Yarland FV-66S [= 845 SET]

Hier gehts nur um Verstärkung, egal welcher Art.

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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

NACHTRAG II:

Nach nochmaligem Vergleichshören - war schon wieder etwas 'genervt' von der 300B-SE -
komme ich wieder auf mein Ergebnis vom 29.04.07 ! :oops:

Der Yarland 845 (211) SE ist wirklich sehr gelungen ! :OK: :D

Übrigens hat Yarland seine website aktualisiert. Ist viel besser geworden.
Und für die 'Dreamwork'-Serie u.a. dieses vielversprechend aussehende Modell entwickelt:

[IMG:500:355]http://img219.imageshack.us/img219/7450/m211ruhhi8.jpg[/img]


Viele Grüße,
vintage
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]eep
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Beitrag von ]eep »

Was auch neu ist: Yarland hat einen Europeischen Importeur/Kontaktperson: crafty.nl. Dort kann man kaufen mit Garantie und anständliche Preise.
Crafty hat noch nich alles und ist gerade dabei Geräte zu testen und aus zu wählen. Der erste verfügbare ist der kleine FV34C für €300.

Der FV66 fand er auch verkaufbar (dh: gut), der Pro200se fand er eigentlich zu teuer. Aber er denkt noch druber nach.
Allso FV34A und C, FV35, FV66 und Pro88SE. Die neue Masterwork serie wird ws. nächstes Jahr werden.

Und über Ornec werden keine Yarlands mehr verkauft: die haben Yarland wie eine Citrone ausgekwetscht. Yarland war mit denen in eine 'downward spiral' und war kurz vorm aufgeben. Yarland hat jetzt aber gut angepackt und werd wieder voll an Arbeit gehen. Für Ornec siehts weniger gut aus (Juristisch jedenfalls).
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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Danke für die Info. Sehr interessant !
Ich hoffe, daß mein FV-66S jetzt ne ganze Weile ohne Probs läuft.
In ein paar Jahren dann 845 Monos ... :mrgreen:

Gruß,
vintage
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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Der FV-66S hat sich jetzt wieder einige weitere Stunden bei mir eingespielt. :gittar:
Wie aus diesem thread ersichtlich ist, hatte ich ne Menge Aufwand und Energie reinstecken müssen. Jetzt läuft er wunderbar ruhig und nur mit wenig Brumm -
dieser kommt hauptsächlich von den Trafos selbst. Über die Lautsprecher fast kein Brumm (96 dB Tannoys).

Der FV-66S ist imho klanglich das Beste, was ich jemals zu Gehör bekommen habe.
Niemals lästig, große Klangbühne, super Auflösung, Druck ohne Ende ... phantastisch ! :mrgreen: :D

Viele Grüße,
vintage
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Beitrag von Saarmichel »

vintage64 hat geschrieben:Moin Michael,

hört sich nicht sonderlich gut an ! [img:15:15]http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/n020.gif[/img]

Mmhh, was mich vor allem beunruhigt ist die Aufschrift auf dem abgerauchten Trafo: "230V".
Mein Händler hatte mir nämlich versichert, daß die Auslieferung meines amps sich um ca. 1 Monat verzögert habe, da man erstmal spezielle 230V-Trafos
für die besonderen Anforderungen der 845 habe beschaffen müssen.
Standardmäßig würde ab Werk mit der 211 ausgeliefert, da der amp mit dieser Triode ruhiger laufe und elektrisch stabiler (!) sei ...

Vielen Dank für den Hinweis. Als "Belüftungsmaßnahme" bringe ich erstmal spezielle Kupferkühler
an den linken Trafos an, um die Wärme besser abzuleiten : hier

Viele Grüße,
Henning

P.S.: Wenn ich den Lautstärkeknopf (kurz) auf etwa 13 - 14 Uhr drehe, bekomme ich übrigens auch
ein wenig vertrauenserweckendes Brummen aus den Trafos, welches imho eindeutig auf Überlastung schließen läßt. [img:17:35]http://www.cosgan.de/images/smilie/teufel/n010.gif[/img]
Hallo Henning,

ich glaube nicht das ein Kühlkörper da viel bringt, es ist sowieso zwischen Trafo und Abdeckung kein Platz dafür vorhanden. Viel effektiver wäre es da wohl bei der Trafohaube unten ringsum alle 30mm ein 8mm großes Loch zu bohren und auf der Oberseite / oder auf der hinteren Stirnseite der Trafohaube auch ein paar Löcher zur Belüftung zu bohren. Der Kamin-Effekt würde einen Wärmestau unter der Trafohaube wohl sehr effektiv verhindern.Ich habe mich leider ( im Nachhinein gesehen ) nicht dazu durchringen können weil dadurch die Optik zu sehr gelitten hätte. Wegen der Champagne-Metalic Lackierung hätte das dann wohl auch nicht so toll ausgesehen. Da Deine Trafohauben Nexell-Schwarz lackiert sind fällt das bestimmt optisch bei weitem nicht so auf.

Zum Dared. Würde ich persönlich NICHT kaufen weil scheinbar nur ein Trafo verbaut ist. Der hat dann auch ziemlich viel zu tun und dürfte auch entsprechend belastet werden. Durch meinen Yaqin MC-100B wurde mir der klangliche Vorteil eines Doppel-Mono Aufbau eindrucksvoll vor Augen geführt. Die Kanaltrennung und damit die Räumlichkeit profitieren tätsächlich ungemein davon. Weiter oben im Thread hatte ich Dir ja mal den Netzteilaufbau des Yarland FV-66S aufskizziert die tatsächlich genau in dieser Weise verbaut ist ( lt. Schaltplan RD-211SE ). Durch die Trennung nach dem ersten Ladekondensator durch die beiden 49 Ohm Drosselspulen und den anschliessenden kanalgetrennten Siebkondensatoren wurde auch beim Yarland / RD eine recht gute elektrische Kanaltrennung erreicht. Trotzdem hat ein kpl. kanalgetrennter Aufbau scheinbar unüberhörbare klangliche Vorteile. Ein Schritt weiter wäre dann Mono-Blöcke weil durch die räumliche Trennung der zwei Amps auch ein Übersprechen durch die magnetische Kopplung der AÜ wirkungsvoll verhindert werden kann.

Warum also nicht gleich die Meixing 845er oder 805er Monoblöcke, auch wenn da evtl. gef...... Koppel-Kondensatoren ( Riesen-Sauerei !!!! ) verbaut werden.

Mehr als eine Überlegung wert wären auch noch die ES-Audio Transmitter 805er Monoblöcke gewesen, wären !!!, denn nachdem Reinhard / Audiosix den Vertrieb übernommen hat sind diese Amps ja leider scheinbar in der Versenkung verschwunden.Mit den 805er Transmitter Monoblöcken hatte ich ja auch schon geliebäugelt.

Und, die Potistellung dürfte eigentlich keinen direkten Einfluss auf die Leistungsaufnahme des Amps haben, ein SE-Amp läuft quasi immer auf Vollgas.
Gruß.

Michael

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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Hi Michael,

also meine Überlegung zur Kühlung ist folgende:
Die Trafo-Haube selbst wird ja ziemlich heiß und gibt bereits Wärme von innen nach außen ab. Direkt auf die Haube (links, rechts und hinten) klebe ich die besagten Kupfer-Kühler, um die Wärmeableitung zu verbessern. Hatte mich unklar ausgedrückt.
Sicherlich sind Löcher auch sehr sinnvoll. Dazu müsste ich jedoch ziemlichen Aufwand treiben, wozu ich keine Lust habe.

Stimmt, der DARED hat nur einen Trafo. Nix gut ! :wink:
Also doch als nächstes Mono-Blöcke. Da ist jedoch in den nächsten Jahren erstmal ein schlichtes Platz-Problem davor !
Daher bin ich darauf angewiesen, daß mir mein FV-66S nicht abraucht. :shock:

Die Sache mit dem Lautstärke-Poti stimmt wirklich ! Es gibt ein ziemlich übles Brumm-Geräusch, was im normalen Betrieb nicht vorhanden ist.
Dieses Geräusch hört sich wahrlich nicht gut an ... :lips:

Wenn ich wüßte, welche Spezifikation meine Trafos sowie AÜs haben, würde ich mir neue kaufen. Z.B. möglicherweise TAMURA ?! :mrgreen:
Und wie schließe ich die richtig an ... glaube im Moment kaum, daß ich das ohne weiteres hinbekäme. Schade ...

Viele Grüße !
Henning
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Beitrag von Saarmichel »

vintage64 hat geschrieben: also meine Überlegung zur Kühlung ist folgende:
Die Trafo-Haube selbst wird ja ziemlich heiß und gibt bereits Wärme von innen nach außen ab. Direkt auf die Haube (links, rechts und hinten) klebe ich die besagten Kupfer-Kühler, um die Wärmeableitung zu verbessern. Hatte mich unklar ausgedrückt.
Sicherlich sind Löcher auch sehr sinnvoll. Dazu müsste ich jedoch ziemlichen Aufwand treiben, wozu ich keine Lust habe.
Hallo Henning,

ich glaube nicht das diese Massnahme den Trafo viel thermisch entlasten wird, damit kühlst Du eher die Trafohaube als den Trafo selbst. Eines ist jedenfalls Tatsache, wenn Dir der Trafo abraucht dann kannst Du den Amp im Prinzip gleich ganz entsorgen. Die Trafowickler die ich bisher gefragt habe haben entweder gleich abgewunken weil ihnen die 870-0-870 Volt Wicklungen wegen der hohen Spannung von 1740 Volt zwischen den Enden zu gefährlich erschienen, oder der Preis lag jeweils bei ca. 300€ für die Einzelanfertigung. Auch der EI 105/56 Kern ist hierzulande eher unüblich.

Zum Ausbau der Trafohaube musst Du eigentlich nur die beiden Netzteilplatinen losschrauben um besser an die vier Muttern der Trafohaube gelangen zu können. Mit entfernen der Bodenplatte dauert das höchstens 20 Min. Zeitaufwändiger wäre dann natürlich die eigentliche "Trafohaube-Bearbeitung".

Im Grunde also nicht zu viel Zeitaufwand wenn man bedenkt das man danach ein ruhiges Gewissen haben kann wenn man den Amp in Betrieb nimmt. Macht Dir das hören "so" wirklich noch Freude wenn im Hinterkopf immer der dunkle Gedanke vom evtl. abrauchen herum spuckt ????.

Ich jedenfalls könnte mir jetzt im nachhinein in den A..... beißen weil ich im Grunde auch zu faul war ( soll jetzt bitte nicht heißen das ich Dir das jetzt hiermit unterstelle ) die dringend erschienen Modifikation die das thermische Überleben des Amps wahrscheinlich gesichert hätten zu machen. Habe lieber am Klang herum gefeilt, jetzt klingt leider garnix mehr- totenstille :cry:
Gruß.

Michael

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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Hi Michael,

ist schon sehr sehr ärgerlich, die Sache mit Deinem abgerauchten Trafo ! Und daß dieser im Grunde nicht zu ersetzen ist, macht die Sache in der Tat noch ärger. :shock:

Ob die Kupferkühler fast nur die Trafohaube selbst kühlen ... ?!
Fest steht, daß die Trafohaube Wärme emittiert und zwar Wärme, die von innen, also von den Trafos herrührt. Die Trafohaube selbst wird so dermaßen heiß,
daß ich nur daraus schließen kann, daß der Wärmeaustausch von den Trafos zur Oberfläche der Trafohaube hervorragend funktioniert.
Ein Wärmestau kann sich natürlich insofern bilden, als die Trafohaube womöglich prinzipbedingt nicht in der Lage ist, diese Wärme schnell genug an die Umgebungsluft abzugeben.
Insofern wäre vermutlich ein Kamineffekt durch entsprechende Löcher schon sehr gut, was ja auch das übliche Verfahren ist.
Wenn ich stattdessen die Wärmeleitfähigkeit an der Oberfläche drastisch erhöhe, warum sollen die Trafos im Innern davon nicht profitieren können ?
Ich verklebe insgesamt 24 von diesen Hochleistungskühlkörpern.

Ich glaube, daß diese geplante Maßnahme mindestens ebensogut funktionieren wird wie die Löcher.
Wenn ich vom Gegenteil überzeugt werden sollte, dann Pech !
Würde dann in meiner Not in der Tat umgehend auf die Meixing Mono-Endstufen zurückgreifen. Von der Breite her sollten die auf mein Rack passen.

Werde noch ein Photo von der Maßnahme einstellen.

Viele Grüße,
Henning
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Beitrag von Saarmichel »

:think: :OK: :beer
Gruß.

Michael

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Beitrag von vintage64 »

Moin,

hat mir doch keine Ruhe gelassen und ich hab' heute mal die linke Trafohaube an allen Stellen "betatscht". :wink:
Überraschenderweise muß ich mir eher über den von vorn gesehen vorderen Trafo Sorgen machen ! :shock:
Deutlich am heißesten wird es nämlich vorne auf der rechten (Innen-)Seite.
Dort werde ich deshalb 5 Kühler hinkleben.

Oben vorn auf die Trafohaube 4 Kühler, oben hinten 3 Kühler.
Hinten linke Seite 4 Kühler, vorn linke Seite 2 Kühler.
Hintere Seite der Trafohaube 4 Kühler und hinten rechte (Innen-)Seite 2 Kühler. Macht summa summarum 24 Kühler ! :mrgreen:

Ich hoffe, daß die Kühler so schnell wie möglich eintreffen.
Bis dahin wird der amp nur noch einmal in Betrieb genommen und zwar am Samstag, wenn mein Schwager zum Brunch vorbeikommt.
Ich achte aber streng drauf, den amp spätestens 1 3/4 Stunden nach dem Einschalten wieder abzuschalten und erstmal abkühlen zu lassen !

Viele Grüße,
Henning

P.S.: auch wenn's bescheuert klingt, aber es scheint diesmal wirklich so, als hätte ich eine Art "Durchbruch" erzielt, was den Klang angeht.
Dieser amp klingt sowas von geil ! Übrigens kein Vergleich mehr zu dem Zustand beim letzten Nordtreff im April !! [img:42:32]http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/a050.gif[/img]
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Beitrag von vintage64 »

Moin,

goil goil goil !!! Yipiiieeeeeeeehhhhhhh !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

So, das musste mal raus. Die 845 ist ne geniale Triode. [img:23:16]http://www.my-smileys.de/smileys3/biggrinlove.gif[/img]
Aber ich hau' in Zukunft nich' mehr so auf die Klötze. Versprochen ! ... :mrgreen:

Viele Grüße,
Henning
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Beitrag von vintage64 »

Moin,

hab' die Frontpanele mit Klarlack bearbeitet. Außerdem schon mal ein paar kupferne Chip-Kühler oben auf den Trafo geklebt:

[IMG:1280:960]http://img85.imageshack.us/img85/5825/i ... 280lj3.jpg[/img]

Klingt genauso gut wie er aussieht ...
es geht doch nichts über eine schöne Veredelung. :mrgreen: :D

Und hier mein ganzes umgefummeltes Geraffel in der Gesamtschau:

[IMG:1280:960]http://img230.imageshack.us/img230/4830 ... 280fv1.jpg[/img]

Röhrengeraffel mit Schallplatte und Tannoy DC war 1931 bzw. 1947 Stand der Technik ... [img:35:28]http://www.cosgan.de/images/smilie/musik/e010.gif[/img]

Viele Grüße,
vintage
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Beitrag von Saarmichel »

Hallo Henning,

mein 211er Red Dragon läuft übrigens seit gestern auch wieder. Ich habe einen neuen Trafo eingebaut. Nachdem mir div. Trafowickler jeweils so um die 300€ abknöpfen wollten habe ich nach einer günstigeren Alternative gesucht.

Am Freitag beim Besuch bei Tube Town habe ich einen Trafo gefunden der von den Abmessungen her perfekt gepasst hat und mit 75€ recht preiswert ist.

hxxp://www.tube-town.net/ttstore/product_info. ... Style.html

Allerdings hat der Trafo sekundär nur 345V-0-345V während der Orginal-Trafo ( China-Schrott ) 2 Wicklungen mit jeweils 825 Volt hatte. Einzige Lösung war also die beiden Wicklungen des neuen Trafos in Reihe zu schalten und mit einem Brücken-Gleichrichter die Spannung gleichzurichten. Rein rechnerisch müssten sich aus 345V + 345V = 690V x 1,40 = 966 Volt Gleichspannung ergeben. Durch die Gleichstromwiderstände von Siebdrossel ( 50 Ohm ) und der Primärwicklung des Ausgangübertragers ( 179 Ohm ) reduziert sich die Spannung unter Belastung noch ein wenig. Hinter der Siebdrossel habe ich dann tatsächlich 945 Volt gemessen und an der Anode der 211er Endröhre genau 935 Volt. Das wird einiges an Leistung kosten da mit dem alten Trafo gemessen ca. 1075 Volt an der Anode der 211er anlagen. Nun alles hat halt seinen Preis. Die Aktion roter Drachen wiederbeleben konnte also beginnen.

Hier ein Bild das den neuen Trafo am Arbeitsplatz zeigt.

[IMG:150:128]http://img209.imageshack.us/img209/9780 ... bj6.th.jpg[/img]

Hier ein Bild das den Brücken-Gleichrichter zeigt, ursprünglich war eine Zwei-Wege-Gleichrichtung mit je 2 in Reihe geschalteter Einzeldioden verbaut. Genommen habe ich zum Aufbau des Brücken-Gleichrichters BYV96E Dioden, wobei ich jeweils zwei Dioden in Reihe geschaltet habe. Auf Ausgleichwiderstände wurde dabei verzichtet, zwar nicht die feine Art aber die Chinesen haben das auch bei ihrem Zwei-Wege-Gleichrichter ( jeweils zwei Dioden in Reihe ) auch nicht für nötig gehalten.

[IMG:150:128]http://img215.imageshack.us/img215/9145 ... nk3.th.jpg[/img]

Die Einschaltverzögerung der Anodenspannung für die 211er habe ich übrigens ersatzlos gestrichen. Ursprünglich wurde die Mittelanzapfung des Anodenstrom-Trafos nach einer gewissen Zeit auf Masse geschaltet. Während dieser Zeit hat der Amp immer fürchterlich vor sich hin gebrummt. Meine Unison Research Smart 845 haben ( brauchen ) so einen "Luxus" auch nicht, also raus damit. Ich hätte natürlich auch die Minus-Spannung am Brücken-Gleichrichter schalten können, sogar die Versorgungspannung ( 6V ) für die Zeitschaltung wäre auf dem neuen Trafo ( 6,3V 8A !!!! ) vorhanden gewesen. Viel sinnvoller und wichtiger hielt ich es allerdings die beiden Trafos getrennt abzusichern, DASS !!!! ist eigentlich kein Luxus sondern eigentlich Pflicht.

[IMG:150:128]http://img141.imageshack.us/img141/672/ ... vw1.th.jpg[/img]

Beim einschalten des Verstärkers ist jetzt genau wie bei meinen Unisons nur ein ganz kurzes wuuppp zu hören, dass war es dann, kein sekundenlanges, nerviges Gebrumme mehr !!!!.



Und wie klingt es jetzt ?????, nun nicht viel anderst als vorher, allerdings wie ich schon vorher vermutet, oder befürchtet habe hat der Verstärker mit der reduzierten Anodenspannung an Leistung verloren. Die Verzerrungs-Schwelle ab wo der Amp deutlich hörbar zu verzerren begingt und angestrengt klingt wird jetzt doch schon deutlich früher erreicht.

Gut wenn man SE-CAD von Glasware sein Eigen nennt. Hier mal die Simulation. Obere Bildhälfte zeigt die Simulation mit ursprünglicher Anodenspannung und die untere Bildhälfte mit der nun nur noch vorhandenen Anodenspannung.

[IMG:140:165]http://img215.imageshack.us/img215/4525 ... sp6.th.jpg[/img]

Einziger Vorteil ist das der Trafo jetzt nicht mehr so viel ackern muss und deshalb auch deutlich kühler bleiben müsste. Müsste, auch der neue Trafo wird trotz größerem Kern ( EI105x60 ) auch ganz beträchtlich warm. Mit geschlossener Trafohaube habe ich im Kern nach 3 Std. Betrieb 71 Grad Celsius gemessen. Die Sonde habe ich zur Messung in eines der beiden oberen Löcher des Blechpaketes gesteckt. Das Blechpaket ist übrigens oben verschweißt weshalb auch die oberen Schrauben entbehrlich sind. Das verschweißen halte ich nicht für optimal weil die Bleche eigentlich gegeneinander elektrisch isoliert sein sollten um die Wirbelstromverluste ( Erwärmung ) möglicht gering zu halten.

Mit abgenommener Trafohaube sinkt die Kerntemperatur übrigens auch nur auf ca. 62 Grad Celsius, eine Belüftung der Trafohaube bringt also im Grunde auch nicht allzu viel.

Die Trafohaube wird jetzt allerdings selbst nach stundenlangen Betrieb nur handwarm, vorher wurde jedenfalls die Trafohaube deutlich wärmer. Wie heiß muß dann erst der Trafokern geworden sein, 100 Grad Celsius waren es bestimmt locker.

Bei mehr als 60 Grad Celsius kann man das Eisenpaket übrigens nicht mehr länger anfassen, man zieht unwüllkürlich die Finger gleich wieder weg.

Henning, schraub mal die Trafohaube einfach los und setze sie im Betrieb lose drauf, dann ziehst Du die Trafohaube wenn der Amp gut durchgewärmt ist einfach hoch und fasst ( evtl. vorher den Amp ausschalten ) den Blechkern des hinteren Trafos an. Du wirst entsetzt sein wie heiß das Ding tatsächlich wird. Die Wärme-Koppelung durch die Luft von Trafo-Trafohaube ist einfach denkbar schlecht weil unbewegte Luft ein miserabler Wärmeleiter ist. Deine Kühlkörper werden den Trafokern noch nicht einmal um ein Grad kühlen. Übrigens wird der vordere Trafo ( Heiztrafo ) anscheint heißer als der hinter Trafo ( Anodenspannung ) , dass kommt allerdings einem nur so vor. Wenn man die Trafohaube abzieht dann ist der hintere Trafo ganz eindeutig deutlich heißer obwohl die Trafohaube selbst vorne wärmer erscheint. Vermutlich heizt die Infarotstrahlung der Endröhren die Trafohaube auch um einiges auf oder verhindert zumindest das die Wärme an die umgebende Luft abgegeben wird.

Was mir noch aufgefallen ist. Der Amp fängt jetzt wenn er gut durchgewärmt ist auf dem rechten Kanal deutlich vernehmbar an zu brummen. Keine Ahnung voran das liegen kann :idn:

So das wars erst einmal, halt, Stop, nicht ganz. Bestimmt möchte der gute Henning jetzt wissen welche Auswirkungen eine reduzierte Anodenspannung bei seinem Yarland mit der 845er hätte- man weiß ja nie. Hoffe aber mit Dir das dieser Fall bei Dir niemals eintretten wird.

Hier die Simulation bei gleichen Spannungsverhältnisse mit der 845er.

[IMG:141:165]http://img140.imageshack.us/img140/2410 ... ic5.th.jpg[/img]

Upps, das 845er Rohr ist unter gleichen Bedingungen ja um einiges potenter als die 211er Senderöhre. Muss wohl umbauen :mrgreen:
Gruß.

Michael

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Beitrag von vintage64 »

Hi Michael,

klasse dass Dein 211er wieder läuft ! Glückwunsch !! :OK: :D
Sehr schöner Bericht.

Ja, ich glaub' Dir wie superheiß die Trafos werden. Hab' ja selbst nachgefasst ... :wink:

Also, meine "Super-Kühlkörper" sind jetzt eingetroffen und ich werde 24 Stück um die beiden linken Trafo-Hauben rum drappieren und beten,
dass alles gut geht ... [img:27:22]http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/a075.gif[/img]

Außerdem hab' ich ja von Tim die Info, dass Yarland - zu denen er übrigens guten Kontakt habe - extra für diese Bestellung mit der 845 Triode "besondere" 230V Trafos habe beschaffen müssen. Und das hat offensichtlich Zeit gekostet, denn ich hab' wirklich ewig auf die Kiste warten müssen ! :wink:
Ich hoffe, daß diese besonderen Trafos eben nicht identisch mit denen im 211er sind und diese Temperaturen aushalten. Mal sehen ...

Wenn Dein amp zu brummen anfängt, würde ich ggf. nochmals mit dem bypassing der Kathoden-Elkos experimentieren. Bei meinem amp war das wirklich der Schlüssel zur "Ruhe".
Beim Ausschalten gibt's überhaupt kein Geräusch und beim Einschalten kein Brumm und nur ein kurzes, aber leises Geräusch beim Durchschalten der Anoden-Spannung. :D

Viele Grüße,
Henning
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Beitrag von Saarmichel »

Hallo Henning,

drücke Dir auf jeden Fall mal ganz feste die Daumen das bei Deinem Yarland die Trafo halten, aber, aber ich befürchte das das leider auch nur eine Frage der Zeit ist bis der Isolationlack weichgekocht ist und ein Windungsschluss entsteht und dann geht es ganz, ganz schnell.

Ein Sicherung für jeden Trafo solltest Du aber auch auf jeden Fall noch einbauen. Ist ruck-zuck gemacht, die Sicherungen werden einfach dort eingebaut wo das jeweils eine Netzkabel der Primärwicklungen mit dem vom Netzschalter kommenden Kabel verbunden ist. Bei mir war an der Verbindungsstelle ein kleines Plastikhütchen über die Grimpverbindung gesteckt.

Bei dieser Gelegenheit könntest Du ja auch evtl. die vier Muttern der Trafohaube losschrauben, leider sitzt die eine Schraube unter der großen Netzteiplatine die man zum losschrauben der Mutter ein wenig anheben muss. Die Netzplatine ist aber auch nur mit 4 Schrauben angeschraubt. Ist zwar auch dann ein wenig kniffelig um an die Mutter zu kommen aber es geht. An die anderen 3 Muttern der Trafohaube kommt man übrigens vergleichsweise einfach.

Ich kann Dir nur dazu raten die Trafohaube mal abzunehmen um zu überprüfen ob der Lack der sichtbaren Kupferwicklungen evtl. doch schon dunkel angelaufen ist. Mit gelöster Trafohaube ist es wie schon geschrieben auch ganz einfach sich einen korrekten Eindruck über die entstehende Hitze der Trafos im Betrieb zu machen. Ich bin sicher das Du danach wahrscheinlich den Amp nicht mehr mit ruhigen Gewissen in Betrieb nehmen würdest.

Ich will Dich ja nicht beunruhigen aber darauf zu hoffen das die Trafos in Deinem Yarland vielleicht doch von besserer Qualität als bei den Red Dragons sind ist wohl eher eine fromme Hoffnung als Realität.

Mach die Trafohauben zur Überprüfung mal ab, dann weißt Du zumindest was Sache ist. :OK:
Gruß.

Michael

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Beitrag von vintage64 »

Hi Michael,
... Ich will Dich ja nicht beunruhigen ...
Tust Du aber ! :shock: :wink:

Ergebnis:
[IMG:1024:768]http://img87.imageshack.us/img87/6048/i ... 024kg0.jpg[/img]
[IMG:1024:768]http://img233.imageshack.us/img233/6923 ... 024zj0.jpg[/img]

Wenn das nicht reicht, weiß ich auch nicht mehr ...
Auf jeden Fall werde ich den amp in Zukunft nicht mehr als 3 Stunden am Stück betreiben. Reine Vorsichtsmaßnahme.

Falls mir die Kiste abraucht, bin ich "in deep shit", denn ich hab' im Grunde keine Ahnung, wie man nen Trafo anschließt, geschweige denn Sicherungen etc. :roll:

Abgesehen davon frage ich mich, warum dieses Problem der überhitzten Trafos nur bei Yarland auftaucht. Auch MusicAngel und Meixing haben doch 845iger ...
liegts an der Schaltung, dat die Dinger so heiß werden ?
Außerdem hat Yarland doch schätzungsweise tausende FV-66S weltweit verkauft.
Von durchgebranntem Trafo war jedoch bislang - außer in Deinem Fall mit den verkehrt angeschlossenen Tönern - nix zu lesen.
Merkwürdig ...

Was sagen denn andere 211er Red Dragon-Besitzer bzw. der Vertrieb ? Denen müsste doch jetzt ebenso das Herz in die Hose rutschen ... ?! :wink:

Viele Grüße,
Henning
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Beitrag von vintage64 »

Moin,

die 32 Kupfer-Kühlkörper scheinen den Trafos gut zu bekommen.
Der Brumm ist imho hörbar geringer und außerdem kann ich jetzt auch über den Trafos eine stärkere Abwärme feststellen. :D

Hoffentlich hilft's ... :OK:

Viele Grüße,
vintage
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Beitrag von vintage64 »

Moin,

die seitlich angebrachten 24 Kühlkörper kommen wieder runter ! :shock:
Der amp gibt plötzlich aus beiden Tönern ein - gelegentlich, aber störend auftretendes - "brzzz" wieder.

Natürlich kann das auch aus den (minderwertigen ?!) Dioden kommen.
Deshalb werde ich am Wochenende noch jeweils einen 4.7 nF Keramik-Kondensator (3 KV Spannungsfestigkeit) parallel zu diesen löten.

Dennoch: Trafos kann man eigentlich nicht kühlen, nach dem, was ich gerade gegoogelt habe. Wenn überhaupt, mit Trafo-Öl ...

Viele Grüße,
vintage
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Beitrag von Saarmichel »

vintage64 hat geschrieben: Der amp gibt plötzlich aus beiden Tönern ein - gelegentlich, aber störend auftretendes - "brzzz" wieder
Netzschmutz ????.
Gruß.

Michael

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frido_
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Beitrag von frido_ »

Nabend Henning
vintage64 hat geschrieben:Trafos kann man eigentlich nicht kühlen....
Da möchte ich doch mal wissen wer sowas schreibt.

Das mit dem Trafoöl ist natürlich sehr effizient. [img:61:20]http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/k020.gif[/img]
Aber mit z.B.:Luft in Verbindung mit einem Ventilator oder über normale einfache Konvektion funzts auch.
Ein Trafo in einem geschlossenem Gehäuse, also nur über die stehende Luft dazwischen, da wird sehr wenig ausgetauscht.
Sicherlich hast du über die Kühlkörper eine größere Fläche zum Tauschen
aber wenn ich deine Trafohaube mit den Kühlkörpern sehe würde ich aus dem Bauch heraus sagen : Datt is net jenoch... :idn:

Richtige Dimensionierung des Trafos ist erstmal das A und O . [img:25:18]http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/k010.gif[/img]

IMHOsche Grüße
Frido
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