftigkeit auf Biegen und Brechen eine T+A mit einer Röhre kombinieren zu wollen ... :shock:

... ja ja, kaum haben wir ROHS und Röhrengeräte dürften eigentlich innerhalb der EU nicht mehr als Neugerät verkauft werden, und schon beginnt der Hype und jeder Hinz und Kunz muß einen haben (bitte diesen Ausspruch nicht persönlich nehmen) ...

P.S.:

eine Dynaco ST400 habe ich übrigens immer noch im Keller stehen .. als abschreckendes Beispiel sozusagen ...

In den Neunzigern habe ich mich mit EL34ern, 6L6 und KT88ern herumgetrieben, dann kamen die Ultralinearschaltungen und dann die Trioden ... bei den Transen war es dann irgendwann relativ festgefahren ... echtes Class-A mußte es schon sein ... einzige Ausnahme waren dort die Schaltungen, die sozusagen am absoluten Anfang der Sand-Geschichte standen ... z.B. Dynaco Stereo 60, Quad 405 und Co. ...

Verfasst: So 17. Jun 2007, 23:27
von Mario
Naja, so einiges kann ich nachvollziehen, vieles nicht. Was das Gerede mit "meinem" Händler zum Beispiel soll. Ich habe seit Jahren keinen Händler mehr...

Und dann die Geschichte mit der Basskontrolle. Die ist bei mir überhaupt nicht nötig, da die Bässe aktiv betrieben werden und die Röhre nur den Hochtöner und Tiefmitteltöner treiben muss. Bei einer Grenze von 80 Herz und einer reinen 8 Ohm Box benötige ich wohl wenig bis kaum Kontrolle. Insoforn hat sich das mit dem Preisboxer auch erledigt... Weiterhin habe die EAR´s auch schon an einer Tannoy hören können und von einer lahmen Ente war das weit entfernt...

Insofern darfst du gerne weiter glauben, deine Coral währen die besten Chassis der Welt. Das tun ja auch andere von ihren Lautsprechern... Falls ich mir irgendwann mal einen Breitbänder zulegen sollte, wird es ohnehinn ein B200 sein. Der ist nämlich wirklich klasse.

Gruß

Mario

Verfasst: So 17. Jun 2007, 23:30
von koli
Moin erstmal danke das Ihr den Thread übernommen habt :wink:

Was heisst auf biegen und brechen :think: , mir gehts eigentlich nur darum obs geht, falls es aber in die Hose gehen sollte, kommt für mich eben ne andere Box in Angriff in Frage.

Mein Kumpel hatte an der TB160 ne Threshold Kombi dran und das war kaum zu ertragen, soviel Dampf kam da raus, ich bin eigentlich mit der Kombination T+A und Conrad Johnson mehr als zufrieden :wink:

Aber Ihr wisst ja wie das ist, die Kranken brauchen immer wieder mal was neues :think: :wink: :weed:

Mfg koli

Verfasst: So 17. Jun 2007, 23:35
von Mario
Hm, wenn die LS nicht zwingend bleiben müssen, wie währs wenn du zuerst mit der Box anfängst und die Conis behälst?

Dann könntest du mit einem röhrenkompatiblen LS anfangen und dir dann später eine schöne Glühbirne kaufen....

Gruß

Mario

Verfasst: Mo 18. Jun 2007, 00:14
von Gast
Hallo Mario,
Mario hat geschrieben: Falls ich mir irgendwann mal einen Breitbänder zulegen sollte, wird es ohnehinn ein B200 sein. Der ist nämlich wirklich klasse.
... so unterschiedlich können Hörerfahrungen sein ...

... den B200 hatte ich schon hier ... einerseits als Einzelchassis und andererseits bei der Bayern-Tour der Solo 50 ... nur fehlt es diesem nicht nur deutlich an Hochton, er kann auch kaum Bass ...

... das ist imho also eher ein Mittel-Tiefton-Chassis (provokant, ich weiß 8))

Übrigens bin und war ich gegenüber einer guten Hornkombi nie abgeneigt ...

... nur solange mein Hörzimmer nicht den erforderlichen Platz für eine Altec VOTT A7 oder eine X-15/X-30 hat, bleibt der BB

Verfasst: Mo 18. Jun 2007, 00:16
von Gast
Hallo Koli,
koli hat geschrieben: Was heisst auf biegen und brechen :think: , mir gehts eigentlich nur darum obs geht, falls es aber in die Hose gehen sollte, kommt für mich eben ne andere Box in Angriff in Frage.
... dann würde ich wie bereits weiter oben geschrieben nach einem anderen LS Ausschau halten und diesen gleich wirklich röhrenkompatibel aussuchen ...

Verfasst: So 12. Aug 2007, 10:42
von Loch_im_Kopf
Hallo Koli,

lass Dich nicht entmutigen! Bei mir funktioniert der Cayin an einer TMR 160 wunderbar, bei Schili an einer Jubilee 25.
Ein A-88T ist ja schliesslich auch kein (eher schwächlicher) 300B, der hat schon gut Dampf... :)
:beer