Verfasst: Do 19. Feb 2009, 18:34
Absolute ZustimmungDas ist gefaehrlich (und auch schlichtweg falsch)
Soche "Tips" sind eigentlich auch nicht mit Naivität und fehlendem Fachwissen zu entschuldigen
Gruß
Norbert
Forum für Freunde der audiophilen Musikwiedergabe
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Absolute ZustimmungDas ist gefaehrlich (und auch schlichtweg falsch)
... Solche "Tips" ...
Das ist schlichtweg eine Frechheit !! Sag mal, bist Du etwa ein "Troll" ?!... Naivität und fehlendem Fachwissen ...
Man sollte also aus Sicherheitsgründen stets einen Trenn-Trafo benutzen, wenn man einen Abgleich im laufenden Röhrengerät durchführen will.... Man erzeugt eine nicht mit der Erde verbundene Ausgangsspannung, die Potentialdifferenz zur Erde kann jeden beliebigen Wert bis zur Isolationsfestigkeit (in der Regel 4 kV) annehmen, ohne dass bei Berührung ein Strom durch den Körper gegen Erde abfließen kann.
* Trenntransformatoren schützen nicht vor einem Stromschlag, wenn man beide Ausgangspole berührt.
* Trenntransformatoren schützen nicht vor Hochspannung (zum Beispiel die Bildröhren-Anodenspannung).
Eine elektrische Spannung über 1.000 Volt (1 kV) wird im allgemeinen als Hochspannung bezeichnet. In den VDE-Vorschriften werden einheitlich Spannungen bis 1 kV als Niederspannung und über 1 kV als Hochspannung bezeichnet ... © WIKIPEDIA
Natürlich bietet ein Trenn-Trafo keinen absoluten Schutz gegen Stromschläge. Hab' ich ja auch nicht behauptet. Ich schrieb "... versehentlich - mit einer Hand ! - ...".... Zum Thema Trenntrafo:
Ein Trenntrafo dient einem völlig andern Zweck als der elektrischen Absicherung des Stromkreises und der detektion von elektrischen Defekten der Hausinstallation.
Ein Trenntransformator hebt die vom EVU verbundene Erdung des Nullters quasi auf. An der Sekundärwicklung besteht keine Potentialdifferenz zur Erde mehr, so dass bei Berührung oder Verbindung eines beliebigen Leiters der Sekundärwicklung mit Erde zu keinem geschlossenem Stromkreis führt und somit kein Strom fließt.
Die sogannte galvanische Trennung dient dem Schutz beim Arbeiten unter Spannung, hat man aber schon unbemerkt kontakt zu einer Leitung der Sekundärwicklung des Trenntransformators, so erfährt man dennoch einen elektrischen Schlag (ausreichend hohe Spannung vorausgesetzt) wenn man eine dem gegenüber potentialführende Leitung berührt.
Z.B. Beim Baden wird eine über einen Trenntransformator galvanisch getrennte Spannung am Kopfende und Fußende eingespeist, so durchließt ein Strom Kopf bis Fuß ... ©gruenlilie
... Deshalb wird die Schutztrennung mit nur einem Verbraucher je Stromquelle als besonders hochwertige Schutzmaßnahme eingestuft, die bei außergewöhnlich gefahrenträchtigen Umgebungsbedingungen vorgeschrieben wird ...
... Teil 2: Allstromgeräte: ... Daher auch hier: An Chassis und Schrauben liegt volle Netzspannung! An Allstromgeräten sollte niemals von unerfahrenen Bastlern rumgesbastelt werden. Trenntrafo ist bei diesen Geräten Pflicht ! ...©Dampfradioforum
... Die bei Profis übliche Methode, sich vor den Gefahren der Netzspannung zu schützen, ist ein Trenntrafo.
Er bietet zwei Vorteile:
Zuallererst trennt er das Gerät/die Schaltung galvanisch vom 230-V-Lichtnetz, sodaß kein Körperstrom zum Erdpotential fließen kann, wenn man hinter dem Trenntrafo einen Leiter berührt.
Dazu kommt, daß der Kurzschlußstrom nicht unbegrenzt hoch ist, sondern durch den Innenwiderstand des Trafos und einer eventuell in Reihe geschafteten Sicherung begrenzt ist ...
Michael, solange Du eine Hand in der Hosentasche hast bzw. das unter Strom stehende Chassis einschl. Anodenspannung keinesfalls mit der zweiten Hand berührst, wirst Du bei normaler Erdung dennoch einen Stromschlag erhalten, bei zwischengeschaltetem Trenn-Trafo jedoch nicht ! Wenn FI nicht greift oder die Sicherung zu träge reagiert, ist man trotz Erdung erledigt - mit nur einer Hand am Chassis !!... Im Kurzen: Wenn Du mit einer Spannung vom Trenntrafo arbeitest kann der Strom nicht über die ERDE abfließen, da der Stromkreis galvanisch getrennt ist.
Somit bist Du vor Stromschlägen geschützt, solange Du den Stromkreis nicht mit deinem Körper schließt. Das würdest Du, wenn Du je einen Draht in einen Pol der Steckdose stecken würdest und diese beiden Drähte gleichzeitig berührst.
Wenn man eine solche Dummheit begeht hat man als Elektriker seinen Lebensberechtigungsschein beim Petrus an der Himmelspforte unverzüglich abzugeben, da als einziges sicherndes Element evtl. nur die Sicherung an der Primären Seite des Trafos helfen könnte und die meist bei 16Ampere liegt, was doch erheblich über einem sanften Kribbeln liegt...
Ein Trenntrafo bietet also einen recht guten Schutz für Prüfzwecke, ist aber helt auch kein Allheilmittel. Vorsicht ist weiterhin geboten ...
Nochmal und wirklich ein letztes mal. Es ist gefaerhlich anzunehmen, dass man bei Verwendung eines Trenntrafos keinen Schlag kriegt, wenn man nur mit einer Hand an die Anodenspannung fasst.vintage64 hat geschrieben:Michael, solange Du eine Hand in der Hosentasche hast bzw. das unter Strom stehende Chassis einschl. Anodenspannung keinesfalls mit der zweiten Hand berührst, wirst Du bei normaler Erdung dennoch einen Stromschlag erhalten, bei zwischengeschaltetem Trenn-Trafo jedoch nicht !
z.B. schlechte oder unzureichende Isolierung der Zuleitungen zu den Anoden. Diese koennten sich an scharfen Metallkanten durchscheuern. Beim Loeten im Amp kann es passieren, dass man unbemerkt mit der Loetspitze mal an eine Anodenleitung kommt und die Isolierung beschaedigt.vintage64 hat geschrieben:Vielleicht könnt Ihr mal zum allgemeinen Verständnis ein paar Beispiele aufzählen, bei denen es im "normalen" Betrieb eines Röhrenverstärkers zu einer Beaufschlagung des Chassis z.B. mit letalem Gleichstrom kommen kann.