Hoi Martin.
Ist eh keine Röhre verbaut
Sehr schöne Bemerkung. Schenkelklopf.
Um so schöner, dass Du das Thread wieder freigegeben hast.
Ansonsten möchte ich Kasi beipflichten: Ausserhalb der sogenannten High-End Gemeinschaft (also unter der "Geiz ist geil" und "Ich bin doch nicht blöd" Kaufgesellschaft) wird man doch eh schon mit Vogel-Zeichen oder Balla-Balla Geste begrüsst, wenn man von seiner neuesten WAHNSINNS-Errungenschaft berichtet. Also, dann sollten wir uns hier nicht auch noch zoffen!
Ich bin Ole noch ne Antwort schuldig:
Kasi hat es schon geschrieben: Die PPP sorgt dafür, dass der Strom zu jeder Tages und Nachtzeit gleich ist. Der Sinus wird ja neu moduliert. Man muss also nicht auf die Zeit Samstags nach 19:00Uhr warten, um gut Musik hören zu können.
Der Unterschied zum Klang OHNE PPP ist aus meiner Sicht am ehesten zu beschreiben, wie die aktuelle Anzeigenserie von Finite Elemente zu ihrem RESONATOR. Die hast Du in der STEREO (oder ähnlichen Publikationen) bestimmt schon gesehen. Da ist so ne Mutti mit Gitarre, ganz verzerrt und verwackelt dargestellt und darunter dann ganz klar (dank Resonator, versteht sich). So in etwa ist der Unterschied MIT und OHNE Filter. So habe ich ihn bei allen Filtern, egal ob billig oder teuer wahrgenommen.
Bei den preiswerten Filtern erkauft man sich diese Ruhe im Klangbild jedoch mit mehr oder minder starken Dynamikeinbussen in der musikalischen Reproduktion. Die Musik wird regelrecht lahm. Ich habe übrigens immer alle Komponenten mit Filtern versorgt, nicht nur einzelne. Also auch die Endstufe. Dann habe ich mich preislich mit den Filtern nach oben gearbeitet und bin zum Schluss bei den DSS Filtern gelandet und bin da auch recht lang bei geblieben. Die hatten keine Dynamik-Einbusse. Wirklich nicht. Sind aber - wie gesagt - auch nicht ganz billig.
Hier sollte man aber die Finger von den Teilen bei Ibäh lassen. Die sind deshalb so günstig, da hier - natürlich - an ein paar hochwertigen Bauteilen gespaart wurde. Das gibt Herr Dillenhöver (oder Dillenhöfer, ich weiss nicht mehr) aber im Gespräch auch unumwunden zu.
Also, wie gesagt, die DSS sind/ waren gut und ich hatte eigentlich keinen Grund zum Wechsel auf die Powerplant. Da ging es mir vermutlich so wie Kasi.
Als Technik-Junkee

der ich nun aber mal bin, muss ich immer gleich alles ausprobieren, was mir einen Hauch an MEHR oder BESSER verspricht/ erscheint, und was noch in Bezahlbarkeits-Grenzen liegt. Die Powerplant ist so eine Komponente. Zudem war sie in diversen Publikationen (nicht nur in der von mir immer wieder genannten Böde-Zeitschrift) sehr gut beleumundet, so das ich ein relativ geringes Risiko eingegangen bin. Dann kam es zu dem, was in meinem zweiten Thread zu lesen war. Erst PFUI, dann HUI.
Im Vergleich zu den DSS war die PPP zunächst einmal GAR KEIN UNTERSCHIED. Das galt aber nur für die Einspielphase. Und auch meinen dort getätigten Eindruck zum ENTMAGNETISIEREN muss ich revidieren. Das macht tatsächlich was aus und man kann den Unterschied hören. Aber dazu später mehr.
Wenn man also der Powerplant einen Status zubilligt wie jeder anderen Komponente in der Kette, also man spielt sie erst mal eine ganze Weile ein und beurteilt sie auch nur im betriebswarmen Zustand, dann wird man mit einem DEUTLICHEN MEHR im Vergleich zu den passiven Filtern belohnt. In MEINEM Fall war dies vor allem eine gesteigerte Dreidimensionalität und Tiefenschärfe. So plastish wie mit der Powerplant hatte ich vormals noch nie gehört. Sorgten die DSS für mehr Ruhe (kein Zitterbild) und Schwärze im Klangbild, so schaffte die Powerplant zusätzlich noch mehr Luftigkeit und Tiefenschärfe.
Das ist der Unterschied.
Aber, wie immer wieder von allen betont: Mach einen Hörtest in Deinen eigenen Hörräumen. Und sorg dafür, dass Du eine eingespielte Powerplant bekommst, oder aber mindestens ne Woche über das Teil verfügen kannst.
Und gaaaanz Wichtig: Auch MIT Powerplant ganz wichtig auf die Phase achten. Am besten ausmessen. Sonst ist der ganze dreidimensionale Zugewinn futsch.
P.S:
Jetzt hätte ich fast das Statement zum Entmagnetisieren vergessen:
Also, nach so ein zwei Monaten hatte ich mal das Gefühl, die Musik klebt irgendwie an den Boxen bzw. es gab nicht so recht einen musikalischen Fluss. Schwer zu beschreiben. Auf jeden Fall war es nicht so gut wie zuvor. Dann habe ich mal auf Verdacht die ENTMAGNETISIERUNG des PPP benutzt und siehe da, es war wieder alles so, wie gewohnt. Aber das sind wirklich nur Nuancen und haben NICHTS mit Tonalität oder Klangqualität zu tun. Hier geht es nur um die Holographie, die luftige Dreidimensionalität und Tiefenstaffelung.
So, jetzt habe ich mal wieder genug geschrieben.
Gruss
Martin