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Verfasst: Fr 4. Feb 2011, 22:22
von NKA
....mmmmhhhh.... das hab ich wegen der Spannungen schon befürchtet .. kann ich auch nachvollziehen, dass die Betreuung nicht so ganz einfach würde ':cry'

Wenn ich mich recht erinnere, gab es hier einen prima Thread mit guten Diskussionen und schönen Bildern, aber dann ist der Schaltplan und alles weitere in der Schublade geblieben..... deshalb ist das mit der guten Nachbaubarkeit so eine Sache.... fand ich etwas schade. Vielleicht kontaktiere ich bei Gelegenheit Thomas trotzdem mal.

Dann lass ich mich mal überraschen, wie das neue Projekt aussieht.

viele Grüße, Norbert

Verfasst: Sa 5. Feb 2011, 09:51
von Vinni
Rechnet man Kosten für Vorstufenvorschlag und Endstufenvorschlag zusammen bewegt man sich im Bereich von 3000-4000€. Das klingt nach einer Hausnummer, stellt aber im Gegenzug ja sinnvolles DIY da - da man in vergleichbaren Fertiggeräten i.d.R. keine Servoregler und hochwertige AÜ findet. Ich fände es gut, wenn die Stufen von vornherein so entwickelt werden, dass sie eine abgestimmte Kombo ergeben, sowohl technisch, wie auch optisch - das wäre ja dann ein "Forumsprojekt"!

Verfasst: Sa 5. Feb 2011, 10:09
von audiosix

Verfasst: Sa 5. Feb 2011, 10:49
von Vinni
Willst du ein Ultrapath Konzept nehmen?
Wenn ja wo soll sich das Gerät in deinem Sortiment einsortieren? Zwischen der Special und der Symm Edition?

Ich habe übrigens gehofft das du das Gehäuse nutzen willst - ich finde das sehr schick!

Verfasst: Sa 5. Feb 2011, 11:47
von audiosix
Quote
Ich wollte nur zeigen, wie es aussehen könnte. Symmetrisch Line habe ich sicher 10 Konzepte mit 100 Variationen. Habe mich da noch nicht entschieden.

Reinhard

Verfasst: Sa 5. Feb 2011, 15:26
von Vinni
Eine grundsätzliche Frage habe ich noch:
Was für einen Dämpfungsfaktor kann man bei einer PP mit der russischen Dame erwarten?
Grund der Frage: Ich bin mit meinem BlueNotes sehr zufrieden - allerdings zerfällt das Klangbild bei sehr dynamischen Aufnahmen (vorallem bei großen Orchesteraufnahmen) ab einer bestimmten Lautstärke und auch bei geringeren weiß es einfach nicht in dem Maße zu überzeugen wie bei langsameren Titeln. Daher liebäugle ich eigentlich mit ein paar Sac Il Piccolo, da ich hoffe mit diesen den Klangcharakter zu behalten, nur dynamisch besser. Besser würde mir aber eine Röhre gefallen - so aus persönlichen Geschmack :beer

Verfasst: Di 8. Feb 2011, 18:24
von NKA
6C33 Gegentakter ist auch ein guter Vorschlag von Micha... 15W Ausgangsleistung wären für meine LS ganz nett - das müsste ja hinkommen, oder?

Gruß, Norbert

Verfasst: Di 8. Feb 2011, 20:59
von mb-de
Hallo zusammen,

20W+ sind im A-Betrieb drin, ohne das Rohr zu quaelen, ohne Ueber-Alles-Gegenkopplung und einem Daempfungsfaktor im Bereich 5..8.

Welcher DF wird real benoetigt?

Mit hoeherer Ueberanpassung unter Leistungsverlust oder ein wenig GK kann man den noch deutlich nach oben bringen...

Gruss

Micha
=->

Verfasst: Di 8. Feb 2011, 23:59
von Valvox
mb-de hat geschrieben:Hallo Jan,

warum parallele TETRODEN im Eintaktbetrieb?

Das ist doch nun die nachgerade problematischste Endroehrenwahl fuer Audioverstaerker... Hochohmig, also benoetigt man viel GK, um den Innenwiderstand soweit nach unten zu bringen, dass man damit Lautsprecher treiben kann (Stichwort Daempfungsfaktor) - des Weiteren ist der nutzbare Aussteuerungsbereich an komplexen Lasten beschraenkt (Stichwort Dynatronbereich). Ist die gewaehlte Tetrode einigermassen steil, hast Du im Parallelbetrieb zudem sehr gute Chancen, eine Oszillator zu bauen...

Mit einer steilen Vorstufenroehre nimmst Du Dir dank des niedrigen Engangswiderstandes im Katodenkreis eine interessante Gegenkopplungsmoeglichkeit - die von der Anode der Endroehre an die Katode der Vorstufenroehre - zumindest schraenkst Du den moeglichen Gegenkopplungsfaktor stark ein.

Pentoden oder pentodenartige Endroehren (BPV = BPT vulgo Strahlbuendeltetrode) passt besser. Mittelsteile bis niedrigsteile Treiberpentode mit geringen Verzerrungen davor, lokal im V69/V73-Stil gegenkoppeln, fertig.

Dann kann man noch vorteilhafter zum Gegentaktkonzept greifen - und muss sich deutlich weniger mit Ausgangsuebertragerkompromissen (Luftspalt und damit relativ hohe Streuung und niedrige Hauptinduktivitaet) befassen.

Gruesse

Micha
===
PS: EF86 an E130L funktioniert in diesem Stil recht gut. Eintakt ergibt ueber zehn Watt, Gegentakt A mindestens 25, Gegentakt AB eher 50W...

Ja,
E130L ist eine schöne Röhre, habe aber selbst "auf Ebay" lange keine mehr gesehen und deshalb meine letzte verkauft (auch in der Bucht).
Wie wär's denn statt PSE (okay, Einwände sind berechtigt, habe aber schon schöne PSE-Sachen gehört und auch gerade eine zu Hause) mit einer KT88 oder der neuen KT120 im SE-Betrieb? Oder EL156...
Getrieben von einer EF80 oder EF184 sollte sich da doch was machen lassen?
Ich werde mir auch mal den Ansatz von Gerhard Haas mit Treiber ECL86 ansehen- für mich als Halbgebildeten eine Herausforderung .

Viele Grüße,
Jan

Verfasst: Mi 9. Feb 2011, 15:46
von Vinni
Was real an DF benötigt wird - tja ich weiß es nicht, ich habe keine Erfahrungen in dem Bereich und kann es nicht einschätzen.
Wie gesagt - bei massiven Bassabläufen bricht mein Klang zusammen - und das nur und zwar nur dann! Daher läuft meine Vermutung stark in die DF Richtung. Generell haben Röhrenverstärker ja eher geringe DF - daher fände ich es eigentlich interessant Leistung für mehr Dämpfung und weniger Klirr aufzugeben.

Im Moment treibe ich die BlueNote mit Meixing Mingda 845er Monos (845er SET) - was die für einen Dämpfungsfaktor haben konnte ich nicht finden -> die einzige Angabe ist <50. (irgendein Fantasiewert denke ich)

Von der Leistung bringen die laut Datenblatt 20W, real aber nur 12W - mir wären 15W Class A mit hohem DF lieber als 25W mit geringerem DF.
Meine LS haben ja nur ca 88dB/W/m und damit stehen ich ja eher schlecht da, was den Wirkungsgrad angeht. Meine jetzigen 12W reichen aber locker um meine 36m²mit den LS zu beschallen - von daher brauche ich eigentlich nicht mehr als 15-20W. Ich denke dass das auf viele hier zutrifft, oder irre ich mich?

Von daher lieber ordentlich GK und DF, wenn der Rest das auch gut findet - wenn nicht, dann bin ich raus oder muss über eine Teilaktivierung der BlueNotes nachdenken.

Grüße
Vincent

Dämpfungsfaktor

Verfasst: So 27. Feb 2011, 19:42
von NKA
Hallo Micha,

der optimale DF interessiert mich schon eine Weile. Ich habe deshalb heute mal nach dem Artikel von Tomcik den für meine LS günstigsten Innenwiderstand des Amp ermittelt und komme auf ca. 3 Ohm. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, berechnet sich der DF aus LS-Widerstand durch Innenwiderstand, bei mir also 4/3=1,3. Das sollte ja kein Problem und evtl. mit minimaler Gegenkopplung zu realisieren sein......?

Beantwortet das Deine Frage von oben?

viele Grüße

Norbert

Verfasst: Di 1. Mär 2011, 23:04
von Valvox
mb-de hat geschrieben:Hallo Jan,
............

Mittelsteile bis niedrigsteile Treiberpentode mit geringen Verzerrungen davor, lokal im V69/V73-Stil gegenkoppeln, fertig.

............

Gruesse

Micha

Huhu Micha,

denkst Du da vielleicht an eine aus der beliebten C3x-Reihe? (:-)))

Dank und Grüße,
Jan

Verfasst: Mi 2. Mär 2011, 08:13
von AndreasS
Hallo Jan,

"niedrigsteil" bedeutet eine Steilheit von 1...2,5 mA/V; die C3m hat schon wesentlich mehr. Denkbare Röhren wären EF6, EF12, EF37, 6J7, 6SJ7, EF86 oder E80F.

Gruß Andreas

Verfasst: Mi 2. Mär 2011, 10:43
von Valvox
Ach so- danke, Andreas!

Heißt das, dass meine C3m, E81L, EF80, EF184, E180F, E280F und D3a jetzt wegen zu hoher Steilheit hinter Gitter müssen? (:-)))

Viele Grüße,
Jan

*Keep on glowing!*

Verfasst: Mi 2. Mär 2011, 14:40
von AndreasS
Hallo Jan,

Micha hatte im zweiten Absatz ja schon die Antwort gegeben:

"Mit einer steilen Vorstufenroehre nimmst Du Dir dank des niedrigen Engangswiderstandes im Katodenkreis eine interessante Gegenkopplungsmoeglichkeit - die von der Anode der Endroehre an die Katode der Vorstufenroehre - zumindest schraenkst Du den moeglichen Gegenkopplungsfaktor stark ein."

Behalte die "steilen" Röhren für Verstärker mit hoher Stufenverstärkung - nach meiner Erfahrung sind es nicht zwangsläufig die "besseren" NF-Röhren (die teueren sind sie nur wegen der aufwendigeren Fertigung).

Richtige Wahl des Arbeitspunktes vorausgesetzt, kann man gerade mit den Pentoden geringer Steilheit Stufen mit höherem Ausgangsspannungshub (oder geringerem Klirr) schaffen.

Gruß Andreas

Verfasst: Mi 2. Mär 2011, 19:53
von Valvox
Nochmals Dank,
Andreas, für die Aufarbeitung meiner Halbbildung!

Versuche, mir einen Überblick über das Thema Röhrenverstärkerdesign zu verschaffen. Ich lerne.
Da freue ich mich natürlich, wenn man mich auf so manche Gegebenheiten stupst..

Viele Grüße,
Jan

*Keep on glowing!*