erster Höreindruck nach etwa 30 Stunden Einlaufzeit
Als Vergleich dient der MK2. Dazu noch kurz zu seiner "Pimpgeschichte"
Mir wurde von einigen "Angst" gemacht, dass der MC-Teil nur eine "Notlösung" sei mit dem FET. Aus diesem Grund habe ich mir einen Lundahl-Trafo für MC besorgt. Gut, klang erst mal nicht schlecht, aber nicht wesentlich anders. Später habe ich dann auf FET zurückgebaut, da ich mir nicht den Eindruck erwehren konnte, dass der mir irgend etwas verschluckt. Ohne Trafo fand ich es dann besser, Geschmacksache. Als nächstes betrieb ich Tuberolling. Zunächst habe ich mir ein paar Western Electric 396A besorgt. Mag sein, dass der Klang etwas transparenter war, aber die Teile sind extrem mikrofonisch, was mich sehr gestört hat (vielleicht hatte ich dadurch auch so eine Art Hall drauf

). Dann hat mir ein sehr freundlicher Forumskollege 4 General Electric JAN 5670W bereitgestellt. Der Unterschied war in meinen Ohren auch nur sehr marginal. Leider waren die auch mikrofonisch und so habe ich auf meine alten Russenröhren zurückgebaut.
Da ich den Klang etwas heller wollte, habe ich mich dann noch an die Koppel-C´s gemacht. Zinnfolien-C´s brachten dann diesen Effekt. Die sind nun auch noch drin.
Nun der Vergleich zu MK4:
Auch wenn nach 30 Stunden die Röhren vielleicht noch nicht ganz eingefahren sind, folgende Beurteilung:
Die negativen Sachen sind schnell abgehandelt.
Das Netzbrummen ist lauter als beim MK2. Dazu muss ich aber sagen, dass die Platine frei verdrahtet auf dem Tisch liegt und Netzmasse auch noch nicht angeschlossen ist. Da muss ich also nochwas tun (bei MK2 hatte ich aber auch da keinerlei Probleme).
Der zweite Punkt wurde ja auch schon angesprochen. MK4 ist deutlich leiser als MK2, der doch so fast laut wie CDP war. Mein Ortofon Valencia bringt eine Ausgangsspannung von 0,45mV bei 1000Hz, 5cm/sec. Es wäre doch schön, wenn noch 4 dB mehr drin wären...
Nun zum Klang:
Auch wenn durch das Umstöpseln kein direkter Vergleich möglich ist, meine ich wahrzunehmen, dass der MK4 deutlich transparenter spielt. (getestet mit Friend´n Fellow, Crystal) Gerade in den Nachhallfahnen hat man mehr Transparenz, in den Stimmen ist mehr das Hauchen zu hören. Dadurch werden sie auch besser herausgestellt. Dadurch meint man auch einen größeren Bühneneindruck zu hören. Es klingt frischer, aufgehellt...
Den Unterschied zum ungepimpten MK2 hört man bestimmt noch stärker, da meiner schon heller klingt.
Der Bassbereich ist ziemlich identisch, evtl etwas mehr Druck.
Leider kann ich nicht direkt umschalten und so besteht immer die Gefahr der Einbildung...
Bitte testet sehr kritisch, kann jemand das Tonabnehmersignal direkt umschalten, um auch mal blind testen zu können?
Der von mir gehörte Unterschied kommt mir aus Studioerfahrungen sehr bekannt vor. Dort habe ich öfter einen Röhrenexciter eingesetzt, der nichts anderes macht, als sehr vorsichtig harmonische Oberwellen zuzumischen. Damit kann man dumpfen Sound sehr gut auffrischen und Stimmen mehr Durchsetzungskraft verleihen, mehr "Grisp".
@ Reinhard
Kann solch ein Effekt auch eine Rolle spielen?
Hast du schon mal den Klirrfaktor gemessen im Vergleich zu MK2?
Nun, mal sehen, was sich noch verändert, habe ja noch 70 h zum Einspielen
Aber mit dem Klang bin ich jetzt schon sehr zufrieden.