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Laufwerksvergleich Thorens 126 Spezial - Kenwood L07D

Verfasst: Mo 8. Okt 2007, 20:49
von Analog_Tom
Moin JunKs,

wie man hier nachlesen kann haben Jürgen Heiliger und ich beschlossen einen netten Nachmittag mit äußerst ernstem Vergleichshören zu veranstalten... :wink:
Dieses Vergleichshören soll die Fortsetzung dieser Veranstaltung sein (bitte bis etwa bis zur Mitte der 2. Seite gehen...)
Dazu sollen die beiden Kandidaten Kenwood Lo7 und Thorens 126 MK2 Spezial gegeneinander antreten.
In der ersten Runde sollen beide Laufwerke mit gleichen Tonarmen ( Stax UA7) bestückt werden und an der gleichen Phonostufe (Camtech mit zwei identischen Eingängen mit vermutlich einem van den Hul The Frog Copper und einem Denon DL 304 zeigen was sie können.
Nach der Pflicht soll dann die Kür kommen in der die Laufwerke mit besonders gut harmonierenden Arm-System-Phono-Pre-Kombinationen gegeneinander gehört werden.
Es haben sich schon ein paar Neugierige angemeldet, die gemeinsam mit uns diesem Vergleich lauschen wollen.
Es sind allerdings noch einige wenige Plätze frei.
Falls der eine oder andere noch Interesse und auserdem am 1 November (Allerheiligen) noch nichts besseres zu tun hat kann er gerne zu uns stossen.
Er sollte dafür bei Jürgen Heiliger in Rheinbach Nähe Bonn anmelden, wo das Treffen auch stattfinden wird...
Wir werden in jedem Falle weiter berichten...

Viele Grüße

Tom :beer

Verfasst: So 21. Okt 2007, 16:47
von Analog_Tom
Moin JunKs,

so langsam geht es in die heiße Phase.
Deswegen hat Jürgen mir auch wie versprochen den Tonarm, den Stax UA 7 zukommen lassen, der auf dem Thorens aufgebaut werden soll...

[IMG:1024:698]http://img509.imageshack.us/img509/2010 ... hopdn4.jpg[/img]

Ich muss sagen optisch begeistert mich das Ärmchen schon einmal.
Ich werde morgen einmal versuchen das Schmuckstückauf den Thorens draufzunageln... :mrgreen:
Teilnehmermässig sind wir langsam fast voll, nachdem sich aus dem Hifi-Classics einige Besucher angemeldet haben.
Auch aus dem RuH wird ein Ohrenzeuge bei der Veranstaltung zugegen sein... :wink:

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 23:26
von Analog_Tom
Moin JunKs,

ich bin heute erst spät nach Hause gekommen und habe dann noch schnell den Stax auf den Thorens genagelt und die ersten Scheiben gehört...

Hier ein erstes Bildchen:

[IMG:1024:622]http://img99.imageshack.us/img99/340/ds ... hopqs7.jpg[/img]

und die beiden Kerlchen dürfen sich die nächste Woche ausruhen:

[IMG:1024:681]http://img91.imageshack.us/img91/8740/d ... hoppz7.jpg[/img]

Heute habe ich erst mal mein Decca Super Gold draufgepackt:

[IMG:1024:626]http://img144.imageshack.us/img144/7180 ... hopea7.jpg[/img]

Werde Euch hier im RuH auf dem laufenden halten...

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Di 23. Okt 2007, 11:03
von notknisnal
Stax UA7-cf: a thing of beauty is a joy forever .......

Verfasst: Di 23. Okt 2007, 15:33
von RG 9 Jünger
Schönes Teil!

Bin mal gespannt wie es klingt!

Verfasst: Di 23. Okt 2007, 19:19
von Analog_Tom
RG 9 Jünger hat geschrieben:Schönes Teil!

Bin mal gespannt wie es klingt!
Hallo Christian,

da kann ich noch nicht so furchtbar viel zu sagen, dafür ist zuviel neu oder wie das Decca schon ein paar Wochen nicht mehr gespielt.
Soviel sei verraten - Schlecht ist etwas anderes - :mrgreen:
Aber davon ist bei dem Stax wohl eh keiner ausgegangen oder?

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Di 23. Okt 2007, 22:19
von Analog_Tom
Moin JunKs,

vor kurzem hat mir ein Vöglein gezwitschert, dass sich meine van den Hul Systeme besonders gut mit Stax - Tonarmen verstehen.
Aus diesem Grunde war meine Neugierde bezüglich des Stax natürlich besonders groß und ich habe vorhin das Decca, welches ich gestern als erstes System untergeschraubt hatte gegen eines meiner Frogs ausgetauscht.
Das Frog mit den Kupferspulen durfte unter das Headshell des Stax- UA 7cf.

Klanglich möchte ich noch nichts sagen, da ich noch mit den Einstellungen am Arbeiten bin...

Ein Bildchen kann ich Euch allerdings bereits heute anbieten...

[IMG:1024:691]http://img89.imageshack.us/img89/6333/d ... hopbh2.jpg[/img]


Viele Grüße

Tom

Verfasst: Do 25. Okt 2007, 08:56
von notknisnal
Hallo Tom,

hast du kein orginal Headshell bekommen?
Das schnode Technics ist zwar nicht grottenschlecht, aber es gibt besseres.

[img:378:283]http://www.hifido.co.jp/photo/02/139/13911/a.jpg[/img]

MfG,

Verfasst: Do 25. Okt 2007, 09:17
von Analog_Tom
notknisnal hat geschrieben:Hallo Tom,

hast du kein orginal Headshell bekommen?
Das schnode Technics ist zwar nicht grottenschlecht, aber es gibt besseres.

[img:378:283]http://www.hifido.co.jp/photo/02/139/13911/a.jpg[/img]

MfG,
Moin,

ist ja nicht mein Ärmchen... :mrgreen:
Zum Ausprobieren reicht es, obwohl auch ich es als nicht optimal ansehe...

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Mo 29. Okt 2007, 23:23
von Analog_Tom
Moin,

dann habe ich heute schließlich noch mein Glider unter den Stax drunter geschraubt, bevor es am Donnerstag bei Jürgen losgeht....


[IMG:1024:807]http://img136.imageshack.us/img136/5039 ... hopqz4.jpg[/img]
Dazu muss ich sagen, das geht gar nicht zusammen...
Das Glider kommt an dem Stax nicht aus den Puschen, fast dachte ich mir schon das gute Stück sei kaputt.
Deswegen habe ich eben schnell den Hadcock aufgebaut und schon war die Faszination dieses Gespannes wieder da.
Da das Glider aufgrund des Innenwiederstandes nicht mit den Übertragern
im Phonomoped harmoniert habe ich es an den Camtech angeschlossen...:king:

Viele Grüße

Tom

PS. Mir ist gerade aufgefallen, das ich hier im RuH auch bereits von den ersten Treffen dieser Art geschrieben habe... :oops:

Verfasst: Di 30. Okt 2007, 19:54
von Jürgen Heiliger
notknisnal hat geschrieben:Hallo Tom,

hast du kein orginal Headshell bekommen?
Das schnode Technics ist zwar nicht grottenschlecht, aber es gibt besseres.

[img:378:283]http://www.hifido.co.jp/photo/02/139/13911/a.jpg[/img]

MfG,
Hi,

weil meine beiden Stax-Headshells mit den Testsystemen bestückt sind.....

Denon DL-304 + Clearaudio GammaS......

mal shen wer das Rennen macht....

Gruß
Jürgen

Verfasst: Di 30. Okt 2007, 22:19
von Analog_Tom
Moin,

so es wird ernst.
Die Zaungäste mögen sich bitte für den Donnerstag auf 14:00 einrichten...

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Fr 2. Nov 2007, 13:43
von Analog_Tom
Moin JunKs,

nachdem ich mich von den Strapazen der Reise erholt habe möchte ich Euch erste Eindrücke von unserem gestrigen Event geben:

Eines vorweg, ich werde nicht mehr behaupten, dass der Thorens besser ist als der Kenwood, das ist wohl sicherlich nicht richtig, ebenso wie das Gegenteil sicherlich nicht stimmt.

Doch ich möchte Euch die ganze Geschichte erzählen.

Nachdem ich gerstern um ca. 11:00 bei Jürgen eingetroffen war fingen wir an die Komponennten aufzubauen und zu verkabeln.

Das Setup bestand im wesentlichen aus folgenden Komponenten:

Lautsprecher : JBL 5000

Endstufe : dbx

Vorstufe: Accuphase

Phono - Pre : Camtech

[IMG:1024:532]http://img217.imageshack.us/img217/4636 ... hopux4.jpg[/img]

[IMG:1024:646]http://img106.imageshack.us/img106/5125 ... hoppk8.jpg[/img]

Durch die Stecker ist der Camtech auf jeden Tonabnehmer optimal anpassbar...

Tonarm : Stax UA 7 cf auf beiden Laufwerken

Tonabnehmer : Denon DL 304, Clearaudio Gamma, van den Hul - The Frog - Copper

und schließlich die Laufwerke:

Kenwood Lo7D

[IMG:1024:675]http://img126.imageshack.us/img126/623/ ... hopia5.jpg[/img]

und Thorens 126 MKII

[IMG:1024:646]http://img530.imageshack.us/img530/3037 ... hopcm6.jpg[/img]

[IMG:1024:596]http://img161.imageshack.us/img161/6936 ... hopdx1.jpg[/img]


Nachdem uns der Aufbau geglückt war, waren es auch schon fast 14:00 und die ersten Gäste trafen ein.

[IMG:1024:640]http://img337.imageshack.us/img337/8838 ... hopyi4.jpg[/img]

Jürgen, Claus-Michael, Kai, Wolfram, Jogi (Jürgen), Dani. Hinter Dani sitzt Thomas und ganz im Vordergrund Carsten.

So begannen wir damit Musik abzuspielen.

Zuerst spielte dabei das Clearaudio Gamma auf dem Kenwood und das Frog auf dem Thorens.
Und schon war es so wie ich es vom Thorens kannte und wie ich es erwartet hatte.
Der Thorens spielte für meinen Geschmack im Mitteltonbereich und das ist der enorm wichtige Stimmenbereich, ausdrucksstärker und emotional ansprechender, aber auch entspannter...
Es entstanden wahrhaft magische Momente, wenn z.B. ein Saxophon vollkommen frei im Raum zu schweben schien und alle Teilnehmer schwiegen weil sie obwohl die Musik vielleicht nicht jedermanns Geschmack war, emotional berührt wurden.
Ähnliches geschah wenn die längst verstorbene Eva Cassidy für uns sang und ihre Musik vollkommen frei im Raum stand und mir eine Gänsehaut nach der anderen verpaßte.
Dieser Eindruck veränderte sich auch nicht als die Tonabnehmer unter Berücksichtigung der Anpassung kreuzweise vertauscht wurden.
Das auf dem Kenwood teilweise im Hochtonbereich zu einer gewissen Schärfe im Stimmenbereich neigende Clearaudio benahm sich auf dem Thorens wesentlich zivilisierter und ließ Musik einfach geschehen.

Dann kam jedoch eine Konstellation in der der Kenwood zeigen konnte was in ihm steckte.
Jürgen präparierte beide Arme für das Denon 304 und Spielte ein Stück das den Vorteil des Kenwood die Stabilität in der Abbildung, die wohl auf den Direktantrieb zurückzuführen ist ganz klar herausstellte.
In dieser Kontellation Punktete ebenso eindeutig wie in anderen Disziplinen vorher der Thorens diesesmal der Kenwood.

Allerdings unter nicht ganz gleichen Bedingungen:

Offensichtlich hat der Thorens mit dem Stax ein Resonanzproblem was sich bei zunehmender Lautstärke aufschaukelte und für eine Rückkopplung sorgte, die dazu fürhrte das der Thorens wesentlich leiser abgespielt wurde als der Kenwood.
Das Bedenken das der Stax nicht mit dem Thorens harmoniert, hatte ich von Anfang an geäußert, als Jürgen auf einen gleichen Tonarm bestand.
Der Thorens spielte also unter suboptimalen Bedingungen.
Gerade unter diesem Gesichtspunkt ist die Leistung des Thorens, die er in anderen Bereichen brachte umso bemerkenswerter...
Ein späterer Wechsel auf den Graham zeigte das dieses Problem dort faktisch nicht vorhanden war und selbst extremste Pegel gefahren werden konnten, genauso wie ich es auch von den anderen Armen, die ich bisher auf dem Thorens gefahren habe kannte...

Auch wurde mir gestern Abend zum ersten mal bewußt, das das Denon 304 im Hochtonbereich einen gewissen Peak hat, genauso wie es im Bass ebenfalls ein wenig zu viel tat, dies zeigte mir der Vergleich zu dem Kupfer Frog, dessen Darstellung für mich richtiger Klang und das obwohl es sich gerade im Hochtonbereich keinerlei Zurückhaltung auferlegte und dort noch eine ganze Ecke differenzierter wirkte...

Wenn ich jetzt dieses Handycap eines nicht passenden Tonarmes herausrechne so wird dieses vermutlich nichts daran ändern, das der Kenwood mit dem Prinzip des Direct Drive einen Vorteil in Richtung Stabilität in der Abbildung hat, der Thorens dafür einfach in der emotionalen Ausdruckskraft punkten konnte.
Stücke die über den Kenwood immer etwas nüchtern wirkten füllte der Thorens auch mit dem nicht passenden Tonarm mit Leben und berührte uns dadurch.
Dieses hätte ich gerne noch eindrucksvoller demonstriert was leider durch die zeitliche Begrenzung Limitierung nicht möglich war.


Zusammenfassend möchte ich feststellend, das der Kenwood der Plattenspieler ist, der den Beteiligten eine sehr neutrale ultrastabile Vorstellung bot.
Der Thorens ist das Laufwerk was mit seiner Emotionalität und seiner Ausdrucksstärke im Stimmenbereich in der Lage ist eine gewisse Maggie zu schaffen, die vom Kenwood nicht erreicht wird.



Viele Grüße

Tom

Verfasst: Fr 2. Nov 2007, 13:53
von GlowingTube
Hallo Tom,

ich habe eben Deinen ausführlichen und vor allem sehr aussagekräftigen Bericht gelesen. Glaube mir, ich wäre gern dabei gewesen, aber Weg und Zeit sprachen leider dagegen. :cry

Wenn ich ehrlich sein soll... ich bin jetzt noch mehr geneigt, mir den Thorens zu gönnen. Es scheint, als wenn der eventuell meinen klanglichen Vorlieben sehr gut zu "Ohr" stehen könnte :beer

LG
Rainer

Verfasst: Fr 2. Nov 2007, 19:33
von Steffi
Tagchen,

womit einmal mehr bewiesen wurde, dass Einzelkomponenten erst im harmonischen Zusammenspiel zu voller Größe auflaufen können.

Aber das kennen wir ja von der Fuba-Nationalelf.

Ich habe ja eh so meine Zweifel dass bei gegebener Laufwerksgüte noch großartige Unterschiede zu hören sind. Da spielen bei den meisten Interessenten eher die Gewogenheit von Laufwerkskonzepten (Masse/Schwinger), historische Vorlieben, in erster Linie aber die äussere Erscheinung die entscheidene Rolle.

Mir geht es jedenfalls so, ich bin klarer Masse-Vertreter, obwohl z.B. das Tom_H'sche Laufwerk durchaus zu überzeugen weiß.
Dass ich aber andere Laufwerke ausprobieren möchte, liegt fern, dazu habe ich mein Ding einfach zu zu lieb. :wink:

Trotzdem erstaunlich, wie viele Interessierte es doch so gibt, oder bin ich vielleicht zu guter Letzt doch kein eingefleischter Analogiker? :lips:

Thomas, danke für den unterhaltsamen Bericht.

Weinbeschwerte Grüße sendet aus Nettetal

Stefan

Verfasst: Fr 2. Nov 2007, 20:34
von Tubes
Steffi hat geschrieben:Tagchen,
Ich habe ja eh so meine Zweifel dass bei gegebener Laufwerksgüte noch großartige Unterschiede zu hören sind.
Stefan
Moin Stefan,

bei guten Laufwerken hörst Du die Güte des Antriebs (nach einem Wechsel), die verschiedenen Materialien des Antriebfadens - bei dcfs Flachriemen die verschiedenen Seiten, die Tellermatte etc..

Deshalb ist ein absoluter Vergleich m.E. unmöglich.
... womit einmal mehr bewiesen wurde, dass Einzelkomponenten erst im harmonischen Zusammenspiel zu voller Größe auflaufen können.
Ich denke auch, dass das die entscheidende Rolle spielt, wobei der Raum auch ein gehörig Wort mitzureden hat... :beer

Verfasst: Fr 2. Nov 2007, 22:53
von Steffi
Moin Heiner,

ja, ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt. Sicher habe auch ich einige Modifikationen am Laufwerk vorgenommen, wobei das geänderte Lager (meiner Meinung nach das Herzstück) den größten Sprung gebracht hatte.

Verschiedene Tellermatten und Antriebsriemen (Motoren habe ich bisher noch nie wechseln müssen/wollen) haben jedoch nicht unbedingt große Veränderungen gebracht, das hat sich bei mir immer erst im langzeitlichen Hören herausgestellt. Das Gute durfte bleiben, das Übrige verschwand wieder.

Ad hoc Tests sind mir etwas suspekt, ich brauche halt länger, darf aber derzeit über mangelnde Begeisterung des Erreichten beileibe nicht klagen. :wink:

Wie gesagt, interessant ist das alles sicherlich, manchmal fehlt mir einfach der Sinn zum Austesten, frei nach dem Motto "Schraubst du noch, oder hörst Du schon?"

Letztlich lebt ein Forum ja von der Aktivität einiger User und das ist gut so.

Grüße aus Nettetal sendet

Stefan

Verfasst: Sa 3. Nov 2007, 00:07
von Analog_Tom
Moin Steffi,

es gibt bei diesen Laufwerken ganz deutliche Unterschiede.
Wofür man sich letztendlich entscheidet ist meiner Meinung nach ganz klar abhängig von seinen musikalischen Vorlieben.
Wenn für mich der Punsch im Bass im Vordergrund gestanden hätte, dann wäre ich vor ein paar Jahren bei meinen T+A Endstufen geblieben und hätte mir noch Boxen mit 38 Bässen aber nicht den Cayin gekauft, denn das mit den Bässen konnten die T+As besser.

Doch es gibt halt in der Musik auch eine Welt abseits von Tscheng und Bum und ich konnte mich auch noch nie für CDs begeistern die nur das Thema hatten den Bassbereich zu überprüfen, denn ich will ja Musik hören.

Genau dafür habe ich meine Anlage abgestimmt. Farbig in den Mitten und Hochauflösend jedoch ohne Schärfe...
Genau so ist mein Thorens. Was den Bass angeht eher Panther als Bär...
Was aber nicht heißt das er nicht auch zulangen kann.

Du könntest selber wenn Du ihn so gut kennen würde wie Du Deinen RX 1500 kennst, jede Tellermatte klanglich identifizieren.
So gibt es einen guten Grund warum ich z.B. nicht mit Leder höre, das macht den Hochtonbereich harsch und scharf.
Da ich aber trotz höchster Auflösung keine Schärfe im Klangbild möchte habe ich mich für andere Lösungen entschieden...

Genauso dürfte das mit dem Antrieb sein, wie Heiner schon sagte.
Leider ist die Möglichkeit bei Thorens diesbezüglich etwas beschränkt, sonst würde ich dort auch noch experimentieren.
Oder hat jemand eine ernstzunehmende Alternative zu Meister Joels
Riemen?

Das ein gutes Team wichtig ist hat der gestrige Abend gezeigt.
Im Grunde genommen hätte ich mich gar nicht darauf einlassen dürfen den Thorens in einer Kombination antreten zu lassen die ich nicht selber die so zusammengestellt und für gut befunden habe.
Der Stax ist sicherlich ein ordentlicher Arm aber er läuft nicht optimal mit dem Thorens....

Leider fehlte gestern die Zeit und auch die Konzentration war schon lange in die vollen Mägen verschwunden.

Hätten wir mehr Zeit und Möglichkeiten gehabt und hätte ich das eine oder andere Stück auflegen können dann hätten der Graham mit dem Frog sicherlich zeigen können was der Thorens sonst noch alles kann. :wink:
Der Hadcock mit dem Glider wurden ja nicht einmal aufgebaut und ich hatte mich schon so sehr auf die langen Gesichter gefreut, die zumindest von den Jungs aus der Schwermetallfraktion nach Anblick des Ärmchens zu erwarten gewesen wären...

So blieb es bei einem Wettkampf mit einem Behinderten...


Viele Grüße

Tom

Verfasst: Sa 3. Nov 2007, 07:52
von Thargor
Schöner Bericht, einen "Sieger" hatte ich sowieso nicht erwartet. Gibt eben für jeden Topf den passenden Dreher :wink:. Die Klangbeschreibungen halte ich den Geräten für angemessen, wobei ich den Kenwood nicht kenne, mein SP-10 aber wohl zumindest ähnlich klingen dürfte.

Viele Grüße!

Verfasst: Sa 3. Nov 2007, 09:45
von vintage64
Moin Tom,

schöner Bericht ! Danke. :OK:

Tom hat geschrieben:
... denn ich will ja Musik hören ... da ich aber --- keine Schärfe im Klangbild möchte ...
:beer

Dieses ist auch mein Bestreben in den letzten Jahren gewesen. Es ist schwer, aber nicht unmöglich zu erreichen. Nachdem ich kürzlich einen Bericht über das Kupfer Frog gelesen habe, könnte ich mir vorstellen, daß es genau hierfür einen großartigen Beitrag leistet.
Mein Garrott Optim Ruby FGS ist in dieser Hinsicht imho auch ganz vorzüglich. :mrgreen:

Viele Grüße,
Henning