letzte Woche war es soweit, auf dem Marktplatz der unbegrenzten Möglichkeiten hat mein persönlicher Biet-Agent zugeschlagen und mir einen schon länger gehegten Analog-Traum gesichert, ein
Takeda Miyabi Standard
Schon öfter habe ich es gehört und war immer sehr angetan von der wunderbaren Musikalität, die es verbreitet. Natürlich, nur so wie man es in einer fremden Anlage beurteilen kann. Zuerst war ich ob der angegebenen 10 h Stunden Betriebszeit etwas skeptisch, denn wer verkauft schon ein Miyabi nach dieser Laufzeit? Als aber die Bestätigungsmail kam, mußte ich erleichtert grinsen, war der der Verkäufer mir (und Euch) doch wohl bekannt und ein wieder einmal sehr informatives Telefongespräch beseitigte die letzten Zweifel. Ein gutes Gefühl, das das Kleinod aus einem veritablen Analog-Stall mit entsprechend respektabler Behandlung stammt, verdrängte die letzten Zweifel. Schon am nächsten Tag traf das wertvolle Päckchen per Express (hier an der Stelle nochmals Danke an den Verkäufer!) ein, doch - ein mittelschwerer Schock - in dem Päckchen rappelte es. Schnell geöffnet und nachgeschaut, der geniale, aber recht schwere Nadelschutz hatte sich vom System gelöst und schlackerte in der edlen Box umher...
Eine genaue Untersuchung ergab zum Glück keine Schäden und so ging es flugs an die Montage. Das Miyabi Standard ist mit 13,5g wahrlich kein Leichtgewicht und ich muße das Gegengewicht des MAX 282 schon weit nach hinten schieben um in Balance zu kommen. Das hohe Gewicht des Miyabi resultiert aus der Verwendung von AlNiCo-Magneten und des Einsatzes eines Aluminium-Body. Zuzüglich der recht harten Aufhängung ist eigentlich die Kombination mit einem eher schwereren Arm angeraten.
Nach der Justage mit etwas zittrigen Fingern ging es zugleich, wen wundert´s, an eine Hörprobe. Die ersten Takte von Miles Davis´Someday my prince (habe das Glück diese als 6-eyes zu besitzen...) zeigten unmißverständlich in welche Richtung es jetzt geht, nämlich in die richtige. Dynamik, Auflösung und Musikalität sind absolut frappierend, sofort spielt das Standard schon wunderschön. Analogklang auf höchstem Niveau, ich habe auch schon einige Abtaster probiert und sehr viele andere hochklassige Abtaster hören dürfen und denke ich weiß wovon ich rede. Eine Violine klingt wie eine solche, brutale Drumeinsätze werden ebenso wiedergegeben, Bläser erklingen metallisch, ein Saxophon präsentiert sein großes Klangspektrum, das Piano steht unerschütterlich mit all seinen Dynamikspitzen im Raum, selbst Applaus in einem Saal ist wirklich ein Erlebnis. Große Orchester, kleines Jazz-Trio oder eben Deep Purple, das kleine elegante Ding schafft es immer wieder, daß man aufblickt und denkt, daß ist jetzt nicht wahr, so realistisch kommt es herüber.
Einen ehrlichen Chapeau auf Takeda San und die japanische Handwerkskunst...
Ein paar Impresssionen:
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Ich bin schon sehr gespannt, wie es nach der Einspielzeit (100-150 h, da hart aufgehängt) noch einmal zulegt, das Match mit dem dynamischen balancierten MAX-282 scheint akkustisch ideal zu sein...
Grüße
Axel






