Leistung der Endstufe reduzieren (200W Marshall)
Verfasst: Mo 29. Dez 2008, 08:47
Hi!
Betrifft: 200 Watt Marshall Major Girattenverstärker
Ich habe nun Unmengen von Beiträgen in den diversen Foren über diesen Marshall Girtarrenverstärker gelesen.
Dabei kristallisiert sich besonders ein Punkt heraus:
Durch die unheimliche Power und den Druck, den dieser Verstärker produziert, lässt er sich i.d.R. nicht "ausspielen".
Den typischen Marshall Sound erhält man offensichtlich nur dann, wenn die Regler auf "Anschlag" stehen.
Hier beginnen sowohl die Vorstufe(n), als auch die Endstufe zu klirren. Der Ausgangstrafo wird in die Sättigung getrieben und die (richtig gewählten) Lautsprecher kommen an ihre mechanischen Grenzen.
All das (natürlich in wohl dosiertem Umfang) ergibt zusammen den unverkennbaren Marshall Sound!
Nun müsste man aber den 200 Watt Major ebenfalls auf "Anschlag" betreiben, was in der Regel eher selten möglich ist (Die Ohren liegen an und das Gewand wird einem vom Leib gerissen).
Ich habe mir deshalb folgendes überlegt und hätte gerne eure Meinung dazu:
1) Zuerst einmal könnte man die Anodenspannung von zwei der vier Endröhren (KT88) mittels eines Schalters abschalten. Damit haben wir nur noch 100 Watt und man kann den Amp. besser aussteuern. Der AGT wird aber nicht mehr in die Sättigung getrieben und man muss angepasste Lautsprecher für 100 Watt verwenden...
Meiner Meinung nach sollte aber auch die Heizung der zwei KT88 unterbrochen werden.
Ich habe bei Bildröhren häufig die Erfahrung gemacht, dass die Kathoden "verhärten", wenn keine Anodenspannung anliegt, also kein Stromfluss vohanden ist. Die beheizte Kathode emittiert laufend Elektronen, die Oberfläche der Kathode "kocht" regelrecht. Die Elektronen fallen aber stets auf die Kathode zurück, so dass diese "verhärtet". Die Röhre stirbt langsam.....
2) Eine weitere Reduktionn des Schalldruckes kann man erzielen, wenn man 4 Ohm 50 Watt Lautsprecher mit einem 4 Ohm 50 Watt Widerstand in Serie an den 8 Ohm Ausgang des AGT anschliest. Nun kann man den Amp. voll "ausfahren", wobei nur mehr 50 Watt in akustischen Schalldruck umgewandelt werden. Der Rest wird verheizt. Der AGT ist aber auch hier nicht in der Sättigung...
3) Man betreibt alle 4 KT88 und "verbrät" wahlweise 100 oder 150 Watt an entsprechenden Widerständen. 12 Ohm Widerstand in Serie mit 4 Ohm Lautsprecher am 16 Ohm-Ausgang des AGT ergebn 50 Watt für den Lautsprecher.
Der Widerstand in Zementausführung auf Kühlblech montiert sieht dann halb so wild aus.
Jetzt werden alle Röhrenstufen, der AGT und der Lautsprecher in den gewünschten Arbeitspunkt gebracht und klirren à la Marshall.
Das Ganze ist sehr leicht realisierbar und man kann zwischen 50-100 und 200 Watt am Lautsprecher wählen. Dies entspricht dann einer Schalldruckreduktion von 3, bzw. 6 db.
Die Widerstände lassen sich auch in der Box. (Cab) unterbringen, der Amp. bleibt dann original.
Unfug????
Gyula
Betrifft: 200 Watt Marshall Major Girattenverstärker
Ich habe nun Unmengen von Beiträgen in den diversen Foren über diesen Marshall Girtarrenverstärker gelesen.
Dabei kristallisiert sich besonders ein Punkt heraus:
Durch die unheimliche Power und den Druck, den dieser Verstärker produziert, lässt er sich i.d.R. nicht "ausspielen".
Den typischen Marshall Sound erhält man offensichtlich nur dann, wenn die Regler auf "Anschlag" stehen.
Hier beginnen sowohl die Vorstufe(n), als auch die Endstufe zu klirren. Der Ausgangstrafo wird in die Sättigung getrieben und die (richtig gewählten) Lautsprecher kommen an ihre mechanischen Grenzen.
All das (natürlich in wohl dosiertem Umfang) ergibt zusammen den unverkennbaren Marshall Sound!
Nun müsste man aber den 200 Watt Major ebenfalls auf "Anschlag" betreiben, was in der Regel eher selten möglich ist (Die Ohren liegen an und das Gewand wird einem vom Leib gerissen).
Ich habe mir deshalb folgendes überlegt und hätte gerne eure Meinung dazu:
1) Zuerst einmal könnte man die Anodenspannung von zwei der vier Endröhren (KT88) mittels eines Schalters abschalten. Damit haben wir nur noch 100 Watt und man kann den Amp. besser aussteuern. Der AGT wird aber nicht mehr in die Sättigung getrieben und man muss angepasste Lautsprecher für 100 Watt verwenden...
Meiner Meinung nach sollte aber auch die Heizung der zwei KT88 unterbrochen werden.
Ich habe bei Bildröhren häufig die Erfahrung gemacht, dass die Kathoden "verhärten", wenn keine Anodenspannung anliegt, also kein Stromfluss vohanden ist. Die beheizte Kathode emittiert laufend Elektronen, die Oberfläche der Kathode "kocht" regelrecht. Die Elektronen fallen aber stets auf die Kathode zurück, so dass diese "verhärtet". Die Röhre stirbt langsam.....
2) Eine weitere Reduktionn des Schalldruckes kann man erzielen, wenn man 4 Ohm 50 Watt Lautsprecher mit einem 4 Ohm 50 Watt Widerstand in Serie an den 8 Ohm Ausgang des AGT anschliest. Nun kann man den Amp. voll "ausfahren", wobei nur mehr 50 Watt in akustischen Schalldruck umgewandelt werden. Der Rest wird verheizt. Der AGT ist aber auch hier nicht in der Sättigung...
3) Man betreibt alle 4 KT88 und "verbrät" wahlweise 100 oder 150 Watt an entsprechenden Widerständen. 12 Ohm Widerstand in Serie mit 4 Ohm Lautsprecher am 16 Ohm-Ausgang des AGT ergebn 50 Watt für den Lautsprecher.
Der Widerstand in Zementausführung auf Kühlblech montiert sieht dann halb so wild aus.
Jetzt werden alle Röhrenstufen, der AGT und der Lautsprecher in den gewünschten Arbeitspunkt gebracht und klirren à la Marshall.
Das Ganze ist sehr leicht realisierbar und man kann zwischen 50-100 und 200 Watt am Lautsprecher wählen. Dies entspricht dann einer Schalldruckreduktion von 3, bzw. 6 db.
Die Widerstände lassen sich auch in der Box. (Cab) unterbringen, der Amp. bleibt dann original.
Unfug????
Gyula