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Brauche eure Hilfe! Frequenzweiche für Ripol 30
Verfasst: Mi 1. Mär 2006, 09:34
von souldriver
Grüezi mitenand!
Habe mir von Strassacker zwei Ripole 30 besorgt und möchte mir diese nun zusammenbauen. Die Gehäuse sollten machbar sein allerdings bin ich mit Elektronikthemen, heisst Frequenzweichen ein absoluter Anfänger. Ich habe da drei Teile bekommen:
- IT Pilzkernspule/Coil HQ 1.5mH/0,31 Ohm
- i-Kernspule/Coil, klein 4,7 mH/058 Ohm
- Mundorf, 220 uF/63 V, Elko rau
Als Erklärung schreiben die:
"Der Serienkreis aus 1.5mH und 220uF stellt für die Resonanzfrequenz einen Kurzschluss dar. Die Spule in Reihe zum Teiftöner lässt die Frequenz über 100Hz langsam abfallen."
http://www.lautsprechershop.de/hifi/ind ... /ripol.htm
Auf den beigelegten Bildern seht ihr auch das mitgeliefert Schema. Sie schreiben auch, dass man die Frequenzweiche auf dem Boden im separaten Gehäuse bauen soll. Braucht man da keine Platine oder sowas? Und wenn auf den (Holz-)Boden, wie befestigen.
Wäre toll, wenn ihr mir kurz erklären könnt wie das funktioniert. Werde mich dann mit einem ausführlichen Bericht meiner Sabas mit den Ripolen revanchieren!
Grüsse
Urs
Verfasst: Mi 1. Mär 2006, 10:48
von Erzkanzler
Hallo Urs,
was zum Himmel hast Du vor?
Die passiven Subs sind doch wohl nicht für die Rondos gedacht, oder?
Grüße
Martin
Verfasst: Mi 1. Mär 2006, 11:14
von Yoda-ohne-Soda
Hallole,
1.
Die Weichenbauteile wie auf dem Bild dargestellt auf ein kleines Brett zusammenlegen und mit der Innenverkabelung für den Tieftöner üben die Verbindung herzustellen.
2.
mit z.B. Silikon befestigen. Entweder kannst Du die Teile direkt miteinander verlöten oder duch Kabel verbinden.
Gruß
Frank
Verfasst: Mi 1. Mär 2006, 11:21
von Erzkanzler
Wenn die Teile für die Rondos sind kann er sich die Arbeit sparen!
Die Rondos haben 96dB Wikungsgrad, ein RiPol RBS 512 je nach Version maximal 87dB
Das passt nicht, aber garnicht. Da gehört ein Aktivmodul dran.
Grüße
Martin
Verfasst: Mi 1. Mär 2006, 14:43
von souldriver
Tschuldigung! Hätte vielleicht genauer erklären müssen, was ich damit vorhabe. Ripols sind aktiv und haben daher keinen negativen Einfluss auf Sabas. Apropos Sabas: Da ich mir (noch) keine Rondos zutraue, habe ich zuerst, wie es sich gehört, mich mit den Open Baffles vertraut gemacht und ich muss sagen, dass es mich wirklich vom Hocker gehauen hat. Das Einzige was fehlt ist der Mittlere- und Tiefe Bassbereich. Daher die Ripols.
Hier noch einige Fotos:
Wäre trotzdem froh, wenn mir jemand erklären könnte wie das mit der Frequenzweich funktioniert.
Grüsse
Urs
..und Martin...ich hoffe du hast dich wieder erholt

Verfasst: Mi 1. Mär 2006, 14:49
von Erzkanzler
Moin,
wie Yoda schon geschrieben hat:
passendes Holzbrett aus Birkensperrholz o.ä. im Bauhaus zuschneiden lassen, Bauteile gemäß Plan mit Heißklebepistole ankleben.
Anschließend mit starrem Kupfer oder Silberdraht verlöten.
Es gab da mal eine schöne Anleitung in der Hobby-Hifi oder K&T, könnte sein das ich die noch irgendwo rumfliegen habe.
Grüße
Martin
Verfasst: Mi 1. Mär 2006, 18:57
von Thargor
Warum keine aktive Frequenzweiche nehmen? Da kannst Du gleich noch den Raum mit entzerren. Behringer Ultracurve DEQ 2496 gibt es für kleines Geld. Kannst Du natürlich mit High-End Aufschlag auch von Accuphase kaufen.
So etwas plane ich für meinen Raum (mit dem neuen Subwoofer zusammen). Einfach mal googeln (und Vorsicht: Die üblichen Vorbehalte (rauscht, verschlechtert den Klang etc.) lassen sich durch eine korrekte Ansteuerung lösen.
In der aktuellen Image Hifi vielleicht auch mal den Artikel ab Seite 114 (X-Kursion) lesen.
Gruß Thargor.
Verfasst: Mi 1. Mär 2006, 21:53
von rec
Hallo!
und mindestens ein elko glatt wen die MKPs zu teuer sind
Verfasst: Do 2. Mär 2006, 21:17
von SDJungle
Thargor hat geschrieben:Warum keine aktive Frequenzweiche nehmen? Da kannst Du gleich noch den Raum mit entzerren.
Da gibts wohl ein kleines Mißverständnis, was die passive Beschaltung angeht - es ist keine Frequenzweiche sondern ein Korrektrnetzwerk. Man braucht also diese passive Beschaltung ZUSÄTZLICH zu einer Subwooferweiche.
Jetzt könnte man natürlich auch dieses passive Korrekturnetzwerk mit der aktiven Lösung einsparen - beim Dipol- bzw. Ripol-Subwoofer ist die passive Lösung bis dato die bessere Wahl. Entgegen der aktiven Lösung, die ja nur eine reine Frequenzweiche/Tiefbaßentzerrung darstellt bzw. darstellen kann, muß man beim Dipolsub über das Filternetzwerk auch die Kammerresonanz und den akustischen Kurzschluß 'beackern'. Eine mehr oder weniger steilflankige Aktivweiche - oder ein parametrischer EQ - kann diese aufs jeweilige Chassis maßgeschneiderten Entzerrungen nicht ersetzen. Zumindest ist das noch niemandem gelungen, der meinte mit dem DEQ besser zu fahren...
Zum anderen - der Behringer Ultracurve DEQ 2496 ist keine Aktivweiche oder ein Ersatz dafür - es ist 'nur' ein Equalizer mit der Möglichkeit der Raumeinmessung. Ausgerechnet im Baßbereich muß/sollte man da aber selbst Hand anlegen bei diesem Gerät - die damit gemessenen Kurven entsprechen eher nur näherungsweise den Höreindrücken im Baßbereich.
Ein Subwooferverstärkermodul MIT Aktivweiche ist also trotzdem noch notwendig - spätestens dann wenn man mit einer Tiefbaßanhebung experimentieren möchte. Sehr sinnvoll dabei ist auch der Subsonicfilter, um die Treiber von allzu tiefen Frequenzen zu entlasten, da bei diesem Bauprinzip spürbarer als bei anderen Methoden der Maximalpegel von der mechanischen Belastbarkeit des Chassis abhängt.
Gruß
Stefan
Verfasst: Do 2. Mär 2006, 22:01
von Thargor
Sorry, ich bin schon wieder mit den Behringer Bezeichnungen durcheinander gekommen. Die aktive Frequenzweiche heist Behringer Ultradrive Pro DCX 2496.
Um eine zusätzliche Frequenzgangmessung mittels geeignetem Equipment kommst Du nicht herum, dass stimmt. Inwieweit ein Dipolsub dafür nicht geeignet ist, erschliest sich mir jetzt nicht. Ich habe vor einer Woche bei einem Freund die Weiche in Aktion erlebt und war vorsichtig formuliert sprachlos. Aber selber habe ich damit absolut keine Erfahrungen, werde es aber 100%ig selber erproben. Das Gehäuse für meinen Sub wird gerade zugeschnitten....
Viele Grüße!
Verfasst: Fr 3. Mär 2006, 21:01
von SDJungle
...macht trotzdem keinen Unterschied.
Nochmal - beim Dipolsub muß man
zusätzlich zur üblichen Beschaltung in Form einer mehr oder weniger steilflankigen Trennung zu den Haupt-LS und einer eventuell gewünschten Tiefbaßanhebung den Treiber an die physikalischen Gegebenheiten des Gehäuseprinzips anpassen - udnd as kann eine Aktiweiche in dieser Form nicht, bzw. bisher nicht. Mir ist keine einzige Aktivweiche bekannt, bei der man neben der üblichen Einstellmöglichkeiten zu Pegel,Trennfrequenz, Phasenanpassung und eventueller Tiefbaßanhebung
zusätzlich bzw. wirklich hundertprozentig auch die Hohlraumreso und treiber(größen)/parameterabhängig den Pegeleinbruch im Tiefbaßbereich durch den akustischen Kurzschluß bearbeiten kann. Weder bei den DIY-Lösungen, noch bei den kommerziell vermarkteten Lösungen ist das der Fall.
Ein Verstärkermodul brauchst Du eh - damit hast Du schonmal die notwendige Subwooferweiche erschlagen. Und die zusätzlich notwendige passive Entzerrung des Dipolsubs funktioniert nicht nur besser als eine externe Lösung per Controller und separater Endstufe - sie ist sogar wesentlich preisgünstiger. An dieser Stelle ist ja gar keine variable Entzerrung notwendig, wie sie mit einem DSP-Controller möglich ist - hier geht es nur um eine fixe, treiberparameterabhängige Anpassung, damit die Baßwiedergabe frequenzunabhängig linear ist. Bei einem Controller a la UC kann es durchaus passieren, daß der Regelbereich dazu nicht ausreicht, bzw. daß die Rechenleistung ziemlich ausgeschöpft werden müßte.
Am Beispiel des Strassacker-Dipols sieht man auch, daß dort keine Luftspulen verwendet werden - das hat seinen Grund weil dort eine extrem niedrige Induktivität nicht erwünscht bzw. gar nicht sinnvoll ist. Auch kann man an dieser Stelle ohen Kopfschmerzen auf Elkos anstatt MKPs zurückgreifen - den Unterschied sieht man höchstens wegen des ungleich größeren Platzbedarfs...
Gruß
Stefan
Verfasst: Fr 3. Mär 2006, 22:22
von Thargor
Na, dann bin ich ja froh, dass ich einen konventionellen Sub am Start habe.

Also für diesen Dipol streichen wir das dann mal.
Von den Möglichkeiten der Raumentzerrung nach Vorführung bin ich restlos überzeugt. Sogar nur mit den passiven LS meines Bekannten bringt das schon erheblichen Unterschied. Aber wie gesagt.... Versuch macht kluch
Viele Grüße!
Verfasst: Sa 4. Mär 2006, 01:34
von SDJungle
Thargor hat geschrieben:Na, dann bin ich ja froh, dass ich einen konventionellen Sub am Start habe.

Also für diesen Dipol streichen wir das dann mal.
Ähm...warum habe ich den Eindruck daß Du das jetzt fälschlicherweise als Nachteil des Dipolsubs auslegst...??? Weniger notwendige Elektronik = schlechter...???
Von den Möglichkeiten der Raumentzerrung nach Vorführung bin ich restlos überzeugt.
Bedenke dabei allerdings auch, daß Du beim Dipolsub weniger Raummoden anregst und somit von vorneherein weniger Raumprobleme hast...
Gruß
Stefan
Verfasst: Sa 4. Mär 2006, 07:44
von Thargor
SDJungle hat geschrieben:Ähm...warum habe ich den Eindruck daß Du das jetzt fälschlicherweise als Nachteil des Dipolsubs auslegst...??? Weniger notwendige Elektronik = schlechter...???
Gruß
Stefan
Nö, so war das nicht gemeint. Weiss auch nicht, warum Du den Eindruck hast

. Wenn ich gewusst hätte, dass die aktive Weiche nicht mit dem Dipol harmoniert, hätte ich den Tip nicht gegeben. Mehr wollte ich damit gar nicht sagen. Und froh bin ich, einen normalen Sub geplant zu haben - weil sonst hätte ich ggf. eine Aktivweiche umsonst gekauft
Viele Grüße.
Verfasst: Sa 4. Mär 2006, 13:54
von SDJungle
Um ein weiteres Mißverständnis Deinerseits zu beseitigen - Du kannst Deine aktive Weiche selbstverständlich mit dem Dipolsub verwenden, für die üblichen Aufgaben ist sie genauso geeignet wie Aktivweichen in den üblichen Subwooferverstärkermodulen. Nur die passive Entzerrung kann sie nicht ersetzen. Sie ist bei einem Dipolsubwoofer allenfalls nicht unbedingt notwendig, was die Möglichkeiten der Raumanpassung angeht. Den Dipolsubwoofer kann man ja im Gegensatz zu anderen Konstruktionen durch die gerichtete Abstrahlung hörplatzspezifisch ausrichten.
Gruß
Stefan