Newbie braucht etwas Hilfe mit Bauteilen im Signalweg

Verstärker selbst bauen

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Thomsen
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Newbie braucht etwas Hilfe mit Bauteilen im Signalweg

Beitrag von Thomsen »

Hallo zusammen,

vor kurzem suchte ich noch einen Röhrenverstärkerbausatz.
Nun wurde der Bausatz geliefert.
Es ist dieser simple Ebay Monoblock für 108 € nur in der Stereoversion 179 € (mit Gehäuse zwar nur Lockblech mit Holzseiten aber für 12 € kann ich das trotzdem ict besorgen).
Schaut für meinen ersten Blick ganz gut aus.
Ist sozusagen Dualmono aufgebaut bis auf das Netzteil.
Elektro Harmonix Vorstufenröhren ECC82 und Sovtek Endröhren EL84

Ich wollte nur direkt bessere Bauteile verwenden.
Und da liegt mein Problem welche Bauteile liegen im Signalweg und welche sind da besonders klangbeeinflussend.

Ich habe da mal die markiert die ich tauschen würde, ist das soweit OK oder macht da noch was anderes Sinn.
Sollte halt im Rahmen bleiben, keine SilberÖl ( obwohl ich die im Auto vor meinem Hochtöner habe) dachte an ZinnFolie oder MKP.

http://www.bilder-hochladen.net/files/58bt-1-jpg.html

Viele Dank

Thomas

Link gefixt / Martin
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Erzkanzler
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Beitrag von Erzkanzler »

Moin,

die Koppel-Cs sind C2 und C7.

Grüße
Martin
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Gast

Beitrag von Gast »

Erzkanzler hat geschrieben: die Koppel-Cs sind C2 und C7.
... vielleicht noch das Poti P1 ... wenn es nicht schon z.B. ein blaues Alps RK sein sollte ...
Thomsen
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Beitrag von Thomsen »

Das ist ein ganz simples 100K Poti, wollte es gegen Alps tauschen.

Vielen Dank

Thomas
der morgen mal fix bei Intertechnik oder Conrad vorbei fährt
Thomsen
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Beitrag von Thomsen »

So hab mal das Internet durchsucht,
C2 und C7 sind Kondis mit 22nF / 630 Volt

Bisher gefunden
Mundorf Silber Öl 19,06 € / Stück
Mundorf Gold Öl 25 € / Stück
Jensen Alu Öl 12,90 € / Stück bei Strassacker gefunden.


Poti wird wohl das Blaue von Alps

hat noch jemand einen Vorschlag

Vielen Dank

Thomas
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Alter Bastler
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Beitrag von Alter Bastler »

Hallo Thomas,
Und da liegt mein Problem welche Bauteile liegen im Signalweg und welche sind da besonders klangbeeinflussend.
Die Übertrager sind die wichtigsten Teile bei einem Röhrenverstärker, liegen im Signalweg und sind die klangestimmenden Teile Nr.1
Ein guter AÜ für SE kostet etwa soviel wie der ganze Bausatz.
Gruß
Manfred
Ein bischen besser geht immer.
Gast

Beitrag von Gast »

Hi Thomas,
Thomsen hat geschrieben: C2 und C7 sind Kondis mit 22nF / 630 Volt


Mundorf Silber Öl 19,06 € / Stück
Mundorf Gold Öl 25 € / Stück
Jensen Alu Öl 12,90 € / Stück bei Strassacker gefunden.
ich schließe mich da dem Einwand von Manfred wirklich an ...

... habe auch mal nach dem Bausatz bei eBay gesehen ...

Na ja, die von Dir oben aufgeführten Kondensatoren ... tja, das ist so ungefähr wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen ...

Nimm einfach WIMA MKP4 ... die bekommst Du beim großen C oder bei Reichelt und Du hast so ungefähr das klangliche Optimum rausgekitzelt ...

... und wenn´s unbedingt ein Mundorf sein muß, dann schone Deinen Geldbeutel und nimm den normalen MKP ...

... das gesparte Geld investiere lieber bei Zeiten in gute Ausgangsübertrager ...

... Gerd Reinhöfer kann ich Dir da nur wärmstens ans Herz legen.
Thomsen
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Beitrag von Thomsen »

Das der AÜ der eigentlich Übeltäter ist soweit klar.
Für 57 € / Stück beim Reinhöfer ist auch OK
Ra 5,2 K


Nein Silberöl etc. sollte es nicht sein, deswegen suchte ich ja nach einer Alternative.

Wenn ich ehrlich bin soll der kleine erstmal ein Übungsamp sein um ein Gefühl für die Materie zu bekommen und nebenbei soll er noch annehmbar klingen.

Sagt mal ich habe schon mal was über amorphe AÜs gelesen, was hat es damit auf sich?
Unregelmässige Wicklungen?

Mfg Thomas
mit größeren Defiziten in der Röhrentechnik
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Alter Bastler
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Beitrag von Alter Bastler »

Hallo Thomas,
Sagt mal ich habe schon mal was über amorphe AÜs gelesen, was hat es damit auf sich?
Das bezieht sich auf das Kernmaterial.
Nein Silberöl etc. sollte es nicht sein, deswegen suchte ich ja nach einer Alternative.
Mit den vorgeschlagenen WIMA fährst Du schon sehr gut.
Reinhöfer AÜ's wurden ja schon genannt, dass ist eine sehr gute Alternative zu "UltraHighEnd"
Für die EL84 ist man ab 57€ dabei, nicht teurer als Silber/Öl Kondensatoren, mit Sicherheit aber deutlich zu hören.


Gruß
Manfred
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carawu
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Beitrag von carawu »

Thomsen hat geschrieben: Sagt mal ich habe schon mal was über amorphe AÜs gelesen, was hat es damit auf sich?
AÜ-Material...


Sieh dir statt Wima MKP4 lieber http://www.oppermann-electronic.de/html/mp_c_s.html an....kostengünstiger und besser...

LG Carsten
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Thomas,
Thomsen hat geschrieben: Das der AÜ der eigentlich Übeltäter ist soweit klar.
Für 57 € / Stück beim Reinhöfer ist auch OK
Ra 5,2 K
yepp ... diese AÜs könntest Du z.B. als Aufrüstung nehmen.
Thomsen hat geschrieben: Sagt mal ich habe schon mal was über amorphe AÜs gelesen, was hat es damit auf sich?
... das meint amorphe Kerne ...

Aber amorphe AÜs solltest Du nur dann nehmen, wenn Du den Amp nicht häufiger am Limit betreiben wirst ...

... allerdings wirst Du aus eine EL84 in Single Ended auch garantiert nicht die bei dem Bausatz versprochenen 6 Wat Ausgangsleistung erhalten ... eine einzelne EL84 bringt es i.d.R. auf so ungefähr 1 - 1,5 Watt ...

... und dann wirst Du diesen Amp im Betrieb wahrscheinlich doch schon recht häufig richtig fordern ...

... deshalb würde ich keine amorphe AÜs verwenden ...

Wenn Du trotzdem amorphe AÜs haben wolltest, dann würde mir als Lieferant z.B. Thöress in Aachen oder Lundahl in Schweden einfallen ...

Auf der anderen Seite sehe ich da in der Modifikation der Schaltung und ganz speziell des Netzteiles zu aller Erst deutlichen Handlungsbedarf, bevor amorphe AÜs Sinn machen würden.

Die Anodenspannung wird in der gezeigten Schaltung doch eher recht rustikal bereitgestellt ...

Bau das Ding erstmal so preiswert wie möglich auf ... die von Carsten genannten Kondensatoren sind eine gute Alternative ... noch dazu preiswert ...

... und wenn das funktioniert hat und Du Spaß an der EL84 SingelEnded gefunden haben solltest, dann suche Dir eine wirklich gute und zielführende Schaltung für eine EL84 mit ordentlichen Netzteil mit L-C-Siebung aus und kaufe Dir die Einzelteile ... also Trafo, mind. 2 Drosseln, die restlichen Bauteile und für Deinen Anwendungsbereich und zur Schaltung passende hochwertige Ausgangsübertrager ...

... damit fährst Du dann immer noch preiswerter, als an einem schlechten Konzept mit teuren und hochwertigen Komponenten rumzudocktern.
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Fitzroy2309
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Beitrag von Fitzroy2309 »

Hallo,
ich würde mir noch die beiden Kathodenwiderstandbypasskondensartoren anschauen als Elna Silmic oder ähnliches.
In der Schaltung C6+C1.
Die überbrückten Rs würde ich dann auch gegen was "schönes" tauschen.
Holcos oder PRPs klingen Super.

Allerdings muss ich mich auch den Vorrednern anschliessen und sagen daß die Aüs mit Abstand am meisten bringen.
Jedoch sind die Koppelkondensatoren und Widerstände deutlich günstiger...
Den Unterschied wirst du hören.
ERO KP1832 gehen auch hervorragend in Röhrenschaltungen anls KoppleCs und sind relativ preiswert gerade bei 22nF(evtl aus zwei Werten zusammensetzen).

Grüße Fitzroy
Jazz oder nie!!!
dht
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Beitrag von dht »

Hallo
beim tunen eines solchen Amp´s würde ich mir überlegen ob sich das lohnt.
Die Klangqualität steht und fällt mit dem Strombedarf des Lautsprechers.
Lohnt es sich! -dann würde ich folgendes machen: C7 entfernen, R12,C6 entfernen, Übertrager: wechseln gegen C-Kern Übertrager mit den für die Röhre üblichen Standardwert von 5K . C1 und C6 gegen hochwertige "Audiophile" Elektrolyte austauschen. Keine Parallelschaltung verschiedener Arten von Kondensatoren verwenden! (Phasenverschiebungen und Klangeinbussen in der Räumlichen Ortung) Empfehlung: Super e-cap Beschaltung verwenden. Achtung: lange Einspielzeit!! Koppelkondensator C2 gegen besseren tauschen (einfach verschiedene probieren das was am besten gefällt -nehmen! die teuersten müssen nicht die besten sein. R9 entfernen.
Ich würde statt der Ecc82 eine C3g nehmen. Ich mag die 82 einfach nicht.
AÜ mit Amorphem Kern machen keinen Sinn. Ich würde ja auch nicht in einem Badezimmer von Ikea goldene Wasserhähne einsetzen. Dazu ist die Röhre auch nicht gut genug.
Ich verbaue meistens AÜ´s mit Amorphem Kern. Der Stückpreis liegt bei etwa 400€!!! Liegt das noch in einer Relation zu der Schaltung? Ich denke nicht.

Gruß

Carsten
Thomsen
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Beitrag von Thomsen »

Ich wusste nicht genau was es mit dem amorphen Kern auf sich hat, ich wusste nur das die in highendigeren Geräten zu Einsatz kommen, und recht teuer sind.

Dann wären alleine die AÜs 4x teurer als der Bausatz, das steht in keiner Relation.

Ich denke ich werde die
Alps Blue nehmen, die Koppelkondis tauschen,eventuell die Holco Widerstände zusammenbauen und hören und nächsten Monat die AÜs tauschen, der Aufwand scheint mir dabei nicht sehr groß.

Das die ganze Sache nicht highendig wird war von vorne herein klar.
Es ist halt ein Bastel und Übungsobjekt.

Man kann schlecht aus einem alten Fiesta mit wenig aufwand einen Formel 1 Wagen bauen!
Aber etwas schneller und besser geht schon.
Der nächste Amp sollte eher was nobles werden.
Der Methe 300B sieht sehr schick aus und ist wohl auch nicht günstig gewesen.

Vielen Dank für eure Informationen
jetzt hab ich richtig viel Auswahl.


Mfg Thomas
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Alter Bastler
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Beitrag von Alter Bastler »

Hallo Thomas,
Der nächste Amp sollte eher was nobles werden.
Der Methe 300B sieht sehr schick aus und ist wohl auch nicht günstig gewesen.
Da wäre dann zu überlegen den 53.01 von Reinhöfer zu nehmen, der passt zur EL84 und zur 300B.

Gruß
Manfred
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Thomsen
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Beitrag von Thomsen »

Nee wenn dann schon was anderes,
zur Not wird die EL84 halt die Fernseh, Küchen oder Arbeitsröhre :D

Alte Amps werden nicht auseinander gerissen.

Gruß
Thomas
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carawu
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Beitrag von carawu »

Moin,


die 300b ist überbewertet..... :mrgreen:

Nimm BYV96 Dioden (reichelt.de) in deinem Amp, ~100nF MKP parallel zu den Netzteilelkos, EL84 als Pseudotriode beschalten, Gegenkopplung weglassen.
Etwa so:
[img:1371:1371]http://www.audiokit.it/ITAENG/KitElettr ... ochin1.jpg[/img]

LG Carsten
Gast

Beitrag von Gast »

Hi Thomas,
Thomsen hat geschrieben: Der Methe 300B sieht sehr schick aus und ist wohl auch nicht günstig gewesen.
... ähm ... was ist denn nun daran Methe? Das ist die oft kopierte 6SN7-300B-Schaltung von AudioNote ... im Übrigen sieht das für mich jetzt sogar so aus, als daß er aus seinen Basteleien Kapital schlagen will ...

vgl. http://methe-family.de/me_audiosysteme.htm

und das ist dann wohl auch der Grund, weshalb sich keinerlei Schaltungsinformationen auf dieser angeblichen DIY-Seite mehr finden lassen.

Und bevor Du Dir über irgendwelche Quellen für die Reinsilber-Ausgangsübertrager unnötige Gedanken machst, würde ich dann doch gleich zum originalen Kit greifen ...

http://www.audionotekits.com/

... das spart zwar trotzdem keine Enttäuschungen :wink: ... aber das "lästige" Suchen nach den Bauteilen und klanglichen Optimierungen bleibt sozusagen aus ...

... wenn es kein AudioNote-Clone werden soll, dann findest Du hier einige Schaltungen:

http://www.bonavolta.ch/hobby/en/audio/300b.htm
Gast

Beitrag von Gast »

Hi Carsten,
carawu hat geschrieben: die 300b ist überbewertet..... :mrgreen:
so so ... ah jetzt ... :mrgreen:

Jede 2A3 krankt leider an der Verfügbarkeit vernünftiger Röhren ... viele NOS-Exemplare ziehen Luft ...

... eine AD1 muß man mögen ... Alex K. mag sie z.B. weniger ... andere schwören drauf ...

... eine 45er ist ja auch ganz nett ... kann aber imho nichts wirklich besser als eine 300B .. sie spielt nur ein wenig anders :wink:

... gleiches gilt für eine gut gemachte EL84 ... auch die spielt schon richtig gut und kann gefallen ... aber besser oder schlechter ... ne, das sehe ich in diesem Zusammenhang nicht wirklich ...

... zumal das erzielbare Ergebnis zwar maßgeblich von den AÜs mitbestimmt wird ... die verwendeten Röhren tragen aber ebenso und deutlich zum Ergebnis bei ...

... und genau bei den Röhren trennt sich ganz schnell die Spreu vom Weizen, wenn man ordentliche NOS-Ware nimmt ...

... imho ganz einfach kein Vergleich zu den modernen Nachbauten ... und deutlich haltbarer ... aber auch unweigerlich deutlich teurer ...

Und wir dürfen auch nicht vergessen, bei einem Vergleich die Auswirkkungen des Netzteiles R-C gegen L-C oder der Heizung außer Acht zu lassen ... oder mit oder ohne Anodendrosseln, Zwischenübertrager und Co. ... gelle ... :wink:

Aber wir schweifen vom eigentlichen Thema ab ... :wink:
flu
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Beitrag von flu »

Hi Carsten,
dht hat geschrieben: Empfehlung: Super e-cap Beschaltung verwenden. Achtung: lange Einspielzeit!!
Was bedeutet das denn? Kannste mir das bitte erklären?

Gruss Ulf
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