Hallo Leute
ich habe vor geraumer Zeit einen Dynavox TPR -2 Sound - Converter als ABOzugabe von einer an dieser Stelle nicht näher beschriebenen AUDIO Zeitschrift erhalten. Der Dynavox Sound- Converter ist ein Halbleitervorverstärker der zum Abschluss des Signalwegs noch das Signal durch eine ECC 82 schleift, um einen röhrentypischen Sound zu vermitteln.
Eigentlich war das Gerät für einen meiner Söhne als Einführung in die Röhrenwelt gedacht

Beim Auspacken aus der Verpackung der erste Schock: Die durch das Sichtfenster zu erkennende ECC 82 saß total schief, al´a schiefer Turm von Pisa, in seiner Fassung. Dann eine angenehme Überraschung, das separate Netzteil war durchaus angemessen dimensioniert. Die Verbindung zum Converter wurde durch einen vernünftigen Fünfpolstecker mit Arretierung hergestellt und nicht durch irgendeinen simplen Klinkenstecker.
Ich also nicht Faul, habe das Gerät erst einmal hinter den CDP geklemmt und das Ergebnis war.... katastrophal: Die Höhen wurden beschnitten, der ganze Klang war wie als wenn eine Gardine vorgezogen worden wäre

Naja war ja irgendwie klar, die Kiste wird in der Bucht für etwa 100.-€ angeboten und hat neben dem Line Eingang auch noch einen MM und MC Eingang. Nichtsdestotrotz habe ich das Gerät an der Unterseite am Mäuseklavier auf MM Eingang umgestellt und an den Plattenspieler angeschlossen, mit dem gleichen verehrenden Ergebnis.
Mein Vorurteil wurde also erst einmal bestätigt. Selbst die Chinesen können für diesen Preis nun mal keine vernünftigen Geräte bauen.
Nach dem Motto" Schlimmer geht´s Nimmer" und " Perlen für die Säue" habe ich meine beste Röhre aus der ECC 82 Familie reingesetzt. Eine GE USAF 6189 Gray Plate Triple Mica aus den frühen 60er und war total Platt
Mit einem Mal hatte dieser Billigheimer ein richtig fettes Bassfundament, klare, präzise Höhen und Mitten und eine geradezu verblüffende Tiefenstaffelung. Es fehlte rein garnichts

Im direkten Vergleich mit meinem DIY PhonoPre, der ja auf einer Original SHURE- Schaltung basiert, kann der Chinese nicht nur mithalten, sondern, insbesondere im Bassbereich, diesem durchaus Paroli bieten

Die Bühne ist nicht ganz so breit, wie bei meinem reinen RöhrenPre, bedingt durch die Halbleiter, aber der Klang löst sich sehr gut von den LS. Mit einen Rauschabstand von -68 dB ist er auch durchaus passabel Rauscharm.
Hinter dem CDP geschaltet, klingt er immer noch total verhangen aber als PhonoPre ist er wirklich nicht schlecht.
Die ausgebaute China Röhre hatte übrigens verbogene Pins, deshalb sah die Röhre aus wie der schiefe Turm von Pisa
Alles in allem ist das Gerät mit einer hochwertigen Röhre durchaus eine Versuchung wert. Ich werde das Ding jedenfalls weiter in meiner Kette behalten.
Gruss
Wolfgang

Dynavox TPR 1,auf Schiefer gelagert,mit 6N3 P-DR triple mica;Yaqin MC-10 L auf Schiefer gelagert,mit 6N5 P- DR black plate,triple mica und EL34 S4A; DIY Dreher auf Schiefer gelagert,mit GRADO Statement Platinum 1 und ; Pro Ject Tube Box mit S4A ECC 83 gepaart mit Dynavox TPR 3 mit 6N3 P -DR triple mica ; Philips CD 614 mit Musical Fidelity V-DAC; Scott DXi 80 WL mit Musical Fidelity V- DAC; jeweils Schiefer gelagert;Wharfedale Evo4.3; Goldkabel; Bi Wiring 2X 6mm² und 2X 2,5mm²; Dynavox X4000 Netzfilter; Phasengleichheit bei allen Geräten. Gewaschen wird mit OKKI NOKKI und L'Art de Son.
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to be is to do - Sokrates
to do is to be - Satre
do be do be do - Frank Sinatra
(aus Luc Besson SUBWAY)