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Aufbauqualität der verschiedenen Hersteller

Verfasst: So 13. Apr 2008, 16:08
von DocMac
Ich habe mich die letzten Tage ziemlich ausgiebig versucht anhand von Bildern und Beschreibungen die Qualität der verschiedenen chinesichen Röhrenverstärkern einzuschätzen.
Bei denen von denen ich auch Innenaufbauphotos gefunden habe würde ich folgende Reihenfolge wählen:
Yaqin/Yaoin
Meixing/MingDa
Mr. Liung
Music Angel
Audioromy

Was ich nicht anhand von Photos abschätzen kann ist die Qualität der Bauteile. Lediglich, daß was von Besitzern so zu hören und lesen ist, läßt sich miteinbeziehen.
Auch danach würde ich bei obiger Qulitätsrangfolge bleiben.
Seht ihr das anders?

Und ich meine hier explizit nur die Verarbeitungs- und Materialqualität.
Oder lassen sich auch die prinzipiellen Klangqualitäten wie oben aufgelistet einordnen (bswp. Übertrager, Trafo -> Brummen und Frequenzgang, S/N Verhältnis)???

Gruß
Markus

Verfasst: Mi 16. Apr 2008, 18:17
von Tubehead
Zunächst einmal ein: "Herzlich willkommen hier im Forum!" !

dann:

Und es gibt ihn nicht, den ultimativen Überflieger ! :cry:

Nur einige gut bis sehr gut geeignete Lösungen, die allerdings jeder für sich und seine Ansprüche herrausfinden muss! Da hilft nur : (hier) Lesen, lesen,lesen...und hören, hören, hören...

Das Meiste wird eh mit den Ohren entschieden ! :mh:

Analoge Grüße an Dich

Wolfgang

Verfasst: Mi 16. Apr 2008, 18:44
von K-B
Hallo Markus,
auch von mir zunächst mal ein herzliches Willkommen!
Ich vermute mal, dass Du Dich generell für das Thema "Röhren" interessierst. Und da ist das Angebot an Schaltungen und Herstellern natürlich groß.
In Deiner Aufzählung der Hersteller habe ich Cayin garnicht gesehen. Hast Du die vergessen oder bewusst ausgelassen? Wäre für mich eine ganz dicke Empfehlung, was Röhrenverstärker angeht. Andere Hersteller sind vielleicht günstiger, aber gerade die Wertigkeit der mir bekannten Geräte ist sehr gut.
Ansonsten schließe ich mich Wolfgang an: Fotos in Prospekten oder im Internet sind das Eine. Um das Hören, hören, hören :wink: kommst Du aber nicht herum. Der Weg kann auch das Ziel sein.
Viele Grüße, Klaus-Bernd

Re: Aufbauqualität der verschiedenen Hersteller

Verfasst: Mi 16. Apr 2008, 22:57
von area511
DocMac hat geschrieben:Was ich nicht anhand von Photos abschätzen kann ist die Qualität der Bauteile.
Das kannst du garantiert nicht an Hand von Fotos, da viele Bauteile gefälscht werden.

area511

Re: Aufbauqualität der verschiedenen Hersteller

Verfasst: Do 17. Apr 2008, 00:02
von Gast
area511 hat geschrieben:
DocMac hat geschrieben:Was ich nicht anhand von Photos abschätzen kann ist die Qualität der Bauteile.
Das kannst du garantiert nicht an Hand von Fotos, da viele Bauteile gefälscht werden.
... gutes Stichwort ... und dann wären da noch die fehlende CE-Norm, fehlende Schutzerde, Hochspannung am Chassis oder dem Äußeren der Becherelkos ...

Fazit:

Je preisgünstiger/ billiger desto pfui ...

... und wenn Du nicht selbst löten und reparieren kannst, würde ich eher die Finger von einem China-Kracher lassen ...

... alles Rumdoktern an der Schaltung eines China-Kracher hilft nichts, wenn Du mit minderwertigen Trafos, Drosseln und Ausgangsübertragern zu kämpfen hast ...

... das wird hinterher teurer als ein wirklich preiswürdiges Gerät ... daran hast Du auch länger Freude ...

Re: Aufbauqualität der verschiedenen Hersteller

Verfasst: Do 17. Apr 2008, 08:26
von chronomastersvoice
be.audiophil hat geschrieben:...Fazit:

Je preisgünstiger/ billiger desto pfui ...

... das wird hinterher teurer als ein wirklich preiswürdiges Gerät ... daran hast Du auch länger Freude ...
Mein lieber Rolf,
Du pauschalierst!!!!!!!!
Dem ist ja nun nicht immer so.
Beispiel: YAQIN MS-300B

Verfasst: Do 17. Apr 2008, 15:41
von DocMac
Genau das sind meine Bedenken!
Auf der einen Seite habe ich keine Probleme an dem Gerät rumzuoptimieren; sprich bessere Kondensatoren,Potis und Elkos einzubauen; auf der anderen habe ich natürlich gelitten, wenn die AÜs oder die Netztrafos von minderer Qualität sind.
Für den ersten Fall heißt das rauszubekommen ob die verbauten Teile Billigware sind (ist bei Noname Ware wahrscheinlich noch recht einfach und man kann davon ausgehen); aber bei gefälschten Bauteilen ist es für mich nahezu unmöglich das zu erkennen und gegebenfalls zu wechseln.
Für den Fall der AÜs und Trafos wird ein Tausch in der Regel wohl so teuer, daß man tatsächlich gleich einen Cayin kaufen könnte.

Ich möchte halt gern möglichst das beste Preis/Leistungsverhältnis erzielen. Wenn das eben heißt einen Yaqin von DestinyAudio zu kaufen; auch gut.
Wenn ein bischen modifizieren am China Yaqin günstiger ist und das gleiche Ergebnis erreicht wird; noch besser.

Von daher hilft mir natürlich jede Info über gefälschte Bauteile, Brummen im Gerät usw.

Wenn beispielsweise einhellige Meinung herrscht, daß die Trafos und AÜs der Yaqin Röhren generell gut sind (und ich meine jetzt nicht, im Highend Sinn sondern, daß an einem 91dB kein Rauschen/Brummen zu höhren ist), dann würde ich riskieren einen zu importieren und entsprechen ein paar Umbauten zu machen (Schutzleiter, Elkoisolation, andere Kondensatoren usw.)

Gruß
Markus

Re: Aufbauqualität der verschiedenen Hersteller

Verfasst: Do 17. Apr 2008, 16:19
von Gast
Hi Linus,
chronomastersvoice hat geschrieben:
be.audiophil hat geschrieben:...Fazit:

Je preisgünstiger/ billiger desto pfui ...

... das wird hinterher teurer als ein wirklich preiswürdiges Gerät ... daran hast Du auch länger Freude ...
Mein lieber Rolf,
Du pauschalierst!!!!!!!!
Dem ist ja nun nicht immer so.
Beispiel: YAQIN MS-300B
Der Yaqin gehört aber auch zu den teureren Geräten, wenn ich das richtig gesehen habe ... also im Sinne von

Je preisgünstiger/ billiger desto pfui ...

Und ja, ich pauschaliere bei genau diesem Thema absichtlich ... ein Röhren-Newbie, der vielleciht nicht selbst wasteln kann, der fällt mit einem Billig-China-Kracher viel zu schnell auf die Nase und die Bereichte von z.B. Marc über Hochspannung an der Außenhaut der Becherelkos oder die Berichte über gefälschte Mundorf-Cs ... die sprechen eindeutig für andere Einkaufsquellen und deklassieren die angeblichen chinesischen Schnäppchen sehr schnell ...

... mir wäre es für einen Newbie also einfach nur zu gefährlich ...

Ach so ... bei gefälschten Bauteilen kann es auch vorkommen, daß das Gerät von deutschen Zoll beschlagnahmt wird ... die anschließende Lauferei ist ebenfalls nicht zu verachten.

Und last but not least ... preiswerte und preiswürdige Röhrenverstärker gibt es nicht nur in China :wink:

... sondern z.B. als Gebrauchtgerät ... als Aussteller ... bei Modellwechsel ... oder bei deutschen Importeuren, die wenigstens schon mal die gröbsten und gefährlichsten Mängel beseitigt haben - hoffentlich.[/b]

Re: Aufbauqualität der verschiedenen Hersteller

Verfasst: Do 17. Apr 2008, 16:30
von Tubes
be.audiophil hat geschrieben:
Und last but not least ... preiswerte und preiswürdige Röhrenverstärker gibt es nicht nur in China :wink:

... sondern z.B. als Gebrauchtgerät ... als Aussteller ... bei Modellwechsel ... oder bei deutschen Importeuren, die wenigstens schon mal die gröbsten und gefährlichsten Mängel beseitigt haben - hoffentlich.[/b]
So isses! ... :OK:

Außerdem heißt dieses Forum nicht China-Roehren-und-Hoeren!!!

Das sollte sich eigentlich langsam 'rumgesprochen haben.

Verfasst: Do 17. Apr 2008, 16:33
von Gast
Hallo Markus,
DocMac hat geschrieben: Genau das sind meine Bedenken!

... aber bei gefälschten Bauteilen ist es für mich nahezu unmöglich das zu erkennen und gegebenfalls zu wechseln.
die gefälschten Mundorf-Cs erkennst Du bereits auf den Fotos, da die Schriftfarbe nicht stimmt ... dazu gibt es hier aber auch einen Thread ... irgendein CD-Verwerter ... Meixing oder so ...
DocMac hat geschrieben: Für den Fall der AÜs und Trafos wird ein Tausch in der Regel wohl so teuer, daß man tatsächlich gleich einen Cayin kaufen könnte.

Ich möchte halt gern möglichst das beste Preis/Leistungsverhältnis erzielen.
yepp ... deshalb und wenn Du Dir den Austausch von Cs und Widerständen selbst zutraust, würde ich an Deiner Stelle immer zu einem guten Gebrauchtgerät eines namhaften Herstellers greifen ...

... und erst wenn Du dort partout nicht fündig wirst zu einem China-Amp.
DocMac hat geschrieben: ... an einem 91dB kein Rauschen/Brummen zu höhren ist), dann würde ich riskieren einen zu importieren und entsprechen ein paar Umbauten zu machen (Schutzleiter, Elkoisolation, andere Kondensatoren usw.)
Rauschen und Brumm hat eher was mit unterdiemensionierten Netzteilen und minderwertigen Bauteilen zu tun ... nicht allein mit Trafos, Drosseln und AÜs ...

... schlechte bzw. minderwertige AÜs erkennst Du eher am limitierten Frequenzgang - also eher in Richtung matschige Höhen und kein Tiefbass, schlechte Auflösung, tonale Verschiebungen - oder daran, daß die Dinger andauernd überlastet sind ... also Klirr und Verzerrungen stetig ansteigen.

Deshalb kann ich es nur nochmals betonen ... ein gutes Gebrauchtgerät eines namhaften Herstellers oder eines anerkannten Selbstbauers oder ein Bausatz von Gerd Reinhöfer ist eigentlich die bessere Wahl ... zumal Du an einem LS mit "nur" 91 dB ja eh keine kleine SE Triode betreiben wollen wirst; also eher in Richtung 845er, 6c33, 211 gehen wirst oder eher so etwas wie ein Synola ...

Re: Aufbauqualität der verschiedenen Hersteller

Verfasst: Do 17. Apr 2008, 16:36
von Tom_H
be.audiophil hat geschrieben:... sondern z.B. als Gebrauchtgerät ...

Eben :wink: Gebraucht, geprüft und für gut befunden :OK:

Verfasst: Do 17. Apr 2008, 16:39
von Tubes
be.audiophil hat geschrieben: ... und erst wenn Du dort partout nicht fündig wirst zu einem China-Amp.
Warum China, wenn es hier gute und bezahlbare Bausätze gibt. Dabei bekommt man automatisch mehr Verständnis für die Materie.