Moinsen,
ja, ich denke schon, daß der Garrard korrekt aufgebaut ist. Vielleicht harmoniert der SME3009II mit dem Shure V15 II nicht so gut.
Aber auch mit dem Denon DL103 hat mich der Garrard nicht wirklich überzeugt.
Eine besonder Stärke hat der Garrard allerdings: es ist gar nicht so sehr der Baßbereich. Hier kann ihm der 701 Paroli bieten. Nein, es ist eine frappierende Darstellung des Raumes, er scheint den dargestellten Raum tatsächlich noch etwas weiter zu öffnen, als der 701. Tschuldigung, "furchtbare" HIFI-Test-Formulierung aber trotzdem denke ich, triffts das etwa. Allerdings vermisse ich dies nicht nur nicht, sondern es hat mich nicht völlig überzeugt, weil eben anderes, wesentliches fehlte !
Es ist die Natürlichkeit der Darstellung, die der 701 m.E. besser als alles beherrscht, was ich bisher hören konnte.
Als da sind: Dual 721, Denon DP-37F, Transrotor Leonardo Doppio, Linn LP12 sowie der Garrard 401.
Was ich damit meine ist folgendes:
Der 701 präsentiert die Musik derartig
souverän, daß ich von ihr erstmals wirklich berührt werde. So sehr, wie ich es sonst eben nur von einer Live-Aufführung gewohnt bin. Insofern bin ich mir auch nicht sicher, ob der Garrard bei der Darstellung des Raumes nicht sogar etwas übertreibt, sozusagen mit der akustischen Lupe ans Werk geht ...
Ich verwende ein 367g schweres Plattengewicht, so daß die bewegte Masse des Antriebssystems jetzt knapp 4.8 kg beträgt !
Laut Bedienungsanleitung wiegt der Garrard 401 - wohl ohne Chassis - 7.9 kg, also liegen beide vom Gesamtgewicht her etwa auf demselben Niveau. Häufig kann ich lesen, daß der Garrard seine besonderen Stärken bei Rock- und Pop-Musik habe. Dies deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen.
Letztendlich ist das alles jedoch, wie Martin schon richtig sagt, sehr subjektiv, Geschmackssache !
Ich hoffe, daß das Klangerlebnis, das ich jetzt genieße, einfach stabil bleibt ...
