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7. Röhren und Hören Treffen in Düsseldorf am 28.03.2015

Audioromy FU 13: eine Leidensgeschichte
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mopper
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BeitragVerfasst am: 08.09.2008, 20:54    Titel: Audioromy FU 13: eine Leidensgeschichte Antworten mit Zitat

Moin

Nachdem ich hier eine Menge gelesen habe, hier nun (m)eine kleine Reise in das fremde Land der Röhrenverstärker:

Ich habe eine kleine „Smokerslounge“ in der meine Frau und ich zusammen sitzen, sie Wein und ich Single Malt und Zigarren genießen. Und –natürlich- Musik hören.
Zumeist Blues, leichten Jazz oder gaaaanz bekömmliche Klassik (da fangen wir irgendwie gerade mit an).
Bislang hat uns eine zusammen gewürfelte Anlage aus ca. 20 Jahre alten Canton Karat 60, einem DVD-Player der 200,- Euro-Klasse und ein Slimlime-AV-Receiver (jaaaa, rümpft ruhig die Nasen) gereicht.
Unten im Wohnzimmer sieht (und vor allem klingt) das Ganze etwas anders. Also kam natürlich der Wunsch bei uns (also eigentlich bei mir…) auf, oben in der Lounge auch klanglich etwas aufzuholen.
Ich habe mich früher schon mit Musik & HiFi beschäftigt, ist aber irgendwie zwischendrin eingeschlafen. Umso erfreuter war ich, als ich EUCH fand: eine eingeschworene Gemeinde von Röhrenfans. Also stand ziemlich schnell fest: Eine Röhre passt ins Ambiente und zu unserer Musik, also muss so etwas her.
Zuerst stößt man zwangsweise auf Dynavox. Nach 8 min lesen war er aber schon für mich gestorben. Völlig verunsichert ob der Lobhudelei vs. Todesflüche gegen China-Amps ging’s dann erstmal zum örtlichen HiFi-Dealer. O-Ton: „In Ihrer Preisklasse gibt’s nur Prologue, der Rest übersteigt Ihr Wunschbudget“
Der 2. Laden hatte gar keine Röhren: „Was sollen wir denn mit so etwas?“

O.k., also weiter Forum lesen.
Da ich seit ewigen Jahren begeisterter Internetkäufer bin, und auch sehr oft selber importiere, keimte die Idee, es mit einem China-Amp zu versuchen.

Da ich mir aber den steinigen Weg über Schund, Plunder, Mist und Schrott sparen wollte, hatte ich gleich einen höherpreisigen (und somit auch qualitativ besseren –so hoffte ich-) im Auge: Yaqin MS 300B. Einzig Zweifel ob der geringen Leistung an den Cantons und letztendlich die Tipps von Usern hier, haben mich dazu bewegt einen Audioromy FU-13 zu kaufen.
Also Nägel mit Köppen gemacht und bei eBay beim bekannten (und vielseits gelobten) Händler on9mart ersteigert. Alles schön mit Express, Zoll & EUSt war er denn auch nach 7 Tagen da und hat mich 465,- Euro gekostet.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal anmerken, dass dies meine erste Röhre ist, ich zwar (damals) Energieelektronik gelernt habe, dies aber nie ausgeübt habe.
Also ausgepackt, Schutzleiteranschluss überprüft, grobe optische Sichtkontrolle durchgeführt, alles i.O.
Ab jetzt wird es hässlich, deswegen auch kurz und schmerzlos:

Röhren rein, Lautsprechen dran, Powerkabel rein, eingeschaltet, abgebrannt!

Nach dem Einschalten fand ein kleines Gewitter in der Gleichrichterröhre statt, legte sich aber sofort.
Die Lautsprecher haben sehr laut gebrummt, obwohl Lautstärke auf 0 und Zuspieler aus. Da hätte ich wohl spätestens wieder ausschalten. Habe ich aber nicht.
Player angemacht und zeitgleich einen merkwürdigen Geruch festgestellt. Nach ca. 10 Sekunden Rauch aus dem Gehäuse gesichtet und sofort Stecker gezogen.
Na ja, dann mal aufgeschraubt und gesehen, das der AÜ vom rechten Kanal abgebrannt ist.
Zu der Zeit stand ich bereits mit Saarmichel in Kontakt (dem standen die Haare zu Berge…). Gemeinsam haben wir dann versucht den Fehler zu lokalisieren:

Eine 813er Röhre hatte offensichtlich einen Transportschaden und ließ den AÜ etwas zu viel Strom genießen. Ich habe jetzt einige Zeit überlegt, ob ich mir vom Händler neue Teile schicken lasse und ihn selber Instand setze, oder ob ich ihn zurückschicke.
Letztendlich hat mich Michael davon überzeugt, dass man nie sagen kann was noch in Mitleidenschaft gezogen wurde und er dem Amp nicht mehr trauen würde. Nun denn: ich schicke ihn zurück. Der Verkäufer ist kooperationsbereit und wird mir einen neuen schicken.
Dann werden wir weitersehen.

So, ich hoffe ich konnte der Chinahasser-Fraktion einen schönen Abend machen. Allen anderen, insbesondere denen die mir per PN/Mail sehr geholfen haben und auch weiterhin Hilfe angeboten haben, schon mal herzlichen Dank (ganz besonders Michael).

To be continued…
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I.Q
Stammgast
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BeitragVerfasst am: 08.09.2008, 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Viel Glück mit dem neuen Amp! Lass Dich nich verrückt machen, so schlecht sind die China Amps nicht. hab selbst einen Yaqin 300B. läuft TOP.
Aber gleich kommen die üblichen Verdächtigen und dann geht rund Winken .
Gruss Frank
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Saarmichel
gelöscht


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BeitragVerfasst am: 08.09.2008, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maik,

richtige Entscheidung !!!!!.

Mittlerweile habe ich bei meinem Audioromy Anodenstromsicherungen nachgerüstet.



Und die Anodenkabel die durch das Gehäuse führen mit Hilfe einer Isolierhülse (rechts und links neben der Gleichrichterröhre zu sehen) gesichert.



Wie schon erwähnt hätte das Maleur im Grunde auch mit jedem anderen China-Amp passieren können. Bei meinen Meixing-Monos bin ich ja auch nur ganz haarscharf an einer Katastrophe vorbeigeschrammt weil in einer 805 Röhre auch lose Metallteile herum flogen. Zu meinem Glück stand die Röhre zur Ruhestromeinstellung beim einschalten auf dem Kopf so das die Metallteile keinen Kuzschluss verursachen konnten.



So eine Anodensicherung habe ich übrigens bis jetzt noch nicht in einem einziger Röhrenamp aus chinesischer Produktion gesehen. Bei meinem italienischen Unison Research Smart 845-SE Monoblöcken ist sie jedenfalls verbaut und bei meinem polnischen Amplifion WT-40 wacht sogar ein übersensibele Schutzschaltung über die Anodenströme, beim lauthören hat die schon öfter die Anodenspannung ausgeschaltet.



Das so eine einfache Schmelzsicherung bei den hohen Anodenspannungen (ca. 900 V DC) nicht ganz unproblematisch ist ist mir durchaus bewusst, allerdings besser als gar keine Sicherung.
_________________
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.
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Vinni
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BeitragVerfasst am: 08.09.2008, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Mir ist sowas auch mal passiert - bei mir hat sich das Gerüst einer 845 verformt...das habe ich zum Glück mitbekommen und direkt getauscht...
Ich meine - das ist wirklich ein Nachteil an Röhren - man sollte immer wenigstens eine grobe Sichtkontrolle machen, wenn man neue Röhren kauft!
Das kann einem auch bei Röhren passieren, die man in Deutschland kauft...
ich finde es auf jedenfall schön das du zu uns gestoßen bist und dich nicht vom ersten Fehlschlag verunsichern hast lassen.

Was bleibt für uns alle übrig?
Nicht nur Schutzleiter- und flüchtige Kontaktüberprüfung...
auch die Röhren sollte bei der Erstanschaltkontrolle nicht zu kurz kommen
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chrissy
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BeitragVerfasst am: 08.09.2008, 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

es gibt hier keine China-Hasser-Fraktion, sondern nur Leute die davor warnen unbedacht Amps zu kaufen, die extrem billig sind. Wenn man ausreichend Ahnung davon hat und in der Lage ist die Transport- und Konstruktionsfehler auszumerzen, so wie Michael, dann ist das ok, aber ohne Ahnung kann ich nur davor warnen, wie Dein Beispiel mal wieder zeigt, Ich habe selbst zwei Opera Endstufen und einen Doge CDP am laufen und bin sehr zufrieden damit, die gehören allerdings nicht zu den super-billig Schnäppchen, sondern kosten auch ihr Geld. Auch in China ist Kupfer nicht umsonst zu haben, ebensowenig wie elektrotechnischer Sachverstand, deshalb sollte man sich überlegen, welchen Gegenwert man für dir paar Euros bekommt, die man gerade investiert hat, oder ob es nicht sinnvoller wäre das Geld zu sparen und sich etwas wirklich Gutes zu kaufen. Beispiele für "günstig" und gut gibt es genug in unserem Forum.

VG

Christian
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Damit höre ich:

Meine Ohren.
BTW: RuH e.V. Mitglied
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VinylSavor
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BeitragVerfasst am: 08.09.2008, 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Roehren wie die 813, 845, 805 oder 211 mit thorierten Wolfram-Katoden sind relativ empfindlich. Der Heizfaden ist recht sproede und kann beim Transport brechen. Das kann auch bei NOS-Ware vorkommen.

Das fuehrt in der Regel zum Kurzschluss zwischen Gitter und Katode und schlimmstenfalls sogar zur Anode. Nimmt man so eine Roehre in Betrieb, kann das natuerlich katastrophale Folgen haben. Wenn der Amp dann nicht genuegend abgesichert ist, kommts zu Rauchzeichen.

Wie schon empfohlen, sollte man zumindest eine Sichtkontrolle machen. Wenn man keinen Roehrentester hat, kann man zumindest eine Pruefung auf grobe Defekte mit einem einfachen Multimeter machen. Durchgangspruefung zwischen allen Elektroden machen. Dabei darf nur zwischen den Heizpins eine elektrische Verbindung bestehen (wenige Ohm). Zeigt das Multimeter einen Schluss Katode (also von einem der beiden Heizpins) zu Gitter oder Anode, oder einen Schluss Gitter-Anode, die Roehre auf keinen Fall in Betrieb nehmen. Auch wenn sich zwischen den Heizpins keine niederohmige Verbindung zeigt ist die Roehre Schrott.

Genau 2 Pins muessen also eine Verbindung aufweisen, alle anderen Pins duerfen keinen Durchgang zueinander haben, nur dann ist die Roehre i.O.

Gruss

Thomas
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Saarmichel
gelöscht


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BeitragVerfasst am: 09.09.2008, 06:57    Titel: Antworten mit Zitat

VinylSavor hat Folgendes geschrieben:


Wie schon empfohlen, sollte man zumindest eine Sichtkontrolle machen. Wenn man keinen Roehrentester hat, kann man zumindest eine Pruefung auf grobe Defekte mit einem einfachen Multimeter machen. Durchgangspruefung zwischen allen Elektroden machen. Dabei darf nur zwischen den Heizpins eine elektrische Verbindung bestehen (wenige Ohm). Zeigt das Multimeter einen Schluss Katode (also von einem der beiden Heizpins) zu Gitter oder Anode, oder einen Schluss Gitter-Anode, die Roehre auf keinen Fall in Betrieb nehmen. Auch wenn sich zwischen den Heizpins keine niederohmige Verbindung zeigt ist die Roehre Schrott.

Genau 2 Pins muessen also eine Verbindung aufweisen, alle anderen Pins duerfen keinen Durchgang zueinander haben, nur dann ist die Roehre i.O.


Hallo Thomas,

genau das haben wir am Telefon auch per "Ferndiagnose" herausgefunden. Die eine Röhre hat eindeutig einen Kurzschluss zwischen Anode und Heizung.

Als Anfänger-Amp halte ich diesen Amp auch für ungeeignet. Ein Röhrenerfahrener hätte bestimmt sofort abgeschaltet wenn es in der Gleichrichterröhre blitzt und dann sogar deren beiden Anoden zu glühen !!!! anfangen.

Ich hatte es schon im Vorfeld befürchtet das da evtl. was schiefgehen könnte.
_________________
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.
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DB
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BeitragVerfasst am: 09.09.2008, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Saarmichel hat Folgendes geschrieben:
Hallo Maik,

richtige Entscheidung !!!!!.

Mittlerweile habe ich bei meinem Audioromy Anodenstromsicherungen nachgerüstet.



Und die Anodenkabel die durch das Gehäuse führen mit Hilfe einer Isolierhülse (rechts und links neben der Gleichrichterröhre zu sehen) gesichert.

...
Das so eine einfache Schmelzsicherung bei den hohen Anodenspannungen (ca. 900 V DC) nicht ganz unproblematisch ist ist mir durchaus bewusst, allerdings besser als gar keine Sicherung.


Verstärkertuning der sinnvollen Art; das gefällt mir. Du solltest schauen, daß die Sicherungen sich im Fehlerfall (da werden sie ziemlich sicher explodieren) nicht im ganzen Gerät verteilen können.

Für Hochspannungen gibt es extra Sicherungen (im VTB LV-75 ist eine drin, die muß mit ca. 1200V fertigwerden).
Ich hatte mal welche bei verschiedenen Herstellern angefragt, aber keiner sah sich bemüßigt, mir telefonisch irgendwie helfen zu wollen.
Es erfolgte lediglich ein lapidarer Verweis auf den Elektrogroßhandel, die nicht an Normalverbraucher verkaufen und sich schon gar nicht mit Mengen wie 10 Stück abgeben.

MfG

DB
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Alter Bastler
Stammgast
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BeitragVerfasst am: 09.09.2008, 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
zu den Sicherungen, Hochvolttypen bekommt man in der Tat schlecht.
Etwas besser als die Glassicherungen sind die mit sandgefülltem Keramikrohr, noch etwas besser sind die amerikanischen Typen, sind zwar auch nur bis 250V zugelassen, haben aber etwa 10mm mehr Abstand zwischen den Kappen.
Gruß
Manfred
_________________
Ein bischen besser geht immer.
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Saarmichel
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BeitragVerfasst am: 09.09.2008, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dirk,

DB hat Folgendes geschrieben:

Verstärkertuning der sinnvollen Art; das gefällt mir. Du solltest schauen, daß die Sicherungen sich im Fehlerfall (da werden sie ziemlich sicher explodieren) nicht im ganzen Gerät verteilen können.

Für Hochspannungen gibt es extra Sicherungen (im VTB LV-75 ist eine drin, die muß mit ca. 1200V fertigwerden).


Die bekannte C-Apoteke hatte leider nicht die Sicherungen in der Niederlassung Saarbrücken vorrätig die ich eigentlich kaufen wollte.

>>>http://www.conrad.de/goto.php?artikel=524090

Die passenden Sicherungsabdeckung leider auch nicht.

>>>http://www.conrad.de/goto.php?artikel=529924

Die von mir bevorzugten Sicherungen haben ein Keramikröhrchen mit Löschmittel und sind im Gegensatz zu den Standart 6,3x35 mm mit 500 Volt (Standart 250 Volt) spezifiziert.

Mal ein paar spezielle Fragen an Dich als ausgewiesenen Fachmann. Die 813 wird mit 70 mA Ruhestrom betrieben, welchen Sicherungswert sollte man überhaupt wählen ??? und welches Auslöseverhalten, flink, mittelträge oder träge ???. Die Keramiksicherungen mit dem Löschmittel gibt es aber sowieso nur in fink oder träge. Im Moment habe ich mittelträge 200 mA eingebaut. Meist Du ich könnte bis auf 160 mA flink oder sogar 125 mA, 100 mA flink runter gehen ???. Bei zu knapp dimensioniertem Sicherungswert gäbe das aber bestimmt ein sehr, sehr unschönes Geräusch im Lautsprecher sollte die Sicherung ansprechen Mr. Green Außerdem wollte ich den Sicherungshalter noch einen Hochspannungskondensator parallel schalten damit der Abreißfunke/Lichtbogen schneller verlöschen würde-so jedenfalls meine Annahme oder Hoffnung.

Als nachteilig empfinde ich übrigens den recht hohen Gleichstromwiderstand der 200 mA mittelträgen Sicherung von ca. 3,4 Ohm. Rechnerisch und messtechnisch fallen an der Sicherung deswegen ca. 0,24 Volt Spannung bei 70 mA Ruhestrom ab. Kann man den Gleichstromwiderstand im Vergleich zur Primärimpedanz (oder Gleichstromwiderstand) des AÜ vernachlässigen oder ist das klangschädlich. Irgendwie meine ich nämlich zu hören das der Amp mit Sicherungen nicht mehr ganz so präzise klingt.
_________________
Gruß.

Michael

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DB
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BeitragVerfasst am: 10.09.2008, 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Saarmichel hat Folgendes geschrieben:

Die 813 wird mit 70 mA Ruhestrom betrieben, welchen Sicherungswert sollte man überhaupt wählen ??? und welches Auslöseverhalten, flink, mittelträge oder träge ???. Die Keramiksicherungen mit dem Löschmittel gibt es aber sowieso nur in fink oder träge. Im Moment habe ich mittelträge 200 mA eingebaut. Meist Du ich könnte bis auf 160 mA flink oder sogar 125 mA, 100 mA flink runter gehen ???. Bei zu knapp dimensioniertem Sicherungswert gäbe das aber bestimmt ein sehr, sehr unschönes Geräusch im Lautsprecher sollte die Sicherung ansprechen Mr. Green Außerdem wollte ich den Sicherungshalter noch einen Hochspannungskondensator parallel schalten damit der Abreißfunke/Lichtbogen schneller verlöschen würde-so jedenfalls meine Annahme oder Hoffnung.

Ich würde mir keine Sorgen machen und bei den 200mA bleiben. Wenn wirklich mal eine Röhre stirbt, sind die schnell erreicht.
Mein LV-75 hat 0,5A träge drin, die ich auch schon geschafft habe. Dummerweise ist da eine echte Hochspannungsschmelzsicherung mit etwa 7,5cm Länge verbaut. Wie geschrieben kein Ersatz aufgrund Unwilligkeit aufzutreiben.
Ich habe das Original dann zerschlagen und deren Kappen auf eine US-Sicherung gelötet.

Saarmichel hat Folgendes geschrieben:
Als nachteilig empfinde ich übrigens den recht hohen Gleichstromwiderstand der 200 mA mittelträgen Sicherung von ca. 3,4 Ohm. Rechnerisch und messtechnisch fallen an der Sicherung deswegen ca. 0,24 Volt Spannung bei 70 mA Ruhestrom ab. Kann man den Gleichstromwiderstand im Vergleich zur Primärimpedanz (oder Gleichstromwiderstand) des AÜ vernachlässigen oder ist das klangschädlich. Irgendwie meine ich nämlich zu hören das der Amp mit Sicherungen nicht mehr ganz so präzise klingt.

Da brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Die paar Ohm... der ohmsche Widerstand des AÜ ist wesentlich größer (Mit flinken Sicherungen wird das übrigens nicht besser, deren Widerstand ist noch höher).
Daß sich davon die Wiedergabe hörbar ändern sollte, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Vielleicht liegt es auch daran, daß Du jetzt weißt, daß hier Sicherungen zusätzlich drin sind.

MfG

DB
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mopper
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BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Moin

Update:
nachdem ich jetzt diverse Möglichkeiten der Rücksendung überprüft habe und die preiswerteste Variante immer noch 285,- Euro kostet bin ich dann doch etwas genervt.

Ich lasse mir jetzt schlußendlich neue Teile schicken und werde dann weiter sehen. Ich freunde mich langsam mit dem Gedanken an, den kompletten, defekten Amp mit neuen Teilen dann an einen Bastler zu verkaufen und mir stattdessen einen Amp hier in DE zu kaufen, den ich vorher Probehöhren kann und von dem ich weiss das er nicht abbrennt.

So long...
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Saarmichel
gelöscht


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BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maik,

der Rückversand lohnt sich bei diesen Preisen für den Rückversand in Tat nicht. Versuch doch stattdessen einen guten Deal mit dem Verkäufer auszuhandeln. Er soll Dir einfach einen neuen Amp und den Ersatz-AÜ zusammen für einen guten Kurs schicken. Den kaputten Amp kannst Du dann entweder verkaufen oder als Ersatzteillager für den neuen Amp benutzen-für alle Fälle. Wäre schade wenn Du Dich für einen anderen Amp entscheiden würdest denn klanglich dürfte der Audioromy FU-13 wirklich nur sehr schwer zu toppen sein und wenn dann musst Du wahrscheinlich in Deutschland sehr, sehr tief in Deine Geldbörse greifen.

Mein Audioromy FU-13 steht schon seit letzten Samstag bei Günter Damde (Art of Sound) in dessen Hifi-Studio. Eigentlich wollte ich den Amp am Freitag wieder mit zu mir nach Hause nehmen, allerdings habe ich den Amp auf bitten von Günter noch da gelassen. Günter ist vom Klang absolut begeistert und auch seine Kundschaft wollte ihm den Amp auch schon mehrfach gleich abkaufen. Ich selbst verspüre mittlerweile schon richtige Entzugserscheinungen, zwar finde ich die Meixing/Ming Da MC3008A Monoblöcke klanglich je nach Musikmaterial sogar etwas besser aber deren Trafobrummen, der Netzbrumm und das Prasseln und Spratzeln das deutlich in den LS zu hören ist erzeugen zusammen eine sehr unschöne Geräuschkulisse in Musikpausen. Das geht mir wirklich gewaltig auf die E**r. Vom einfachst gemachten Audioromy FU-13 sind weder Trafobrummen oder andere Geräusche zu vernehmen, auch nicht bei meinen Hochwirkungsgradhörnern mit 107-110 db Wirkungsgrad, nix aber auch absolut nichts stört beim Audioromy FU-13 den Musikgenuß.

Kein anderer Amp verhält sich so still.

Dynavox VR70-E = Leises Trafobrummen, Netzbrumm und Prasseln/Spratzeln in den Lautsprechern.

Yarland A-One = War die Brummkiste schlechthin. Erst eine kpl. andere Masseführung reduzierte den Netzbrumm auf erträgliches Mass. Ein ganz leises Prasseln und Spratzeln ist auch im MHT-Horn zu hören.

Mr. Liang 845-SE = Leichter Netzbrumm hörbar, aber kein Prasseln und Spratzeln im MHT-Horn hörbar.

Red Dragon Suprem Rocket 211-SE = Sehr leiser Netzbrumm direkt am LS hörbar, kein Prasseln und Spratzeln im MHT-Horn hörbar. Trafobrummen ist aber direkt am Amp vernehmbar.

Yaqin MS-300B = Leichter Netzbrumm hörbar, besonders mit der EH-300B Goldpin, mit der Shuguang 300B ist der Netzbrumm (Heizfaden/Kathode) allerdings nur direkt am Lautsprecher hörbar, ansonsten kein Prasseln und Spratzeln im MHT-Horn hörbar.

Yaqin MC-100B = Trafobrummen ist direkt am Amp vernehmbar, kein Netzbrumm oder Prasseln und Spratzeln im MHT-Horn hörbar.

Unison Research Smart 845-SE Monoblöcke = Keinerlei Trafobrummen hörbar, leichter Netzbrumm aber kein Prasseln und Spratzeln im MHT-Horn hörbar.

Amplifon WT-40 = Sehr lautes Ringkern-Trafobrummen das je nach Stromqualität wirklich sehr, sehr störende Ausmaße annehmen kann. Ansonsten kein Netzbrumm oder Prasseln und Spratzeln im MHT-Horn hörbar.

Priboj = Netztrafo brummt sehr stark, deutlicher Netzbrumm und leichtes Prasseln und Spratzeln im MHT-Horn hörbar. Klanglich gefällt mir dieser so hochgelobe Russen-Röhrenamp mit seinem eher harten Sound auch nicht besonders.

Soundtrak 813-SE = Kein Trafo-oder Netzbrumm und auch kein Prasseln und Spratzeln im MHT-Horn hörbar. Allerdings sind der Klang und die Messwerte absolut indiskutabel. Dieser Amp halte ich deswegen für eine kpl. Fehlkonstruktion.

Audioromy FU-13 = Ein sonores Trafobrummen ist nur hörbar wenn man das Ohr direkt auf die Trafohaube legt. Ansonsten ist dieser Amp absolut still, der Geräuschspannungsabstand dürfte bei weit über 100 db liegen, selbst Transistoramps geben mehr Geräusche von sich. Und, wohl der entscheidende Punkt: Dieser Amp bietet zudem noch einen absolut reinen und präzisen Klang mit beeindruckender Räumlichkeit. Insgesamt wenn ich alle Punkte zusammenziehe der mit Abstand beste Röhrenamp den ich kenne. Einzig die zu dünnen Kabel der Hochvoltsektion gefallen mir nicht.

Meixing/Ming Da MC3008-A = Lautes Trafobrummen das zudem eine sehr unangenehmes Ton-Spektrum (metallisch klingend/sirrend) hat, mit Erwärmung des Amp wird das zudem auch immer lauter. Außerdem ist deutlicher Netzbrumm hörbar zudem sich auch noch ein recht lautes Prassel und Spratzeln hinzu mischt.

Also wenn mein Audioromy FU-13 doch mal "abbrennen" sollte und nicht mehr mit angemessenem finaziellen Aufwand repariert werden könnte dann würde ich bedenkenlos diesem Amp ohne wenn und aber sofort wieder ordern. Bei diesem Preis wäre mir das auf jeden Fall wert, die Klangqualität entschädigt nämlich für alles.

In diesem Sinne.
_________________
Gruß.

Michael

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Zuletzt bearbeitet von Saarmichel am 14.09.2008, 14:12, insgesamt einmal bearbeitet
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mopper
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BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hhhmmmm, jaaaa, hast ja bestimmt Recht. Dafür hast Du ja schließ genug gekauft, getestet und gehört.
Ich bin auch in und her gerissen.

Meinste ich soll wirklich einen ganz neuen ordern und Ersatzteile beilegen lassen? Ist eigentlich gar nicht sooooo schlecht.
Zumal die Teile dann auch per Express kommen und ich in 1 Woche das Ding habe, und nicht erst 6-8 Wochen warten muss.

Ich schreib ihm nochmal
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Saarmichel
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BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

mopper hat Folgendes geschrieben:
Hhhmmmm, jaaaa, hast ja bestimmt Recht. Dafür hast Du ja schließ genug gekauft, getestet und gehört.
Ich bin auch in und her gerissen.

Meinste ich soll wirklich einen ganz neuen ordern und Ersatzteile beilegen lassen? Ist eigentlich gar nicht sooooo schlecht.
Zumal die Teile dann auch per Express kommen und ich in 1 Woche das Ding habe, und nicht erst 6-8 Wochen warten muss.

Ich schreib ihm nochmal


Hallo Maik,

so würde ich es zumindest machen wenn das Budget es zulässt. Als kleine Entschädigung für den Ärger den Du hattest lässt der Verkäufer vielleicht mit sich reden. Die Wahrscheinlichkeit das wieder was schief geht ist bestimmt sehr gering, zumal Du jetzt auch weißt was Du VOR und während der Erstinbetriebnahme beachten musst. Natürlich stehe ich Dir selbstverständlich gerne telefonisch bei wenn Du den Netzschalter betätigst Mr. Green
_________________
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.
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mopper
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BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Saarmichel hat Folgendes geschrieben:
Natürlich stehe ich Dir selbstverständlich gerne telefonisch bei wenn Du den Netzschalter betätigst Mr. Green


DAS klingt gut...
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vintage64
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BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

Mmhh, Ihr macht mir mit dem FU-13 richtig den Mund wässrig !
Meine MC-845C Monos brummen auch, sowohl an den Trafos selbst als auch aus den 98dB-Tönern. Allerdings: ein Brummen, welches ich zu den relativ unauffälligen zähle und ich bin da wirklich empfindlich. Nur in den Musikpausen vernehmbar, wenn man sich drauf konzentriert.
Klanglich sind die Monos imho allererste Sahne ! Mr. Green

Übrigens habe auch ich einen Verstärker länger in Betrieb gehabt, der keinerlei Brummen vernehmen läßt: der Meixing MC-368B.
Klanglich - vor allem nach Mod - schon sehr gut, aber bekanntlich ist das Bessere der Feind des Guten. Sehr glücklich

Dennoch: sobald ich sämtliche Hifi-Pretiosen, die ich nicht mehr benötige abverkauft habe, kommt mir der FU-13 auch ins Haus. Sowas Feines will ich einfach in Reserve haben.
Vor Erstinbetriebnahme sollte ich allerdings wohl unbedingt einen genauen Blick auf die - vom Transport hoffentlich unversehrten - 813 Pentoden werfen ... Verlegen Winken

Viele Grüße !
_________________
Gruß
Henning

Intrigued by the glorious sound of triode and vinyl
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DB
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Beiträge: 543

BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

@Michael:

Mir ist gerade noch was eingefallen, Du hast es sicher berücksichtigt, aber zur Sicherheit :
Wenn Du Anodenstromsicherungen einsetzt, dann gestalte das Ganze so, daß nicht das Schirmgitter allein spannungsführend ist. Smilie

MfG

DB
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Saarmichel
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BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Henning,

Du hast ja auch schon einige Röhrenamps gehört, ich verspreche Dir das der Audioromy FU-13 auch für Dich bestimmt eine echte Offenbarung sein wird

Mich beeindruckt vorallen das Minimal=Maximalprinzip mit dem dieser Audioromy Amp scheinbar produziert wurde. Minimal im benötigten Materialeinsatz und Maximal im Ergebnis. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Auch wenn der Schaltplan den Jörn gepostet hat bestimmt in einigen Punkten nicht mehr aktuell ist ( Maik, unbedingt versuchen Deinem Verkäufer den aktuellen Schaltplan abzuschwatzen Ausrufezeichen Ausrufezeichen Ausrufezeichen Mr. Green ) so habe ich doch einige sehr interessante Details entdeckt die mit meinen Audioromy FU-13 identisch scheinen.



Zum Beispiel wie die Heizspannung der 813 gleichgerichtet wird, nämlich mit einer einfachen Einwegegleichrichtung. Deshalb reicht auch der eine Brückengleichrichter, habe mich echt schon bewundert warum nicht zwei (je 813 einer) Brückengleichrichter auf dem einen Kühlkörper montiert sind.

Oder wie die Gleichrichterröhre in die Hochvoltsektion der 813-Anodenspannung-Schaltung eingebunden wurde. Die Gleichrichterröhre sitzt nämlich nicht Plusseitig (B+) sondern Masseseitig, ebenso wie die Siebdrossel. Vorteil ist das die 5Z3P Gleichrichterröhre nicht den Ladestromstoß der Siebkette abbekommt, deswegen sind auch die relativ große Lade- und Siebelkos möglich ohne das es in der Gleichrichterröhre bei einschalten wie wild funkt. Die 5Z3P verträgt nämlich nur max. 4 µF als Ladekondensator. Trotzdem filtert die Gleichrichterröhre scheinbar die Schaltimpulse des Brückengleichrichters vollständig heraus. Diese Schaltimpulse der Dioden verursachen nämlich das Prasseln und Spratzeln das im Mittelhochtöner hörbar wird. Und die Siebdrossel Masse-seitig hat auch nicht die Probleme mit der nötigen Spannungsfestigkeit wie eine Siebdrossel die Plus-seitig verbaut wird.

Besonders einfach ist wiederum die Gleichrichtung der Anodenspannung (B+2) für die Vor- und Treiberstufe konstruiert. Auch hier wird offenbar eine einfache Einwegegleichrichtung verwendet die die Spannung am Mittelabgriff der Sekundärwicklung für die Anodenspannung abgreift.

Im Grunde hat so eine einfache Einwegegleichrichtung den Nachteil das der Restbrumm (Restwelligkeit) ziemlich groß ist. Aber warum ist dann der Audioromy absolut brummfrei ????. Ganz einfach, wahrscheinlich heben sich der Restbrumm der 813-Heizspannung und die der Anodenspannungen von Endröhren, Vor- und Treiberstufe gegeneinander vollständig auf. Darauf deutet auch der Umstand hin das der Amp solange vernehmlich brummt bis die Treiberröhre angeheizt ist. Die von mir eingesetzte ECC99 (anstatt ECC82) braucht dazu ca. 20 Sek. sobald die ECC99 ihre Arbeit aufnimmt verschwindet das brummen wieder vollständig.

Also für mich steht fest das der Konstrukteur der den Audioromy FU-13 konstruiert hat genau wusste was er tat, es kann nämlich meiner Überzeugung nach kein Zufall sein das am Ende alles so perfekt miteinander harmoniert.

Wahrscheinlich hat es auch einen ganz bestimmten Grund warum die Hochspannungsleitungen (vom Netztrafo und AÜ) im 813-Anodenspannungskreis so dünn gewählt wurden. Allerdings erschließt sich mir bis jetzt noch nicht was da dahinter steckt. Reine Sparsamkeit war es aber bestimmt garantiert nicht.

Also die meisten Röhrenamps können sich meiner Meinung nach in gewissen Punkten eine dicke Scheibe an der Konstruktion des Audioromy abschneiden, das klangliche Ergebnis steht für mich absolut außer Frage- es ist schlichtweg perfekt.

Hochachtung vor diesem Konstrukteur
_________________
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.


Zuletzt bearbeitet von Saarmichel am 14.09.2008, 16:41, insgesamt einmal bearbeitet
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Saarmichel
gelöscht


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Beiträge: 893

BeitragVerfasst am: 14.09.2008, 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

DB hat Folgendes geschrieben:
@Michael:

Mir ist gerade noch was eingefallen, Du hast es sicher berücksichtigt, aber zur Sicherheit :
Wenn Du Anodenstromsicherungen einsetzt, dann gestalte das Ganze so, daß nicht das Schirmgitter allein spannungsführend ist. Smilie

MfG

DB


Hallo Dirk.

Danke für den Hinweis, allerdings wird bei Audioromy FU-13 die FU-13 (813) in Triodenschaltung verwendet, dass Schirmgitter erhält die Spannung über einen 100 Ohm Widerstand direkt von der Anodenspannung die auf den direkt danebenliegenden Pin der Röhrenfassung (Lötstützpunkt) geführt wird. An diesem Lötstützpunkt kommt das Kabel vom AÜ und wird mit dem Andenspannungskabel mit der Anodenkappe zum Anodenanschluß der Röhre geführt.



Wenn die Anodenspannung von der Sicherung unterbrochen wird ist auch die Schirmgitterspannung weg.
_________________
Gruß.

Michael

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