Verfasst: Fr 29. Mai 2009, 15:17
Hallo Juergen,
ich denke, dass wir aneinander vorbeireden - meine Aussage bezueglich digitaler oder analoger Aufnahme- und Uebertragungstechnik ging eher in die Richtung, dass die Diskussion ueber Vor- oder Nachteil der Systeme unbedeutend ist im Vergleich zur eigentlichen Aufnahme und der Arbeit der Musiker und Toningenieure/-meister - diese sind bei hinreichender Mindestqualitaet der Uebertragungskette entscheidend, was den Eindruck und die Plausibilitaet der Wiedergabe ergibt - so die Musik nicht sogar erst im Aufnahmesystem entsteht.
Beim Vergleich hochwertig produzierter Aufnahmen, die vom selben Master mit gleicher, den Grenzen der Medien angepassten, selbige aber auch ausnutzenden, Dynamik- und Frequenzumfangsbehandlung auf analoge und digitale Tontraeger gespeichert wurden, findet sich in einer hochwertigen neutralen Wiedergabekette (monitoring-Standard, nicht gesoundetes Hifi) und Doppelblindtest ein erstaunlich geringer Unterschied... zu dem Thema gibt es eine Menge Untersuchungen, die u. a. von AES und VdT veroeffentlicht wurden.
Die Erfahrung zeigt auch, dass Analogwiedergabe aufgrund von Artefakten in der Uebertragung oft und gerne als gefaelliger empfunden wird, genau wie das Abhoeren allgemein auf einer nach dem eigenen Geschmack abgestimmten 'Anlage'.
Hier gilt, dass erlaubt ist, was gefaellt.
Smaaken verschillen, sagt man dazu in NL.
Ebenso findet sich, dass viele alte Aufnahmen, die auf Analogplatte gefallen, beim Digitalisieren neu- und damit totgemastert wurden - das ist aber nicht die Schuld der Digitaltechnik, sondern die der Anwender.
Gruss
Micha
=->
PS: Ich oute mich hier als Anhaenger hochwertiger digitaler Uebertragungsketten - wer selbst einmal ernsthaft Aufnahmen von 'akustisch erzeugter Musik' gemacht hat, kommt an den Vorteilen einer solchen Kette kaum vorbei. Das hindert mich allerdings nicht daran, selbst hunderte von analogen Tontraegern in der Sammlung und Nutzung zu haben, zusammen mit hochwertiger Wiedergabe- und Aufzeichnungsgeraetschaft (EMT930, EMT9x8, TD12x, PS-X9, etc fuer Schallplatte, verschiedene Studer(+Revox)-, Telefunken- und Nagra-Bandgeraete), und das klangliche Resultat sehr zu schaetzen...
PS: (2) Genug off-topic - der thread hatte ein anderes Thema... es freut mich, dass der threadstarter mit den Manger-Lautsprechern zufrieden ist.
ich denke, dass wir aneinander vorbeireden - meine Aussage bezueglich digitaler oder analoger Aufnahme- und Uebertragungstechnik ging eher in die Richtung, dass die Diskussion ueber Vor- oder Nachteil der Systeme unbedeutend ist im Vergleich zur eigentlichen Aufnahme und der Arbeit der Musiker und Toningenieure/-meister - diese sind bei hinreichender Mindestqualitaet der Uebertragungskette entscheidend, was den Eindruck und die Plausibilitaet der Wiedergabe ergibt - so die Musik nicht sogar erst im Aufnahmesystem entsteht.
Beim Vergleich hochwertig produzierter Aufnahmen, die vom selben Master mit gleicher, den Grenzen der Medien angepassten, selbige aber auch ausnutzenden, Dynamik- und Frequenzumfangsbehandlung auf analoge und digitale Tontraeger gespeichert wurden, findet sich in einer hochwertigen neutralen Wiedergabekette (monitoring-Standard, nicht gesoundetes Hifi) und Doppelblindtest ein erstaunlich geringer Unterschied... zu dem Thema gibt es eine Menge Untersuchungen, die u. a. von AES und VdT veroeffentlicht wurden.
Die Erfahrung zeigt auch, dass Analogwiedergabe aufgrund von Artefakten in der Uebertragung oft und gerne als gefaelliger empfunden wird, genau wie das Abhoeren allgemein auf einer nach dem eigenen Geschmack abgestimmten 'Anlage'.
Hier gilt, dass erlaubt ist, was gefaellt.
Smaaken verschillen, sagt man dazu in NL.
Ebenso findet sich, dass viele alte Aufnahmen, die auf Analogplatte gefallen, beim Digitalisieren neu- und damit totgemastert wurden - das ist aber nicht die Schuld der Digitaltechnik, sondern die der Anwender.
Gruss
Micha
=->
PS: Ich oute mich hier als Anhaenger hochwertiger digitaler Uebertragungsketten - wer selbst einmal ernsthaft Aufnahmen von 'akustisch erzeugter Musik' gemacht hat, kommt an den Vorteilen einer solchen Kette kaum vorbei. Das hindert mich allerdings nicht daran, selbst hunderte von analogen Tontraegern in der Sammlung und Nutzung zu haben, zusammen mit hochwertiger Wiedergabe- und Aufzeichnungsgeraetschaft (EMT930, EMT9x8, TD12x, PS-X9, etc fuer Schallplatte, verschiedene Studer(+Revox)-, Telefunken- und Nagra-Bandgeraete), und das klangliche Resultat sehr zu schaetzen...
PS: (2) Genug off-topic - der thread hatte ein anderes Thema... es freut mich, dass der threadstarter mit den Manger-Lautsprechern zufrieden ist.