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Passende LS für Cayin A88T?

Verfasst: So 6. Dez 2009, 15:49
von samick1l
Hallo liebe Cayin User,
...es ist überall nachzulesen, erst der richtige Lautsprecher lässt einen Röhrenverstärker zur Höchstform auflaufen...
Deshalb hier meine Frage an die (große?) Cayin Gemeinde, mit welchen Lautsprechern habt ihr den A88T verbandelt, was sind eure Erfahrungen?
Welche Boxen gehen eurer Meinung nach nicht, welche besonders gut?
Ein kleiner Erfahrungsbericht wäre nicht schlecht. Danke schon mal im vorraus.
Gruß Ralph

Verfasst: So 6. Dez 2009, 17:50
von Analog_Tom
Hallo Ralph,

ich habe damals eine HGP-Corda Supertech mit sehr großem Erfolg mit dem Amp betrieben.
Das ging wirklich sehr gut...

VG

Thomas

Verfasst: So 6. Dez 2009, 22:51
von princisia
Hallo,

ich habe die Focal Temptation dran und liebe Rock, großes Orchester, Klavier, Jazz, Akustik.

Grüße

Pit

Verfasst: Di 8. Dez 2009, 03:13
von GlowingTube
Moin,
ich betreibe zusammen mit dem Cayin die QUAD ESL 988 und das harmoniert, wider manchem Vorturteil, sehr gut.

Achte grundsätzlich darauf, daß bei "Kisten-LS" (sorry für den Ausdruck) der Wirkungsgrad nicht zu niedrig liegt (> 88dB/W/m). Aber auch die Duetta habe ich schon sauber am Cayin spielen gehört... dann aber unbedingt mit einer externen Netzteil-Verstärkung!

LG
Rainer

Verfasst: Di 8. Dez 2009, 10:47
von samick1l
@ GlowingTube
... zur Netzteilverstärkung/Modi habe ich auch mal ne Frage. Es gibt ja gegenteilige Meinungen darüber ob über die Maßen viel "C" sinnvoll ist. Man liest auch, das der Ladeelko auf keinen Fall verändert werden soll? Ich als "nicht Fachmann" kann mir da kein Urteil erlauben.
Ist es vielleicht so, das die Netzteil Modifikation hauptsächlich bei größeren Lautstärken, also wenn Leistung abgerufen wird, wichtig wird und beim leise Hören eher nebensächlich ist?

Verfasst: Di 8. Dez 2009, 17:15
von florentino
hallo,
meines wissens ist rainer bruflich unterwegs
deshalb geb ich dir mal den link zum lesen hier im forum
ich selbst habe die internen modis gemacht
externe netzteilmodi gibts aber auch noch wie du am schluss des fred sehen kannst (externes netzteil wie bei oktave zb)

http://www.roehren-und-hoeren.de/phpBB/ ... php?t=1642

Verfasst: Mi 9. Dez 2009, 02:40
von GlowingTube
Moin zusammen,

jou, ich weile gerade aus beruflichen Gründen in den USA, daher auch der leichte Zeitversatz bei meinen Antworten.

Also meine Erfahren bei Push-Pull Amps (insbesondere CAYIN und OCTAVE) sind eindeutig. Eine Netzverstärkung ist in jedem Fall von Vorteil (warum auch sollte ein weiches Netzteil Vorteile bringen?). Wieviel es an Vorteil im Einzelfall bringt bei Speakern mit hohem Wirkungsgrad, kann nur selbst getestet werden. Ich stelle aber immer wieder fest, daß auch bei geringen Leistungsanforderungen an den Verstäker die Feinzeichnung zunimmt und das Klangbild entspannter erscheint.
Ganz deutlich zeigt so eine externe Netzteil-Verstärkung (SBB) ihre Stärken, wenn man wirkleistungsschwache Speaker hat und/oder man mit höheren Schallpegeln hören möchte. Ich meine, daß in dem verlinkten Thread oder an anderer Stelle der Roman beschrieben hatte, als er die Duetta bei sich stehen hatte.

LG
Rainer

Verfasst: Mi 9. Dez 2009, 10:44
von Hallo
Hallo,

bei einem ordentlich ausgelegten Netzteil bringt eine Verstärkung zwar ein anderes Klangbild aber keine Verstärkung der Ausgangsleistung.
Eine Röhre ist ein Spannungsverstärker und von daher fließen eh kleine Ströme. Meist ist aber die Endstufe in Richtung Class A ausgelegt. Dabei arbeitet der Verstärker eh kontinuierlich unter Vollast. Das heißt, dass sämtlicher Strom ständig über die Röhre fließt. Das Musiksignal wird dann darauf aufmoduliert und über den Ausgansübertrager von Spannung in Strom transformiert.
Um es noch einmal zu verdeutlichen. Wenn im Push-Pull betrieb jeweils jede Röhre z.B. 50mA Strom aushält, dann fließen im Class A Betrieb kontinuierlich 100mA. Kann das Netzteil dieses Leisten, dann bringt es rein gar nichts ein Netzteil welches z.B 1 Ampere leisten kann zu betreiben. Über 100 mA werden einfach nicht benötigt und würden - so man den Ruhestrom hochstellen würde - auch zu "roten Backen" bei der Röhre führen.
Um mit einer Röhre mehr Leistung zu erzielen, müsste man nämlich die Spannung erhöhen oder den Widerstand des Ausgangsübertragers erniedrigen. Das ist in der Regel aber kaum machbar, da die Röhren in den meisten Fällen mit der sinnvollen Last (Klirr etc.) und maximalen sinnvollen Spannung betrieben werden.

Grüße

Hallo

Verfasst: Mi 9. Dez 2009, 12:53
von samick1l
Hallo,
da mir das ganze für und wieder keine Ruhe gelassen hat, habe ich kurzer Hand die Netzteil Modi durchgeführt, sprich die Lade Elkos und Siebelkos entsprechend vergrößert und den Gleichrichter erneuert.
Was hat es nun gebracht? Der Klang hat sich verändert, aber wirklich besser? Ich habe das Gefühl das der Verstärker irgendwie müde bzw. träger geworden ist. Die Abbildung / Räumlichkeit hat sich auch verändert, aber auch hier bin ich der Meinung es klingt nicht mehr so homogen wie vor dem Umbau. Glücklicher Weise ist es ja kein Problem alles wieder problemlos zurück zu bauen. Ich werde aber der ganzen Sache noch etwas Zeit geben sich einzuspielen...
Gruß
Ralph

Verfasst: Mi 9. Dez 2009, 13:51
von Hallo
Hallo Ralph,

das der Verstärker müde und träge mit zu großen Ladeelkos klingen kann, ist ein bekanntes Phänomen.
Das Netzteil gehört mit einer gewissen Erfahrung klanglich abgestimmt und nicht einfach nur vergrößert.

Grüße

Hallo

Verfasst: Mi 9. Dez 2009, 17:37
von florentino
wenn man die ganze R&R modifikation durchzieht passt dass :OK:
können hier im forum aber sicher ne menge leute bestätigen

Verfasst: Mi 9. Dez 2009, 19:01
von wolly
Moin Moin

habe zwar keinen Cayin aber auch einen PP Class A Chinaamp und wollte meine Empfehlung zum Thema passende LS loswerden. :D

Bin durch einen Zufall auf einen Testbericht von einer bekannten AUDIO Zeitschrift gestossen: hxxp://www.audio.de/Testbericht/Wharfedale-Dia ... 40752.html und habe mir darauf hin schon mal mein Weihnachtsgeschenk vorzeitig gegriffen :mrgreen: Ein ausführlicher Bericht wird noch folgen.

Aber ersteinmal soviel:
Die Boxen haben einen Wirkungsgrad von 90 db/W/m und bringen einen sehr differenzierten vier Wegeklang. Klare aber nicht übemäßige Höhen, deutliche Mitten und ein ordenlicher Bass zeichen diese Boxen aus. Es geht halt nichts über Volumen. Das sind eben Männerboxen :lol:

Die Räumlichkeit ist nicht ganz so breit wie bei meinen bisherigen Radialstrahlern, dennoch sehr weit und offen, mit einer für Direktstrahler beachtlichen Tiefenstaffelung bei guten (Live)aufnahmen (z.B.Scheiben die in < Living Stereo> aufgenommen wurden) .

Die Wharfedale sollten an 8 Ohm m.E. an einem PP Röhrenverstärker angeschlossen werden und gehen, zumindest bei mir, richtig ab :mh:
Die Verarbeitung der Boxen ist einwandfrei und sie haben ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis.

Hier noch ein paar technische Daten von den Briten: hxxp://www.wharfedale.co.uk/Products/Product/t ... fault.aspx

und: hxxp://www.wharfedale.co.uk/Portals/0/PDF_Data ... _range.pdf


Gruss

Wolfgang

:beer

Verfasst: Mi 9. Dez 2009, 19:58
von Kawabundisch
Hallo ,ein Bekannter hat die Minuetta von Udo an dem Cayin und das klingt einfach nur gut.Wenn du die Möglichkeit hast ,probiere die Lautsprecher bei Udo aus.
Gruß Bernd

Verfasst: Mi 9. Dez 2009, 23:27
von Zonga
Hallo,
ist natürlich auch alles abhängig von eigenen Hörgewohnheiten.
Für mich waren die Duettas trotz der Netzteilmodi(die Einiges an zusätzlicher Kontrolle gebracht hat) auf Dauer doch etwas schwach auf der Brust.
Wenn Du es auch mal etwas lauter magst, kommst Du um einen Wirkungsgrad über 90dB nicht herum.
Testhören ist wie immer die beste Möglichkeit, um sein Glück zu finden.

Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung
Gruß
Roman

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 22:03
von Frank Löhr
Hallo,

natürlich ist das Match zwischen Amp und LS gerade bei einer Röhre wichtig...
...aber zuerst sucht man sich den Lautsprecher der einem gefällt, zumindest die Richtung, und schaut ob die im eigenen Raum gehen. Was soll dir hier einer erzählen, wenn nicht mal geklärt ist, ob du in einer 12qm Kammer hockst oder 80qm beschallen möchtest. Deine B&W sagt da wenig drüber aus :idn:

Ich habe auch PP-Trioden und die gehen mit meinen 10"Breitbändern besser als viel teurere Kombis, die ich vorher hatte. Muß dir aber nicht gefallen, könntest du sogar sche.ße finden :idn:

CT230...Toll, geht sicher mit dem Cayin...aber Geschmacksache
Coral Flat 10...Ausgewogen, trotzdem Breitbänder...geiles Gerät :OK: ...wenn es gefällt :idn:
Duetta Top....ging gut, aber mit dem Problem, daß auch meinen Amps bei gehobener Zimmerlautstärke die Luft ausging :?
Grosse Lua von Frido :lips: ...mit seinem Lua -Amp sehr straight aber gut, mit einem Brocksieber ging dem Amp im Bass die Luft aus...sicher dem Impedanzgang der Lua geschuldet die bei ~120hz irgendwas unter 2 Ohm anbietet, was der Lua-Amp aber konnte :OK:
Virgo III...hatte ich leider nicht an den Röhren, kann mir aber gut vorstellen, daß es gepasst hätte, die Daten stimmten und mit den 6c33 :idn: ...aber der Raum war für die LS grenzwertig...


Du merkst evtl. auf was ich hinaus möchte, wenn du es ernst meinst, musst du dich fragen was die neuen LS machen sollen und wo sie spielen.

Gruß Frank

Verfasst: Fr 11. Dez 2009, 08:56
von Amerigo
Frank Löhr hat geschrieben: natürlich ist das Match zwischen Amp und LS gerade bei einer Röhre wichtig...
...aber zuerst sucht man sich den Lautsprecher der einem gefällt
Finde auch, die Frage ist verkehrt herum gestellt. Eigentlich sollte man sich erst mal den passenden LS suchen.

Generell kann man sicher sagen, dass ein ein LS mit linearem Impedanzverlauf und ausreichend Wirkungsgrad passen müsste.

Empfehlungen kann man aber keine Abgeben, bis man deinen Raum und dein Musikmaterial kennt.

Gruss

David

Verfasst: Fr 11. Dez 2009, 10:08
von florentino
moin,
kann mich eigentlich nur anschliesen
das wichtigste ist dass der LS in den raum passt :OK:

mindestens 50% des klangs sind raumakustik
was halt immer stäflich vernachläsigt wird
nicht zuletzt wegen W.A.F.

man schau sich nur an was für ein aufwand in guten studios oder in guten konzertsälen getrieben wird
und am schluss will man dann dass es im halligen wohnzimmer genau so klingt :idn:

letztendlicher rat
versuch macht schlau :mrgreen:

Verfasst: Fr 11. Dez 2009, 11:19
von GlowingTube
Hi Florian,

ich bin inzwischen wieder daheim.

Es gab schon einmal den Fall, daß jemand nach dem Umbau meinte, der Amp klänge schwerfälliger... eigentlich "klingt" Deine Beschreibung ähnlich. Bei ihm hatte sich herausgestellt, daß die Lötstellen (insbesondere die, wo mehrere Masseleitungen zusammenkommen) nicht sehr gelungen waren. So war sehr vermutlich einer der Elko gar nicht elektrisch verbunden. Als er das dann die Problemstellen behoben hatte, sah die Sache vollkommen anders aus.

Wenn Du Fragen haben solltest zur Modi, kannst Du mich jederzeit kontaktieren. Ich wäre ansonsten sehr verwundert, wenn die Modi klangliche Nachteile bringen sollte. Die Theorien, die Hallo hier aufstellt sind nach dem Motto "ich habe von einem gehört, der gehört hat..." und damit kann man imho keinen Blumentopf gewinnen oder es wird Class-A mit Class-A/B verwechselt. Zur Versachlichung noch hier ein Kommentar von Forenmitglied "mb-de" (Micha), dessen Kompetenz sicherlich allen bekannt ist: http://www.roehren-und-hoeren.de/phpBB/ ... ght=classa

Wer Interesse hat, sich die Sache mal anzuhören, kann gern bei mir vorbeihören.
:beer

LG
Rainer

Verfasst: Fr 11. Dez 2009, 11:49
von florentino
moin rainer,
du meintest warscheinlich nicht mich sonder ralf :lol:
ich bin mit der modi mehr als zufrieden :OK:

Verfasst: Fr 11. Dez 2009, 11:52
von GlowingTube
florentino hat geschrieben:moin rainer,
du meintest warscheinlich nicht mich sonder ralf :lol:
ich bin mit der modi mehr als zufrieden :OK:
Hi Flori,

sorry, der Jettlägg :oops:

Jou, ich meine natürlich den Ralph :OK:

LG
Rainer