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Forumslautsprecher mit hohem Wirkungsgrad: Interesse?

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 11:56
von Valvox
Überlege gerade, ob vielleicht Interesse an einer "Forumsbox" bestehen könnte(?).

Ihr könnt ja vielleicht mal mithelfen, eine kleine Hitliste zu erstellen. Leider weiß ich nicht, wie man so ein schönes Prozentualdiagramm reinstellt, wie es beim Forumsverstärker gelang. Wenn konkretes Interesse besteht, lässt sich das aber bestimmt bewerkstelligen.

Erste Ideen

Technolgie/Bauart:

- Backloaded Horn
- Frontloaded Horn, eventuell als Hybrid zur Erweiterung der Tieftonwiedergabe
- Bassreflex mit Hornvorsatz
- Luftlastgeladenes System mit speziellem Resonator im Bassbereich ("akustische Gegenkopplung")
- sonstiger Hochwirkungsgradlautsprecher

Lastenheft:

- ein (Breitband), zwei oder 3 Weg(e)?
- Gehäusegröße- moderat oder groß?
- schlank oder wuchtig?
- und: welche pekuniären Grenzen sollten eingehalten werden?

In jedem Fall sollte wohl sein:

- Wirkungsgrad ab (echten!) 94dB aufwärts
- röhrenfreundlicher Impedanzverlauf
- auch mit kleinen (Trioden-)Leistungen gut anzutreiben, also gutes Ansprechverhalten auch im Kleinleistungs-/Kleinsignalbereich

Sollte Interesse bestehen und sich eine realisierbare Vorstellung herausbilden, würde ich den Lautsprecher planen, vorstellen und dann "anhörbar" aufbauen.
Nur habt bei einem mechanisch und technisch so aufwändigem Projekt Verständnis, dass so etwas etwas dauert!

Auf Reaktionen und Austausch freut sich
Jan

*Keep on glowing!*

Ich habe daraus eine Umfrage gemacht. Grüße - Heiner

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 12:19
von Valvox
Huh-

wer war da so nett und hat die Umfrage gleich in die richtige Form gebracht? Danke!

Jan grüßt.

*Keep on glowing!*

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 12:19
von Valvox
Ah-

Frage beantwortet, danke Heiner!

VG,
Jan

*Keep on glowing!*

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 12:37
von Reimar
Ich finde immer noch backloaded Hoerner mit BB am besten, da wird es als Forenlautsprecher nur recht langweilig weil es da meistens schon alles fertig berechnet gibt - Visaton, Supravox, Fostex, Lowther etc.

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 12:42
von Valvox
Stimmt weitestgehend-

...aber nicht, wenn man

- das Horn zur Wand hin auslaufen lässt und so den Tieftonbereich besser mit dem Raum verkoppelt
- hinter dem LSP kein künstliches Prallbrett schafft, das den Schall ungewollt auf die Membran reflektiert und so die Mittenwiedergabe äußerst unvorteilhaft beeinflusst!

Grüße,
Jan

(bin gerade krank und lauere deshalb hier im Forum)

*Keep on glowing!*

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 13:10
von marty
Hallo Jan,

erstmal gute Besserung. :OK:

Mit Bassreflex mit Hornvorsatz, meinst Du eine Hornreflexbox?

....wenn nicht, würde ich mich über eine kurze Erläuterung freuen.

Gruß
Martin

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 13:21
von Valvox
Danke, Marty, für die guten Wünsche.

Nein, meinte keine Hornreflexkonstruktion (also Backloaded mit riesiger Vorkammer und angesetztem Horn bzw. Hornkehle), die entsprechenden akustischen Ergebnisse kann man eleganter und mit geringerem Volumenbedarf lösen.

Ich dachte an einen in einem partiellen Frequenzbereich wirksamen (durch Erhöhung der Strahlungsimpedanz) Hornvorsatz à la Voice of the Theater. Der drückt als Nebeneffekt auch im unteren Frequenzbereich die mögliche Wiedergabe etwas tiefer. Zudem wird der Mittenbereich anspringender und müheloser reproduziert.

Viele Grüße,
Jan

*Keep on glowing!*

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 13:49
von marty
Hallo Jan,

danke für die Erläuterung, die VOTT ist mir ein Begriff, könnte spannender werden als Backloaded. Ich lasse meine Stimme mal da wo sie ist.

Gruß
Martin

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 13:59
von Valvox
...wobei die originale VOTT wohl die meisten Abhörräume überfordern würde, trotz ihrer klanglichen Meriten also für viele eine Versuchung bleiben wird.

Also heißt die Devise: Auf Normalwohnzimmereignung zusammenschrumpfen (Neudeutsch: "Downsizing"). Aber ohne das Kopieren optisch eigenständiger Designs- denn die funktionieren meist nur in der Originalgröße!

Natürlich spaltet man dann wieder in zwei Lager:
Einmal das derjenigen, die sich ohne Einschränkunken alles in den Hörraum stellen können und wollen- Akustik rules.
Zum anderen die, die von einem positiven WAF abhängig sind und in zähem Ringen ihre Positionen durchboxen müssen- da sollte man nicht spotten!

In diesem Sinne,
Jan grüßt.

*Keep on glowing!*

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 14:28
von anderl1962
Hallo Jan,

gut ausgedrückt. Auch bei mir ist ringen angesagt, da der WAF hohe Ansprüche ans Design stellt. Bei mir gilt eher form follows function aber da ich keinen eigenen Hörraum habe :cry spielt die Musik im Wohn-/Esszimmer und da ich daraus nicht verbannt werden will muß ich doch auch "etwas" auf den WAF achten.
Doch was in der Art Odeon Rigoletto oder avandarte uno gingen noch 8) 8) - nun ja das Geld ist ein anderes (Reiz-)Thema.

Analoge Grüße aus dem Oberbergischen Land
Andreas

der sich auf den 9.4.2011 freut

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 14:41
von Valvox
Ja,

der WAF....

Habe, als ich noch kommerziell in Sachen Lautsprecher unterwegs war, auch immer Kompromisse schließen müssen, das bin ich gewohnt.

Aber eins geht gar nicht:
Feuchtigkeitsbedürftige Pflanzen auf meinen Elaboraten! Am besten noch mit vor dem HT rumbaumelnden und die HT peitschenden Pflanzententakeln und Ranken! Bei solchen Gegebenheiten bin ich eingeschritten, auch wenn dann ein Auftrag mal nicht zustande kam.


Jan grüßt.

*Keep on glowing!*

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 14:52
von anderl1962
Hellau und allaf Jan,

genau auf den Teilen steht nix. Drüber hängen zwar Grünteile, aber ich bin nicht im Dschungel und vor die Membranen kommt nix - doch eine Abdeckung die Katz rennt hier auch rum. Komm her Mietz Mietz Mulle Saukatz :P :P .
Das hab ich auch klar gestellt und die Hängeampel gieße nur ich, wenn was versaut wird dann von mir. Und meine Bessere Hälfte bräuchte eh ne Leiter :D :D :D .

Nö jetzt im Ernst so ein Hornprojekt ( mit kleinen Hörnern- ich weiß geht schlecht bitte nicht schimpfen ) hört sich gut an,

Analoge Grüße aus dem Oberbergischen Land.

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 18:54
von Gotenkoenig
Hallo zusammen,
gedanklich beschäftige ich mich auch schon ne weile mit so einem Project.

Es schwirrt mir permanent ein LS mit einem Altec 604 Coax bzw die nachbauten von GPA im Kopf herum.

Doch da kommt man schnell auf mindestens 2000 Euro/Paar und zwei große Voluminöse Kisten.
http://www.jean-hiraga.com/uk/produits.htm#

Auch mit diesem Treiber bekommt man in verschiedenen Konzepten Qualitativ hochwertige LS hin.
http://www.phy-hp.com/English/Products/ ... E.html#top
Auch zur Zeit auf der Webseite des wohl bekannten Michael Methe zu sehen.

In der K&T war mal ein Project mit diesem Chassis beschrieben:http://www.adamhall.com/de/BMS_15CN682_ ... 8_Ohm.html, vielleicht ein Schnellschuss und lässt sich bestimmt auch in andere Gehäuse besser verbauen. (ein Vordenker ist ja hier Mitglied im Forum).Evtl bestes Preis/Leisungsverhältnis und wird ja auch in der Box von Dynamikks verwendet.


Ich finde man sollte das Pferd von vorn aufzäumen und sich auf ein Chassissystem (BB,Koax,2Wege,3Wege...Preise von 100 - 3000,- )einigen und dann das passende Gehäuse besprechen.

MFG
Teja

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 19:45
von Valvox
Hmm...-

jetzt wird's etwas problematisch.

Wenn man sich auf eine bestimmte Art von Chassis festlegt, und dann noch vielleicht auf Typ X eines bestimmten Herstellers, hat man sofort einen Rattenschwanz von Problematiken am Bein:

- wie lange gibt es den Lautsprechertyp noch? Manchmal werden ja sogar in der Saison die Pferde gewechselt, da liest man dann in H'Hifi, "Ja, Herr **, der Tiefmitteltöner der Firma YY ist gerade nach 4 Monaten durch den Typ ZZ ersetzt worden, hat leider andere Parameter und funktioniert nicht im von uns entwickellten xx-Gehäuse,... ja, wir werden uns um eine Lösung bemühen, bauen sie doch inzwischen mal unsere ... aus Heft ... nach, die deckt den gleichen Interessentenkreis ab..."

- da man ja nicht Vertriebsmann einer bestimmten Marke ist, steht man ja eigentlich NICHT vor der einschränkenden Aufgabe, einem fix gegebenen Chassis die schlechten Manieren austreiben und dem Ding dann noch mit irgendwelchen Kunstgriffen/Filtern einen Frequenzgang ohne Buckel anerziehen zu müssen- warum sich dann solche Probs durch die Hintertür ins Haus holen? Denn wenn man durch sensationslüsterne Berichterstattung ("...ja, der Lautsprecher ist schwer zu beschalten, klar...eine 18dB- Weiche {die in einem Lautsprecher für Röhrenverstärker aber auch garnichts zu suchen hat!} brachte dann die Lösung...aber die Arbeit lohnt, denn speziell zwischen 300 und 350Hz zeigt der Basslautsprecher sensationell geringe Verzerrungswerte..") zu einem unkritischen Fan dieses Wundertöners geworden ist, hat man seine Seele schon verkauft!

- gerade ein offenes Projekt hat den Vorteil, dass es zwar eine Basis bietet, aber auch die Chassisparameter offenlegt, so dass Spielraum für Modifikationen durch Einsatz verschiedener Chassis mit ähnlichen Parametersätzen möglich ist- wenn man diese interpretieren kann

- wenn man sich auf einen Lautsprecher festlegt und dann an die Gehäuseentwicklung macht, sieht man mal wieder die grinsenden Nachbarn- spätestens, wenn sie sich über die 3 (oder mehr) Paar zum Sperrmüll gestellten Pressspankisten amüsieren, die sich als untauglich erwiesen haben- und teleskopierbare Gehäuse bietet halt der Baumarkt noch nicht an...

- und zuletzt wird ein Produkt durch plötzlich eskalierende Nachfrage auch nicht billiger- oft wird dann eine "Preisanpssung unumgänglich" (wobei natürlich zugegebenmaßen einem solchen Forenprojekt ein solch einschneidender Erfolg nicht vorgergesagt werden kann).

Solche Vorgehensweise erinnert mich immer etwas an den alten Uni-Witz "Ja, wir schreiben am besten eine Buchbesprechung und dann suchen wir ein Buch, auf das sie passt!"

Nicht böse sein- aber anders'rum wird ein Schuh draus!

In diesem Sinne,
Grüße von Jan

*Keep on glowing!*

Verfasst: Fr 4. Mär 2011, 20:39
von Tubes
Wie wär's mit dem Treiber BMS 15CN682D, der auch in der SoundMaster spielt?

Verfasst: Sa 5. Mär 2011, 00:39
von waterl00
da fände ich diesen schon spannender

Beyma 15XA38Nd

Verfasst: Sa 5. Mär 2011, 09:23
von Kalle
Moin,

Hochwirkungsgradlautsprecher aller coleur gibt es doch augenblicklich zu hauf. Bei allen Hornsystemen, bei fast allen, wird dann der Wirkungsgrad der Mittelhochtonlösung mit Reihenwiderständen heruntergeknüppelt, die oft dreimal so groß wie die Parallelwidertände sind.........das ist doch wirklich "minderoptimal". :cry:
Wenn, dann fände ich drei Projekte interessant....

.........Dreiwegsystem mit BB als Mitteltöner und wirkungsgradoptimierte Kombinationen ohne Serienwiderstand in der Passivweiche....eventuell der BB komplett ohne Beschaltung...ja, aber die Pentaton ist nur nicht für alle stellbar.

.........Anpassung der wirkungsgradstarken Mittel-Hochton-Hörner durch Übertrager wie in der K+T Big Bang

.....eine Aktivlösung mit Röhrenweiche

Alles andere gibt es doch passend für jeden Geschmack und Haushalt auf dem Markt....da besteht kein Bedarf nach dem x-ten Aufguss z.B. mit dem BMS 2-zoll-Coax-Treiber 4590.

Gruß Kalle

Verfasst: Sa 5. Mär 2011, 20:41
von Barossi
Tubes hat geschrieben:Wie wär's mit dem Treiber BMS 15CN682D, der auch in der SoundMaster spielt?
Hallo,
also wenn ich mir den Treiber der Soundmaster anschaue:BMS 15CN682D; dann kann ich den so gar nicht auf der BMS Seite finden :-)

Netter Treiber und auch das Projekt macht mächtig Sinn!

Lieben Gruß

Hauke

Verfasst: So 6. Mär 2011, 07:18
von Ceol
Hallo,

wie wäre es mit eine Kombination von Backloaded-/Frontloaded Horn?
So, wie es z.B. bei der klassischen Lowther TP1 in den 50er Jahren gebaut wurde.

http://www.lowthervoigtmuseum.org.uk/index.html

Grüße,
Thomas

Verfasst: Mo 7. Mär 2011, 09:47
von Kalle
Moin,

meinst du so etwas wie die Imperator http://www.lowtherloudspeakers.com/homeindex.html ?
Ich habe bis jetzt die Erfahrung oder besser Erhörung gemacht, dass alles, was Lowther an Musikwiedergabe anbietet mit meiner Erwartung an lebende Musikwiedergabe nur eine sehr kleine Schnittmenge erzeugt :cry: .

Gruß Kalle