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Verfasst: Di 22. Aug 2006, 17:37
von vintage64
Hi,

Thargor, danke ! Kann ich gebrauchen ! :wink: :)
Stefan, vielen Dank für diesen Tipp. Werde ich probieren ! :OK:
David, klasse, das beruhigt mich schon etwas ! Sollte bei mir trotz der teilweisen Enge also auch klappen ! :OK:

Viele Grüße !

Verfasst: So 27. Aug 2006, 17:19
von vintage64
Moinsen,

hier mal ein kleiner Zwischenstand nach ca. 18 Stunden reiner Arbeitszeit (:wink:):

[IMG:768:1024]http://img95.imageshack.us/img95/8214/i ... ptikg0.jpg[/img]

Müsste jetzt eigentlich bei DIY eingestellt werden !
Läuft bislang alles reibungslos. Die unteren beiden Caps musste ich wegen akuten Platzmangels auf die Keramikwiderstände "aufbocken".
Sitzen aber trotzdem bombig fest.

Mit dem Löten selbst hab' ich keine Probleme: das Cardas Lot fließt, daß es eine reine Freude ist, immer wieder in silbrig glänzende Gebilde ...
Hab' jeweils den Kolben nur max. 2 sec an der Lötstelle ... wenn's zu dampfen anfängt, bin ich schon wieder weg. Hab' ich mir von Thargor abgeguckt und läuft einwandfrei.
Ein Dankeschön an Thargor ! :beer

Außerdem habe ich festgestellt, daß es sich wesentlich leichter lötet, wenn man die zu verbindenen Teile vor dem Lötvorgang mechanisch verbindet, in der Form,
daß dadurch elektr. Kontakt entsteht. Kann ich nur empfehlen.

Ich prüfe jede Lötverbindung mit einem Durchgangsprüfer nach. Alles bestens bisher. Das Einpassen der vergleichsweise riesigen Caps auf die Weiche benötigt am meisten Zeit.
Ich will alles aber auch 105 % machen und check' das doppelt und dreifach ! :wink:

Als nächstes werde ich gleich die beiden russ. Ölpapier auf die beiden 3,30 uF setzen und dann ist diese Weiche fertig !
Bin sehr gespannt auf den Testlauf ! Zunächst wird's nur einen reinen Funktionstest an meinem Vincent mit Hilfe eines CD-Players geben. Ich werde weiter berichten ....

Verfasst: So 27. Aug 2006, 19:51
von Thargor
Moin!

Na wird ja.... :mrgreen: :OK:

Bin auf das Ergebnis gespannt!

Viele Grüße!

Verfasst: So 27. Aug 2006, 21:06
von dunglass
Moin Vintage.

Sieht Klasse aus. :OK:

Deine beharrliche Berichterstattung und die ausführlichen Infos in diesem Thread tragen wohl Früchte. Am WE kam ich nicht umhin, mir in der Bucht die kleineneren System 800 zu schießen. Für die 1200er reichen monemtan Kohle und Platz nicht aus.

Jedenfalls freue ich mich auf das Coax-System und bin gespannt, wie sie im Vergleich zu meinen Buschhörnern mit Tangband klingen. Zwar haben die 800er etwas weniger Empfindlichkeit aber immerhin 5 db mehr als meine Buschies. Und selbst die befeuern meine 2x6 Triodenwatt, dass einem Angst und Bange werden kann.

Da ich ein Freund neutraler Wiedergabe bin, sollte ich wohl ähnlich begeistert sein, wie Du seinerzeit. Schau mer moi.

Gruß

Stefan

Verfasst: So 27. Aug 2006, 21:22
von Amerigo
dunglass hat geschrieben: Jedenfalls freue ich mich auf das Coax-System und bin gespannt, wie sie im Vergleich zu meinen Buschhörnern mit Tangband klingen.
Millimetergenau ausrichten, am besten mit einem Laserpointer! Das gilt generell für alle Tannoy-Koaxe, da kommt's auf jeden Millimeter an.

@Henning: Gratuliere, sieht gut aus. Jetzt schön einspielen lassen, bei mir hat das 3 Tage gedauert (mCap, Supreme, Silber/Gold).

Gruss

David

Verfasst: Mo 28. Aug 2006, 19:42
von vintage64
Danke Jungs ! :beer

So, hab' jetzt den ersten spannenden Augenblick hinter mir ! Zuerst mußte ich einen Schockmoment durchstehen, da sich eine Vorstufenröhre meines Vincent
unbemerkt verabschiedet hatte. Also kam zunächst kein Ton aus der gemoddeten Box ! Hatte schnell die Kanäle umgesteckt und dann die Erlösung !!!
Yippieeeeeeeeeee !!! :OK: :D

Alles bestens. Sowohl Baß als auch Hochton kommen perfekt !
War erstmal ein Funktionstest, obwohl eine deutliche Klangveränderung schon jetzt auf nur einem Kanal raushörbar ist. Autoritärer, detailreicher,
voluminöser, mehr Live ! :mrgreen: (hatte den Vincent schnell repariert).

Goil ! Gut Ding will Weile haben. Ich denke, daß die metallenen Hörner tonal gut mit den Ölpapier-Kondis zusammengehen werden ...

Hier das Photo des finalen Ausbaus, die Ölpapier (im Schrumpfschlauch) huckepack auf den 3.30 uF. Der Rück-Einbau verlief völlig reibungslos.

Werde nochmals kurz berichten, wenn die 300B aufspielt :OK: ...

[IMG:1280:960]http://img75.imageshack.us/img75/69/img0004optike7.jpg[/img]

Moin Stefan,

gute Entscheidung ! Wette, daß Du von den Tannoys nicht mehr loskommst ! :OK: Empfehle dringend einen EQ (am besten parametrisch) zur Frequenzgang-Lineariserung ! :wink:

Verfasst: Di 29. Aug 2006, 11:46
von vintage64
Moinsen,

heute morgen erhielt ich eine Lektion darin, weshalb es häufig sinnvoll ist, sich selbst um wichtige Dinge zu kümmern ! :wink:

Beim Auseinanderbau der zweiten System 1200 stellte ich zunächst fest, daß die Weiche auf der verkehrten Seite - nämlich auf der ohne Kunstoffüberzug -
montiert wurde !
Dadurch hatten wohl die Befestigungsschrauben nicht genug Halt und die Weiche konnte sich beim Transport lösen ! :shock:
Ich werde mir helfen, indem ich die beiden Durchgangslöcher auf der Weiche mit Heißkleber verschließe, um mehr Festigkeit zu erhalten.
Dann bohre ich an diesen Stellen mit den Schrauben jeweils vorsichtig durch ...

Aber damit nicht genug ! Man hat den Baßtreiber ab Werk phasenverkehrt angeschlossen !!! :cry:
Das bedeutet, daß meine Tannoys bislang nie das zeigen konnten, was wirklich in ihnen steckt ! Wahnsinn ! Was wird mich noch an Steigerung erwarten ??
Goillllllllll ! :weed:

Egal, ich kann ja jetzt alles mit Umsicht korrigieren ... :OK:

Verfasst: Do 31. Aug 2006, 21:39
von vintage64
Hi,

Operaton beendet, Patienten leben !! :mrgreen:
Und wie ! Müssen sich jetzt erstmal oindudeln ...

Kann jedem nur ans Herz legen, sich die Freqenzweichen seiner LSPs mal näher zu betrachten, wenn die "von der Stange" sind ... :OK:

Bin geschafft, aber sehr happy. Nochmals herzlichen Dank an Thargor !!! :beer

Viele Grüße !

Verfasst: Do 31. Aug 2006, 22:02
von dunglass
vintage64 hat geschrieben: Kann jedem nur ans Herz legen, sich die Freqenzweichen seiner LSPs mal näher zu betrachten, wenn die "von der Stange" sind ... :OK:
Prima. Dann werde ich wenn meine System 800 morgen endlich kommen sollten, erst mal die Tröten rausfummeln und die Polung überprüfen...

:cry:

Verfasst: Do 31. Aug 2006, 22:10
von vintage64
Ja genau und tu Dir nach ner angemessenen Einhörphase n'en Gefallen: schmeiß' die SCR MKPs raus ! :wink:

Viele Grüße !

Verfasst: Sa 2. Sep 2006, 18:56
von vintage64
Stefan,

die Sache mit der Polung ist doch nicht so ne gute Idee ! Hatte heute erstmals mit dem Yarland reingehört und mir fiel sofort unnatürlich "aufgedunsener" Baß auf,
wie ich ihn so nicht kannte ... :?::!:

Also nach ner Stunde Pause nur die LF-Anschlüsse an der linken Tannoy verdreht und siehe da, alles tonal wieder in bester Ordnung ! Der Baß ist
jetzt wieder natürlich integriert. Die Leute von Tannoy haben sich offenkundig was dabei gedacht ! :shock: :shock:

Morgen früh mach' ich sie nochmal auf und stelle intern den Originalzustand wieder her ... :D

Viele Grüße !

Verfasst: Sa 2. Sep 2006, 23:04
von dunglass
Hossa! :shit

Meine 800er sind nun auch da. Sind in super Zustand. Auch die miterstoigerten Wandhalterungen konnte ich widererwarten gut gebrauchen (im Moment fehlt für ein Paar DIY-Stands die Zeit).

Erster Eindruck: sehr detaillierter Sound und ein bisschen mehr direkt, als entspannt. Muss wahrscheinlich noch an der Ausrichtung arbeiten. Wenn die HTs genau auf die Ohren zielen, wirds schneidig. Schaun mer moi.

Allerdings fühlte ich mich an frühe Kindertage erinnert: "Es rappelt in der Kiste..."

Beim Entfernen der Terminals, die übrigens in Sachen Handling und Solidität die Pest sind, fand ich auf deren Rückseite praktikabler Weise gleich die Teile für die Frequenzweiche aufgeklebt. Der Aufwand für ein eigenes Brett zum Aufbau wurde gespart. Die einzige (Eisenkern)Spule hatte sich allerdings inzwischen selbstständig gemacht und bommelte an ihren beiden Drähten in der Box herum. Wat solls, habe kurz die (Klebe) Pistole gezückt und schon war Ruhe.

Jetzt höre ich mich erstmal in das neue Gefühl ein, auch einen HT zu haben und kündige schon jetzt an, mich tuningtechnisch an dem Gerät zu verlustigen.

Wenn ich mir Deine und meine Frequenzweich ansehe, so liegen einige Bauteile dazwischen. Hier werde ich mit Deiner Erfahrung und der Kompetenz hier im Forum nachbessern.

Tannoyly yours

Stefan

Verfasst: So 3. Sep 2006, 13:03
von dunglass
Moin Henning.

habe dann die Nacht mal durchgehört und werde Buschhörner zwecks momentan mangelnder Einsatzmöglichkeit in den Keller bringen...

Gute LS, wirklich. Und so schön neutral. Gefallen mir ausgezeichnet.

Anbei ein kloines Bild vom momentanen Interims-Aufbau (bis zum Umzug). Irgendwann...

[img:545:398]http://de.geocities.com/dunglass_72/6c33_system800.jpg[/img]

Sollten uns dann mal bei Gelegenheit über die Weiche austauschen.

Gruß

Stefan

Verfasst: So 3. Sep 2006, 13:41
von vintage64
Moin Stefan,

ist ja klasse !! Freut mich sehr, daß sie Dir gefallen ! Jetzt wirst Du auch "Tannoyed" (über Lautsprecher ausgerufen), wie Sie in England zu sagen pflegen ! :wink: :beer
Deine Wandhalterungen scheinen mir für dieses Modell ideal zu sein.

Stell' doch mal ein detailiertes Photo Deiner Weichen ein.

Hier ein paar Photos, die meine DIY-Stands dokumentieren:
[IMG:768:1024]http://img117.imageshack.us/img117/3197/img0009ta9.jpg[/img]
Zum Größenvergleich ein Fläschen AT Nadelreiniger daneben.

Hier sieht man sehr schön, wie sehr sie durch den Aufbau angewinkelt sind:
[IMG:1139:703]http://img113.imageshack.us/img113/1082/img0010xh5.jpg[/img]

Und auf dem letzten Photo eine Detailaufnahme der Xindak VT3-BC:
[IMG:768:1024]http://img108.imageshack.us/img108/1737/img0011ph1.jpg[/img]

Viele Grüße !

Verfasst: So 3. Sep 2006, 18:56
von Fender
Hallo Stefan,

Herzlichen Glückwunsch zu Deinen Tannoys, ist wirklich ne sehr gute Wahl.

Ich sehe gerade dass Du auch einen Verstärker vom Klaus hast :D .

Ich habe auch schon 2 Amps vom Klaus nachgebaut, den Push-Pull und den PSE.

Bei mir hängen übrigens auch Tannoys dran, die D900.

Wer einmal Tannoys hat wird sie nie wieder hergeben.

Viele Grüße, Folkert.

Verfasst: So 3. Sep 2006, 21:30
von dunglass
Danke, danke für die Glückwünsche. Ich habe vor ca. 10 Jahren die eine oder andere Platte und CD produziert und hatte damals auch Tannoy-Abhöre. Allerdings nicht Coaxial. War also auch etwas vorbelastet :P

Moin Henning.

Schöne Stands. Reaktionen mit dem Fußboden sollten ausgeschlossen sein :OK:

Ich stand bisher immer auf eine Abkopplung per "Gummi" o.ä.. Deine Lösung kommt mir aber schon wesentlich weiter entgegen, als Spikes. Wenn ich meine 1200er habe, melde ich mich deswegen nochmal ;-)

Meine Wandhalterungen waren wie gesagt Bestandteil der Auktion und sind letztlich ein über Aufnahmeplatte an die Wand geschraubtes U-Profil. Für meinen momentanen Einsatzort sicher eine gute Lösung. Unter den Boxen konnte ich die Mamor(?)-Platten quer legen, die ich für die Buschies hatte schneiden lassen. So stehen die Boxen nicht direkt auf dem Profil. Mit je einem Paar billiger Gummifüße wurde die Front, ähnlich wie bei Dir, nochmal ein Stück angekippt. Alles prima soweit.


Deine Membranen glänzen stark. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass Du C37 aufgebracht hast. Ich werde diesen Schritt nicht tun, habe aber die Frage, ob Du einen (subjektiven) Unterschied zu vorher feststellst?


Hier die Weiche. Viel Potential zum tunen gibts nicht. ich schätze mal, dass der Austausch der Caps was bringen kann. Zur Spule fehlen mir die Werte.

[img:733:765]http://de.geocities.com/dunglass_72/weiche.jpg[/img]

Weißt Du aus dem Kopf, welcher Draht zu TT und HT gehört? Braun oder gelb?

Auch bei mir sind die Litzen mit "Kfz-Kabelschuhen" auf die Anschlüsse geschoben, welche wiederum aus irgendwelchem Blech bestehen. Das Thema des audiophilen Übergangswiderstands sollt man hier am besten nicht aufmachen. Ich werde wohl die Litzen austauschen und die Anschlüsse verlöten.

Also dann mal los mit den Tuning-Vorschlägen :mrgreen:


Moin Folkert.

Ich kennen Deine Bauten aus diversen Foren. Hut ab!

Momentan habe ich 2 Bartons SE. Den neuen und eine ältere Version mit hochpreisigerem Innenaufbau. Bin von den Geräten wirklich begeistert.


Tannoyly yours

Stefan

Verfasst: So 3. Sep 2006, 23:20
von vintage64
Moin Stefan,

Gummi als Entkopplung ist natürlich auch einen Versuch wert. Ich habe im Moment den Eindruck, daß die Xindaks auch bei den Tannoys einen sehr guten Job machen. Beim jetzigen Aufbau hab' ich mal selbstgefertigte runde "Filzauflagen" für die Xindaks weggelassen.
Dabei habe ich festgestellt, daß die Seitenstabilität des Aufbaus etwas leidet, weil jetzt Holz auf Holz liegt und das Holz der Xindaks sehr glatt poliert ist.
Werde also die Filzteile in Kürze wieder auf die Xindaks aufkleben. Einen klanglichen Unterschied mit / ohne Filz kann ich hingegen nicht feststellen. Aber die Stabilität als solche hat schon einen gewissen Wert, finde ich. :idea:

Was Deine Weichen anbelangt, so würde ich mich auf die beiden Caps konzentrieren. Ich kann Audyn+ von Intertechnik sehr empfehlen.
Platzprobleme könnten bei Deinem Weichenaufbau durch die Befestigungslöcher entstehen. Supreme Caps - ob nun Audyn, Mundorf oder andere - sind vom Umfang her soviel größer als die beiden verbauten Caps, daß ich meine, daß Du sie wahrscheinlich auf die beiden Keramikwiderstände kleben mußt. Aber das sollte techn. problemlos gehen, die entspr. einzupassen.

Bei meinen Tannoys gehen gelb (+) und grün an den HT, braun (+) und blau an den TT. Bei einer Box wie gesagt braun und blau vertauscht.
Das "Problem" der mit "Kfz-Kabelschuhen" auf die Anschlüsse geschobenen Litzen habe ich erstmal mit dem sorgfältigen Aufbringen eines Kontaktverbesserers gelöst. Das Zeugs ist ziemlich genial finde ich (Wonderlube) und ich meine, es bringt tatsächlich was. Trotzdem ist ein Verlöten natürlich das Optimum. :D
C37 hab' ich nur auf die metallenen Hörner aufgetragen (4 verdünnte Schichten). Nicht auf den schwarzen Kunststoff, da wohl einfach die Membranmasse dadurch zu stark erhöht würde. Ich fürchte zu sehr um die geniale Dynamik dieser Teile ! :wink:

Viele Grüße und Tannoyly yours, :OK:

Henning

Verfasst: Mo 4. Sep 2006, 23:08
von dunglass
Moin Henning
vintage64 hat geschrieben:Bei einer Box wie gesagt braun und blau vertauscht.
Das "Problem" der mit "Kfz-Kabelschuhen" auf die Anschlüsse geschobenen Litzen habe ich erstmal mit dem sorgfältigen Aufbringen eines Kontaktverbesserers gelöst.
Hast Du oder jemand anderes :wink: eine Erklärung, was es mit den vertauschten Anschlüssen auf sich haben könnte? Mir erscheint es zumindest nicht logisch. :idn: Werde bei Gelegenheit mal schauen, ob das Methode hat und bei mir auch so gelöst wurde.

Die Werte für den Cap unter Nummer 2 konnte ich noch nicht ermitteln. Soweit ich es erkennen kann, steht darauf Alcap, 30 MFD (oder MED?), 150 VNP, +- 10%. Die übliche Farad-Angabe konnte ich nicht finden. Kann mir jemand bitte diese Werte erklären?

Der Cap mit Nummer 3 trägt die Aufschrift PA, 2.20 uF, +- 5%, 250V DC.

Welcher der beiden Cs ist für HT oder TT? Ist bei Frequenzweichen Caps einen Investition in höhere Spannungsfestigkeit sinnvoll? Ich denke nicht.

Mit der Abstimmung würde ich gern die etwas vorlauten hohen Mitten bremsen. Abgesehen von der tollen Auflösung und Dreidimensionalität der Boxen, habe ich aber immer das Gefühl, die Ohren etwas anlegen zu müssen. Bei Sade ist alles prima, bis sie beginnt, Schmackes in die Stimme zu legen und ihr Saxophonist zum Solo ansetzt. Der Frequenzbereich scheint etwas zu scharf. Sollte hier mit anderen Caps-Werten experimentiert werden oder bringen bessere Qualitäten ggf. schon die Lösung?

Fragen über Fragen.

Momentan plane ich einen Experiment-Overkill. Ich werde die Kabel nach außen verlegen, ebenso wie die Weiche (in extra Gehäuse). Neben dem Platzthema gestaltet sich das Ausprobieren verschiedener Caps einfacher. Ich habe vor, drei verschiedene, umschaltbare Cap-Kombinationen zu verbasteln. Der praktische Nutzen sei dahingestellt, der Vergleich ziwschen verschiedenen Caps wird aber wesentlich vereinfacht.

Gruß

Stefan

P.S. Kann mir jemand ein brauchbares, günstiges Multimeter vom großen R empfehlen, das empfindlich genug ist, um Geräte auszuphasen? Mein bisheriges vom großen C versagt da.

P.P.S. Da Tracy Chapman nicht über die Stimme und die Instrumentierung einer Sade verfügt, durfte es hier auch gern mal etwas lauter sein. Mir blieb bei ihrem mir sehr gut bekannten Debütalbum Talking 'bout revolution über diese Boxen ehrlich gesagt der Mund offen stehen. Diese Klangfülle, Transparenz und Weite des Albums kannte ich bisher nicht
:OK:

Madonnas Justify my love musste mit entschuldigendem Augenzwinkern an alle Nachbarn in Justify my bass umbenannt werden. Sauber, wirklich sehr, sehr sauber, wie eine meiner älteren und auf Reinlichkeit im Haus bedachten Nachbarinnen sagen würden... :bumping:


Edit: Teil des tonalen Problems konnte durch Röhrenwchsel behoben werden. Die 12SL7 RCA NOS scheinen nicht zu gut mit dem Amp zu harmonieren. Der Wechsel auf die "serienmäßigen" Westinghouse sorgt für ein wesentlich angenehmeres Klangbild.

Verfasst: Di 5. Sep 2006, 14:16
von vintage64
Moin Stefan,

die 30 MFD sind 30 uF ! :shock:
Hier mal ne Umrechnungstabelle:
http://xxx.justradios.com/uFnFpF.html

Für den würde ich wohl einen Audyn Cap MKP mit 33.0 uF nehmen:
http://xxx.intertechnik.de/index.html/J ... &suchwort=
Kostenpunkt: 8.60 EUR / Stück.

Für Cap No. 3 würde ich einen Audyn+ nehmen (9.10 EUR / Stück).

Obwohl ich den Schaltplan Deiner Tannoys nicht kenne, würde ich meinen, daß der größere Wert für den Bass zuständig ist. Ist bei meinen System 1200 auch so.
Von daher würde ich mir an Deiner Stelle noch 2 russ. Ölpapier Kondis bei ebay holen und je einen parallel zum 2.2 uF löten.
Das gibt dem Hochton noch ne extra Portion Schmelz ! :wink:
... Mit der Abstimmung würde ich gern die etwas vorlauten hohen Mitten bremsen ...
Da helfen keine Caps. Die sind u.a. für die "Klangfarben" zuständig. Hier hilft nur ein parametrischer EQ, shelving Filter ab 1.3 kHz - 3dB ! :mrgreen:

Die Verpolung (nur) im Baß habe ich schon bei Subwoofern gelesen. Welchen techn. Hintergrund das hat weiß ich nicht. Es ist jedoch überdeutlichst hörbar ! :)
... Mir blieb bei ihrem mir sehr gut bekannten Debütalbum Talking 'bout revolution über diese Boxen ehrlich gesagt der Mund offen stehen. Diese Klangfülle, Transparenz und Weite des Albums kannte ich bisher nicht ...
:D :OK:
Tannoy steht imho wie kein anderer LSP (mit Ausnahme von Altec Lansing 604 und vielleicht auch noch Quad Elektrostaten) für Musikalität und Live-Feeling ! Knallharten Bass, wie gemeißelte Abgrenzung von Instrumenten / Stimmen im Raum, messerscharfe Darstellung, dieses Feld wird anderen überlassen. Bspw. einer Wilson Audio Watt Puppy in der neuesten Inkarnation, wie ich mich selbst bei einem Bekannten überzeugen konnte (an KT88 Endstufen von Conrad Johnson). :mrgreen:

Viele Grüße !

P.S.: hier noch nen interessanter link:
http://xxx.tannoy-forum.com/index.php?s ... ce3f2c40eb

Verfasst: Di 28. Nov 2006, 18:33
von vintage64
Hi,

bin durch einen niederländischen Tannoy-Fan noch auf einen genialen Tuning cheap thrill aufmerksam gemacht worden:
Statt des grauen Schaumstoffs sollte man das Gehäuse mit akustisch wesentlich vorteilhafterer Schafwolle auskleiden ! :shock:
Habe bei einem Versender jetzt auch ein Material entdeckt, das aus 75%iger Schafwolle besteht, sich jedoch exzellent verarbeiten und verlegen läßt (3.5 cm Dicke).

In der nächsten Sommerpause gibt's mehr dazu mit Bildern ... :D

Viele Grüße !
vintage