Hallo Jungs,
das mit dem Gestank ist wirklich extrem, Marc aber meiner riecht ja gar nicht mehr so stark
Beim Günters Amp sind die Ausdünstungen aber wirklich extrem. Symptome nach 3 Std. Amp an: Kratzen im Hals, Hustenreiz und starkes Augenbrennen, gesund ist das bestimmt nicht was dieser Amp (Trafotränkung ????) ausdünstet und wie die Erfahrung zeigt dauert das leider auch noch ewig bis das nach und nach etwas besser wird. Meiner stinkt selbst nach etlichen Betriebsstunden immer noch.
Günters Amp habe ich gestern noch sicherheitstechnisch verbessert.
Anodenstromsicherung. Kein, kann man machen, meiner Meinung nach ist das ein absolutes MUSS !!!!
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Unbedingt empfehlenswert ist es Messbuchsen direkt an die Kathodenwiderständen zu löten weil man direkt an den Kathodenwiderständen nur mit Mühe+Not die Bias-Spannung abgreifen kann. 5 cm entfernt ist der Röhrensockel mit 880 Volt Anodenspannung. Wenn man abrutscht kann das das Leben kosten.
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Außerdem sollte man da wo das Anodenkabel durch das Gehäuse geführt wird unbedingt eine Isolierbuchse montieren. Kabel und rasiermesserscharfe Metallkanten sind nicht gerade nett zu einander.
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NOCHMALS ALS WARNHINWEIS: DIESER AUDIOROMY FU-13 IST ABSOLUT KEIN ANFÄNGER-VERSTÄRKER WEIL DIESER VERSTÄRKER SO AUS DEM KARTON NICHT BETRIEBSSICHER IST !!!!!!!!
Bei beiden Audioromy FU-13 die ich bisher ersteigert habe waren die Ruheströme nicht korrekt eingestellt, Poti einfach auf Mittelstellung (Werkseinstellung) ist einfach nur eine bodenlose Frechheit. Bei Günters Amp betrugen die Ruheströme wie schon weiter oben beschrieben 98,5 mA und 83,4 mA anstatt 70 mA. Jede Wette, mit dieser Einstellung wäre irgendwann der Netztrafo durchgebrannt. Und wegen der fehlenden Anodenstromsicherung müssen vor der Erstinbetriebnahme die FU-13 Endröhren unbedingt mit dem Multimeter überprüft werden. Die beiden dicken Heizpins sind wie auch schon weiter oben erwähnt die einzigen Pins wo man ein Widerstand (<1Ohm) messen darf. Zu allen anderen Pins, insbesondere zu dem oberen Anodenanschluss (dort wo die Kappe aufgesteckt wird) darf keinerlei elektrische Verbindung bestehen, dass Multimeter muss einen "unendlichen" Widerstand anzeigen.
Günter Amp habe ich noch ein wenig modifiziert. Primäres Ziel war das brummen zu beseitigen. Die Röhre die an einer Stelle geglüht hat ist eindeutig nicht in Ordnung. Schon beim Anschalten und erwärmen machte diese Röhre Probleme. Das ausdehnen der Anode war selbst im Lautsprecher mit einem mehrfachen Pinngggg zu hören, begleitet von einen rascheln und knistern. Wenn die Röhre aber erst einmal heiß war war aber Ruhe. Allerdings, wenn man den Verstärker in völliger Dunkelheit ausgeschaltet hat dann konnte man deutlich erkennen das die Anode an der Nahtstelle wo die Anode zusammengeschweißt ist rot glühte während die andere Seite absolut kalt und dunkel blieb. Der Wärmeübergang ist also gestört, deshalb hat diese Röhre beim erhitzen auch so geächzt.
Ich habe dann ein Paar meiner US-NOS National Union 813er eingebaut. In Gegensatz zu dem alten Audioromy FU-13 Modell klingt die 813 mit der Graphit-Anode im neuen Modell richtig gut. Die Kanalungleichheit habe ich durch fleißiges Röhrentauschen auch minimiert.
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Als beste Röhre in der Treiber-Position hat sich die
russ. 6P6S herausgestellt weil diese Röhren zu einem etwas mehr Verstärkung als die chin. 6V6 und die EH-6V6 hatte und mit Einsatz dieses gematchten Röhren-Paares die Kanalunterschiede bis auf wenige 10tel db (vorher 1db) verringert hat.
Ich war aber noch auf der Suche nach noch mehr Gesamtverstärkung damit dadurch die Gegenkopplung noch etwas erhöht wird um damit den Amp im Bass-Bereich etwas straffer zu machen. Von meinem Experimente mit meinem Audioromy FU-13 wusste ich das die
russ. 6N2P am meisten Verstärkung hatte.
Mir ist durchaus bewusst das die 6N2P (im Grunde eine ECC83) und die 6DJ8 (6922, ECC88) von den elektrischen Eigenschaften nicht unterschiedlicher sein können.
Die Messwerte haben mich allerdings überzeugt das es im Audioromy FU-13 funktioniert. Dazu habe ich zu einem den Frequenzgang bei unterschiedlicher Aussteuerung gemessen. Auch die Oszi-Messung zeigt das man mit der 6N2P den Amp ohne Probleme voll aussteuern kann. Das Klirrspektrum sieht sogar an der Aussteuerungsgrenze besser aus weil das absacken der K2-Verzerrungen interessanter Weise mit der 6N2P nicht auftritt und K2 immer höher als K3 bleibt.
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Das das sich auch klanglich überaus positiv auswirkt habe ich auch noch überprüft, der Audioromy FU-13 klingt jetzt an der Aussteuerungsgrenze viel weicher und runder und fängt mit der 6N2P nicht mehr so schlagartig an zu verzerren.
Positiver und gerne angenommener Nebeneffekt der ganzen Röhrentauscherei ist das Günters Audioromy FU-13 jetzt auch absolut brummfrei ist.
@Marc
Wenn Du mal wieder in Saarbrücken bist dann besuch mal Günter und hör Dir den Audioromy an, Du wirst bestimmt restlos begeistert sein-WAHNSINN !!!!!.
Gruß.
Michael
Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.