Opera Audio Consonance

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olibar
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Opera Audio Consonance

Beitrag von olibar »

Hallo Leute,

morgen möchte ich mir mal einen Opera Consonance an meinen Spark III anhören.

Außerdem einen TwinSound CS 150

Wer kennt die Geräte? Könnt Ihr mir was zur Verarbeitung sagen, speziell beim Consonance (Cyber 100 Signature)?

Vielen Dank dafür und
Grüße

Oliver
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chrissy
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Beitrag von chrissy »

Hi Oliver,

ich hab zwar keinen 100S Signature, sondern einen Cyber 845, aber die Verarbeitung ist prima, klingt sehr gut, bin eigentlich rundum zufrieden. Ich hab auch mal Bilder vom Innenleben eingestellt. Bin zwar kein E-Techniker und hab davon wenig Ahnung, aber für mich sieht es gut aus.

Gruss

Christian
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Joerg000
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Re: Opera Audio Consonance

Beitrag von Joerg000 »

[quote="olibar"]Hallo Leute,

morgen möchte ich mir mal einen Opera Consonance an meinen Spark III anhören.

Außerdem einen TwinSound CS 150


Hallo Oliver

Habe seit einem halben Jahr den CST 160 , das ist der mit 4 EL34 pro Kanal.
Bin damit sehr zufrieden . Hat einen sehr kräftigen Klang , passt eigendlich für alle LS . Hat an meiner B&W viel besser gespielt als die hochgelobte Octave V70 .
Hab ihn aber optisch etwas aufgewertet , siehst du in meinem Avantar .


Gruß

Jörg
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olibar
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Beitrag von olibar »

...sorry, war ein TwinSound CST 100 mit zwei KT88 Röhren

Falls es Euch interessiert, hier kurz meine Eindrücke

Als Musik hatte ich Dave Brubeck (Take Five), Bachs Toccata und Fuge, Diana Krall Live in Paris, Friedemann mit seinem Aquamarin-Orchester sowie Seeed zum Bass-Testen dabei.

Am Amp waren die neuen Audio Physic Spark IV (die mir aber ein ganzes Stückchen heller abgestimmt klangen, als meine Spark III)

Der TwinSound ging sehr gut zur Sache, spielte mit viel Charme, baute eine weiträumige Bühne und zeigte viele Details. Die Stimmen waren sehr neutral ohne störenen Zwischengeräuche. Das Anspielen der Instrumente war zu vernehmen und die Bässe waren staubtrocken. Beim Preis von 1.100 Eur eine absolut gute Enstscheidung. Der gefiel mir wesentlich besser, als der am vortag gehörte Cayin A50T und ist 500 Eur preiswerter - aber auch ohne Fernbedienung... Das Ganze gefiel mir anfangs wie gesagt sehr gut, aber bei Bach fehlte was, ich konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen was. Bei Seeed fehlte dieses Etwas noch mehr.

Bei einer Weinverkostung isst man zwischen den Weinen ein Stück Käse zur Geschmacksneutralisierung, also hörte ich zwischendurch einen Transistor :wink: Allerdings einen der besseren Sorte.

Es war ein Naim Nait 5i, für mich ein fast perfekter Transistor. Bei den ersten Tönen fragte ich mich, warum eigentlich Röhre. Der Naim sagte mir, was dem TwinSound fehlte: Tempo, Gefühl für die Schnelligkeit. Im direkten Vergleich schlief der TwinSound fast ein. Seeed klang so, wie diese Band es sich vorstellt, bei Bach war ich im Meißner Dom unter der Silbermannorgel. Dianas Stimme war so gut wie beim TS, die Bässe sowieso und Friedemann spielte ebenso komplex wie am TS. Dann kam der Verkäufer rein, wir unterhielten uns und ich regelte den Pegel etwas runter - da wußte ich wieder, warum Röhre. Bei Take Five fehlte plötzlich das Besedrum, es war nurmehr das Snape zu vernehmen. Der Grundton war weg, verloren in den Tiefen des elektronischen Klangnirvanas. Außerdem stellte ich noch etwas fest. Beim Naim spielten die Musiker alle für sich ihre Instrumente, am Ende kam das Musikstück dabei raus. Beim TS hingegen spielten die Musiker zusammen, man spürte irgendwie das Ziel der Musik - Spaß zu haben. Dies nicht nur bei Dave Brubeck sondern auch bei Diana und ihrer Band...

Als krönender Abschluß folgte dann der Opera, welcher eine Synthese aus den beiden anderen Verstärkern darstellte. Man nehme zwei Verstärker für je 1.100 Eur und hat einen Verstärker für 2.200 Eur. Genau so war es. Der Consonance spielte mit der Leichtfüßigkeit des Naim und dem Charme des TS, verband Tempi mit Spielfreude, Knochentrockene, tiefe Bässe mit authentischen Mitten und Höhen, zeigte die gleichen Details auf, wie der TS, nur noch einen Hauch präsenter. Die Orgel spielte er mit der gleichen Leichtigkeit, wie Dianas Stimme. Fast perfekt - wäre da nicht die Erinnerung an den Lua Sinfonietta vom Samstag, der das Alles noch einen Tick besser zaubern konnte. Aber das hat vielleicht auch an den Boxen gelegen, die neuen Spark IV würde ich mir nicht mehr kaufen :?

Zum Abschied wurde mir dann noch eine kleine Kombination vorgeführt, bei der ich aber ein neues Haus bräuchte - nicht zuletzt, weil meine Frau mich vor die Tür setzen würde. Zwei Audio Physic Kronos an einer Vor-Endstufen-Kombi mit sage und schreibe jeweils 8 (!) KT 88 in den Monoblöcken. Fragt mich nicht, was das für ein Teil war, es klang genial. Ab Lautstärke-Einstellung 9.00 war eine Unterhaltung in dem ca. 40 qm großen Raum nicht mehr möglich. Das Ganze hatte eine Power, dass mir fast das Toupet vom Kopf geflogen wäre, zum Glück trage ich sowas nicht :mrgreen:

Also, wir lesen uns mit weiteren Eindrücken
Grüße

Oliver
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chrissy
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Beitrag von chrissy »

Hi Oliver,

schön, dass Dir die Röhren gefallen. Wenn Du Dich schon in solchen Preikategorien befindest, würde ich mal darüber nachdenken Verstärker wie den Unison S8 oder den Antique Sound Lab (kurz ASL) Leyla zu hören. Die haben 845 Trioden drin und sind gebraucht auch häufig anzutreffen. Das ist nochmal eine ganz andere Klasse als die Push Pull Verstärker die Du bis jetzt gehört hast. Einfach mal anhören, und wenns gefällt, bekommst Du die bei Audio-markt.de oder 3-2-1 zu einem ähnlichen Kurs wie den Opera als Neugerät. Man muss einfach nur etwas Geduld haben. Vor kurzem wurde hier eine Vor-End Kombi von Meixing für 2k angeboten, also sogar noch preiwerter als der Opera und ...!

Gruss

Christian
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