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Verfasst: Di 22. Jul 2008, 08:34
von Bender
Na Martin,
Still Confused but on a Higher Level
Ich breche noch einmal eine Lanze für gebrauchte Systeme, die haben den Vorteil, dass man sie meistens wieder verlustfrei verkaufen kann. Zudem bekommt man mMn mehr fürs Geld. Das was hier beschrieben und empfohlen wird kannst du in deine Entscheidung einfließen lassen, ob es stimmt weist du aber erst wenn das System an deinem Plattenspieler montiert ist und an deiner Kette spielt.
Nochmal zu Toms Empfehlung mit dem DL110...
Wenn das funzt (4,8g bei 8er Compilance), dann könntest du auch ein 103er Denon probieren wenn es denn mit der Phonostufe passt, später kannst du dann noch einen Übertrager dazu kaufen.
Aber wie ich grad nochmal gelesen habe möchtest du ja eher weniger Dynamic und mehr Auflösung - da wäre das 103er gewiss nicht richtig
Gruss /// Ole
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 10:38
von Analog_Tom
Moin Martin, moin Ole,
ich habe gerade noch einmal nachgesehen.
Das DL 110 ist mit einem Gewicht von 4,8 Gramm und einer Compliance von 10 angegeben. Der Tonarm mit einer effektiven Masse von 12,5 Gramm.
Diese Werte ergänzt um 2 Gramm für Tonkopfschrauben in das einschlägige Exel - sheet eingegeben führen zu einer Resonanzfrequenz von
11,46 Hz was im grünen Bereich liegt. (In dem Bereich von 8 bis 12 Hz sollte die Resonanzfrequenz liegen).
Gebrauchte Tonabnehmer sind OK, aber auch mehr als jedes andere Hifi-Produkt Vertrauenssache.
Es gibt ja immer wieder die Geschichten wo jemand sein abgenudeltes System mit 20 Betriebstunden verkauft...
Viele Grüße
Tom
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 10:53
von Bender
Tom hat geschrieben:Gebrauchte Tonabnehmer sind OK, aber auch mehr als jedes andere Hifi-Produkt Vertrauenssache.
Es gibt ja immer wieder die Geschichten wo jemand sein abgenudeltes System mit 20 Betriebstunden verkauft...
Sicher, da hast du Recht - ich kaufe TAs auch nur hier oder im Nachbarforum.
Gruss /// Ole
Re: Suche neuen Tonabnehmer für meinen TD 318 ?
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 19:35
von Gast
Moin Martin,
marty hat geschrieben:
Warum möchte ich ein neues System?
Der AT 95 E macht (zu) große Sprünge in der Dynamik, hier geht etwas an Auflösung verloren.
... wenn genau das Deine Kriterien sind, dann wirst Du auch mit dem Benz MC20E nicht wirklich glücklich ... das agiert in Punkto Dynamik sehr änlich dem AT-95 ... da wäre dann ein DL-110 oder DL-160 die evtl. bessere Wahl ...
... ein DL-103 würde ich mit dem TP-21 nicht kombinieren, da das DL-103 eher schwerere Arme bevorzugt.
Auch schränkt Dein Dir gesteckter Preisrahmen die Auswahl schon etwas ein ... aber wozu tauchen ab und an denn NOS-Systeme auf?
... fast schon konkurrenzlos günstig, NOS ...
ein Nagaoka Tonar S555 zu EUR 89 ... dieses MM-System könnte zum TP-21 passen und Dir mit seinem Shibata-Schliff nicht nur sehr viel Feindynamik sondern auch sehr viel Musike bieten können. Das war damals ein eher echter Überflieger ... deutlich besser als Philips GP-412/ GP-422 oder Shure V-15-III ... und z.B. sozusagen eher einem AT-20SLa ebenbürtig ...

...
P.S:: Vergiss das Nagaoka Tonar 555 ... mit einer Compliance von 30, einem Eigengewicht von 5,2 gr und der effekt. Armmasse von 12,5 gr wird das nix .. die Reso-Frequnez liegt dann unter 7 Hz
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 19:51
von Gast
Moin Martin,
stöbere doch einfach mal durch den über den Link zum Nagaoka Tonar angegebenen Shop ... dort findest Du z.B. auch ein Shure M97xE zu EUR 75,90 oder ein AT 440MLa zu EUR 114 ...
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 21:41
von marty
Hallo Ole,
Dazed and confused
Deine Aussage trift es schon ziemlich genau.
Tonabnehmer gibt es wie Sand am Meer und ich bin gerade am aussieben, nur der Sand will nicht aufhören.
Hallo Tom,
ich habe Deinen Thread damals über den TD 320 gelesen, hat mir gut gefallen, das Denon 110 müßte demnach passen.
Hallo Rolf,
auch ein großes Dankeschön an Dich, ich werde erstmal alle Daten sammeln, mir das excel-sheet, das Tom erwähnt hat besorgen und mich noch etwas in die Grundlagen einlesen.
Allerdings würde mich noch interessieren, das Shure M97xE, hierüber habe ich auch einen positiven Testauszug aus der Zeitung LP, soll sehr schön auflösen, für diesen Preis dürfte es eigentlich fast unschlagbar sein, oder bin ich hier auf einen wohlmeinenden Redakteur "reingefallen"?
Gruß,
Martin
Verfasst: Di 22. Jul 2008, 22:16
von T.L.
Hi,
der Shure ist auch eine gute Option. Moechte allerdings mal auf
diesen Text verweisen.
Quote:
Transitioning from most low-priced cartridges to the DL-110 is like going from a boom box
to a surround sound system.
Unquote
Gruss, Ton
Verfasst: Mi 23. Jul 2008, 09:12
von marty
Guten Morgen,
das DL 110 ist sicher eine Alternative, keine Frage, außerdem würde es sich
optisch gut am TP21 machen, das Auge "hört" ja auch mit...
Gestern hat sich Frank Löhr meiner erbarmt und mir ein AT OC3 zu einem sehr guten Kurs angeboten.
Jetzt kann ich endlich mal ein MC-System an meinen Linn anschließen und in Ruhe prüfen ob und wie der MC-Eingang arbeitet ohne gleich am Hungertuch zu nagen
Frank meint, dass das OC3, wenn alles passt, auf jeden Fall etwas feiner auflösen wird als mein AT 95E. Ich bin hier erstklassig beraten worden und habe sogar eine Rückgabeoption.
Herz was willst Du mehr?
Danke Frank nochmal an dieser Stelle. Ich werde auf jeden Fall berichten ob mein Phono-Pre und ein MC TA eine glückliche Ehe eingehen werden.
Falls ich dann noch nicht zufrieden bin, dürfte ich zumindest genauer wissen wohin die Reise gehen soll.
Gruß,
Martin
Verfasst: Do 24. Jul 2008, 22:02
von T.L.
Hi,
so'n AT-OC3 ist auch eine gute Alternative.
Da ist der Unterschied zum AT-95 schon recht gross! Wuerdest du uns
demnaechst berichten ueber deine Erfahrungen?
Gruss, Ton
Verfasst: Do 24. Jul 2008, 22:45
von marty
Hallo Ton,
Frank hat das System bereits abgeschickt, ich bin schon sehr gespannt.
Der Bericht folgt, is doch klar, ich kann doch nicht das halbe Forum "verrückt machen" und mich dann nicht äußern
Gruß, Martin

Verfasst: Do 24. Jul 2008, 23:04
von Analog_Tom
Moin,
der Mann hat Charakter!
Viele Grüße
Tom

Verfasst: Do 24. Jul 2008, 23:41
von marty
Verfasst: So 27. Jul 2008, 10:28
von marty
Hallo,
gestern hat endlich der Postmann bei mir "2 x geklngelt" und das AT OC3 ist angekommen.
In dieser Verpackung hätte man es auch ohne Schaden um die Welt schicken können

Danke Frank !
Am Abend konnte ich es endlich justieren und einbauen, dabei habe ich mir der Genauigkeit wegen sehr viel Zeit gelassen.
Dann kam die Hörprobe: Debut MC-Eingänge am Linn?
Der Linn arbeitet auch hier einwandfrei, Gottseidank
Im Vergleich zum AT OC3 ist das AT 95 E richtig "rotzig"
Das OC 3 zeichnet sehr fein und spielt in den oberen Frequenzen, Auflagekraft beachten, sehr frei und luftig. Bläser kommen jetzt differenziert und nicht mehr so komprimiert und matschig wie beim "95ger".
Die Stimmwiedergabe ist natürlicher, man hört einfach "mehr" in jeder Hinsicht.
Was hat mir beim AT 95 besser gefallen?
Nicht viel, ich fand, bzw. finde den Tieftonbereich ausgeprägter, der Klang war ingsgesamt etwas farbenfroher.
Würde ich als Party DJ mein Geld verdienen wäre sicher das AT 95 die bessere Wahl.
Wobei ich nicht sagen möchte dass das AT OC 3 schlank spielt, einfach genauer, der Frequenzbereich ist in sich stimmiger. Alles ist klarer, vor allem im Hochtonbereich, Becken und Hi-Hat klingen jetzt nach und "zippen" nicht nur.
Trotz der deutlich gestiegenen Hochtonwiedergabe macht es mehr Spaß mit dem AT OC 3 länger zu hören.
Meine Kette ist deutlich "besser" geworden, auch der Thorens ist nicht mit dem MC-System überfordert.
Danke nochmal an alle die sich meinem Problem angenommen haben und besonders an Frank Löhr, der mich hier sehr detailliert beraten hat.
Viele Grüße,
Martin

Verfasst: So 27. Jul 2008, 10:44
von Analog_Tom
Hallo Martin,
dann bin ich ja froh das es geklappt hat.
Ich habe das AT95 immer als grau und kratzig empfunden.
Die größeren ATs die ich kenne OC9 und OC10 sind da genau das Gegenteil von. Wenn das OC 3 nur ein bischen von den beiden oben genannten hat, dann kann ich Deine Begeisterung voll nachvollziehen...
Viele Grüße
Tom
Verfasst: Mo 28. Jul 2008, 13:35
von Doppelkopf0_1
Moin.
der Klang war ingsgesamt etwas farbenfroher.
Dann stimmt noch was nicht. Farbenfroh machen andere Systeme.

Verfasst: Mo 28. Jul 2008, 18:05
von marty
Hallo Dirk,
Du hast vollkommen Recht, wenn man schon die Endröhren am Amp wechselt, sollte das Multimeter zur Bias-Einstellung auch auf DC statt auf AC stehen.
Habe gestern wieder die "alten" Röhren in den Verstärker getan und das Bias korrekt eingestellt.
1. Der Tieftonbereich ist eindeutig da, von Schlankheit keine Spur mehr
2. Das AT OC 3 ist deutlich "farbenfroher"
Wenn ich heute noch dazu komme, werde ich die neuen Röhren "richtig" einbauen und mal schauen...
Also ganz klar, am TA hat es nicht gelegen
Viele Grüsse,
Martin
Verfasst: Mo 28. Jul 2008, 20:10
von Doppelkopf0_1