Seite 1 von 2
"Beste" ECC85
Verfasst: Di 25. Nov 2008, 16:37
von yawg
Hallo,
In meinen Monos stecken neben ECC83/5751 auch vier ECC85. Bisher kenne ich nur die Militärversion der RTF und alte Telefunken die ich jetzt benutze und die mir besser gefallen.
Kennt sich jemand mit den verschiedenen Marken aus? Ich meine hier nicht Theorie oder Datenblätter (die kann ich selbst im Netz finden) sondern Hörerfahrungen. Schon mal schönen Dank.
Gruß, Jörg.
Verfasst: Di 25. Nov 2008, 17:32
von tomwip
und ewig lockt das Weib ... äh das Tuberolling!
Das erinnert mich an die gleiche Frage im VR70E2 Beitrag.
Dort gab es als Antwort keine Einigung. Dem einen gefällt Ei besser, dem anderen RFT, dem nächsten wieder was anderes. Da wirst Du wohl selber ran müssen und nur Dein Ohr wird Dir verraten, was Dein Bauch mag.
Ich habe auch JAN Phillips, GE getestet.
Re: "Beste" ECC85
Verfasst: Di 25. Nov 2008, 17:43
von mb-de
Hallo Joerg!
yawg hat geschrieben:
Kennt sich jemand mit den verschiedenen Marken aus? Ich meine hier nicht Theorie oder Datenblätter (die kann ich selbst im Netz finden) sondern Hörerfahrungen. Schon mal schönen Dank.
Dazu bleibt nur das gebetsmuehlenartige Wiederholen der Aussage aus fruehren threads:
Es gibt keine allgemein beste Version einer Roehre, sondern immer nur die fuer Deinen Anwendungsfall in Deinem Umfeld und Deinem Verstaerker Beste...
Gruss
Micha
=->
PS: Meintest Du RFT (=DDR RWN) oder La Radiotechnique? Von letzterer allein gibt es mindestens vier Versionen (Batchcodes RT Chartres (plusminus), RT Clichy (=), Philips Heerlen (Delta) und Mullard Blackburn (B) mit RT-Stempel in gruen oder weiss)... allerdings kenne ich die nur im Einsatz im UKW-Frontend alter Roehrenradios, nicht fuer NF....
Verfasst: Di 25. Nov 2008, 18:54
von yawg
Hallo Micha,
Es handelt sich um die DDR-RFT mit NVA-Aufdruck die für die "Volksarmee" hergestellt wurden.
Ich habe gerade meine "neuen" Siemens/Halske ECC85 aus der Bucht reingesteckt. Erst mal waren alle Pins krumm und ich mußte lange biegen bis die Teile gepaßt haben. Und dann brannte eine Röhre erst nach wiederholtem Hin- und Herwackeln. Neu war nur die Verpackung ...
Außerdem war die 5. Röhre eine ECC83 statt ECC85. Dieser Verkäufer hat bei mir keine Chance mehr ...
Aber der Klang hat überhaupt nicht gelitten - auch nicht besser als mit meinen Telefunken - aber jetzt habe ich gleichwertigen Ersatz für den "Ernstfall".
Mir ist klar, daß "im Endeffekt" alles subjektiv ist, das beweist die Tatsache daß es hier Leute gibt, die auf "brown-sound" stehen also ein "verschmiertes" Klangbild à la JJ bevorzugen.
Aber ein paar subjektive Aussagen von Leuten die schon viel Rolling-Erfahrung haben (wie ich z.B.

)sind mir als Tipp immer sehr willkommen.
Die "Gebetsmühle" kannst Du Dir also in Zukunft sparen ...
Gruß, Jörg.
Verfasst: Mi 26. Nov 2008, 16:34
von DB
Hallo,
yawg hat geschrieben:Aber ein paar subjektive Aussagen von Leuten die schon viel Rolling-Erfahrung haben (wie ich z.B.

)sind mir als Tipp immer sehr willkommen.
diese Aussagen sind aber nutzlos. da sie unter jeweils anderen Umgebungsbedingungen entstehen.
Was würde es Dir nützen, wenn ich Dir sage, daß ich anstelle der ECC85 gern die 6AQ8 von Hitachi verwende?
MfG
DB
Verfasst: Mi 26. Nov 2008, 17:40
von Gast
Moin,
DB hat geschrieben:
Was würde es Dir nützen, wenn ich Dir sage, daß ich anstelle der ECC85 gern die 6AQ8 von Hitachi verwende?
... oder eine B719 von STC oder Marconi?
@ Joerg,
es geht Micha garantiert nicht um die sprichwörtliche Gebetsmühle, sondern nur darum klarzustellen, daß das klangliche Ergebnis einer gegebenen Röhre in verschiedenen Geräten nunmal unterschiedlich sein wird ...
... und deshalb jeder für sich die richtige Wahl selbst treffen muß ...
... und diese "Information" macht halt nunmal auch in jedem Thread zum Tuberolling Sinn, da nicht jeder, der Informationen zur ECC83 sucht, auch unter ECC88 oder ECC85 nachsehen wird ...
Auf der anderen Seite muß man auch aktzeptieren, daß nicht jeder über EUR 30 je Röhre auszugeben bereit ist und deshalb dann u.U. auf Röhren aus moderner Produktion zurückgreift ... diese Entscheidung darf man deshalb aber auch nicht gleich abwerten ...
... trotzdem kaufe ich lieber gute alte NOS-Ware ... das ist für mbMn klanglich und langfristig die bessere Investition ... unabhängig vom Hersteller ...
Verfasst: Mi 26. Nov 2008, 19:07
von Gimondi
Tja Leut
Die "Gebetsmühle" könnt ihr Euch also in Zukunft sparen ...
Verfasst: Mi 26. Nov 2008, 20:49
von yawg
Hallo,
Gimondi hat geschrieben:Tja Leut
Die "Gebetsmühle" könnt ihr Euch also in Zukunft sparen ...
Genau! Nochmal und zum letzten Mal: es ist doch meine ganz persönliche Sache was ich mit hier eventuell angebotener Info in Sachen Klangerfahrungen mit verschiedenen Röhren mache. Natürlich ist mir klar daß verschiedene Röhren in verschiedenen Geräten verschieden klingen können, das braucht man mir doch nicht wie im Kindergarten zigmal wiederholen.
Ich sage bewußt "können" denn wie mehrmals vorher erwähnt haben dieselben Röhren in MEINEN verschiedenen Geräten dieselbe Klangsignatur hören lassen. Und das ging sogar so weit daß identisch aufgebaute 5751er klangen wie 5814er in einem anderen Gerät (beides Sylvania Grey Plates aus den 60ern).
Und ich weise nochmals auf Joe's Tube Lore hin, wo ich meine eigenen Erfahrungen ebenfalls bestätigt finde. Der gute Mann benutzt auch andere Geräte als ich ...
Im Übrigen ist die Klangqualität oft nicht "besser" oder "schlechter" sondern oft einfach anders. Als ich bei einem Röhrensammler mal ein Pärchen E88CC aussuchen durfte hörte ich bei einer meiner Referenzaufnahmen von einer akustischen Gitarre einmal mehr von den Saiten, einmal mehr von den Frets und einmal mehr vom Korpus, der Klang war einfach jedesmal anders bei gleicher Auflösung. Schließlich entschied ich mich für die Siemens CCa, die waren für meinen Geschmack die "ausgewogensten"
Vielleicht vergreife ich mich auch mal wenn ich anderer Leute Erlebnisse nachvollziehen will. Das finde ich aber immer noch besser als blindlings irgendwas zu kaufen, dabei bin ich bereits zu oft reingefallen und das Geld dafür habe ich einfach nicht.
Die "bei mir schlecht klingenden" Röhren will ich ja auch nicht wieder jemandem aufschwatzen, in dem Sinn: bei Dir klingen die wahrscheinlich besser.
Es kann gut sein daß hier Leute mitlesen die sehr wohl bestimmte Erfahrungen gemacht haben, sich aber nicht mehr outen wollen weil sie dann wie ich als Ignoramus abgestempelt werden. Puhleeze guys ...
Vielleicht ist jetzt mal einiges deutlich geworden. Aber eigentlich sage ich hier immer wieder das Gleiche und werde immer wieder falsch verstanden. Enough already
Gruß, Jörg.
Verfasst: Do 27. Nov 2008, 10:07
von Mario
Bin ich vielleicht froh, mit dem ganzen Quatch nix mehr zu tun zu haben!
Gruß
Mario
Verfasst: Do 27. Nov 2008, 13:16
von DB
Hallo,
yawg hat geschrieben:
Gimondi hat geschrieben:Tja Leut
Die "Gebetsmühle" könnt ihr Euch also in Zukunft sparen ...
Genau! Nochmal und zum letzten Mal: es ist doch meine ganz persönliche Sache was ich mit hier eventuell angebotener Info in Sachen Klangerfahrungen mit verschiedenen Röhren mache.
was genau machst Du denn nun jetzt daraus, daß ich die Hitachi-6AQ8 gern verwende?
Mich würde es nun wirklich mal gern interessieren, inwiefern Dir das nun nützen kann (ich kann es mir nicht vorstellen, lasse mich aber gern belehren).
MfG
DB
Verfasst: Do 27. Nov 2008, 14:07
von Michael B
Hai Jörg,
mir hat nach langem Ausprobieren/Gegenhören in Treiberstufen diverser Endstufen (Leak, DynST80, DIY) die ECC865 aus der ehemaligen DDR am besten gefallen. Um vorzubeugen, ich habe genügend ECC85 diverser Hersteller um dies zu tun. Also rein subjektiv und ob Dir das jetzt hilft oder auch mir oder wem auch immer, probier diese hier mal aus:
hyyp://
www.radiomuseum.org/tubes/tube_ecc865.html
Lieben Gruss
M;chele
Verfasst: Do 27. Nov 2008, 15:53
von yawg
Hallo DB,
DB hat geschrieben:Hallo,
yawg hat geschrieben:
Gimondi hat geschrieben:Tja Leut
Die "Gebetsmühle" könnt ihr Euch also in Zukunft sparen ...
Genau! Nochmal und zum letzten Mal: es ist doch meine ganz persönliche Sache was ich mit hier eventuell angebotener Info in Sachen Klangerfahrungen mit verschiedenen Röhren mache.
was genau machst Du denn nun jetzt daraus, daß ich die Hitachi-6AQ8 gern verwende?
Mich würde es nun wirklich mal gern interessieren, inwiefern Dir das nun nützen kann (ich kann es mir nicht vorstellen, lasse mich aber gern belehren).
MfG
DB
Wenn Du mir beschreibst (PN?) warum Du die Hitachis vorziehst und mit welchen anderen Du die bereits vergleichen konntest und warum die "Konkurrenz" schlechter abschnitt Deiner subjektiven Meinung nach dann kann ich einiges mit Deiner Aussage anfangen. Aus welcher Ära stammen sie denn, 50/60/70er Jahre?
Übrigens sind ECC85 wohl "identisch" mit 6AQ8 denn auf den Verpackungen meiner S/H stehen beide Bezeichnungen. Ein Foto vom Aufbau der Röhren finde ich auch immer interessant, nicht daß das denn "ausschlaggebend" wäre ...
Die kürzlich erworbenen ECC85 von Siemens/Halske z.B. klingen praktisch genauso wie meine TFK. Wenn Anoden und Getter auch so aussehen wie die der S/H und TFK wäre das schon mal (nur) ein "Indiz" daß sie wahrscheinlich nicht nennenswert klanglich abweichen.
Ist doch ganz einfach. Lies doch mal spaßeshalber ein bißchen in Joe's Tube Lore
Joe hat allerdings wohl noch nichts über die ECC85 losgelassen, das sind eher Exoten in Verstärkerschaltungen ...
Gruß, Jörg.
Verfasst: Do 27. Nov 2008, 18:25
von Gast
Moin,
yawg hat geschrieben:... ECC85 ... das sind eher Exoten in Verstärkerschaltungen ...
... hupps... echt? Vielleicht in D ...

... ansonsten ... in Japan (MJ) ... ich erinnere mich da z.B. an ANZAI (SRPP-Pre und dort in der Phonosektion) ... u.a. ...
... allerdings verwundert mich dann schon, weshalb irgendwie niemand das Schirmblech zwischen den Triodensystemen auf Masse legt?
Verfasst: Do 27. Nov 2008, 22:09
von Michael B
... allerdings verwundert mich dann schon, weshalb irgendwie niemand das Schirmblech zwischen den Triodensystemen auf Masse legt?
Ja, woran das wohl liegen mag?
Mal ausprobiert?
Lieben Gruss
M;chele
Verfasst: Fr 28. Nov 2008, 14:00
von DB
Hallo yawg,
yawg hat geschrieben:Hallo DB,
Wenn Du mir beschreibst (PN?) warum Du die Hitachis vorziehst und mit welchen anderen Du die bereits vergleichen konntest und warum die "Konkurrenz" schlechter abschnitt Deiner subjektiven Meinung nach dann kann ich einiges mit Deiner Aussage anfangen. Aus welcher Ära stammen sie denn, 50/60/70er Jahre?
ich habe sie verglichen mit Telefunken, RFT und Siemens. In der Phasenumkehr eines Verstärkers konnte ich keine Unterschiede feststellen. Lediglich bei der RFT war die Differenz der Anodengleichspannungen größer, in der Endstufe wurde die NF dann auch unsymmetrisch begrenzt.
Test im Receiver:
Gleichgültig welche der Röhren ich verwendete, der UKW-Stereoempfang war gut (in dem Gerät sind zwei ECC85 und zwar genau dort, wo es entscheidend ist: in der Tunerbüchse).
Ausgenommen sei hierbei die RFT, die als Vor- / Mischstufe stärker rauschte und auch eine geringere Verstärkung aufwies. Der Oszillator ging mit der RFT auch erst nach einer ganzen Weile los. Die wird wohl verbraucht gewesen sein. Warum nun die Hitachi: sie sah am nettesten aus und ich hatte damals davon noch einige Exemplare.
yawg hat geschrieben:Übrigens sind ECC85 wohl "identisch" mit 6AQ8 denn auf den Verpackungen meiner S/H stehen beide Bezeichnungen. Ein Foto vom Aufbau der Röhren finde ich auch immer interessant, nicht daß das denn "ausschlaggebend" wäre ...
Das ist wohl wahr. Aber ECC81/82/83 sind auch identisch zu 12AT/U/X7.
MfG
DB
Verfasst: Fr 28. Nov 2008, 15:26
von yawg
Hallo DB,
Danke für Deinen Kommentar. Ich muß zugeben daß das Wechseln von den ECC85 in meinen EARs bisher auch keine dramatischen Unterschiede hören ließ, einzig meine NVA-RFT waren deutlich weniger gut und die waren wirklich neu.
DB hat geschrieben:
yawg hat geschrieben:Übrigens sind ECC85 wohl "identisch" mit 6AQ8 denn auf den Verpackungen meiner S/H stehen beide Bezeichnungen. Ein Foto vom Aufbau der Röhren finde ich auch immer interessant, nicht daß das denn "ausschlaggebend" wäre ...
Das ist wohl wahr. Aber ECC81/82/83 sind auch identisch zu 12AT/U/X7.
Das war mir schon klar. Ich finde es merkwürdig daß die elektrisch abweichenden 5751 bei mir immer besser klingen als welche ECC83/12ATX7 auch immer, 30% weniger Mu ist doch kein Pappenstiel ...
Ich dachte daß dahingegen die 5814 elektrisch gleich sind mit ECC82/12AU7 aber etwas robuster da Militärröhren. Komischerweise scheinen deren Triple-Mica Black Plates fast ausgestorben zu sein.
Ich hatte mal ECC82 als Phasendreher in meinen Klimo Linnet Monos und da hörte ich deutliche Klangunterschiede mit verschiedenen Röhren. Die besten waren damals Sylvania Triple-Mica Grey Plates aus den 60ern ...
Gruß, Jörg.
Verfasst: Mo 8. Dez 2008, 17:02
von Gast
Moin M;chele,
Michael B hat geschrieben:be.audiophil hat geschrieben:... allerdings verwundert mich dann schon, weshalb irgendwie niemand das Schirmblech zwischen den Triodensystemen auf Masse legt?
Ja, woran das wohl liegen mag?
Deine anscheinend vorhandenen Bedenken interessieren mich jetzt aber ... kannst Du das bitte mal erläutern?

Verfasst: Mo 8. Dez 2008, 17:53
von Michael B
Hai Rolf,
hab ich mal probiert, ich habe in einer Schaltung (Treiber für eine 6C33C-B SE) keine Unterschiede hören können. Ich denke, es ist nur in speziellen Schaltungsumgebungen/Beschaltungen nötig, das Schirmblech auf Masse zu legen, die mit dem, was wir hier machen wenig zu tun haben. Aber, kann mich auch irren........
Lieben Gruss
M;chele
Verfasst: Mo 8. Dez 2008, 20:54
von Gast
Moin M;chele,
und ich dachte schon ...

... Danke
... wenn ich mich seinerzeit nicht verkuckt habe, dann wurde in der ReVox G36 die interne Schirmung der ECC808 auch nicht verwandt ...
... und das fand ich halt einfach bemerkenswert ... wofür wird eine Röhre mit internem Schirmblech gefertigt, wenn der Schirm nicht genutzt wird ... oder wird der einfach nur vergessen oder braucht man den wirklich nur in ganz gewissen Anwendungsfällen?

Verfasst: Di 9. Dez 2008, 11:01
von mb-de
Hallo Michael!
Michael B hat geschrieben:
hab ich mal probiert, ich habe in einer Schaltung (Treiber für eine 6C33C-B SE) keine Unterschiede hören können. Ich denke, es ist nur in speziellen Schaltungsumgebungen/Beschaltungen nötig, das Schirmblech auf Masse zu legen, die mit dem, was wir hier machen wenig zu tun haben. Aber, kann mich auch irren........
Unbedingt noetig ist das auf-Masse-legen des Schirmes eigentlich nur in HF- und Kleinstsignalanwendungen.
Andererseits ist es nie eine gute Idee, Elektroden auf freiem Potential zu lassen, da sich diese Elektroden je nach Situation und Roehre auf irgendein Potential aufladen, diese Ladung dann zu undefinierten Nebeneffekten fuehren kann.
Hingegen verhindert das auf-Masse-legen von Schirmblechen diese Verhalten, und richtet auch sonst keinen Schaden an.
Daher lege ich selbige immer auf das Bezugspotential der betroffenen Stufe(n)...
Gruss
Micha
=->