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Verfasst: Di 30. Nov 2004, 17:25
von Erzkanzler
Hi Zusammen,

machen wir mal etwas Grundlagenforschung:

Im Idealfall sollte an unseren Steckdosen ein sinusförmiges Signal mit einer Frequenz von 50Hz und einer Spannung von 230V anliegen.
Pech, das ist in den seltesten Fällen so.
Faktisch tummeln sich zusätzlich jede Menge parasitärer Signale, hauptsächlich hochfrequente Störfrequenzen bzw. Störimpulse, welche das 50Hz Signal überlagern. Dadurch wird der rein sinusförmige Signalverlauf stark verändert.
Der in den Audiogeräten eingebaute Transformator hat zwar eine gewisse Filterfunktion, kann aber letztendlich nur einen Teil der Störungen dämpfen.
In den Geräten sind jetzt alle Sektionen von den durchgelassenen Störungen betroffen. Der Digitalteil, welcher für die Steuerung der Motore, Laser, Tasten usw. zuständig ist und Störungen auch schon mal als reguläre Signale fehldeutet (wie in Hannes Beispiel), ebenso wie der Audioteil wo hochfrequente Störungen zu einem "harten" und unruhigen Klangbild führen können.

Je nachdem wo man nun wohnt ist das Netz mehr oder weniger stark "verseucht". In einer Stadt wie Berlin wird das Netz mit Sicherheit größere Störkomponenten aufweisen wie in Plön. Ebenso Einfluss hat die Verkabelung innerhalb des Hauses, ich habe mal in einem Altbau von 1935 mit einer ebenso alten Elektroverkabelung gewohnt, da haben sich meine Aktivboxen alle paar Minuten ein- und ausgeschaltet und alle Lichtschalter in dem 8 Parteien-Wohnhaus knallten in meiner Anlage laut und deutlich. Da hat auch die Filterleiste nichts mehr gebracht, ich musste die Anlage auf symmetrische Ansteuerung umstellen.

Netzleisten können nur eine Verbesserung bringen, wenn es tatsächlich etwas zu verbessern gibt. Ich habe aber auch schon von Audiophilen gehört, dass der Einbau einer Netzleiste zum genau entgegengesetzten Effekt geführt hat.

Probieren geht über studieren.

Grüße
Martin

Verfasst: Di 30. Nov 2004, 17:38
von Mel*84
So ist es und ich betreibe da auch keinen Kult. Vielleicht kommt das noch hinterher, wenn ich meinen Kaufrausch ausgelebt habe? :dollars:

Verfasst: Do 2. Dez 2004, 14:09
von Yoda-ohne-Soda
Hi zusammen,

okay, meine Leiste reich dicke. Ein Filter möchte ich mir nicht ungehört kaufen. Der Tip von Axel (Xindak) wäre aer schon toll. Hat jemand noch ne Info was genau der Trenntrafo macht. Ist es das das Teil, das ich mit Filter "raus" meinte und wird nur an (vor) die Digitale Quelle angeschlossen?!

Gruß
Frank

Verfasst: Do 2. Dez 2004, 15:43
von rubicon
Hi Frank,

der Trenntrafo sorgt für eine galvanische Trennung vom Netz. Von dieser Netztrennung profitieren besonders digitale Zuspielgeräte wie CDP /DA-Wandler/ Dat.

Netzstörungen treten so nicht auf.

Octave baute mal so einen sehr guten Trenntrafo, hieß damals Filter II - taucht gelegentlich noch bei ebay auf.
Empfehlenswert auch www.steinmusic.de Fertiggerät "clear" (den gibt es auch preiswerter als Bausatz)

Die bringen wirklich mehr Ruhe ins Klangbild und eine gesteigerte Dynamik. Habe alle meine Digitalgeräte damit verbunden.

Gruß
Franz

Verfasst: Do 2. Dez 2004, 16:07
von Erzkanzler
rubicon hat geschrieben:der Trenntrafo sorgt für eine galvanische Trennung vom Netz. Von dieser Netztrennung profitieren besonders digitale Zuspielgeräte wie CDP /DA-Wandler/ Dat.


Hi Franz,

als Techniker hab ich da so meine Probleme mit.
In den Audio-Geräten sind von Zuhause aus Trafos eingebaut, die eben genau diese Trenn-Funktion mit übernehmen. Ist dieser Effekt tatsächlich reproduzierbar, heißt der Rückschluss, dass die Hersteller zu schwachbrüstig ausgelegte Trafos einbauen.
Letztendlich arbeiten die externe Trafos wie ein zusätzliches großes Filter.

Grüße
Martin

Verfasst: Do 2. Dez 2004, 16:23
von rubicon
Hi Martin,
als Techniker hab ich da so meine Probleme mit.
In den Audio-Geräten sind von Zuhause aus Trafos eingebaut, die eben genau diese Trenn-Funktion mit übernehmen. Ist dieser Effekt tatsächlich reproduzierbar, heißt der Rückschluss, dass die Hersteller zu schwachbrüstig ausgelegte Trafos einbauen.
Letztendlich arbeiten die externe Trafos wie ein zusätzliches großes Filter.
Aus technischer Sicht hast du natürlich recht. Es gibt nicht automatisch bei jedem Geräteanschluß eine Verbesserung, deshalb muß das immer bei jedem Gerät ausprobiert werden. Bei meinem CD-Spieler und dem Sony-Dat hat es was gebracht.

Schlechte Erfahrungen habe ich dagegen mit Netzfiltern von TMR(15p) gemacht. Die raubten eher die Dynamik. Liegt eventuell auch an meinem Stromkreis im Musikzimmer.

Gruß
Franz