Hallo Henning,vintage64 hat geschrieben:Hi,
leider bleibt zur Zeit das Problem bestehen, daß der Yarland kurz nach dem Einschalten auf dem rechten Kanal
für ca. 25 sec ein relativ lautes Rauschen ausgibt, das dann abrupt verstummt !
Was könnte das sein ?
Ich könnte zwar damit leben, habe jedoch Angst, daß das defekte Bauteil früher oder später durchhaut und ich habe die Soße !
Habe im Moment einen dieser beiden in Verdacht. Die Elkos haben sich - wahrscheinlich hitzebedingt - vorn teilweise schon abgelöst
und sehen schon äußerlich wie "Hinterhof" aus, finde ich:
[IMG:768:464]http://img251.imageshack.us/img251/3348 ... ruhcp7.jpg[/img]
Werde beide in den nächsten Tagen erstmal gegen was vernünftiges tauschen, dann weitersehen ...
Ich muß dieses Problem unbedingt lösen, denn klanglich und preislich gibts für mich zur Zeit einfach keine Alternative !
Viele Grüße,
vintage
auch die beiden Red Dragon Amps ( 300B-SE + 211-SE ) geben während des hochlaufens, bis das Relais die Anodenspannung voll durch geschaltet haben einen vernehmbaren Brummton von sich.Speziell der 211er brummt besonderst deutlich wenn er gar einen Warmstart ausführen muß.Wenn sich die Betriebsspannungen nach dem durchschalten des Relais aber stabilisiert haben sind beide Amps allerdings wieder Mucks-Mäuschen still.Ich fasse das mal als gemaule der Amps auf weil sie noch nicht genügend Strom bekommen, Du würdest doch bestimmt auch brummig werden wenn Deine Frau Dir nix zum futtern geben würde
Die Kathodenelkos solltest Du vielleicht trotzdem tauschen wenn sie wirklich schon so angeschmort aussehen.Nach der kurzen Zeit dürfte das eigentlich aber noch gar nicht der Fall sein.Beim Red Dragon 211-SE werde ich die sicherheitshalber aber auch mal im Auge behalten.Sind beim 211SE allerdings nur relativ kleine 47uF/68V Typen, dort ginge größenmäßig sogar ein Folien-Kondensator.Auch sind bei diesem Amp die Kathodenwiderstände anderst aufgebaut da die 211er ja wesendlich geringere negative Gitterspannungen, oder bei Autobias eine eine deutlich weniger hochgelegte Kathode benötigt sind die Werte entsprechend kleiner.Beim 211er sind es nämlich nur 600 Ohm.
Hast Du schon mal ausgerechtet was an Deinem 1,7 KOhm eine Spannung abfällt ???.
Ohmsches Gesetz
I = U / R
U = I x R
R = U / I
Bei 85mA Ruhestrom wären das also bei Deinem Amp
0,085 A x 1700 Ohm = 144,5 V !!!! Spannungsabfall.
Und die Spannung die eigentlich völlig unnütz in Wärme verbraten wird muss Dein Netzteil aufbringen.
Die Heizleistung kannst auch berechnen.
P = U x I
144,5 V x 0,085 A = 12,283 Watt und das mal zwei.
Wobei Du natürlich noch bedenken solltest das der Trafo sich ja auch noch erwärmt wenn er die Leistung ( ca. 25 Watt ) abgeben soll.
Eine kleine Rechnung zeigt auch hier wiederum die Vorteile der 211er
0,085 x 600 Ohm = 51 Volt Spannungsabfall.
51 V x 0,085 = 4,335 Watt
Und dieses Zitat von mir hattest Du ja im Review-Thread ja bestimmt auch schon gelesen.
Rainer wurde bestimmt aus gutem Grund von Chinesen dazu geraten auf den Fall die Amps mit der 211er zu bestücken, Yarland verbaut mittlerweile ja auch statt der 845er die 211er.Saarmichel hat geschrieben:.........erschwerend kommt hinzu das die 845 im Gegensatz zur 211 auch noch einen ziemlich geringen Verstärkungsfaktor.Laut Datenblatt 845 von Amperex 5,3 während laut Datenblatt 211 die 211 einen Verstärkungsfaktor von 12 aufweist.Interessant wird die Sache wenn man sich wenn man sich in den Datenblättern mal den erforderlichen Spannungshub am Steuergitter( Peak A.F. Grid Voltage) betrachtet.Die 845 braucht 150 Volt , die 211 benötigt nur 50 Volt Spannungshub bei jeweils 1000 Volt Anodenspannung.
Hr. Johannes LeBong hatte aus dieser Problematik heraus deshalb bei seinem großen Sendetriode-SE Amp Projekt auch die 211 anstatt der 845 verwendet.Einen überaus lesenswerten Artikel , mit viel Hintergrundwissen zum Baues seinen SE-Amps kann man hier nachlesen.
Trotz alle dem, viel Spass noch mit Deinem 845er





