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Verfasst: Mo 28. Dez 2009, 21:39
von vintage64
Hallo Martin,

willkommen im Club der Reibrad-Freunde ! :beer

Heute abend hab' ich erstmals meinen 1019 in "historisch korrekter" Ausstattung mit orig. Shure M-44-MG sowie neuer orig. Shure N44G Nadel gehört. Deutlich besser als mit dem Shure M97xE: fetter vintage-sound mit viel Gefühl, trotzdem guter Auflösung ! :mrgreen:

Meine Töner wurden von 1956 (Mono-Ära) bis 1966 gebaut, DUAL 1019 ab 1965, die Endstufe vertritt eher die 40iger Jahre, Vorstufe sicherlich die 60iger. Nur die perfekt neutrale, moderne Phonostufe fällt aus dem Rahmen. Dieser Sound ist imho unbezahlbar. iPod kann ja jeder ... ! :mrgreen:

Viele Grüße !

Verfasst: Mo 28. Dez 2009, 23:27
von marty
Hallo Henning, :beer

der Plattenspieler macht wirklich Spaß. :OK:

Ich muss ihn aber bei Gelegenheit mal auseinander nehmen, die Schrauben für das Schwingchassis sind schief, ein Kanal geht 'macht' nur 75% des anderen und der Tonarmlift ist außer Funktion.

Trotzdem unermüdlich der 'Gute', ich werde ihn aber im momentanen Zustand nicht weiter quälen.

Wahrscheinlich braucht das Lager auch mal Schmierstoff außerdem würde ich gerne mal den TA wechseln, der sicher schon viele Jahre seinen Job gemacht hat. Das 97ger wäre ja eine Alternative für die wahrscheinlich nur noch schwer und teuer zu bekommenden 15er.

Vom 44ger habe ich bisher genau so wenig gehört wie vom 75ger das bei mir eingebaut wurde.

Gruß
Martin

Verfasst: Di 29. Dez 2009, 00:01
von vintage64
Martin,

Motor läuft leise ? Ist ja eigentlich stets der Hauptaufwand, falls was ist.
Die von Dir geschilderten Sachen dürften leicht behebbar sein.

Das Shure M 44 M-G wurde tatsächlich standardmäßig mit dem 1019 als Variante "T 501" ausgeliefert. War das Spitzensystem von Shure in den 60iger Jahren und hat bis heute überlebt, da sich DJs vor allem wegen der hervorragenden Spurtreue zunehmend dafür begeisterten. Die Bezeichnung für die neue Produktion lautet Shure M 44 G und das System dürfte technisch identisch mit dem Urahn sein (wohl bis auf die alte Nadel, mit der nur max. bis 19 kHz möglich war). Aber ich hab' ja jetzt auch die neue Nadel drin.

Hier mal ein Auszug aus einem DUAL Prospekt aus der Zeit, der die Bestellvariante mit dem Shure enthält:

[img:132:147]http://www.abload.de/thumb/1019_ruhhdtt.jpg[/img]
©DUAL

Viele Grüße ! :beer

Verfasst: Di 29. Dez 2009, 00:29
von marty
Hallo Henning,
vintage64 hat geschrieben: Motor läuft leise ? Ist ja eigentlich stets der Hauptaufwand, falls was ist.
Die von Dir geschilderten Sachen dürften leicht behebbar sein.
Ja der Motor läuft sehr leise, habe gleich mal nach dem 44ger Ausschau gehalten, das ist ja ein durchaus vertretbarer finanzieller Aufwand.

Danke für das Einstellen des Auszugs. :OK:

Ich muss mir auch mal im Web das Manual und die Serviceanleitung suchen,
ich meine, ich hätte damals als Jo das gute Stück vergeben hat, eine Downloadmöglichkeit gefunden gehabt. Ist ja leider schon wieder Weile her.

Viele Grüße
Martin

Verfasst: Di 29. Dez 2009, 00:59
von vintage64
Hallo Martin,

gern geschehen ! :OK:
BD sowie Serviceunterlagen gibts hier.

Ja, für einen Reibradler unglaublich leise dat Teil ! :mrgreen:
Mein intakter "Ersatz-1019" hat mich schlappe 25€ gekostet, nur kaum mehr als die gerade erstandene Ersatznadel N44G (22€) ... :shock: :shock: :weed:

Viele Grüße !

Verfasst: Di 29. Dez 2009, 01:30
von marty
Hallo Henning,

danke für den Link. :beer


Ich habe gerade nochmal im Web gestöbert und bin auf der Seite von Shure gelandet.

Hier steht in der Produktübersicht:

M44-G Tonabnehmer
Club/Party System mit leichter Höhen- und Tiefenanhebung.


Im eigentlichen Produkttext wird kein Wort davon erwähnt. :idn:

Es gibt allerdings auch noch:

M44-7 Tonabnehmer
Eine Legende unter Turntablists

Und natürlich das:

M97xE Phono Tonabnehmer
Sehr detailgetreu über den gesamten Frequenzgang, elliptischer Nadelschliff.


------------------------------------------------------------------------

Ich habe bei dem 1019er kein Problem auch mal einen TA auszuprobieren, der eine leichte Höhen- und Tiefenanhebung hat.
Aber ich bin schon sehr überrascht, dass ich diese Aussage sonst an keiner Stelle im Netz gefunden habe, im Gegenteil von "präziser Klangreproduktion" wird hier gesprochen ... und natürlich das ganze DJ-Gedöns. :wink:

Wie ist denn Deine Einschätzung zwischen 44ger und 97ger, ich mag es ja nicht ganz so dick 'untenrum' und schätze eine gute Auflösung, wobei ich auch keinen 'Knister-und Kratzersucher' als TA mein eigen nennen möchte.

Das 97ger wollte ich mir schon früher mal für meinen Thorens holen, hatte aber dann die Möglichkeit günstig in die MC-Welt einzusteigen.

Gruß
Martin

Verfasst: Di 29. Dez 2009, 23:10
von vintage64
Hallo Martin,

die Sache mit der "Anhebung" kann ich so nicht bestätigen.
Es gibt ja auch folgende Aussage:
Mit einer Auflagekraft von 0,75 g bis 1,5 g und einem nahezu linearen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz produziert das M44G System einen vollen Klang mit hoher Detailtreue. ©thomann
Sicherlich Geschmackssache. Beim Nordtreff wurden die Mitten beim M97xE allgemein als etwas unterbelichtet im Vergleich zum Tonband angesehen.
Darunter leidet das M 44 G definitiv nicht. Ich gehe davon aus, dass der Tonarm des 1019 mit Blick auf dieses System entwickelt wurde. Von daher gibts da für mich überhaupt keine Zweifel am M 44 M-G. Klanglich im Zusammenspiel mit dem 1019 der für mich bis dato überzeugendste Sound von LP unabhängig vom Preis. :D
Allerdings kommt der Bassbereich auch definitiv stark rüber, ohne dass ich hier aber Schwächen ausmachen könnte. :mrgreen:

Viele Grüße !

Verfasst: Mi 30. Dez 2009, 00:21
von marty
Hallo Henning,

Papier ist bekanntlich geduldig, daher

danke für Deine/Eure Klangbeschreibung, einen neuen TA braucht mein 1019er ja auf jeden Fall.

Notfalls kann ich dann ja auch unter die DJs gehen.... :mrgreen:

Nein, im Ernst, ich denke es wird das 44ger werden. :OK:

Viele Grüße
Martin

Verfasst: Do 31. Dez 2009, 10:13
von vintage64
Moin Martin,

es gibt durchaus noch einen bedeutsamen Unterschied zwischen Shure M 44 G und Shure M 97 xE: Ersteres soll laut Hersteller mit 450 pF, letzteres mit 250 pF abgeschlossen werden.
Beim Shure M 44 G ist also basteln angesagt. Thargors Auffassung, dass nur ein korrekt abgeschlossenes MM-System seine volle Leistung bringen kann,
kann ich nur bestätigen. Er hat das mal vor einigen Jahren mit einer umschaltbaren Phono-Stufe eindrucksvoll demonstriert.
Allerdings gab es da teilweise subjektive Abweichungen von der Hersteller Empfehlung ! :shock:

Das orig. Tonarmkabel des 1019 hat sicherlich auch eine gewisse Kapazität zwischen 50 und 100 pF schätze ich (140 pF hat jemand mal behauptet; irgendwo gelesen ...).

Übrigens gibt die Bedienungsanleitung des 1019 für den Verrundungsradius des M 44 G (18 μm) eine Antiskatingkraft von 1.45 für 1.5g Auflagekraft,
dementsprechend von 0.95 für 1g an.

Welchen Einfluss die Gesamtkapazität bei MM hat, verdeutlicht folgendes Photo aus der Bedienungsanleitung eines Yamaha Vorverstärkers am Beispiel des Shure V15III. Lt. orig. BD, die mir vorliegt, empfiehlt Shure für das V15III eine Gesamtkapazität pro Kanal von 400-500 pF.

[img:132:147]http://www.abload.de/thumb/shurev15iii_ruhkccs.jpg[/img]
©YAMAHA

Will nachher nochmal mein Moving Iron aus der 1.000 € Klasse testen, da es von diesen Kapazitätswerten unabhängig sein dürfte ... :mrgreen:

Viele Grüße ! :beer

Verfasst: Do 31. Dez 2009, 11:48
von Tubes
Moin Henning,

aus gut unterrichteter Quelle soll ich Dir mitteilen, den ZET besser nicht zu verkaufen ... :wink:

Verfasst: Do 31. Dez 2009, 11:54
von vintage64
Moin Heiner,

keine Sorge, ich verkauf eh' nix ... :mrgreen:
Aber im Ernst: der ZET hat sicherlich auch seine Qualitäten. Ich behalte ihn beim Abverkauf meiner Pretiosen daher bis zum Schluss
und werde ihn vorher auch nochmal auf Herz und Nieren testen ... :D

Übrigens: meine Reflex ist weit davon entfernt, eingespielt zu sein ! :cry:
(Kenne das zur Genüge vom GramAmp 2SE ...)

Viele Grüße ! :beer

Verfasst: Do 31. Dez 2009, 17:19
von Thargor
Moin!

Einen noch im alten Jahr, das M44 hatte ich ja auch kurz in Verwendung. Da gibts "drüben" einige wirklich gute Berichte drüber. Z.B.

http://www.analog-forum.de/wbboard/inde ... tID=105384

Da war auch die Rede davon durchaus mal deutlich höhere Auflagekraft zu probieren.

Berichte mal vom Vergleich mit Deinem MI ^^ gespannt ist...

Viele Grüße und schönes Neues und so ^^ :beer

Verfasst: Do 31. Dez 2009, 23:17
von vintage64
Moin !

Danke für den Link ! :beer
Im Moment fahre ich das M 44 M-G mit 1.5g VTF. Also muß ich nach Studium des threads unbedingt mal 2.0g und sogar 3.0g probieren ! :shock: :D

Vorhin hab' ich nochmal das M 44 M-G (mit 1.5g) angehört, diesmal mit dem großen PSU1-NT von Graham Slee.
Also, das Cello-Konzert von Schumann auf Mercury 35mm, Janos Starker war wirklich zum dahinschmelzen schön. Unglaublich realistische Bühne ...

Bei Orgel-Jazz Aufnahmen aus den 60igern klang die Hammond sehr "rustikal", zeitweilig etwas spitz in den oberen Tonlagen. Vielleicht gibt sich das noch.
Trotzdem ultra realistisch. Bin gespannt, was das Garrott Optim FGS im Vergleich sagt ... :mrgreen:

Guten Rutsch ! :D

Viele Grüße !

Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 17:04
von vintage64
Moin !

hab' heute nachmittag das M 44 mit 3g gefahren: Unterschied wie Tag und Nacht !! :shock: :mrgreen:
Noch mehr Details zu hören, wesentlich bessere Kanal-Trennung und keine gelegentlichen Probleme mit zischendem S mehr. Allerdings schrammt der Systemkörper jetzt haarscharf über dem Vinyl entlang ... :D

Das Garrott Optim muß noch warten, denn ich hab' zwar eine zweite Dual Headshell, allerdings nicht die passenden Schrauben.

Als nächstes will ich mich um den optimalen Abschluss des Systems kümmern. Vor einiger Zeit hab' ich mir mal eine umschaltbare Chinch-Box mit 4 Eingängen besorgt. In dem sehr soliden Metall-Gehäuse ist genügend Platz. Also werde ich mal 100, 150, 200 und 300pF einlöten. Dann probieren ...

Viele Grüße !

Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 21:27
von vintage64
Moin,

hier mein abschließender Bericht zum 1019:

Ha ha ha ha ha !!! [img:50:35]http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/s020.gif[/img]

Ich lach' mich schlapp ! Vorhin hab' ich je 250pF in die Umschaltbox gelötet.
Zusammen mit der Eingangsimpedanz der Reflex von 100pF und den ca. 100pF des Tonarmkabels komme ich damit auf etwa 450pF,
liege also genau im Rahmen der Shure-Empfehlung für das M 44 G.

Klanglich nochmals ein deutlicher Schub: die räumliche Darstellung legt enorm zu, zuvor etwas "vorlaute" Höhen sind gezähmt und sehr angenehm. Auch in Punkto Dynamik eine klare Verbesserung.
Beim letzten Nordtreff machte der 1019 schon erstaunlich viel richtig, jetzt macht er imho alles richtig !!! :mrgreen:

Das Shure M 44 (M-)G ist demnach eindeutig das System für den DUAL 1019. Ich denke, der 1019 wird massivst unterschätzt. Viele haben einfach keine Vorstellung davon, was dieses Gerät im Idealfall wirklich zu leisten im Stande ist ! :king:

Viele Grüße ! :beer

Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 15:53
von Thargor
... Du bist uns noch den Optim FGS Bericht schuldig ^^

:mrgreen:

Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 17:30
von vintage64
Moin,

das verschieben wir um ein Jahr bis zum nächsten bei mir stattfindenden Nordtreff.
Bis dahin hab' ich auch den nötigen Schraubensatz für die zweite Headshell ! :mrgreen:

Ich bin so begeistert vom M44MG am Tonarm des 1019, dass mir eine unvoreingenommene Beurteilung des Optim FGS nicht mehr möglich erscheint ... :wink:
Einige halten übrigens das M75MG für ähnlich gut am 1019.

Vorhin bin ich auf 2.5g Auflagekraft gegangen, da bei 3g die hintere Ecke des Systemkörpers bei einer leicht welligen Platte "Bodenberührung" hatte.
Eines möchte ich noch erwähnen: für meine Begriffe - und mein Schwager hat das heute vormittag bestätigt - spielt die 1019-M44G Kombination deutlich musikalischer auf als alles andere, was in den Jahren zuvor in meiner Kette zu hören war ! :shock: :mrgreen:

Jetzt brauch' ich nur noch einen um ca. 50% größeren Hörraum ...

Verfasst: Fr 22. Jan 2010, 09:22
von marty
Hallo Henning,

an der Headshell habe ich die Kontakte gereinigt, die aufgetretene Kanalungleichheit ist nun Geschichte. :D

Allerdings hörte ich noch ein leichtes Brummen im Lautsprecher, nachdem ich mir die Service-Unterlagen angesehen habe, hatte ich einen Verdacht. Beide Kabelabschirmungen und die Gehäusemasse sind im Plattenspieler zusammengeführt, das 'mag' meine Röhren-Phono-Vorstufe so gar nicht.

Darauf hin habe ich das gute Stück mal auf die Werkbank gepackt und mal 'unter den Rock' gesehen. :wink:

Es mussten 2 Drahtverbindungen entfernt und ein zusätzliches Massekabel etabliert werden, jetzt herscht auch hier Ruhe im Klangbild.

Es hat sich bestätigt, mein Axis 'sieht' bzgl. der Laufruhe kein Land gegenüber dem 1019er. ........:shock: :shock: :shock:..........:OK:

Gruß
Martin

Verfasst: Fr 22. Jan 2010, 21:25
von vintage64
Hallo Martin, :beer

freut mich zu hören ! :OK: :D
So langsam aber sicher kommt auch meine Era Gold Reflex Vorstufe und durch die Anpassung des M 44 M-G auf die empfohlenen 450pF sowie das Fahren des Systems mit 2.5g Auflagekraft hat der 1019 bei mir wirklich eingerastet. :mrgreen:

Der 1019 ist klanglich über sehr vieles erhaben und unglaublich musikalisch !! Die Teile werden verramscht und verschenkt. :shock:

Während der Kapitalismus gerade dabei ist seine Kinder zu fressen, haben die meisten überhaupt keinen blassen Schimmer was sie da eigentlich weggeben.
Der 1019 stammt noch aus den goldenen Zeiten deutscher Manufaktur im Hifi Geschäft. Man kann es nicht oft genug betonen: Reibradantrieb für Dreher ist heutzutage aus Neuproduktion praktisch nicht zu bezahlen ...

Viele Grüße !

Verfasst: Sa 23. Jan 2010, 23:30
von marty
Hallo Henning,
vintage64 hat geschrieben: ...haben die meisten überhaupt keinen blassen Schimmer was sie da eigentlich weggeben.


:beer Hier kann ich Dir im Grundsatz nur beipflichten. (Wobei Jo sicher nicht zu dieser Gruppe gehört, nur um hier keine Missverständnisse entstehen zu lassen). Das Streben nach Neuem ohne das Alte zu reflektieren ist ein Zeichen unserer Zeit und der 1019, aus dieser Sicht, ein Anachronismus.

Meine Eltern haben immer noch ihren 1010er, der damals das Einsteigermodell von Dual war. Ich habe im Alter von 6 Jahren die ersten Märchen und Beatles Platten damit gehört. :OK:

Bei mir hat der 1019er plötzlich auch angefangen zu quietschen und ich habe mir nochmal angesehen wie Du dem Problem Herr geworden bist. Auch den Video, wie man den Motor öffnet habe ich im Netz gefunden. Sah am Anfang relativ komplex aus, war im Nachgang eigentlich keine "Riesen-Aktion". Die Motorachse zeigte am oberen Lagerpunkt erste Einlaufspuren, die sich jedoch wieder rauspolieren ließen. Der untere Lagerpunkt war ohne Tadel.

Aus dem Modellbaubereich hatte ich noch ein Präzisonsfett mit der Bezeichnung B 52 :"Halbflüssig, für hohe Lagerbelastung einsetzbar, zur Flächenschmierung geeignet, Temperaturbereich -10 bis +80°C"
Mal sehen wie lange das funktioniert.

Den Tonarmlift Instand zu setzen war einfach, hier ist eine Einstellschraube vorhanden, mit der eine präzise Einstellung möglich ist. :D Ich hatte mir schon etwas mit Unterlegscheiben überlegt. :lips: So ein Service-Manual ist doch eine klasse Sache!

Ich habe kurzerhand mal das Sumiko aus dem Linn Axis montiert. Junge ist das ein direkter Sound, die Bässe sind tiefschwarz, die Auflösung ist unglaublich, ein musikalischer Fluss den ich so vom Axis mit Sumiko nicht kannte. :shock:

Ich mag meinen kleinen Linn in seinem reduzierten End-80ger-Jahre Design, auch der Akito-Arm mit Grötzinger-Lagerung und Verkabelung ist sicher kein Spielzeug.....

....aber mal ehrlich, das Sumiko stimmt im 1019er nicht von der Winkelstellung und der Tonarm wirkt (im Vergleich zum Akito) deutlich einfacher und, nun ja, hausbackener ..... und der Axis macht trotzdem keinen "Stich".

Ich möchte in diesem Zusammenhang anmerken dass ich auch den Akito mit spitzen Tonarmwinkeln betrieben habe, es kann ja nicht sein was nicht sein darf ???, außer zu einer Ausdünnung entweder in den Höhen oder Bässen hat es zu keinem verwertbaren Ergebnis geführt.

Fazit: Der 1019er bleibt in der Kette. :OK: :OK: :OK:

Eine Problemstellung die ich noch habe ist die Motordrehzahl: 33,3 U/min wird nur erreicht wenn der Pitch-Regler ganz auf "+" steht. Hat sich hier das Reibrad oder die Messingbuchse vom Motorantrieb abgenutzt? Das Reibrad hat ansonsten eine einwandfreie Konsistenz und zeigt weder Wellen noch sonstige Unebenheiten.
Bekommt man irgenwo noch Ersatzteile (Reibrad)? Ich meine ich hätte mal etwas über Nachbauten für die Garrard und Thorens Jünger gelesen?

Viele Grüße
Martin