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Audioromy 813-SE
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Saarmichel
gelöscht


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BeitragVerfasst am: 09.08.2008, 21:40    Titel: Audioromy 813-SE Antworten mit Zitat

Hallo,

nach den kontroversen Diskussionen die über den Audioromy 813-SE hier im Forum geführt wurde lasse ich jetzt mal messtechnische Fakten sprechen. Und die sind gar nicht mal schlecht sondern sogar richtig gut wenn ich die Messungen mal mit den Messwerten meiner anderen Röhrenverstärker vergleiche.

Die Frequenzgänge an der 4+8 Ohm Anzapfungen mit 3,4+6,8 Ohm Last.



Na, da kann man doch wirklich nicht meckern, oder ????. Von 6 Hz bis weit über 30 Khz wie mit dem Lineal gezogen. Bei den Messdiagrammen endet die Messung aber schon bei 20 Khz. Eine Kontrollmessung mit 64 Khz Abtastrate (34 Khz-Messung) zeigte aber auch noch keinen Abfall. Besser geht es eigentlich nicht, UND !!! beide Kanäle sind dazu auch noch gleichlaut und die Frequenzgänge sind an der 4 Ohm- sowie an der 8 Ohm Anzapfung absolut identisch.

Hier eine Messung die die max. mögliche Ausgangsspannung zeigt die möglich ist ohne das die Sinuswelle abzuflachen beginnt.



Die Messungen zeigen eindeutig das man wenn man die maximale Leistung herausholen will einen 8 Ohm Lautsprecher tunlich an die 8 Ohm Anzapfung und ein 4 Ohm Lautsprecher besser an die 4 Ohm Anzapfung anschliessen sollte. Aber es kann klanglich durchaus sinnvoll sein nicht nur auf die max. Ausgangsleistung zu schielen-dazu später (Klirrfaktor-Messung) mehr. Wenn es interessiert, rein rechnerisch sind das an der 4-und 8 Ohm Anzapfung jeweils ziemlich genau 18 Watt. Damit ist der Audioromy der leistungsfähigste SE-Amp den ich jeweils vermessen habe, selbst meine Unison Research Smart 845-SE Monoblöcke stemmen nur 15 Watt und mein Yaqin MS-300B leistet 9 Watt. Wenn man aber bedenkt das eine Lautstärkeverdopplung etwa die 10 fache Leistung erfordert ist dieser Unterschied absolut irrelevant. Yaqin gibt übrigens als Ausgangsleistung für den MS-300B 9 Watt an, Unison Research für die Smartis 24 Watt und Audioromy in der BDA für den 813-SE 30 Watt.


Nächstes Mess-Diagramm die Klirrwerte an der 4 Ohm Anzapfung/ 3,4 Last, 8 Ohm Anzapfung/ 6,8 Ohm Last und zum Vergleich die Klirrwerte an der 8 Ohm Anzapfung mit 3,4 Ohm Last.



Zwar die höchsten Klirrwerte, aber auch die beste Klirrverteilung über die Frequenz zeigt sich an der 8 Ohm Anzapfung mit 3,4 Ohm Last, vorallem ist K2 immer höher als K3. Wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb gefällt mir bei diesem Amp der Klang auch bei dieser Kombination eindeutig am besten. Meine Lautsprecher sind 4 Ohm Lautsprecher.

Das waren jetzt die Messungen mit der originalen Röhrenbestückung.

Da ich ein unverbesserlich Röhrenstöpsler bin (gelobe auch keinerlei Besserung) habe ich natürlich verschiedene Pin-Kompatible Röhren ausprobiert.

Hier eine Messung mit unterschiedlichen Vorverstärker-Röhren. Die jeweilige Röhre ist in den Mess-Diagrammen angegeben. Original ist die 6DJ8 als Vorverstärker-Röhre verbaut, als Treiber-Röhre diente jeweils die original verbaute 12AU7. Messspannung war jeweils +/- 12 Volt an der 8 Ohm Anzapfung mit 6,8 Ohm Last.



Trotz sehr unterschiedlicher Röhren-Parameter sind die Unterschiede im Klirrverhalten sehr gering (was allerdings nichts über die Gesamtverstärkung aussagt).

Viel mehr wirkt sich da schon die Treiber-Röhre aus. Vorverstärker-Röhre war jeweils die originale 6DJ8, Messspannung war wiederum jeweils +/- 12 Volt an der 8 Ohm Anzapfung mit 6,8 Ohm Last.



Auffallend sind auch die Unterschiede zwischen den eigentlich gleichen 12AU7/ ECC82 Typen, die 5814A/6189 zählt ebenfalls dazu. Selbst vom gleichen Röhrentyp/Hersteller sind die messtechnische Unterschiede ganz gewaltig, wie groß wollt ihr jetzt bestimmt gar nicht wissen weil ihr sonst bestimmt Nachts nicht mehr ruhig schlafen könntet. Gut wenn man ein Messsystem sein eigen nennt. Auf jeden Fall reagiert die Röhrenschaltung der Treiber-Röhre im Audioromy ganz extrem auf Röhrenparameter-Streuung.

Als letzte Messung die Frequenzgänge mit den unterschiedlichen Vorverstärker-Röhren. Treiber-Röhre war jeweils die JJ-ECC99 die mir messtechnisch und auch klanglich am besten gefällt. Messspannung war wiederum jeweils +/- 12 Volt an der 8 Ohm Anzapfung mit 6,8 Ohm Last.



Auch wenn die Klirrwerte sich bei den verschiedenen Vorverstärker-Röhren nicht groß unterscheiden, bei der Gesamtverstärkung beträgt der Unterschied doch mehrere db. Klanglich viel entscheidender ist aber ganz bestimmt das sich mit der Gesamtverstärkung auch die Gegenkopplungstärke verändert. Und das hört man viel deutlicher.
_________________
Gruß.

Michael

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sucher
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BeitragVerfasst am: 09.08.2008, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

. . . ehrfürchtige Verneigung vor so viel Aufwand . . .

Wie ich schon geschrieben hatte, benutze ich meine Geräte ausschließlich zum Musikhören. Wenn ich als Konzertgänger und Liebhaber klassischer Musik mit einem Gerät glücklich bin, reicht mir das gemeinhin, weil es doch eher selten vorkommt. Nichts desto trotz freut es mich natürlich, dass meine Ohren bestätigt wurden . . .

Nebenbei: Die ECC99 hatte ich nicht versucht, aber im Kopf gehabt. Ich dachte, dass sie die 813 vielleicht übersteuern könnte...... Aber Du hast ja bewiesen, dass es geht. Also werde ich vielleicht die ECC99 als Treiber benutzen . . . derzeit tut es eine Telefunken ECC802S.

Noch einmal: Danke und Respekt vor so viel Aufwand . . .

Schönes Wochenende !
Jörn
_________________
versch. TDA1541 Player, Eigenbau Kabel (Silber/Gold Single Solid Core + Baumwolle), Eigenbau Vorstufe mit D3a und AÜs, versch. ClassT Amps, derzeitiger LS: Accuton plus Visaton Keramik, Whisky: Single Malt Islay, Musik: vornehmlich Klassik
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Vinni
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BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Und jetzt kommt die alles entscheidene Frage:
Wie sieht es mit der allgemeinen Betriebssicherheit aus bei deiner Ausführung?
Was würdest du anders machen - was muss man an Geld und Arbeit noch reinstecken?
Wäre ein schöner AMP für eine Zweitkette
-
Allerdings nur wenn man ihn sicher bekommt mit "normalem" Aufwand

(Naja so gesehen wäre es dann ja auch schon die 4 Kette bei mir Lachen )
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Gast






BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Vinni,

dazu hatte Michael bereits an anderer Stelle folgendes geschrieben:

Saarmichel hat Folgendes geschrieben:
Die Verkabelung finde ich allerdings unbedingt überarbeitungswürdig. Für diesen Spannungen sind die Isolierungen einfach zu dünn.


und

Saarmichel hat Folgendes geschrieben:

So, Ruheströme sind eingestellt. War bei der linken Röhren wie vermutet ein wenig hoch eingestellt. 86,5 mA Links und 72,6 mA Rechts. Ich habe beide Röhren jetzt auf 70 mA eingestellt.


Ob die Schutzerde wirklich aufgelegt ist und das gerät der CE folgt, kann man auf den Photos leider nicht wirklich erkennen ... aber im alten Thread war davon die Rede, daß eben nicht ... aber vielleicht hat man dort ja bereits nachgebessert ...

... wobei wir hier auch zwei unterschiedliche Bezeichnungen haben ... FU-13 und 813-SE ... sind das evtl. zwei gänzlich unterschiedliche Modelle?

Und was mich jetzt noch interessieren würde ist natürlich das Klirrspektrum oberhalb von 8kHz ... Winken
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Vinni
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BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Naja Ruhestrom überprüft man doch so oder so wenn man ein gerät das erstemal startet und den Schutz so oder so davor!
Das mit der Verkabelung hatte ich auch schon gelesen - ich wollte halt nur fragen, ob noch mehr ist als die genannten Punkte/Selbstverständlichkeiten Winken
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Saarmichel
gelöscht


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BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vinni und Rolf,

Beim Audioromy dürfte es sich um einer der wenigen Röhrenverstärker handeln den man recht gefahrlos auch mit Kindern und/oder Haustiere im Haus betreiben kann. Der extrem stabile Röhrenkäfig lässt sich nämlich durch das Gehäuse von unten nach Abnahme der Bodenplatte verschrauben. Die Gewindebolzen M3 sind 25 mm mit jeweils Überstand lang genug. Danach müsste man dann erst die Bodenplatte abschrauben und die Schrauben lösen um den Röhrenkäfig abziehen zu können. Das hätte selbst ich als Kind (nix war vor meinem Forscherdrang damals sicher) wahrscheinlich nicht gewagt.



Der Schutzleiter war bei meinen Gerät eindeutig angeschlossen, die Kontrolle ist immer meine erste Handlung bevor ein unbekanntes Gerät aus China bei mir ans Netz darf. Ich überprüfe das mit dem Multimeter. Dazu stecke ich das Kaltgeräte-Kabel in die 3-polige Kaltgerätesteckdose und messe am Stecker gegen das Gehäuse ob eine elektrische Verbindung besteht. Beim Audioromy zeigte die Widerstandsmessung eindeutig Null Ohm an und das Multimeter piepte.

Was natürlich nicht gerade optimal ist war das die Ruheströme nicht richtig eingestellt waren. Ein nachregulieren ist nämlich nicht ganz unproblematisch.



Zwischen der Röhrenfassung und der Platine liegen nämlich nur schätzungsweise 10-12 cm. Und an den Anschlusspins für die Anode liegen satte 880 Volt DC an. An den umrahmten weiße 10 Ohm Widerständen (Würfelzucker) wird der Ruhestrom gemessen. Leider sind die Anschlussdrähte mit normalen Missspitzen kaum zu erreichen. Ich hatte zum Glück Messspitzen mit Drahtgreifer deren Anbringung aber trotzdem eine recht fummelige Angelegenheit war. Wenn man nur mit einer Hand im Gerät handieren will ist es eine große Erleichterung das man die Messspitzen nicht festhalten muss. Die eine Hand braucht man nämlich schon für den kleinen Schraubendreher mit dem man am Einstellpoti dreht.

Für einen Laien ist das einstellen im Grunde viel zu riskant. Für die falsch eingestellten Ruheströme erhält der Audioromy deshalb einen ganz dicken Minuspunkt. Alleine deshalb ist der Audioromy nur ein Gerät für Leute mit Sachverstand oder die jemanden kennen die die Ruheströme einstellen können.

Einen weiteren Minuspunkt gebe ich für die zum teils viel zu dünnen Kabel (ca. 2mm mit Isolierung), speziell die Kabel des AÜ sind von der Isolierung viel zu dünn da an diesen Kabel die volle Anodenspannung von fast 900 Volt anliegt. Und soweit ich weiß kann diese Spannung im Betrieb durch die Induktionspannung um das das doppelte ansteigen, dass wären dann 1800 Volt !!!!!.

@Rolf

Werde den Amp nachher noch mit Steps (Arta) vermessen weil Steps eine viel bessere Klirrfaktormessung bietet. Allerdings endet die Messung auch bei 11,5 Khz was aber sicherlich ausreicht weil K2 dann 24 Khz und K3 34,5 Khz bedeutet. Und diese Töne liegen schon außerhalb der oberen Grenzfrequenz die die meisten hören können. Viel, viel interessanter ist das Steps auch den Klirr unterhalb 10 Hz misst.

Übrigens. Die genaue Modellbezeichnung des Audioromy lautet eigentlich "Audioromy 838 A". Die FU-13 ist die chin. Bezeichung für die amerikanische 813, bei den Russen heißt diese Röhre soweit ich weiß GU-13.

Also bis dann.
_________________
Gruß.

Michael

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VinylSavor
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BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

So wie das aussieht, ist der Ruhestrom nur von unten am geoeffneten Geraet einstellbar.

Bitte beachten, dass die 813 wie andere Roehren mit thorierten Wolfram Katoden (211, 805, 845) entweder nur aufrecht, oder falls seitlich mit senkrecht orientierten Elektroden betrieben werden soll. Im Falle der 813 heisst das Pins 2 und 6 in einer vertikalen Linie.

Bei Ueberkopf- oder auf der Seite liegendem Betrieb besteht sonst Gefahr, dass der Heizfaden durchhaengt und das Gitter beruehrt, was katastrophale Folgen nach sich ziehen kann. Selbst wenn es gut geht, ist der Heizfaden-Gitterabstand einseitig verschoben. Das koennte auch den Ruhestrom beeinflussen.

Am besten waere es, wenn man das Geraet "hochbockt", so dass man von unten den Ruehstrom einstellen kann und die Roehren in normaler Lage betrieben werden.

Auch bei Nichtgebrauch empfiehlt es sich solche Roehren aufrecht zu lagern.

Gruss

Thomas
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VinylSavor
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BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

Korrektur: Habe mal im Datenblatt nachgesehen. Kopfueberbetrieb ist erlaubt, laut RCA Datenblatt. Auf dem Foto von dem Amp sieht man, dass die Elektroden nicht parallel zu der Seitenlinie des amps laufen. Es empfiehlt sich also den Ruhestrom im Kopfueberbetrieb einzustellen.

Gruss

Thomas
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Saarmichel
gelöscht


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BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Thomas,

"Danke" für diese Info, ich habe den Ruhestrom bei seitlich liegenden Gerät eingestellt weil ich befürchtet habe das wenn ich den Amp auf den Kopf stelle das es thermische Probleme geben könnte weil die Wärme nicht nach oben entweichen kann.
_________________
Gruß.

Michael

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Saarmichel
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BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

so die Messungen mit Steps habe ich gemacht, hier nun die Ergebnisse.

Messungen wurden wieder mit der Original-Röhrenbestück gemacht.

Messungen an der 4 Ohm Anzapfung mit 3,4 Ohm Lastwiderstand. Messspannung von oben nach unten. 4V, 6V, 8V, und 10V RMS was rechnerisch einer Leistung von ca. 4,7W, 10,6W, 18,8W und 29,4W entspricht.





Bei der 10V RMS Messung ist der Verstärker aber schon deutlich übersteuert weil der Sinus nur bis ca. 7,8V RMS sauber aussieht.


Messungen an der 8 Ohm Anzapfung mit 6,8 Ohm Lastwiderstand. Messspannung von oben nach unten. 4V, 6V, 8V, 10V, 12V und 14V RMS was rechnerisch einer Leistung von ca. 2,35W, 5,3W, 9,4W, 14,7W, 21,2W und 28,8W entspricht.



Bei der 12V und 14V RMS dürfte der Verstärker auch schon übersteuert sein weil der Sinus nur bis ca. 11V RMS sauber aussieht.

Wie man sieht nimmt erwartungsgemäß mit der Leistung die Bandbreite ab. Warum die Klirrwerte bei niedriger Leistung so zackig aussehen weiß ich nicht.
_________________
Gruß.

Michael

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VinylSavor
Alter Hase
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BeitragVerfasst am: 11.08.2008, 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich wuerde vorschlagen die Ruhestroeme nochmal zu messen, mit dem Geraet auf dem Kopf. Wenn das Geraet seitlich steht, haengen die Heizfaeden wie erwaeht seitlich etwas durch. Dadurch veraendert sich der Abstand Katode-Gitter.

Zwar verlaengert der Abstand sich auch an der gegenueberliegenden Seite. Aber ich habe nicht genug Ahnung von Roehrenphysik um zu beurteilen, ob sich das gegenseitig ausgleicht. Auf jeden Fall haben die Elektrodenabstaende einen entscheidenden Einfluss auf die Roehrenparameter.

Manche Roehren darf man uebrigens auch nicht ueber Kopf betreiben, wie z.B. die 211.

Gruss

Thomas
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Röhrchen
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BeitragVerfasst am: 11.08.2008, 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael, ein schöner Verstärker Winken

Es macht immer wieder SPASS deine Beiträge zu lesen.

Ich freu mich schon auf deinen neuen AMP Mr. Green

Gruß
Holger
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Saarmichel
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BeitragVerfasst am: 12.08.2008, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Holger.

Röhrchen hat Folgendes geschrieben:

Ich freu mich schon auf deinen neuen AMP Mr. Green



Ich auch, aber die Meixing/Mingda MC3008-A jemals bei mir eindrudeln werden bezweifele ich inzwischen immer mehr. Das letzte was ich von Verkäufer gelesen habe war das hier:


Ihre Bestellung und Zahlung, EUR 1495.00, haben wir erhalten. Herzlichen Dank.

Die Ware geht per Luftfracht mit unserer naechsten Sendung Richtung EU, ca. Ende kommender Woch, hier raus. Wir werden Sie ueber den weiteren Verlauf informiert halten sobald wir dazu in Position sind.


Mit besten Gruessen von chh,


Lxxxx Lxxxxx


Das war am 17.07.2008. Werde morgen in HK noch ein letztes Mal anrufen um den Stand der Dinge zu erfragen. Da ich die Zahlung bereits am 02.07.2008 per PayPal geleistet habe werde ich auf jeden Fall spätestens am Freitag ein Konflikt bei PayPal anmelden müssen weil mir dazu nur max. 45 Tage nach Zahlung bleiben. Andernfalls riskiere ich meinen Käuferschutz. Leider sind auch nur 1000,-€ abgesichert, die restlichen 495,- sehe ich im Fall des Falles evtl. nie wieder.
_________________
Gruß.

Michael

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Röhrchen
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BeitragVerfasst am: 13.08.2008, 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael, ich drück Dir die Daumen

Hast Du keine Tracking -Nr. bekommen Frage

Gruß
Holger
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Röhrchen
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BeitragVerfasst am: 13.08.2008, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Geschockt Mir ist auch was passiert Geschockt

Ich habe mir einen 5.1 Amp aus Chinese1 bestellt .
War sogar richtig flott dieses mal Sehr glücklich aber Zuhause angekommen habe ich den Amp ausgepackt und es war ein Stereo Amp mit KT88 drin. Geschockt

OK Mr. Green werde ich meinen kleinen aber feinen 5881 aus dem Büro werfen und jetzt mit KT88 hören.

Gruß
Holger
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Saarmichel
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BeitragVerfasst am: 13.08.2008, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Holger,

habe heute morgen in Hong-Kong angerufen und wieder diesen perfekt sprechenden Mann an der Strippe. Er hat mir, nachdem der einige Zeit in seinem Unterlagen gekramt hat (habe es rascheln und die PC-Tastatur klappern gehört) gesagt das der Amp noch "hier" stehen würde, der Amp aber ganz sicher noch heute oder morgen per Luftfracht nach Europa versendet würde. Der Amp wäre dann schätzungsweise, wenn die Zollabfertigung zügig verlaufen würde ca. Ende nächster Woche bei mir. Ich habe ihm dann meinerseits erklärt das ich aber spätestens am Donnerstag/Freitag einen Konfikt bei PayPal anmelden muss um meinen Käuferschutz zu wahren. Er hat mir daraufhin gesagt das ich das ruhig machen soll weil er dadurch keinen Nachteil oder Probleme mit PayPal bekäme wenn ich einen "Disput" melden würde. Erst nach Ablauf einer 20 Tage Frist könnte ich dann PayPal-Käuferschutz beantragen und dann hätte er weitere 10 Tage Zeit Pay-Pal nachzuweisen wo die ausstehende Lieferung bleibt. Aber noch vor Ablauf der 20 Tage-Frist seien die Meixings sicherlich schon längst bei mir. Man sieht der gute Mann kennt sich mit dem Drumherum der PayPal Konfikt- und Käuferschutz Verfahrensweise bestens aus. Ich solle mir aber überhaupt keine Sorgen machen das ich die Meixings nicht erhalten würde, schließlich seien sie ein seriöse Firma. Wenn es aber meine Nerven beruhigen würde dann soll ich einen "Disput" melden.

Das werde ich auch ganz bestimmt machen, sicher ist sicher.

Aber zurück zum eigentlichen Thread-Thema, dem Audioromy 813-SE. Habe ich überhaupt schon erwähnt wie gut der Audioromy tatsächlich klingt. Mittlerweile bin auch ich vom Klang dieses Senderöhre-Amps restlos begeistert. Sicherlich in der Summe seiner klangliche Eigenschaften der mit Abstand beste aller meiner Röhren-Amps. Und in diese Wertung ist absolut preisunabhängig. Bei Gelegenheit und Lust werde ich noch eine detailierte Klangbeschreibung verfassen.
_________________
Gruß.

Michael

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Saarmichel
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BeitragVerfasst am: 13.08.2008, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Röhrchen hat Folgendes geschrieben:
Geschockt Mir ist auch was passiert Geschockt

Ich habe mir einen 5.1 Amp aus Chinese1 bestellt .
War sogar richtig flott dieses mal Sehr glücklich aber Zuhause angekommen habe ich den Amp ausgepackt und es war ein Stereo Amp mit KT88 drin. Geschockt

OK Mr. Green werde ich meinen kleinen aber feinen 5881 aus dem Büro werfen und jetzt mit KT88 hören.

Gruß
Holger


Hey Holger,

KT88 = Bumsbass-Röhre , hoffentlich nicht gerade so ein Weichspüler-Amps vom Schlage eines Yaqin MC-100B. Schade das Du nicht so einen Audioromy 813-SE bekommen hast. Aber zum Trost, stellt Dir nur mal vor wenn Du so einen schrottigen Soundtrack 813-SE bekommen hättest Jammer

Was ist es denn für ein Gerät Frage und hat es sich wenigstens letztendlich finanziell gelohnt eine Falschlieferung erhalten zu haben.
_________________
Gruß.

Michael

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Röhrchen
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BeitragVerfasst am: 13.08.2008, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael, hier mal ein Bild ( Music Angel)
hxxp://hi-end.on9mart.com/products/amplifiers/integ_amp/AI-MA-MENG-KT88-bk/MENG-KT88-bk_04.jpg

Ich finde es hat sich gelohnt Mr. Green aber jetzt habe ich nicht nur einen sondern gleich zwei Röhrenverstärker zu viel Geschockt

Aber besser zwei zu viel Mr. Green als einen zu wenig

Gruß
Holger
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Saarmichel
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BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

heute sind die Shuguang 813 mit der Graphit-Anode von TAD angeliefert worden. Leider hat sich herausgestellt das diese 813 völlig andere Werte als die original verbauten Sino 813 mit der Zirkonium beschichten Nickel-Anode haben, außerdem lagen die Werte sehr weit auseinander.

Die eine Shuguang 813 hatte bei max. negativer Gittervorspannung 765 mV (76,5 mA Ruhestrom) und die andere Röhre sogar 990 mV (99,0 mA Ruhestrom) zwischen den Messpunkten. Ich habe dann den niedrigsten/gleichen Ruhestrom eingestellt. Der Ruhestrom lag dann bei immer noch 936 mV (93,6 mA) je Röhre.

Da mir das auf Dauer doch zu viel ist (eigentlich 700 mV / 70 mA Ruhestrom) machte ich nur einen 20 Min. Hörtest. Der Klang war viel dunkler gefärbt und scheinbar auch viel träger. Die Leichtfüßigkeit und Schnelligkeit ging merklich verloren, klanglich gefiel mir das überhaupt nicht. Vielleicht hatte ich auch einfach zu viel Angst um den Netztrafo denn jetzt zog der Trafo satte 380 Watt (normal mit 70 mA Ruhestrom sind 330 Watt) aus dem Netz. Auf Dauer würde der Trafo sicherlich viel zu heiß werden. Auf jeden Fall hätte ich mir diese 108,- € + Versand sparen können

Damit ich den Ruhestrom in Zukunft gefahrlos kontrollieren kann habe ich an die Anschlussdrähte der 10 Ohm Kathodenwiderstände je zwei Mess-Buchsen angelötet, jetzt kann ich die Messleitungen schnell und vorallem sicher anschließen.



@Thomas

Zum einstellen der Ruheströme habe ich Amp diesmal selbstverständlich auf den Kopf gestellt. Dazu habe ich den Amp mit dem Trafogehäuse an die Tischkante gestellt und die Röhren von unten mit einem Ventilator (forced-air cooling Mr. Green ) von unten kräfig angeblasen. Die Ruheströme die ich vorige Woche mit seitlich liegenden Amp eingestellt habe lagen übrigens immer noch bei genau 70 mA. Ein seitliches Liegen der Röhren hat also im Grunde keinen Einfluss auf die Ruhestromhöhe.
_________________
Gruß.

Michael

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VinylSavor
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BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

danke fuer das update. Wenn die Roehren auf der Seite liegen, dann hebt sich der Effekt der leicht durchhaengenden Katode wohl auf beiden Seiten auf. Unten wird der Abstand zum Gitter etwas kuerzer, oben dafuer laenger.

Gute Idee, mit den Buchsen fuer die Messtrippen!

Ciao

Thomas
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