TA`s mit statischer Entladung am Pre zerschossen????

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Frank Löhr
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TA`s mit statischer Entladung am Pre zerschossen????

Beitrag von Frank Löhr »

Hallo,

ich glaub ich muß kotzen :oops: :cry:

Habe seit längerem das Problem, je nach Schuhwerk von meiner Kette regelmäßig kleine Stromstöße zu bekommen. War schon seit langem so und irgendwie nie ein Problem, höchstens etwas störend.

Heute hatte ich meinen Volpe kurz mit zu Frido, wir wollten was nachmessen. In dem Zusammenhang habe ich den Verstärkungsfaktor für MC um 6db gesenkt. Zuhause wurde er wieder angeschlossen, MC mit Masse, daß MM wurde noch nicht geerdet, da schon spät und kein passender Schlüssel zur Hand. Brum gab es auch keinen. Also lustig drauf los gehört, mal mit dem MM(AT20SLA) mal mit dem ATOC10(MC) im AT1100. Ich kann mich nicht erinnern ob ich beim Wechsel von J.J.Cale auf heftigen Metall eine gewischt bekommen habe, aber auf einmal war ein Kanal auf dem MC weg.


Kurz Anschlußpins und Kontakt beim Rest inkl. Armrohr geprüft, nix - der Kanal blieb verschollen.
Also einfach das Kabel aus dem Arm und an den Koshin mit DL103, passt bei der Musik eh besser - Juhu, kommt wieder von beiden Kanälen, Fehler muß im Arm liegen, an das System hatte ich noch nicht gedacht.

Metall und DL103 - SUPER, also lauter drehen...ich bekam wieder einen kleinen gewischt und der Rechte Kanal war weg :shock:

HAB ICH EBEN MEINE ZWEI TA`S ZERSCHOSSEN?????????

Kann mir einer sagen was hier passiert ist??

Trau mich nicht weiter LP zu hören, daß AT20SLA läuft ja noch stereo.


Gruß Frank
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GlowingTube
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Beitrag von GlowingTube »

Hallo Frank,

wenn Du ein Messgerät hast (mit Widerstandsmessung), dann kannst Du jeweils die beiden Spulen des TA durchmessen. Linke und rechte Spule sollten gleich große Widerstandswerte haben. Wenn Du an einer einen unendlich großen Widerstand messen solltest, dann hast Du sie gehimmelt.

Ob das durch statische Aufladung passieren kann, weiß ich allerdings nicht.

Ich drück' Dir die Daumen, daß es ein anderer (blöder) Effekt ist. Ich habe zwar in letzter Zeit keine Probleme mehr mit der statischen Aufladung. Trotzdem tippe ich grundsätzlich erst mit dem gewinkelten Finger vorsichtig an den Plattenteller, um ggf. Ladung abzuführen. Ich habe Angst, daß ich ansonsten durch ein unerwartetes Zucken im schlimmsten Fall das TA oder den Arm beschädigen könnte.

Großes Daumendrück!
Rainer
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Analog_Tom
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Beitrag von Analog_Tom »

Hallo Frank,

versuch einfach mal ob Du wenn Du an Masse und Signal des "toten" Kanals Deines Tonabnehmers mit einem Messgerät "Durchgang" messen kannst?

Viele Grüße

Tom
LG

Tom
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Frank Löhr
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Beitrag von Frank Löhr »

Hallo Rainer,

das Messen könnte Frido evtl. übernehmen, wird sich feststellen lassen.

Ich tip in der Regel vorher kurz an mein Rack, der Dreher steht auf einem anderen Tisch. Auch der Pre, von dem ich beim DL103 einen gewischt bekam steht im Rack und nicht beim LW, der Phonopre steht eine Etage darunter, Kontakt zum Rack nur über Gummi und MPX. Wenn dann müsste der Schaden über PRE + Prepre an den TA gereicht worden sein. :idn:

Habe allerdings recht wenig Hoffnung.

Gruß Frank
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GlowingTube
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Beitrag von GlowingTube »

Hi Frank,

dann muß der Frido mal 'n paar Messungen machen; der ist vom Fach. :OK:

Trotzdem immer noch komisch, daß man mit stat. Ladung eine TA-Wicklung himmeln können soll. Hätte ich nicht gedacht.

Halt uns auf dem Laufenden!

LG
Rainer
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T.L.
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Beitrag von T.L. »

Hi,

ich wuerde vorsichtshalber mal den Pre mistrauen .....

Gruss, Ton
old tube
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Beitrag von old tube »

Hallo Frank,
bei statischen Entladungen können durchaus Spannungen im KiloVolt-Bereich entstehen, das kann für viele Bauelemente tödlich sein oder zu Fehlfunktionen führen.
Genauso tödlich kann es sein, die hauchdünnen Spulendrähte eines TAs mit dem Messstrom eines normalen Vielfach-Multimeters zu beaufschlagen (Durchgangsmessung), dafür sind die nicht gedacht.
Ich hoffe, Frido hat dir das schon erzählt.

Gruß Norbert
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GlowingTube
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Beitrag von GlowingTube »

old tube hat geschrieben:Hallo Frank,
bei statischen Entladungen können durchaus Spannungen im KiloVolt-Bereich entstehen, das kann für viele Bauelemente tödlich sein oder zu Fehlfunktionen führen.
Genauso tödlich kann es sein, die hauchdünnen Spulendrähte eines TAs mit dem Messstrom eines normalen Vielfach-Multimeters zu beaufschlagen (Durchgangsmessung), dafür sind die nicht gedacht.
Ich hoffe, Frido hat dir das schon erzählt.

Gruß Norbert
Norbert:
theoretisch abslout logisch und richtig, was Du schreibst, aber sollte dann nicht auch der Eingang des PPA einen weg kriegen? Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

LG
Rainer
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Analog_Tom
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Beitrag von Analog_Tom »

old tube hat geschrieben: Genauso tödlich kann es sein, die hauchdünnen Spulendrähte eines TAs mit dem Messstrom eines normalen Vielfach-Multimeters zu beaufschlagen (Durchgangsmessung), dafür sind die nicht gedacht.
Ich hoffe, Frido hat dir das schon erzählt.

Gruß Norbert
Moin Norbert,

diese Methode wurde mir von van den Hul kürzlich selbst zur Überprüfung des Zustandes eines Tonabnehmers aus seiner Produktion empfohlen...
Insofern sehe ich da keinen Grund zur übertriebenen Vorsicht...
Selbstverständlich rate auch ich davon ab höhere Spannungen anzuwenden...


Viele Grüße

Thomas
LG

Tom
old tube
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Beitrag von old tube »

Hallo Tom,
das Problem bei der Widerstandsmessung ist nicht die Spannung, sondern die Höhe des Stromes. Der Strom wird vom Messinstrument vorgegeben und kann in einem niederohmigen Messbereich durchaus das 10-fache oder mehr des normalen Spulenstroms betragen.
Hat man Glück und die Messung ist sehr kurz, heizt sich die Spule kurz auf, kühlt wieder ab und ist dann noch in Ordnung. Hat man Pech oder die Messung dauert zulange, brennt der Spulendraht durch.
Moderne Multimeter haben eine automatische Messbereichsumschaltung und sind dafür ungeeignet. Man braucht ein Instrument mit manueller Bereichsumschaltung und fängt in einem hochohmigen Messbereich (z.B 2MOhm) an, der Messstrom ist hier klein. Ist die Anzeige unendlich, kann man schon nichts mehr kaputt machen, die Spule hat eine Unterbrechung. Geht die Anzeige auf Null, auf Bereich 20kOhm runterschalten, hier muss der Widerstandswert in der Nachkommastelle sichtbar sein (in der Regel 20-50 Ohm bei einem MC). Der Absolutwert ist für so eine Funktionsprüfung nicht so wichtig.

Gruß Norbert
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Analog_Tom
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Beitrag von Analog_Tom »

old tube hat geschrieben:Hallo Tom,
das Problem bei der Widerstandsmessung ist nicht die Spannung, sondern die Höhe des Stromes. Der Strom wird vom Messinstrument vorgegeben und kann in einem niederohmigen Messbereich durchaus das 10-fache oder mehr des normalen Spulenstroms betragen.
Hat man Glück und die Messung ist sehr kurz, heizt sich die Spule kurz auf, kühlt wieder ab und ist dann noch in Ordnung. Hat man Pech oder die Messung dauert zulange, brennt der Spulendraht durch.
Moderne Multimeter haben eine automatische Messbereichsumschaltung und sind dafür ungeeignet. Man braucht ein Instrument mit manueller Bereichsumschaltung und fängt in einem hochohmigen Messbereich (z.B 2MOhm) an, der Messstrom ist hier klein. Ist die Anzeige unendlich, kann man schon nichts mehr kaputt machen, die Spule hat eine Unterbrechung. Geht die Anzeige auf Null, auf Bereich 20kOhm runterschalten, hier muss der Widerstandswert in der Nachkommastelle sichtbar sein (in der Regel 20-50 Ohm bei einem MC). Der Absolutwert ist für so eine Funktionsprüfung nicht so wichtig.

Gruß Norbert
Moin Norbert,

danke für den sachlichen Erklärungsversuch...

Viele Grüße

Tom
LG

Tom
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JayK.
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Beitrag von JayK. »

danke für den sachlichen Erklärungsversuch...
Hai Tom,

das war kein Versuch, sondern is Tatsache :mrgreen:

Glaub et mich :weed:

Jonny

[vergessen] Lösung: mind. 1kOhm Vorwiderstand an eine Messstrippe - begrenzt den Strom ausm Messgerät...
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Frank Löhr
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Beitrag von Frank Löhr »

Hallo,

die Quelle für die statische Aufladung wurde lokalisiert, war mein Hörstuhl (Mikrofaser) und ich hab auch die Schuhe angezogen die offensichtlich für eine Erdung sorgen. Nix war mehr mit eine gewischt bekommen, also flux das AT OC 3 eingebaut, welches noch rumlag.

Erst mal die Platte von gestern, kein Problem, Lautstärkepoti ohne Schlag verstellt - alles Supi...

...andere Platte, lauter Knackser...

...hab ich lange nicht gehört, egal...

...evtl. eine ordentliche Macke drinn, aber der TA ist ja eh schon alt :mrgreen:

...noch zwei knackser und...

...AT OC 3 ist ebenfalls auf dem rechten Kanal Schrott :cry: :cry: :cry: :cry:

Ich fress gleich nen Tisch :evil:

Gruß Frank


P.S.: Brauche evtl. noch ein paar total abgenudelte MC`s um den Fehler entgültig zu lokalisieren. Wer noch was zuhause rumliegen hat - BITTE MELDE DICH :cry: :cry: :cry: :weed:
Ist durchaus ernst gemeint, bevor ich hier einen neuen TA zerschieße, der dann evtl. ein paar Hundert Teuros kostet... :cry:
old tube
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Beitrag von old tube »

Hallo Frank,
bevor du den Tisch futterst oder weitere TAs himmelst würde ich dir dringend raten die Eingänge deines Phono-Pres zu überprüfen.
Du solltest nachmessen ob bei nicht angeschlossenem TA eine Gleichspannung an der Cinchbuchse zu messen ist. Wenn ja, bitte erst mal nicht weiter probieren!

Gruß Norbert
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Frank Löhr
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Beitrag von Frank Löhr »

Hallo Norbert,

der Volpe 2 liegt schon am Sofa, werde ich Donnerstag oder am WE mal von Frido messen lassen.

Ich habe die Pegelsteller wieder auf 0 gestellt, die hatte ich ja für den MC-Zweig um 6db niedriger gesetzt. Wir werden aber beides messen. Da es sich aber um kurze Impulse zu handeln scheint, bin ich mir noch nicht sicher ob der Fehler so einfach zu finden sein wird.

Werde vermutlich das AT OC 3 und das DL103 nochmal umgepolt zum testen nutzen können, bei denen ist eine Reparatur eh unlukrativ. Der Fehler trat immer nur auf dem rechten Kanal auf.

Gruß Frank
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SDJungle
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Beitrag von SDJungle »

Auf dem rechten Kanal der Tonabnehmer (zur Absicherung kanalweise vertauscht anschliessen!) oder auf dem rechten Kanal der Phonovorstufe? :!:

Gruss
Stefan
Gruss
Stefan
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GlowingTube
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Beitrag von GlowingTube »

Moin,

ich halte es für (etwas) wahrscheinlicher, daß die Ursache für das Himmeln nicht an der stat. Aufladung liegt sondern an einem def. PPA. Zumindest sprechen die wenigen Indizien (wenn man das so nennen darf) dafür: es war in beiden Fällen nur ein Kanal und dazu immer nur der linke defekt.

Wenn tatsächlich eine permanente DC-Spannung an der Buchse zum TA liegen sollte, dann wäre das schon nachvollziehbarer als Grund für den Defekt.

LG
Rainer
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Rund
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Beitrag von Rund »

Hi,

also ich gehe davon aus, dass die Phonostufe einen DC Anteil auf diesem Kanal produziert und dadurch das System gehimmelt wird.

Gruß

René
Nebenbei gewerblich: Konzeption und Herstellung von hochwertigen Direct Drives und Phonogeräten. KosMos....LunaR, KroNos....

If the two null points are correct, then overhang will have taken care of itself.

Es führen viele Wege nach Rom - aber nur einer ist der direkte!
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Frank Löhr
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Beitrag von Frank Löhr »

Hallo,
Rund hat geschrieben:Hi,

also ich gehe davon aus, dass die Phonostufe einen DC Anteil auf diesem Kanal produziert und dadurch das System gehimmelt wird.

Gruß

René
...was jetzt überprüft wird, morgen sollte ich mehr wissen.


Gruß Frank
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Beitrag von frido_ »

Nabend

Ne heute schon.... :lol:
Ca.: 50mVDC sind auf einem Eingang vorhanden.
Aber nur bei Einstellung:
den Verstärkungsfaktor für MC um 6db gesenkt
Hab auch mal kurz auf die Platine geschaut:

[IMG:945:945]http://img243.imageshack.us/img243/4980 ... 1aanl8.jpg[/img]
Frank Löhr hat geschrieben:ich glaub ich muß kotzen
Jetzt könnt ich kotzen : Die Firma bimmelt......

Ejal.....Hauptsache die Nachfrage nach MC`s wird durch Frank nicht mehr zu sehr strapaziert....
sonst steigen wohl möglich noch die Preise...... :uw

Nodda bis denne
Frido
Wir haben unsere Besitztümer multipliziert, aber unsere Werte reduziert
LUA Sinfonietta // LUA Appassionato // LUA Con Espressione // DIY-Dreher ("Frido´s Finest") // MØRCH UP-4 // Shelter 901 // Le Pacific
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