Tach zusammen,
ich bin nach wie vor auf der Suche nach einem kompakten Lautsprecher mit mehr als 90db, mit dem verschiedene (Röhren)-Verstärkerkonzepte umsetzbar sind. Zur Zeit betreibe ich am meinem Cayin A-88T die wahrlich nicht schlechten JmLab 907 Be. Ich denke nur manchmal, noch ein bisschen mehr Temperament und Spielfreude sollten noch drin sein (die JmLab haben laut STEREO nur 85-86 db, spielen aber ausreichend laut).
Nun habe ich über einige Umwege von der canadischen Firma Reference 3A gehört, die stellen mit der "MM de Capo" und der "Royal Virtuoso" zwei Kompakte (2-Wege) mit >90db her. Interessant ist auch die minimalistische Frequenzweiche - das Bass-Mittel-Chassis arbeitet ohne Weichenbauteile, der Hochtöner wird mit nur einem Kondensator und 6db nach unten begrenzt.
Hat jemand schon mal etwas von Reference 3A gehört, vielleicht sogar die o.g. Modelle ? Die Firma scheint im anglo-amerikanischen Raum recht bekannt zu sein, ich persönlich habe neulich zum ersten mal davon gehört. Nun werde ich mich mal um einen Hörtermin kümmern.
Vielleicht gibt es ja noch mehr Interessenten für "röhrentaugliche Kompaktboxen", einen Erfahrungsaustausch fände ich ganz spannend.
Vielleicht bald mehr auf diesem Kanal,
Hero68
Kennt jemand Lautsprecher von Reference 3A ??
Moderator: Moderatorenteam
Hallo Du Held,
die Lautsprecher sind ursprünglich in der Schweiz von Daniel Dehay entwickelt worden. Tash Goka von Divergent (Kanada) hat sich wohl die Rechte gesichert.
Lange Zeit waren diese Lautsprecher in Deutschland gar nicht am Markt. Scheinbar gibt es jetzt wieder einen Vertrieb.
Aus meiner Erinnerung kann ich sagen, daß dies ganz hervorragende LS waren. Wie die aktuellen Modelle sind, weiß ich leider nicht.
Da würde mich doch interessieren, wie Dein Eindruck war, wenn Du sie gehört hast.
Grüße
Andreas
die Lautsprecher sind ursprünglich in der Schweiz von Daniel Dehay entwickelt worden. Tash Goka von Divergent (Kanada) hat sich wohl die Rechte gesichert.
Lange Zeit waren diese Lautsprecher in Deutschland gar nicht am Markt. Scheinbar gibt es jetzt wieder einen Vertrieb.
Aus meiner Erinnerung kann ich sagen, daß dies ganz hervorragende LS waren. Wie die aktuellen Modelle sind, weiß ich leider nicht.
Da würde mich doch interessieren, wie Dein Eindruck war, wenn Du sie gehört hast.
Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
Danke für Deine Infos. Ich habe hier Vorort jemanden, bei dem ich die "Royal Virtuoso" mal hören kann. Danach kann ich mich gerne zu Wort melden.
P.S. Hero(68) ist als mein Code-Name nicht Ausdruck gegenstandsloser Selbstüberschätzung, sondern es sind tatsächlich jeweils die ersten beiden Buchstaben meines Vor- bzw. Nachnamens..
Beste Grüsse
Hero68
Danke für Deine Infos. Ich habe hier Vorort jemanden, bei dem ich die "Royal Virtuoso" mal hören kann. Danach kann ich mich gerne zu Wort melden.
P.S. Hero(68) ist als mein Code-Name nicht Ausdruck gegenstandsloser Selbstüberschätzung, sondern es sind tatsächlich jeweils die ersten beiden Buchstaben meines Vor- bzw. Nachnamens..
Beste Grüsse
Hero68
So,
nun kann ich auch von meinen Hörerfahrungen mit der "Royal Virtuoso" von Reference 3A berichten. Dieser Lautsprecher ist vordergründig ein klassischer 2-Wege Monitor, nicht sehr hoch und recht breit (39x29), ist aber wahrscheinlich einer der wenigen Kompaktlautsprecher, die geradezu prädestiniert sind für single-ended-Trioden (92 db/W/m). Der 20er Basstreiber arbeitet ohne jegliche Weichenbauteile, der Hochtöner nur mit einem Kondensator, der ihn 6db bei 3000Hz nach unten begrenzt - das ist alles.Nun mein Höreindruck:
Unabhängig von Größe und Preis ist die "Royal Virtuoso" einer der direktesten und dynamischsten Lautsprecher, die isch jemals gehört habe. Besonders die mittleren Frequenzen haben mich total fasziniert, fast alle anderen von mir gehörten Boxen verschlucken hier wichtige Details, vor allem im Bereich feindynamischer Nuancen, die das Musikhören eigentlich so spannend und livehaftig machen können
Dabei sind die Reference 3A extrem neutral, sie decken schlechte Aufnahmen, aber auch schlechte Elektronik gnadenlos auf. Wenn alles stimmt, bieten sie aber ein Maß der Zufriedenheit, die alle Fragen nach einzelnen Klangaspekten in den Hintergrund treten lassen.
So, das solls gewesen sein, Hero68
nun kann ich auch von meinen Hörerfahrungen mit der "Royal Virtuoso" von Reference 3A berichten. Dieser Lautsprecher ist vordergründig ein klassischer 2-Wege Monitor, nicht sehr hoch und recht breit (39x29), ist aber wahrscheinlich einer der wenigen Kompaktlautsprecher, die geradezu prädestiniert sind für single-ended-Trioden (92 db/W/m). Der 20er Basstreiber arbeitet ohne jegliche Weichenbauteile, der Hochtöner nur mit einem Kondensator, der ihn 6db bei 3000Hz nach unten begrenzt - das ist alles.Nun mein Höreindruck:
Unabhängig von Größe und Preis ist die "Royal Virtuoso" einer der direktesten und dynamischsten Lautsprecher, die isch jemals gehört habe. Besonders die mittleren Frequenzen haben mich total fasziniert, fast alle anderen von mir gehörten Boxen verschlucken hier wichtige Details, vor allem im Bereich feindynamischer Nuancen, die das Musikhören eigentlich so spannend und livehaftig machen können
Dabei sind die Reference 3A extrem neutral, sie decken schlechte Aufnahmen, aber auch schlechte Elektronik gnadenlos auf. Wenn alles stimmt, bieten sie aber ein Maß der Zufriedenheit, die alle Fragen nach einzelnen Klangaspekten in den Hintergrund treten lassen.
So, das solls gewesen sein, Hero68
Ich hab schon seit Jahren ein Paar Ref3A Master Controls. Die sind sicher sehr geeignet für Röhrenbetrieb, aber sicher nicht prädestiniert. Die arbeiten wunderbar zusammen mit Röhren, aber mit Transen klingen die genau so gut. Also wenn Röhre dann Ref3A, aber nicht unbedingt wenn Ref3A dann Röhre.
Es sind ohnehin sehr gute Lautsprecher auch wenn sie etwas eigensinnig sind. Bei mir im Wohnzimmer wo alle Wände Beton sind, sind meine MC's ganz schön basstark und die Linearität ist sicherlich nicht ganz schnurgerade, aber dafur hat man sicherlich einen tollen behalt der Dämpfungsfactor (weil es keine Spulen im Filter befinden), auch bei Röhren.
Und ein sehr natürliches und genaues Klangbild. Stimmen sind wiklich wunderschön. Hohen sind nicht überbetont aber ganz gut hörbar. Und für die Grösse bringen die ein ganz straffer und tief herablaufenden Bass. Sie lassen bessere Komponente immer höhren. Gegen slechte Komponente sind se nicht vergebunglos, aber vertuschen tun se auch net.
Es sind ohnehin sehr gute Lautsprecher auch wenn sie etwas eigensinnig sind. Bei mir im Wohnzimmer wo alle Wände Beton sind, sind meine MC's ganz schön basstark und die Linearität ist sicherlich nicht ganz schnurgerade, aber dafur hat man sicherlich einen tollen behalt der Dämpfungsfactor (weil es keine Spulen im Filter befinden), auch bei Röhren.
Und ein sehr natürliches und genaues Klangbild. Stimmen sind wiklich wunderschön. Hohen sind nicht überbetont aber ganz gut hörbar. Und für die Grösse bringen die ein ganz straffer und tief herablaufenden Bass. Sie lassen bessere Komponente immer höhren. Gegen slechte Komponente sind se nicht vergebunglos, aber vertuschen tun se auch net.
Hallo Jeep,
stammen Deine Master Control noch aus den schweizer Zeiten der Firma? Soweit mir bekannt, gibt es in Deutschland gegenwärtig nur einen Händler = Vertrieb, der Reference 3A als Neuware anbietet:
Welchen Verstärker benutzt Du, hast Du schon mal Bi-Wiring/-amping in betracht gezogen?
Nach dem Kauf der MM de Capo habe ich sehr viel Zeit in die Aufstellung und passende LS-Ständer investiert, die Ständer wiegen nun ca. 30 Kg/stk, aber das hat sich wirklich ausgezahlt. Auch die Ständerauflage war sehr klangrelevant, im Unterschied zur Herstellerempfehlung benutze ich nicht blue-tack (spezielle Knete), sondern jeweils drei Alu-Kegel von Acapella, wodurch Plastizität und Tiefenstaffelung nochmals deutlich zugelegt haben.
Bei manchen Aufnahmen vermisse ich ein bisschen Hochtonauflösung, war da allerdings auch von meinen Vorgängern (JM Lab 907 mit Beryllium-Hochtöner) sehr verwöhnt. Ansonsten ist die Reference 3A in allen anderen Belangen überlegen, in den klangrelevanten Mitten habe ich in der Klasse unter 10.000 Euro noch nix besseres gehört.
Bei mir übernimmt die Verstärkung eine 845-Röhre (Ming Da, stark modifiziert von einem Forumteilnehmer).
Beste Grüsse,
Hendrik
stammen Deine Master Control noch aus den schweizer Zeiten der Firma? Soweit mir bekannt, gibt es in Deutschland gegenwärtig nur einen Händler = Vertrieb, der Reference 3A als Neuware anbietet:
Welchen Verstärker benutzt Du, hast Du schon mal Bi-Wiring/-amping in betracht gezogen?
Nach dem Kauf der MM de Capo habe ich sehr viel Zeit in die Aufstellung und passende LS-Ständer investiert, die Ständer wiegen nun ca. 30 Kg/stk, aber das hat sich wirklich ausgezahlt. Auch die Ständerauflage war sehr klangrelevant, im Unterschied zur Herstellerempfehlung benutze ich nicht blue-tack (spezielle Knete), sondern jeweils drei Alu-Kegel von Acapella, wodurch Plastizität und Tiefenstaffelung nochmals deutlich zugelegt haben.
Bei manchen Aufnahmen vermisse ich ein bisschen Hochtonauflösung, war da allerdings auch von meinen Vorgängern (JM Lab 907 mit Beryllium-Hochtöner) sehr verwöhnt. Ansonsten ist die Reference 3A in allen anderen Belangen überlegen, in den klangrelevanten Mitten habe ich in der Klasse unter 10.000 Euro noch nix besseres gehört.
Bei mir übernimmt die Verstärkung eine 845-Röhre (Ming Da, stark modifiziert von einem Forumteilnehmer).
Beste Grüsse,
Hendrik
Du kannst fragen...
Es sind Master Control MMC aus Loudon France. Also keiner von beiden. Ich benütze jezt einen Yarland FV-34A SET mit KT77. Die haben ungefähr 10W. Das macht ordentlich krach. Vorher hatte ich ein Audio Note Oto SE angeschlossen (EL84 SE parallel), auch 10W. Aber der klang irgendwie doch kräftiger. Das hat bestimmt mit den Poti zu tun, weil der AN brauche ich nur bis 8-9 Uhr auf zu drehen um genugend Saft zu haben und der Yarland bis 12-1 Uhr.
Biamping hab ich mit den beiden probiert, aber das nur zum spass, weil der Yarland ohnehin besser klingt. Wenn ich der AN Oto an der bass anschliesse (weil der viel Basskräftiger ist) dann verliere ich ach den ungemein scharf definierten Mitten von der Yarland. Und das ist mir doch um einiges wichtiger. Der AN ist ein bisschen slampig in der Bühnenabbildung (immer gewesen, und zieht ein bissl nach links).
Ich habe lezter zeit schon ein paar Leute vom Forum hier in Holland gehabt mit ua. Image 65i, ein Trends TA10 digitaler Verstärker, Rotel A06 (war's doch?), Mission Cyrus 3. Das klingt alles gut. Aber er lässt immer höhren was dran hängt.
Ich habe meine Ständer auch selber gemacht und mit Beton vollgegossen. Die wiegen auch so einiges. Aber keine spikes oiw. weil das unser Laminatboden zerkratzen würde. Allso nur einfache gummi Stossblöckchen. Meine Nachtbarn haben jedenfalls kein Laut von mir wie hoch ich sie auch nur aufdrehe.
Es sind Master Control MMC aus Loudon France. Also keiner von beiden. Ich benütze jezt einen Yarland FV-34A SET mit KT77. Die haben ungefähr 10W. Das macht ordentlich krach. Vorher hatte ich ein Audio Note Oto SE angeschlossen (EL84 SE parallel), auch 10W. Aber der klang irgendwie doch kräftiger. Das hat bestimmt mit den Poti zu tun, weil der AN brauche ich nur bis 8-9 Uhr auf zu drehen um genugend Saft zu haben und der Yarland bis 12-1 Uhr.
Biamping hab ich mit den beiden probiert, aber das nur zum spass, weil der Yarland ohnehin besser klingt. Wenn ich der AN Oto an der bass anschliesse (weil der viel Basskräftiger ist) dann verliere ich ach den ungemein scharf definierten Mitten von der Yarland. Und das ist mir doch um einiges wichtiger. Der AN ist ein bisschen slampig in der Bühnenabbildung (immer gewesen, und zieht ein bissl nach links).
Ich habe lezter zeit schon ein paar Leute vom Forum hier in Holland gehabt mit ua. Image 65i, ein Trends TA10 digitaler Verstärker, Rotel A06 (war's doch?), Mission Cyrus 3. Das klingt alles gut. Aber er lässt immer höhren was dran hängt.
Ich habe meine Ständer auch selber gemacht und mit Beton vollgegossen. Die wiegen auch so einiges. Aber keine spikes oiw. weil das unser Laminatboden zerkratzen würde. Allso nur einfache gummi Stossblöckchen. Meine Nachtbarn haben jedenfalls kein Laut von mir wie hoch ich sie auch nur aufdrehe.

